DE631980C - Trockene Kuepenfarbstoffpraeparate - Google Patents

Trockene Kuepenfarbstoffpraeparate

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DE631980C
DE631980C DEI43716D DEI0043716D DE631980C DE 631980 C DE631980 C DE 631980C DE I43716 D DEI43716 D DE I43716D DE I0043716 D DEI0043716 D DE I0043716D DE 631980 C DE631980 C DE 631980C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
preparations
vat
dry
kuepen
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Expired
Application number
DEI43716D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Rabe
Dr Carl Taube
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE631980C publication Critical patent/DE631980C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0077Preparations with possibly reduced vat, sulfur or indigo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Trockene Küpenfarbstoffpräparate Es wurde gefunden, daß man wertvolle Küpenfarbstoffpräparate erhält, wenn man Küpenfarbstoffe mit einem Hydrosulfit und tertiären Alkaliphosphaten mischt. Als Küpenfarbstoffe kommen insbesondere Farbstoffe der indigoiden, thioindigoiden und anthrachinoiden Reihe in Frage; und zwar nicht nur niedrig molekulare, sondern auch mehrere Anthrachinonreste oder höher kondensierte Ringsysteme enthaltende Farbstoffe, z. B. Dimethoxydibenzanthron. Die zweckmäßig zu verwendende Menge an tertiärem Alkaliphosphat schwankt j e nach der Art des Farbstoffes. Im allgemeinen wird man bei leicht verküpbaren Farbstoffen mit einer geringeren Menge auskommen als bei schwer verküpbaren Farbstoffen. Ein Zusatz von Netz- oder Emulgierungsmitteln zu den neuen Küpenfarbstoffpräparaten ist oft von Vorteil.
  • Aus der Patentschrift 466 938 sind Küpenfarbstoffpräparate bekanntgeworden, welche neben Hydros.ulfiten nicht kaustische Alkalien enthalten. In dieser Patentschrift ist zwar der Ausdruck Alkal.iphosphate verwendet, .doch ist derselbe einmal im Hinblick auf die Beschränkung des Patents auf nicht kaustische Alkalien, zum andern im Hinblick auf den allgemeinen Sprachgebrauch, nach dem unter Alkaliphosphaten schlechthin sekundäre Alkaliphosphate verstanden werden, nicht als tertiäre. Phosphate einschließend anzusehen. Kennzeichnend für das aus der Patentschrift 466 938 bekannte Verfahren ist es gerade, solche alkalisch reagierenden Körper zu verwenden, die auch in wäßriger Lösung eine schwach basische, nicht kaustische Reaktion aufweisen (vgl. Seite i, Zeilen i9 und 2o der Patentschrift 466 938). Tertiäre Alkaliphosphate gehören nicht zu diesen Stoffen, da der pH-Wert ihrer wäBrigen Lösungen erheblich über dem der Lösungen der üblichen, als nicht kaustische Alkalien bezeichneten Stoffe (Borax, sekundäre Alkaliphosphate, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat u. dgl.) liegt und ferner ihre wäßrigen Lösungen im Gegensatz zu den wäßrigen Lösungen nicht kaustischer Alkalien Kohlensäure aufnehmen.
  • Den Präparaten der genannten Patenschrift gegenüber haben die Präparate der vorliegenden Erfindung neben einer vorzüglichen Haltbarkeit den großen Vorteil, klargelöste Küpen zu bilden, wohingegen die erstgenannten Präparate in Wasser lediglich fein verteilte Suspensionen der Leukoverbindungen der Küpenfarbstoffe ergeben.
  • Aus der Patentschrift 486 488 ist ferner ein Verfahren zum Färben und Drucken mit Küpenfarbstoffen bekanntgeworden, gemäß welchem dem Färbebade oder der Druckpaste an Stelle von Alkalihydroxyden Trinatriumphosphat zugesetzt wird. Demgegenüber sind Gegenstand unserer Erfindung trockene Küpenfarbstoffpräparate, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Hydrosulfit und tertiären Al-
    voll. Manche derartigen Präparte" sind schon vorgeschlagen worden, deren Einführung,#j die Praxis jedoch Schwierigkeiten begegnete:-Entweder waren die betreffenden Präparate nicht genügend löslich, oder sie waren zu luftempfindlich. Die Präparate der vorliegenden Erfindung sind sehr leicht im Wasser unter Bildung einer klaren Küpe löslich und sind außerdem weitestgehend luftbeständig, so daß sie von den Färbereien ohne jeden Schaden für lange Zeit selbst in offenen Gefäßen ohne Wertverminderung aufbewahrt werden können.
  • Stellen somit die Präparate der Erfindung auf Grund obiger Tatsachen schon eine bedeutende Bereicherung der Technik dar, so kommt hinzu, daß die Beständigkeit der Präparate nicht vorauszusehen war. Es ist insbesondere darauf hinzuweisen; wie leicht sich Hydrosulfit durch Luftzutritt verändert. Es war somit in keiner Weise vorauszusehen, daß die Gemische aus Küpenfarbstoff, Hydrosulfit und tertiärem Alkaliphosphat so beständig sind, daß sie auch nach langer Zeit noch vollkommen unverändert sind und, in Wasser eingebracht, ohne weiteres klare Küpenlösungen liefern. Beispiel z -Ein Gemisch von ' 3 Gewichtsteilen Tetrabromindigo, 6 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit mit i Gewichtsteil isobutylnaphthalinsulfonsaurem Natrium und io Gewichtsteilen Trinatriumphosphat gibt beim Auflösen in ,Wasser von 6o bis 7o0 C eine klare Küpe, die unmittelbar zum Färben verwendet werden kann.
  • Beispiel 2 Ein Gemisch von 2,5 Ge'%V-IChtsteilen I-B-enzoylaminoanthrachinon mit 5 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit, i Gewichtsteil isobutylnaphthalinsulfonsaurem Natrium und 25 Gewichtsteilen Trinatriumphosphat gibt beim Auflösen in warmem Wasser eine klare Küpe, aus der Baumwolle oder Wolle in klaren gelben Tönen gefärbt werden, Beispiel 3 Ein Gemisch von 6 Gewichtsteilen Dibromdimethoxydibenza.nthron mit 14 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit und 25 Gewichtsteilen Trinatriumphosphat löst sich in warmem Wasser, .das gegebenenfalls mit einer Mischung aus Hydrosulfit und Trinatriumptosphat vorgeschärft werden kann, mit tiefblauer Farbe unter Verküpung auf. Baumwolle wird aus der so hergestellten Küpe in klaren grünen Tönen gefärbt.
  • An Stelle der in den obigen Beispielen genannten Farbstoffe können mit gutem Erfolg verwendet werden: Indigo, Thioindigo, der aus 3-Oxy-(i)-thionaphthen und Acenaphthenchinon erhältliche Farbstoff (vgl. die britische Patentschrift 22578/o9), der aus Isatin-a-chlorid und Toluoxynaphthocarbazol erhältliche Farbstoff (vgl. Patentschrift 2q1997), der Farbstoff von der Formel der aus q. - Methoxy -i- oxynaphthalin und i-Chlor-2, 3-naphthisatin-a-chlorid erhältliche Farbstoff -(vgl. die britische Patentschrift 289 154:), 2, 5-Dianilidobenzochiron, 4., 5'-Dibenzoylamino - i, i'- dianthrachinonylaminocarbazol, 2- (p-Chloranilido)-naphthochinon, Dimethoxydibenzanthron, der durch Behandeln des Kondensationsproduktes aus Choranil und Anilin mit Schwefelalkalien erhältliche Farbstoff (vgl. Patentschrift 265 195) bzw. mit Natriumsulfhydrat erhältliche Farbstoff (vgl. Patentschrift 265 i96), der durch Behandeln ,des Kondensationsproduktes aus Chloranil und 4-Chlor-i-aminobenzol mit schwefelabgebenden Substanzen unter Druck erhältliche Farbstoff (vgl. Patentschrift 282 50i), der durch Behandeln des Kondensationsproduktes aus Chloranil und Anilin mit schwefelabgebenden Mitteln unter Druck erhältliche Farbstoff (vgl. Patentschrift 28I2 5o1).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Trockene Küpenfarbstoffpräparate, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Hydrosulfaten und tertiären Alkaliphosphaten.
DEI43716D 1932-02-11 1932-02-11 Trockene Kuepenfarbstoffpraeparate Expired DE631980C (de)

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