DE445450C - Koksofenbatterie mit schraegliegenden Retorten - Google Patents

Koksofenbatterie mit schraegliegenden Retorten

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DE445450C
DE445450C DEB109280D DEB0109280D DE445450C DE 445450 C DE445450 C DE 445450C DE B109280 D DEB109280 D DE B109280D DE B0109280 D DEB0109280 D DE B0109280D DE 445450 C DE445450 C DE 445450C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B11/00Coke ovens with inclined chambers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Koksofenbatterie mit schrägliegenden Retorten. Die Erfindung bezieht sich auf Koksofenbatterien mit geneigten Retorten, paarweise durch über die Retorten hinweggehende Querkanäle verbundenen Heizwänden mit senkrechten Heizzügen und mit den Heizwänden verbundenen Wärmespeichern. Die Heizwandpaare gemäß der Erfindung sind mit entsprechenden umsteuerbaren Regeneratoren verbunden, so daß die senkrechten Züge von paarweise durch obere Querkanäle verbundenen Heizwänden abwechselnd als Verbrennungszüge und Abgaszüge wirken; die senkrechten Heizzüge jeder Wand sind gruppenweise in unabhängig voneinander regelbaren seitlichen und in der Mitte liegenden Gruppen angeordnet.
  • Die Bauart gemäß der Erfindung stellt also die Anwendung des aus der amerikanischen Patentschrift 1 374 546 bekannten Prinzips der Verbindung paarweise angeordneter Heizwände durch über die dazwischenliegende Retorte hinweggehende Querkanäle in Verbindung mit umsteuerbaren Regeneratoren auf Schrägkammeröfen dar. Dadurch; daß die Heizzüge in der angegebenen Art gruppenweise angeordnet sind, wird der Vorteil erzielt, -daß mit äußerst einfachen Mitteln eine sehr vollkommene Regelung der Verbrennung erzielt wird. In jeder Gruppe kann die Zuführung von Heizgas und von vorgewärmter Luft unabhängig von den anderen Gruppen geregelt werden. Man kann daher insbesondere auch die Erhitzung der beiden Enden .der Retorten unabhängig voneinander regeln und so eine sehr gleichförmige Erhitzung und gute Verkokung erhalten.
  • Die Regeneratoren sind zweckmäßig quer zur Batterieachse in zu den einzelnen Heizwänden gehörigen Gruppen angeordnet. Die Bodenkanäle aller Regeneratoren einer Gruppe münden in einen gemeinsamen Sammelkasten an der Beschickungsseite der Batterie. Die Sammelkästen jeder Quergruppe von Regeneratoren liegen in einer Reihe, und jeder von ihnen ist mit einem Lufteinlaßventil und einem Abgasauslaßventil zur Regelung der Strömungsrichtung durch die Regeneratoren versehen.
  • Vorzugsweise ist jeder zur Verbindung zweier benachbarter Heizwände dienende Querkanal mit schrägliegenden, in diesen Heizwänden angeordneten Sammelkanälen verbunden, mit deren jedem alle Heizzüge je einer Gruppe von Heizzügen in Verbindung stehen.
  • Wenn der Ofen als Verbundofen betrieben werden soll, so sind Kanäle zur Zuführung heißen Gases zu den Heizwänden vorgesehen und die Regeneratoren so angeordnet, daß jede der schrägliegenden Retorten oder deren Gesamtheit entweder mit reichem oder mit armem Gas als Brennstoff betrieben werden kann.
  • In den Zeichnungen ist beispielsweise eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt, ohne daß letztere auf das gegebene Beispiel beschränkt wäre.
  • Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch: einen Ofen mit schrägliegenden Retorten, der die angegebenen Merkmale aufweist und gemäß der Erfindung gebaut ist. Der Schnitt ist quer durch eine Heizwand und die Degeneratoren in einer senkrechten Ebene nach der Linie C-C in Abb. 2 gelegt. Abb. 2 ist ein zusammengesetzter senkrechter Schnitt in der Längsrichtung einer Batterie mit schrägliegenden Retorten in den Ebenen nach den Linien A-A und B-B in Abb. i.
  • Abb.3 ist ein anderer Querschnitt durch die Retortenbatterie in einer Ebene nach der Linie D-D in Abb. 2.
  • Abb. 4 ist ein zusammengesetzter Schnitt in geneigten Ebenen nach den Linien E-E, F-F und G-G in Abb. r.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Erfindung in ihrer Anwendung auf einen Verbundkoksofen mit schrägliegenden Retorten dargestellt, der zur Heizung mit Koksofengas oder mit Gas aus einer äußeren Quelle, z. B. Generatorgas, eingerichtet ist.
  • In den Zeichnungen ist ein Ofen mit schrägliegenden Retorten und Nebenproduktengewinnung dargestellt, wie schon erwähnt. Die Retorte enthält eine Mehrzahl von zwischen den Heizwänden liegenden, sich in senkrechter Richtung erstreckenden schrägliegenden Retorten oder Kokskammern 12, die* von dem Ende, wo die Beschickung und der Austritt des Destillats stattfindet, nach dem Koksaustrittsende hin Gefälle haben, wie in Abb.3 dargestellt. Die geneigten Heizwände 11 bilden die Seitenwände der zugehörigen Kokskammern 12, wie insbesondere in Abb. 2 ersichtlich. Bei dem vorliegenden Beispiel werden die Heizwände unmittelbar von Pfeilerwänden 13 getragen, die sich quer zur Batterie erstrecken und, wie in Abb.2 ersichtlich, unterhalb der betreffenden Heizwände i i liegen. Diese Pfeilerwände bilden zusammen mit anderen noch zu beschreibenden Wänden 22 gemeinsam den Hauptunterbau für den ganzen Oberbau der Batterie und werden ihrerseits von einem Fundament 14 getragen, auf dem die ganze Batterie ruht.
  • Die zu verkokende Kohle wird in die Retorten 12 durch. Beschickungsöffnungen 16 eingeführt. Der fertige Koks wird durch die Türen 17 ausgestoßen. Die Neigung der Retorten 12 ist im wesentlichen gleich dem Böschungswinkel der zur Beschickung der Retorten dienenden Kohle, und wenn die Austrittstüren 17 geöffnet sind, so gleitet der fertige Koks durch seine Schwere aus den Retorten 12 heraus. Während des Verkokungs-oder Destillationsvorganges. dienen die öffnungen 16 der einzelnen Retorten als Austrittsöffnungen für die Destillationsprodukte und sind zur Sammlung der Destillate und Gase während des ganzen Destillations- oder Verkokungsvorganges mit einer Gashauptleitung beliebiger geeigneter Bauart verbunden. Neben jeder Beschickungs- oder Destillatauslaßöffnung 16 ist in der Decke jeder Retorte ein Rauchloch 18 vorgesehen, das während der 4 Destillation durch einen geeigneten Deckel verschlossen wird, aber während der Beschickung vorzugsweise offen ist, damit der beim Eintritt der Kohle in die heiße Retorte entwickelte Rauch entweichen kann.
  • Wie aus Abb. i ersichtlich, besteht jede Heizwand i i aus einer Mehrzahl senkrz-chter Heizzüge ig. Die Heizzüge jeder Heizwand arbeiten gemäß der Erfindung gleichmäßig mit gleichgerichteter Strömung, d. h. es findet keine Gegenströmung zwischen Heizzügen einer einzelnen Heizwand statt. Wenn indessen in den Heizzügen auf einer Seite einer Kokskammer Verbrennung stattfindet, also eine aufwärts gerichtete Strömung, so arbeiten die Heizzüge auf der entgegengesetzten Seite derselben Kokskammer mit Abwärtsströmung, so daß die Abgase abgeleitet werden können. Demgemäß wird in allen Heizzügen auf einer Seite der Kohlenbeschickung in jeder Kokskammer eine Verbrennung aufrechterhalten und die Hitze auf die ganze Länge einer Seite dieser Beschickung während eines ganzen Heizabschnittes zur Einwirkung gebracht und nach Umkehrung der Strömungsrichtung auf die ganze Länge der entgegengesetzten Seite der Beschickung wirken gelassen, bi@ ein neuer Zugwechsel stattfindet.
  • Die* Regeneratoren 2o sind in dem geneigten feuerfesten Mauerwerk unterhalb der Retorten 12 und der Heizwände i i untergebracht. jeder Regenerator 2o enthält Würfelwerk 2i mit einem Verteilungsbodenkanal 23 unterhalb dieses Würfelwerks. Die Regeneratoren sind quer zur Batterie in verschiedenen Höhen oder Stufen angeordnet, und bei dem vorliegenden Beispiel besteht jede Quergruppe von Regeneratoren aus vier Rügeneratoren, die voneinander je durch innere senkrechte Teilungswände 24 getrennt sind. Wie aus Abb. i und 3 ersichtlich, reichen die Bodenkanäle aus den einzelnen Regeneratoren in den verschiedenen Höhen oder Stufen jeder Quergruppe bis zu einem gemeinsamen Sammelkasten 25, der mit einer Ventilvorrichtung zur Regelung der Strömungsrichtung durch die.ganze Quergruppe von Regeneratoren versehen ist. Der Sammelkasten 25 ist mit einem Ltiftdeckel 26. und einem Pilzventil 27 versehen, die je die Zufuhr von Luft zu den Regeneratoren oder das Ausströmen von Abgas durch eine zum Fuchs 29 führende Leitung 28 gestatten. Der Fuchs erstreckt sich längs der Batterie und ist mit jeder Quergruppe von Regeneratoren durch einen ähnlichen Sammelkasten verbunden. Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß Abb. i erstrecken sich die Bodenkanäle aus den einzelnen Regeneratoren jeder Quergruppe je von verschiedenen Höhen zu dem gemeinsamen Sammelkasten, während bei der Ausführungsform gemäß Abb.3 die Bodenkanäle der beiden unteren Regeneratoren einer Quergruppe sich von derselben niedrigeren Stufe aus erstrecken, die Bodenkanäle der beiden oberen Regeneratoren dagegen von derselben höheren Stufe aus.
  • Die verschiedenen gasdichten Tragwände 22 erstrecken sich je unmittelbar unterhalb der Kokskammern in paralleler Richtung zwischen je zwei benachbarten Pfeilerwänden 13. Diese Tragwände 22 ergeben zwei Quergruppen von Regeneratoren G und H, die je auf entgegengesetzten Seiten der Wände 22 und zwischen benachbarten Pfeilerwänden 13 liegen. Die verschiedenen Wände a2 haben auch die Aufgabe, das Gewicht des. Batterieoberbaus zu tragen.
  • Die Strömung durch die Regeneratoren G und H zwischen je zwei benachbarten Pfeilerwänden 13 wird gleichzeitig in entgegengesetzten Richtungen aufrechterhalten. Wenn beispielsweise die Strömung durch einen Regenerator G aufwärts geht, so wird gleichzeitig Abwärtsströmung durch den Regenerator H aufrechterhalten. jeder Regenerator ist mit einer Reihe von Kanälen 3o versehen, die sämtlich je zu einzelnen Heizzügen i9 derselben Heizwand führen, während die Kanäle 3o des anderen Regenerators zwischen denselben beiden- Pfeilerwänden 13 je zu einzelnen Heizzügen i9 der nächsten benachbarten Heizwand führen, wie aus Abb. 2 deutlich ersichtlich ist. Infolge dieser Bauart wirken alle Regeneratoren beider Gruppen entweder mit Einströmung oder mit Ausströmung.
  • Bei der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung findet in der ganzen Reihe von Heizzügen 19 jeder i i entweder Verbrennung oder Abwärtsströmung zur Abführung von Verbrennungsprodukten zu den Barunterliegenden Regeneratoren statt, und demgemäß arbeiten die Quergruppen von in Verbindung miteinander stehenden Regeneratoren gleichzeitig mit Strömung in gleicher Richtung und unter gleichen Bedingungen. Man kann daher sagen, daß der Zugwechsel durch die Heizzüge i9 auf entgegengesetzten Seiten einer-Kokskammer oder Retorte und die mit diesen verbundenen Regeneratoren in der Längsrichtung der Ofenbatterie stattfindet, statt quer dazu, wie es bisher in der Praxis üblich war. Die Umsteuerung der Batterie geschieht am Ende jedes Arbeits- oder Strömungsabschnittes, dessen Dauer sich nach praktischer Erfahrung bestimmt, -und erfolgt mittels irgendeiner beliebigen Umsteuerungsvorrichtung.
  • jeder Heizzug ig jeder Heizwand- hat oben eine Zugöffnung 31 zum Durchgang der Verbrennungsprodukte oder Abgase der innerhalb des Heizzuges brennenden Flamme. Diese Öffnungen 31 münden nach oben in schrägliegende Sammelkanäle 32, die in den Heizwänden vorgesehen sind und alle senkrechten Heizzüge verbinden, die mit diesen schrägliegenden Kanälen 32 durch die öffnungen 3 i in Verbindung stehen. Gemäß der Erfindung liegen in jeder Heizwand mehrere, im vorliegenden Beispiel vier, solche geneigten Sammelkanäle 32 hintereinander und bilden ein inneres Paar von Sammelkanälen IL' und ein äußeres Paar von Sammelkanälen L. Vermöge der Anordnung einer Mehrzahl solcher Sammelkanäle in jeder Heizwand brauchen diese Kanäle 32 kein so großes Aufnahmevermögen zu haben, als bei den bekannten wagerechten Koksöfen notwendig ist, und infolgedessen kann der Querschnitt jedes Sammelkanals 32 im Verhältnis zu seiner Länge erheblich verringert werden mit dem Ergebnis, daß die Dicke und Stärke der Heizwände -in der Gegend der schrägliegenden Sammelkanäle erheblich vermehrt wird. Die inneren und äußeren Sammelkanäle stehen, wie in Abb. i dargestellt; mit inneren und äußeren Gruppen V und L' von Heizzügen der zugehörigen Heizwand in Verbindung. Da jeder Sammelkana132 mit einer beträchtlich verminderten Zahl von senkrechten Zügen verbunden ist, im vorliegenden Beispiel mit einem Viertel der Heizzüge einer Heizwand, so wird die Gleichförmigkeit der Zugverteilung erheblich gefördert. Außerdem bildet jeder Regenerator mit der zugehörigen Gruppe von Heizzügen und den mit diesen verbundenen schrägliegenden Sammelkanälen eine Arbeitseinheit, die unabhängig von den anderen Arbeitseinheiben derselben Heizwand geregelt werden kann. Diese Anordnung ermöglicht nicht allein eine Regelung der äußeren Gruppen L', sondern auch eine Regelung der Heizwirkung durch die ganze Heizwand hindurch, um eine gleichförmige Verteilung zu erzielen und die bisher bei Öfen mit schrägliegenden Retorten -vorhandene Neigung einer Konzentration der Hitze oder Überhitzung im oberen Teil der Schräge zu vermeiden. Diese Anordnung verhindert eine zu weitgehende Verkokung im oberen Teile der Batterie und die Gefahr, daß die Destillate der Einwirkung übermäßig konzentrierter Hitze ausgesetzt und dadurch geschädigt werden.
  • Wie dargestellt, sind die inneren Sammelkanäle I( und die äußeren Sammelkanäle L jeder Heizwand durch Kanäle oder Durchlässe 33 je mit den entsprechenden Sammelkanälen einer der nächstbenachbarten Heizwände verbunden. Diese Durchlässe 33 liegen über der Decke einer Kokskammer zwischen einem Paar so verbundener Heizwände, und diese Bauart ermöglicht es, einzelne Verbindungen für die Strömung zwischen den Heizzuggruppen jeder Heizwand und den entsprechenden Gruppen einer der benachbarten Heizwände herzustellen. Auf diese Weise geht die gesamte Strömung aus der Heizwand; in deren Heizzügen Verbrennung stattfindet, durch diese und dann abwärts durch alle Heizzüge der nächst benachbarten- Heizwand; und bei jeder Umsteuerung erfolgt eine Umkehrung der Strömungsrichtung in allen Heizzügen jeder Heizwand. Der Zug durch die Öffnungen 3 i kann mittels der üblichen beweglichen Schieber 3q. geregelt werden, die in bekannter Weise auf dem Boden der Sammelkanäle 32 angeordnet und durch Öffnungen 35 zugänglich sind, die sich von der Decke der Sammelkanäle 32 in jeder Heizwand zur oberen Seite der Batterie erstrecken, wobei oberhalb jedes Heizzuges jeder Heizwand eine solche öffnung 35 liegt. Die Querkanäle 33 sind durch ähnliche Öffnungen 36 zugänglich, von denen je eine für jeden Querkanal vorhanden ist.
  • Quer zur Batterie erstreckt sich in jeder Pfeilerwand 13 und unterhalb der Barüberstehenden Heizwand i i ein-Gaszufuhrkanal 37. Diese Gaszufuhrkanäle 37 dienen zur Zufuhr von Koksofengas zu den verschiedenen Heizzügen der entsprechenden Heizwände und stehen mit den einzelnen Heizzügen i 9 durch Gasleitungen 38 in Verbindung, die von den Kanälen einzeln zu den Böden der einzelnen Heizzüge führen. Innerhalb der Leitungen 38 sind die üblichen Düsen 39 angeordnet. Die Zufuhr von Koksofengas zu den Kanälen 37 geschieht aus Koksofengashauptleitungen üblicher Bauart, die je auf entgegengesetzten Seiten der Batterie liegen können. Zum Anstellen und Absperren der Gaszufuhr zu den Kanälen 37 sind geeignete Vorkehrungen getroffen, und zwar derart, daß die Gaszufuhr zu abwechselnden Kanälen erfolgt, während sie bei den dazwischenliegenden Kanälen abgesperrt wird.
  • Um die Batterie wahlweise mit einem besonderen Heizgas, z. B. Generatorgas, zu betreiben, können die verschiedenen Regeneratoren H gewünschtenfalls mit einer Generatorgashauptleitung verbunden werden, so daß das Generatorgas in diejenigen Gruppen der Regeneratoren H geleitet werden kann., die mit Einströmung arbeiten und durch die es zu den Heizzügen 19 gelangt, in denen Verbrennung stattfindet. Der Betrieb der Batterie mit schrägliegenden Retorten bei Benutzung eines gewöhnlichen armen Gases, wie Generatorgas, als Brennstoff, geschieht wie folgt. Die Zufuhr von Koksofengas zur Koksofengashauptleitung und zu sämtlichen Koksofengaskanälen 37 wird abgesperrt. Man läßt GeneratQrgas in die abwechselnden Regeneratoren H strömen, die mit Einströmung arbeiten, und indem es durch diese Regeneratorgruppen strömt, wird es vorgewärmt, ehe es in die Heizzüge eintritt und dort verbrennt. Während der Einströmung von Generatorgas durch diese abwechselnden Regeneratorgruppen H strömt Abgas aus den mit Abwärtsströmung arbeitenden Heizzügen durch die AusströmungsTegeneratoren G sowie durch diejenigen Regeneratoren H, die die zwischen den abwechselnden Regeneratoren liegenden Gruppen bilden. In den Regeneratoren G der vorher erwähnten abwechselnden Gruppen mit Einströmung wird Luftzufuhr aufrechterhalten und die durch diese Regeneratoren aufsteigende Luft tritt schließlich in die Heizzüge ein, in denen Verbrennung stattfindet, um die Verbrennung des Generatorgases zu unterstützen, das durch die abwechselnden Regeneratoren H zugeführt wird. Bei Zugwechsel werden die Regeneratoren mit Einströmung zu solchen mit Ausströmung und gleichzeitig die Regeneratoren mit Ausströmung zu solchen mit Einströmung.
  • Beim Betrieb der Batterie mit Koksofengas wird die Zuführung von Generatorgas zu den Regeneratoren H mit Einströmung abgesperrt und Luft an Stelle von Generatorgas in diese Regeneratoren einströmen gelassen. Während des Betriebes mit Koksofengas wird eine Zufuhr von Koksofengas zu den Kanälen 37 aufrechterhalten, die die Heizzüge mit aufsteigender Strömung speisen. Die Umsteuerungsvorrichtung wird bei jedem Zugwechsel so betätigt, daß alle mit Einströmung arbeitenden Regeneratoren mit der Außenluft in Verbindung gebracht werden und gleichzeitig alle mit Ausströmung arbeitenden Regeneratoren mit der Abgasleitung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Koksofenbatterie mit geneigten Retorten, paarweise durch über die Retorten hinweggehende Querkanäle verbundenen Heizwänden mit senkrechten Heizzügen und mit den Heizwänden verbundenen Wärmespeichern, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten Züge von paarweise durch obere Querkanäle verbundenen Heizwänden vermöge der Verbindung der Heizwandpaare mit entsprechenden umsteuerbaren Regeneratoren abwechselnd als Verbrennungszüge und Abgaszüge wirken, wobei die senkrechten Heizzüge jeder Wand gruppenweise in unabhängig voneinander regelbaren seitlichen und in der Mitte liegenden Gruppen angeordnet sind.
  2. 2. Koksofenbatterie nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneratoren (2o) quer zur Batterieachse in zu den einzelnen Heizwänden (i i) gehörigen Gruppen (G, H) angeordnet sind, und daß die Bodenkanäle (23) aller Regeneratoren einer Gruppe (G oder H) in einen gemeinsamen Sammelkasten (25) an der Beschikkungsseite der Batterie münden. -Die Sammelkästen jeder Quergruppe von Regeneratoren liegen in einer Reihe. Jeder Sammelkasten ist mit einem Lufteinlaßventil (26) und einem Abgasauslaßventil (27) zur Regelung der Strömungsrichtung durch die Regeneratoren versehen.
  3. 3. Koksofenbatterie nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Querkanal (33) mit schrägliegenden, in zwei benachbarten Heizwänden (i i) angeordneten Sammelkanälen (32) verbunden ist, mit deren jedem alle Heizzüge (i9) je einer Gruppe (K', L') von Heizzügen in Verbindung stehen. q.. Koksofenbatterie nach Anspruch i,' 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Kanäle (37) zur Zuführung reichen Gases zu den Heizwänden (i i) vorgesehen und die Regeneratoren (2o) so angeordnet sind, daß jede der schrägliegenden Retorten (12) oder deren Gesamtheit entweder mit reichem oder mit armem Gas als Brennstoff nach Art der bekannten Verbundöfen betrieben werden kann.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974914C (de) * 1951-08-15 1961-05-31 Didier Werke Ag Einrichtung zur regelbaren Beaufschlagung von Regeneratoren fuer Koksoefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974914C (de) * 1951-08-15 1961-05-31 Didier Werke Ag Einrichtung zur regelbaren Beaufschlagung von Regeneratoren fuer Koksoefen

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FR569929A (fr) 1924-04-19

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