DE44355C - Neuerung an Regulatoren - Google Patents
Neuerung an RegulatorenInfo
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- DE44355C DE44355C DENDAT44355D DE44355DA DE44355C DE 44355 C DE44355 C DE 44355C DE NDAT44355 D DENDAT44355 D DE NDAT44355D DE 44355D A DE44355D A DE 44355DA DE 44355 C DE44355 C DE 44355C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
C. HAHLWEG in STETTIN. Neuerung an Regulatoren.
Dieser Regulator besteht aus einem gewöhnlichen Kugelregulator und einem Schaltwerk,
welches die zarteste Wirkung des Regulators durch Maschinengewalt auf das Dampfventil
bezw. die Wasserschütze u. s. w. überträgt. Der Kugelregulator ist bekannt und soll nicht
weiter beschrieben werden, als dafs bei zu schnellem Gang der Maschine die Kugeln sich
heben und die Führungsstange o, Fig. 1 und 2, senken, während bei zu langsamem Gang der
Maschine die Kugeln sinken und die Führungsstange 0 heben. Das Schaltwerk besteht aus
der Wellet, Fig. 5, deren Mitteltheil das Excenter c bildet; die Achse der Welle A ist a
und die Achse des Excenters ist c.
Die Welle A ist einerseits im Gestell des Regulators und andererseits im Winkel ρ gelagert,
Fig. ι und 2. Auf dem starken Wellentheil A sitzt das Stirnrad t, welches mit dem
Rade T im Eingriff steht und durch letzteres mit Maschinengewalt angetrieben wird.
Auf der Welle A steckt ferner lose zwischen dem Rade t und dem Excenter der Hebel b
mit seinem Rohr b\ Fig. 7 zeigt die Vorder-, Fig. 2 die Seiten- und Fig. 4 die Oberansicht.
Die beiden Enden des Hebels b sind erst aufwärts und dann seitwärts umgebogen, so dafs
die zwei Knaggen i i1 entstehen; unterhalb des Knaggens i : ist in den Hebel b der Stift r
eingenietet, welcher mittelst der Zugstange k das Dampfventil oder die Wasserschütze u. s. w.
führt.
Die beiden Knaggen i il greifen über den
Hebel/, welcher mit seinem Rohr/1 lose auf dem Excenter c steckt; der Hebel/ trägt an
seinem einen Ende den Zahnbogen d und auf dem anderen Ende das verschiebbare Gewicht
/", Fig. ι und 4; letzteres dient dazu, den Hebel / genau ins Gleichgewicht zu
bringen.
Der Zahnbogen d aus gehärtetem Stahl ist an dem Hebel/ fest angenietet und, wie in
der Oberansicht, Fig. 4, ersichtlich, viermal so breit wie der Hebel /; in die Stirnfläche des
Zahnbogens sind zwei Reihen Sperrzähne eingefräst, welche ihrer Richtung nach entgegengesetzt
stehen, so dafs die vordere, in Fig. 1, 6 bis 9 gezeichnete Hälfte des Zahnbogens die
Zähne nach aufwärts richtet, während die hintere, in Fig. 2, 3 und 4 angedeutete Hälfte
des Zahnbogens die Zähne nach abwärts richtet.
Zu diesen zwei Reihen Sperrzähnen passen die vier Sperrhaken nrO und mm1 dergestalt,
dafs η nl in die vordere und mm1 in die
hintere Zahnreihe eingreifen, wenn der Zahnbogen d gegen die Sperrhaken geführt wird,
wie in Fig. 1,7,8 und 9; der Zahnbogen ist dann auf- wie abwärts'gesperrt und wird um
so sicherer und unverrückbarer festgehalten, als je zwei Sperrhaken unter sich um eine
halbe Zahnweite ungleich lang sind. Die Sperrhaken sind mit ihren hinteren Enden zu
je zwei an den Stützen s sl angeschraubt; an ihrem mittleren Theile sind dieselben zur Feder
ausgefeilt und mit ihrem vorderen Ende stützen sie sich gegen den Grenzstift v.
Auf dem dünnen Theil der Welle A, zwischen dem Excenter und dem Winkel p,
steckt lose der Hebel h mit seinem Rohr hx\
vorn trägt der Hebel an seiner oberen Seite die lange Feder e, und an seiner unteren Seite ist
eine gleiche Federe1 angeschraubt; die beiden
Federn ragen über das Hebelende hinaus und halten den im Hebel / befestigten Stift w
zwischen sich, wodurch die Hebel h und / federnd verbunden werden. Die Feder e weicht
wie in Fig. 9 nach oben, Feder e1 dagegen nach unten aus, und zwar sehr leicht, weil
dieselben nur dünn sind.
Ferner trägt der Hebel h auf Stift χ den
Schieber %; letzterer bildet oben eine Gabel,
die sich auf der Schraube j/- schiebt; in den
Schieber \ ist noch der Knaggen u eingenietet,
auf welchen sich die Führungsstange 0 stützt, Fig. ι und 2. Die Führungsstange 0 kann
somit (bei ausgerücktem Gesperr und freigehender Zugstange k) die Hebel h und / von
jD nach E, Fig. 1, herunterdrücken, wenn die
•Kugeln gehoben werden; sinken die Kugeln aber wieder, so bewirkt das Gewicht g am
hinteren Hebelende h das Zurückgehen der Hebel h und / von E nach D. Das Gewicht g
ist verschiebbar, wodurch der Gegendruck auf Stange 0 und damit die Tourenzahl verändert
werden kann.
Wenn die Welle A beim Lauf des Regulators in der Pfeilrichtung von Fig. 6 in Umdrehung
versetzt wird, so bleiben die Hebel b und h auf der Achse α unverändert stehen, wogegen
der auf dem Excenter c .steckende Hebel/ die Excenterbewegung mitmacht und mit seinem
Rohrtheil /' einen Kreis beschreibt, dessen Halbmesser gleich ist der Entfernung der Excenterachse
. c von der Wellenachse a, Fig. 5 bis 9. Die Achse c läuft also um die Achse a
herum, wodurch der Hebel / mit seinem vorderen Zahnbogenende in der Linie M,
Fig. 6, hin- und herbewegt und der Stift w zwischen den Federn e e1 von R bis S hin-
und hergeschoben wird, Fig. 6.
Infolge dessen wird der Zahnbogen während einer halben Achsendrehung gegen die
Sperrhaken η m geführt, d.h. gesperrt, wobei die federnden Sperrhaken bis zur Stellung von
Fig. 7 zurückweichen, und während der anderen halben Achsendrehung von den Sperrhaken
entfernt, bis zur Stellung von Fig. 6, wobei die Sperrhaken sich gegen den Grenzstift ν
stützen. Der Zahnbogen wird also mit dem vorderen Hebelende / bei der Hin- und Herbewegung
abwechselnd gesperrt und wieder frei.
Der mittlere Hebeltheil/ macht, wie schon bemerkt, die Excenterbewegung mit und kommt
dabei mit seiner Oberkante aufwärts bis zur Linie B, Fig. 6, und mit seiner Unterkante
abwärts bis zur Linie C. In der Linie B legt sich der Hebel / dicht an die Knaggen i i *
des Hebels b; diese höchste Excenterstellung, in welcher der Zahnbogen noch gesperrt ist,
zeigen Fig. 1 und 9. Das in der Pfeilrichtung von Fig. 6 bewegte Excenter führt im nächsten ■
Augenblick den Hebel/von den Knaggen i i1
abwärts, wie auch gleichzeitig den Zahnbogen d aus dem Gesperr heraus, wodurch der Hebel/
völlig frei wird und sich im Punkt w mittelst des Hebels h auf- und abwärts bewegen läfst,
soweit die Knaggen i i J dies gestatten. In
Fig. 6 kann Punkt w bis F aufwärts und bis
G abwärts bewegt werden (in Fig. 6, 7 und 8 ist Hebel h der Deutlichkeit wegen fortgelassen).
Diese freie Bewegung steigert sich bei weiterer Excenterdrehung bis zu J und K in Fig. 8.
In Fig. 8 ist Hebel/ nach K bewegt, das Gesperr jedoch schon eingerückt, um die
Wirkung der nächsten halben Excenterdrehung zu zeigen. In dieser halben Umdrehung von
Fig. 8 über 7 nach Fig. 9 bleibt das vordere Hebelende / durch den Zahnbogen gesperrt,
während das hintere Hebelende, durch das Excenter aufwärts bewegt, den Knaggen i bis zur
Stellung von Fig. 9 hebt. Das Heben von i hat ein Senken von i1 zur Folge, und da das
Hebelende i1 durch Stift r die Zugstange k
führt, so wird auch diese sammt dem Dampfventil bezw. der Wasserschütze in demselben
Mafse abwärts bewegt, wie vorher der Hebel/, und zwar mit Gewalt, weil das Excenter durch
Maschinenkraft getrieben wird.
Die gröfste Bewegung des Hebels/ während einer Excenterdrehung ist, wie dargethan, von
M nach K oder von M nach /, Fig. 8, gleich dem vierten Theil der Gesammtbewegung von
D nach E oder von E nach D, Fig. 1. Es
kann somit innerhalb vier Excenterdrehungen das völlige Schliefsen oder Oeffnen des Dampfventils oder der Wasserschütze erfolgen, und
da das Excenter in der Minute bis zu 250 Umdrehungen machen darf, so geschieht das
Oeffnen oder Schliefsen sehr schnell.
Die Bewegung des Hebels / kann immer nur während einer halben Excenterdrehung,
d. h. in der nicht gesperrten Zeit erfolgen; damit aber auch in der gesperrten Zeit die
Wirkung des Kugelregulators nicht verloren geht, sind die Federn e e1 an dem Hebel h
angebracht, welche während der Sperrung die Bewegung des Regulators aufnehmen und auf
den Hebel / bei dessen Freiwerden übertragen. In Fig. 9 ist dieser Fall dargestellt.
Der Hebel h ist durch die Wirkung des Regulators auf Stift χ nach L herabgedrückt,
während Hebel / in K gesperrt war; infolge dessen gab die Feder e dem Stift w nach;
wird Hebel/ nun frei, so schnellt ihn die Feder e nach L in die Stellung des Hebels h,
wodurch die gesperrte Zeit nutzbar gemacht ist.
Findet beim Lauf des Regulators nur eine geringe Hebung oder Senkung der Kugeln und
damit der Hebel h und / statt, so wird dies mit gleicher Präcision auf die Zugstange k
übertragen, denn da der Zahnbogen d viermal so weit von der Achse α entfernt ist, als die
Stifte χ und r, und die Sperrhaken um eine halbe Zahnweite verschieden lang sind, so er-
giebt sich für den Punkt χ bezw. r der achte Theil einer Zahnweite des Zahnbogens d als
kleinste regulirbare Bewegung. Das ist um so -wichtiger, als kleine Kugeln angewendet
werden können, die der geringsten Geschwindigkeitsveränderung sofort folgen, weil sie nichts
weiter zu überwinden haben als die geringe Achsenreibung der Hebel h f und des Schiebers
\, denn die Spannung einer der schwachen Federn e e1 ist bei kleinen Bewegungen nicht
erforderlich, sondern tritt erst bei plötzlichen gröfseren Veränderungen ein. Dazu kommt,
dafs die kleinste wie gröfste zulässige Kugelhebung oder Senkung in spätestens Y4 Secunde
gewaltsam auf das Dampfventil übertragen ist. Bei Wasserschützen u. s. w., welche eine
bedeutende Kraft erfordern, wird der Excenterlauf verlangsamt und das Schaltwerk entsprechend
stark gebaut. Jedenfalls kann das Schaltwerk in der Zugstange k infolge des
sehr haltbaren Gesperres eine grofse Kraft entwickeln, da das Gesperr nur während des
völligen Eingreifens der Sperrhaken und nur mit dem vierten Theil der zu leistenden Kraft
in Anspruch genommen wird.
Das Gesperr kann auch anders angeordnet oder durch eine Bremsvorrichtung ersetzt werden
, ' wenn nur die Bedingung erfüllt wird, dafs der Hebel f zu rechter Zeit festgehalten
und zu rechter Zeit losgelassen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein durch Sperr- oder Bremsvorrichtung zeitweise festgehaltener und zeitweise losgelassener Hebel _/, welcher in der Zeit des Losgelassenseins den Bewegungen des Hebels h bezw. der Regulatorstange ο folgen kann, während in der Zeit des Festgehaltenseins seine jedesmalige Stellung auf den Hebel b bezw. auf die Zugstange k (durch Gegeneinanderführen der Hebel f und b) gewaltsam übertragen wird, zum Zwecke, die Bewegungen der Regulatorstange ο mit Maschinengewalt auf die Zugstange k bezw. das Dampfventil oder die Wasserschütze u. s. w. zu übertragen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44355C true DE44355C (de) |
Family
ID=319594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44355D Expired - Lifetime DE44355C (de) | Neuerung an Regulatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44355C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003103885A1 (fr) * | 2002-06-05 | 2003-12-18 | Michel Beffrieu | Ensemble de motorisation electrique modulaire pour pince a souder |
-
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- DE DENDAT44355D patent/DE44355C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003103885A1 (fr) * | 2002-06-05 | 2003-12-18 | Michel Beffrieu | Ensemble de motorisation electrique modulaire pour pince a souder |
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