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Antriebsvorrichtung für Schüttelrutschen mit einem einfach wirkenden
Preßluftmotor und einem Gegenzylinder. Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere
Ausbildung und Verbesserung der Antriebsvorrichtung für Schüttelrutschen nach Patent
393 982 mit einem einfach wirkenden Preßluftmotor und einem Gegenzylinder, der jedesmal
für seinen Arbeitshub unter Druck gesetzt wird. Bei der Antriebsvorrichtung nach
dem i Hauptpatent isst das Ziel, den Gegenzylinder in Abhängigkeit vom Motor zu
betreiben, dadurch erreicht, daß die Luftleitung zum Ge- i genzylinder an die Steuervorrichtung
des Motors angeschlossen und diese Steuervorrichtung dabei derart ausgebildet ist,
daß Motor und Gegenzylinder gemeinsam, aber gegenläufig gesteuert werden.
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Bei der verbesserten Antriebsvorrichtung i gemäß der Zusatzerfindung
soll der mit einem erhöhten Preßluftverbrauch und einem Druckverlust verbundene
Umweg der dem Gegenzylinder zuzuführenden Frischluft über die Steuerung des Motors
und die diese Steuerung mit dem Gegenzylinder verbindende Leitung vermieden und
die Preßluft dem Gegenzylinder unmittelbar zugeführt werden. Zu diesem Zweck ist
gemäß der Erfindung der Gegenzylinder selbst mit einem Steuerventil zum wechselweisen
Ein- und Auslaß der Preßluft ausgestattet _ und über dieses Ventil- mit der Preßluftzuleitung
verbunden. Das Steuerventil des, Gegenzylinders wird dabei unter Vermittlung einer
dasselbe mit der Motorste-uerung verbindenden Leitung in. Abhängigkeit vom Motor
durch Preßluft verstellt. Durch diese neue Einrichtung ist einerseits
eine
höhere Wirtschaftlichkeit und anderseits ein genaueres Zusammenarbeiten von Motor
und Gegenzylinder erreicht.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigt sie eine Draufsicht der neuen Antriebsvorrichtung in Verbindung mit
der Schüttelrutsche.
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a ist der einfach wirkende Preßluftmotor und; b der in umgekehrter
Richtung arbeitende Gegenzylinder. Ihre Kolbenstangen ai und bi sind durch bekannte
Gestänge mit der Rutsche,- verbunden. Der Zylinder des Motors a ist mit einer
Schieberstenerung f ver-
sehen, die, ähnlich wie im Hauptpatent, nicht nur
die wechselweise Verbindung des Motorzylinders mit der Preßluftzuleitung u und dem
Freien bewirkt, sondern auch, und zwar in umgekehrter Folge, eine an die Steuerung
angeschlossene Leitung ,g abwechselnd mit der Frischluft und dem Freien verbindet.
Im Gegensatz zum Hauptpatent dient diese Leitung g .aber nicht dazu, unmittelbar
Frischluft in dien Gegenzylinder b zu: leiten, sondern es handelt sich bei dieser
Leitung;, die jetzt wesentlich enger sein kann als die Leitung g des Hauptpatents,
nur um eine Hilfsleitung zur Steuerung des Gegenzylinders. Der Gegenzylinder b ist
nämlich bei der Antriebsvorrichtung gemäß der Zusatzerfindung selbst mit einem Steuerventil
t zum wechselweisen Ein- und: Auslaß. der Preßluft ausgestattet und über dieses
Ventil unmittelbar mit der Frischluftzuleitung tt verbunden. Das Steuerventil t
des Gegenzylinders ist dabei in an sich 'bekannter Weise--so eingerichtet, däß es
in der einen Richtung, nämlicl1. -im Sinne der Verbindung des Gegenzylinders, mit
dem Freien durch einen Kraftspeicher, z. B. eine Feder, und in der anderen Richtung
durch den Druck eines auf einen mit dem Ventil verbundenem: kleinen Kolben geleiteten
Druckmittels. verstellt werden kann. Als Druckmittel wird: Preßluft verwandt, und
zwar wird diese Preßluft durch die bereits erwähnte Hilfsleitung g in Abhängigkeit
vorn Motor a auf den Kolben des Steuerventils t geleitet.
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Die Arbeitsweise der neuen Antriebsvorrichtung ist folgende: Es sei
angenommen, daß der Zylinder des Motors a mit der Frischluftleitung u und
die Hilfsleitung g mit dem Freien verbunden ist. Die in. den Motorzylinder einströmende
Preßluft treibt dann den Kolben des Motors a vorwärts und bewirkt so den Arbeitshub
der Rutsche c, während der Kolben des Gegenzylinders b leer zurückläuft. Am Ende
des Arbeitshubes des Motors a wird seine Steuerung umgestellt, und dadurch der Motorzylinder
mit dem Freien, die Leitung g dagegen mit der Frischluft verbunden. Die durch Leitung
g auf den Kolben des Steuerventils i des Gegenzylinders b geleitete Preßluft stellt
dieses Ventil um, wodurch der bisher mit dem Freien verbundene Gegenzylinder b Verbindung
mit der Frischluftleitung u .erhält, so diaß der Kolben des Gegenzylinders vorbewegt
wird und nun unter leerem Rücklauf des Motors a die Rutsche c zurückbewegt. Am Ende
des Arbeitshubes des Gegenzylindezs findet eine erneute Umsteuerung statt. Und zwar
wird jetzt die Hilfsleitung g über die Steuerung des Motors u mit dem Freien in
Verbindung gebracht, was zur Folge hat, daß auch das Ventil t des Gegenzylinders
unigestellt und der Gegenzylinder mit dem Freien in Verbindung gebracht wird, während
gleichzeitig Preßluft in den Motorzylinder a eingelassen wird, so daß das beschriebene
Spiel sich wiederholt.
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Natürlich sind im Rahmen der Erfindung mancherlei Abänderungen des
gezeichneten Beispiels möglich. Z. B. könnte die Einrichtung, umgekehrt wie gezeichnet,
derart sein; daß das Steuerventil t des Gegenzylinders b mit Hilfe der durch die
Leitung g zugeführten Preßluft im Sinne des Einlassens von Frischluft in den Gegenzylinder
verstellt wird, während die entgegengesetzte Verstellung dieses Ventils durch den
Kraftspeicher geschieht. In diesem Falle ist die Hilfsleitung g gleichzeitig mit
dem Zylinder des Motors a mit der Frischluftzuleitung und dem Freien zu verbinden:
-Oder -das: Steuerventil t" des Gegenzylinders.b könnte in beiden Richtungen durch
Preßluft verstellt werden, was allerdings die Anordnung von zwei Hilfsleitungen
nötig machen würde.