DE4453C - Magnet-Motor - Google Patents

Magnet-Motor

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DE4453C
DE4453C DENDAT4453D DE4453DA DE4453C DE 4453 C DE4453 C DE 4453C DE NDAT4453 D DENDAT4453 D DE NDAT4453D DE 4453D A DE4453D A DE 4453DA DE 4453 C DE4453 C DE 4453C
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Germany
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magnets
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oscillating
magnet
fixed
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DENDAT4453D
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Original Assignee
DR. G. ACKERMANN in Sagan
Publication of DE4453C publication Critical patent/DE4453C/de
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  • Magnetic Bearings And Hydrostatic Bearings (AREA)

Description

1878.
j&Qasse 21,-, ,.-^.
Dr. GEBHARD ACKERMANN in SAGAN. Magnet-Motor.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. April 1878 ab.
Die nachfolgend beschriebene Construction eines Magnet-Motors basirt auf dem Princip, ein Pendel durch die constant wirkende Kraft des Magnetismus in schwingende Bewegung zu erhalten, wobei die überschüssig erzeugte Kraft anderweitig abgegeben werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 den Motor in seiner Ruhelage dar.
Fig. 2 zeigt den Apparat im Ausschlag nach links und
Fig. 3 nach rechts.
Fig. 4 ist ein Grundrifs des Apparates.
Auf dem Ständer A ist vermittelst 'Stahlschneiden α ein Pendel gelagert, dessen Pendelstange B linsenförmigen Querschnitt besitzt, um bei der Bewegung der Luft möglichst wenig Widerstand entgegenzusetzen. Die Pendelstange trägt oberhalb des Aufhängepunktes ein Gewicht C, welches mittelst der Muttern b b' verstellt werden kann. Mit dem unteren Ende der Pendelstange ist der durchbrochene Balken D fest verbunden, der an seinem Ende die unteren schwingenden Hufeisen-Magneten c und d trägt.
Dieselben werden von den Messinghülsen q umschlossen und sind in denselben verstellbar mittelst Schrauben befestigt. Vermittelst Schlitz q' und Flügelmutter q" ist. q mit den zweiarmigen um e e1 drehbaren Hebeln FF' verbunden, die behufs Begrenzung der Bewegung die Anschlagleisten r besitzen.
Die oberen schwingenden Hufeisen-Magnete f und g werden von der Pendelstange B selbst getragen und zwar durch den Rahmen E, in dem beide Magneten gelagert sind.
Der Rahmen E ist vermittelst Stahlschneiden/' an der Pendelstange B aufgehängt. Entsprechend den oberen und unteren schwingenden Magneten fg und c d und mit ihnen in Wechselwirkung tretend, sind zwei obere und zwei untere feste Magneten / k und m η von Hufeisenform angebracht; erstere werden durch die am Ständer A auf- und niederverschiebbaren Arme ο ο', letztere durch die Seitenständer A' A" getragen. Die Magneten stecken in Messinghülsen p p" und sind in denselben verstellbar, ebenso wie letztere selbst auf den Seitenwänden A' A" bezw. auf den Armen ο ο' verschiebbar sind. Das Feststellen geschieht immer durch Stellschrauben a.
Aufserdem sind die unteren feststehenden Magneten noch um ihre horizontale Axe drehbar, und zwar bestehen zu diesem Zwecke die Hülsen p" aus zwei Theilen, die vermittelst eines Zapfens in einander greifen und durch eine Schraube festgestellt werden können.
Der drehbare Balken D trägt aufser den unteren schwingenden Magneten noch die beiden Arretirungsgewichte GG', deren Drehpunkte bei ί liegen. Die oberen Enden derselben sind hakenförmig nach aufsen gekrümmt und können in einen horizontalen Zapfen λ der oberen schwingenden Magnete greifen.
Die Gewichte selbst sind verstellbar, und zwar läfst sich ihr Schwerpunkt sowohl vertical wie seitlich beliebig verlegen; in erster Richtung durch die Muttern ό und seitlich dadurch, dafs die Gewichtsplatten t ovale Bohrungen haben, so dafs sie seitlich verschoben und dann durch die Muttern ό in dieser Stellung festgeklemmt werden können. Auch diese Gewichtehaben, um ihren Ausschlag zu begrenzen Anschlagleisten r'.
Die Anordnung der Pole der Magneten ist folgende:
Die Pole der unteren, sowohl festen wie schwingenden Magnete sind nach innen gerichtet, die der oberen festen wie schwingenden nach aufsen.
Die gleicharmigen Pole der festen Magneten liegen unter einander sich gegenüber; die der schwingenden ebenfalls unter einander, aber entgegengesetzt angeordnet den Polen der festen Magneten. Beispielsweise wäre die Anordnung der vorderen Pole der Hufeisen-Magneten in Fig. ι folgende:
Untere feststehende Magneten S S, untere schwingende N JV,. obere schwingende JV JV, obere feste SS,
Die Wirkungsweise des Apparates ist nun folgende:
Um das Pendel in Gang zu setzen, bringt man die oberen schwingenden Magneten / ^ iri die in Fig. 2 gezeichnete Lage, die durch Eingreifen des Hakens 1) des Arretirungs-
gewichtes (G) fixirt wird. Dadurch wird der untere schwingende Magnet c auf der linken Seite vermittelst des zweiarmigen Hebels (F) nach auswärts gehoben, so dafs der Schwerpunkt des Pendels also nach links verlegt wird. Diese Bewegung wird noch dadurch unterstützt, dafs der andere untere schwingende Magnet d aus der punktirten in die ausgezogene Lage niedersinkt, der Schwerpunkt also noch mehr nach links verlegt wird.
Die schwingenden Magnete c und g haben sich zugleich den festen Magneten m und k genähert, und diese werden, da die Pole ungleichnamig sind, bei der Schwingung nach rechts durch Anziehung die Bewegung des Pendels energisch unterstützen.
Während der ganzen Schwingung hält der Haken 1) die oberen schwingenden Magneten (fg) fest. Ist der gröfste Ausschlag erreicht, Fig. 3, dann läfst der Haken λ' infolge der Drehung des Gewichtes (G) um den Punkt (s) los, der Apparat steuert selbstthätig um und gelangt in die in Fig. 3 punktirt gezeichnete Lage.
Die Vorgänge dabei sind folgende: Der Rahmen mit seinen Magneten befindet sich, wie aus der Zeichnung ersichtlich, nicht in der Gleichgewichtslage.
Um in dieselbe (punktirt gezeichnet) zu gelangen, bedarf es einer Drehung nach rechts, die durch den auch aufserhalb seiner Gleichgewichtslage befindlichen, soeben frei gewordenen Magnet (c) unterstützt wird, der herumschwingt und in die punktirt gezeichnete Lage zu kommen sucht.
Er drückt, wie ersichtlich, durch Hebel (F) den linken Magneten / nach oben.
Der rechts schwingende obere Magnet (g) drückt bei dieser Bewegung den Hebel (F') herunter, wodurch der Magnet (d) nach aufsen gehoben und der Rahmen E durch den Haken λ" fixirt wird.
Durch diese Umsteuerung ist aber der Schwerpunkt des Pendels in derselben Weise nach rechts verlegt worden, wie dies bei dem oben beschriebenen Ingangsetzen geschah. Zugleich sind die oben wirksam gewesenen Magnete c und g aus dem Bereich der Magnete m und k gekommen, während die Magnete d und / in den Bereich der festen Magnete η und k gelangt sind. Das Pendel wird mit vermehrter Kraft nach links schwingen, was noch durch die längs der Magnete i und η hinstreichenden schwingenden Magneten/ und d begünstigt wird.
Beim gröfsten Ausschlag nach links angekommen, wird der Apparat in derselben Weise umsteuern, wie vorhin, nur' dafs natürlicher Weise alle rechten Magneten die Functionen der linken übernehmen und umgekehrt.
Um die Reibung zwischen den Armen F und F' und dem Rahmen E zu vermindern, können entweder erstere oder letztere mit Rollen versehen sein. Die Masse des Rahmens E sowie die der Magnete c und d müssen so grofs sein, dafs eine Umsteuerung richtig erfolgt; dies findet statt, wenn die Fallkraft dieser Theile die anziehende Kraft der Magnete um ein geringes überwiegt. Um die Leistung des Apparates ferner zu vergröfsern, kann man die Magnete i und k, m und η in Form von Lamellen anordnen.
An Stelle des Gegengewichtes (C) lassen sich ebenfalls Magnete in derselben, entgegengesetzt wirkenden Weise, wie unten, anbringen, um die Bewegungskraft des Pendels zu verstärken. Auch läfst sich die abstofsende Kraft der Magnete zum gleichen Zwecke verwerthen. Die überschüssige, durch die Reibung des Pendels nicht verbrauchte Kraft kann in beliebiger Weise von demselben abgeleitet und zur Bewegung von Uhrwerken etc. verwendet werden.
Durch die Anwendung mehrerer neben einander liegenden Magneten kann die Kraftäufserung des Motors noch bedeutend verstärkt werden; im Princip stimmen jedoch alle diese Modificationen mit der beschriebenen Construction überein. Eine vereinfachte, aber auf gleichen Principien basirende Construction zeigt die Fig. 5. >
Das Pendel schwingt nach rechts und hat seine Endstellung noch nicht ganz erreicht. Der an der Pendelstange B befestigte Querarm C ist an den Enden mit je zwei Doppelmagneten α α' und bl·' versehen. Dieselben sind, wie die Figur zeigt, nach unten und oben gebogen und an den Enden abgeschrägt.
Oberhalb des Querarmes befindet sich eine gebogene Stange aus weichem Eisen d d', welche in dem Punkte d" an dem Ständer A aufgehängt ist. Diese Stange ist so gekrümmt, dafs das Ende der Magnete α in der in der Figur gezeichneten Lage immer nahe an der Stange vorbeistreicht. Durch die Wirkung der Magnete α wird der Theil d der Stange angezogen. Gelangen jedoch die Magnete α unter den festen Magnet /, so hört die Anziehung von α und d auf; d kommt in die punktirte Lage und nimmt zugleich mittelst der Kettchen g die unteren schwingenden Magnete h h' mit. Die Schwingung des Systems d d1 hh' wird durch die messingenen Anschlagbleche i i begrenzt. Bei der Schwingung des Pendels nach links wird nun die anziehende Kraft zwischen den Magneten α und / durch die bedeutend gröfsere anziehende Kraft zwischen den Magneten «' und h überwunden.
Die Construction der Magnete zeigt Fig. 6. Dieselben bestehen aus zwei über einander gelegten Magneten mit von einander abgekehrten Polen, wodurch man erreicht, dafs die Anziehungskraft des Magneten auf der ganzen Strecke nahezu dieselbe bleibt. Dies läfst sich auch durch Anbringung mehrerer Magnete in Lamellenform erreichen.
Durch die Anziehung der Magnete h wird dem Pendel eine gewisse Beschleunigung nach
links ertheilt, welche hinreicht, um dasselbe in Gang zu halten. Damit die Umsteuerung auch sicher stattfindet, kann man oberhalb del-, schwingenden Eisenstange einen Magnet G zÄ-f ordnen, der die Bewegung der Stangen d %' im geeigneten Moment unterstützt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Benutzung des Magnetismus als eine bewegende Kraft in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Wirkungsweise, speciell:
    ι. Die Anordnung der schwingenden Magnete :imd der dadurch erlangten Verlegimg des ,'^ Schwerpunktes des Pendels, wie in Fig. ι bis s dargestellt.
  2. 2. Die Anordnung der Arretirungsgewichte und der dadurch erreichten Umsteuerung, wie beschrieben.
  3. 3. Die in Fig. 5 dargestellte Modification des Motors, insbesondere die Combination des Pendels C, der Magnete α α1 b b' und G mit dem System d ti' h //' gg1 und der Magnete //', wie beschrieben und dargestellt.
    Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4453D Magnet-Motor Active DE4453C (de)

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ID=34715469

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DENDAT4453D Active DE4453C (de) Magnet-Motor

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DE (1) DE4453C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013111984A1 (de) * 2013-10-30 2015-04-30 Jürgen Löhr Mechanischer Bewegungswandler

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013111984A1 (de) * 2013-10-30 2015-04-30 Jürgen Löhr Mechanischer Bewegungswandler

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