DE442607C - Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf Seide - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf Seide

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DE442607C
DE442607C DEC36847D DEC0036847D DE442607C DE 442607 C DE442607 C DE 442607C DE C36847 D DEC36847 D DE C36847D DE C0036847 D DEC0036847 D DE C0036847D DE 442607 C DE442607 C DE 442607C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/12Preparing azo dyes on the material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf Seide. Es wurde gefunden, daß sich die von den Aryliden der -2 - 3-Oxynaphthoesäure und von Körpern mit einer kupplungsfähigen Methylengruppe ableitenden echten Azofarbstoffe, deren Herstellung auf Tier vegetabilischen Faser bekanntlich in der Färberei und Druckerei eine große Rolle spielt, auch auf Seide herstellen lassen.
  • Man kann dabei in .der Weise verfahren, daß man entweder die entbastete Seidenfaser, zweckmäßig bei niedriger Temperatur (2o bis 30°C) und unter Verwendung eines Schutzkolloides, mit den alkalischen Lösungen der 2 - 3-Oxynaphthoesäurearyli-de, oder von Körpern mit einer kupplungsfähigen Meihylengruppe -grundiert und mit Diazolösungen entwickelt, ohne daß überraschenderweise die Qualität .der Seidenfaser, -,was Festigkeit, Glanz und Griff anlangt, leidet.
  • Man kann aber auch die Azofarbstoffe in gleicher Weise auf Rohseide erzeugen, diese nachträglich durch Abkochen entbasten und mit Wasserstoffsuperoxyd bleichen, ohne daß dieselbe Schaden nimmt, auch wenn ungefärbte Rohseide und Baumwolle zugegen sind, und ohne daß letztere angefärbt werden.
  • Man kann endlich auch so verfahren, daß man das Grundieren der Rohseide und das Entbasten in einem Fabrikationsgang vornimmt und nachher mit einer Diazolösung entwickelt.
  • Das Verfahren kann auch bei Seide in gemischten Geweben zur Anwendung kommen. Es gelingt auf diese Weise, in einfachem Färbeverfahren hervorragend echte und brillante Färbungen auf Saide zu erzielen, die bisher nur durch kostspielige und umständliche Prozesse zu erreichen waren. Dies Ergebnis konnte nicht vorausgesehen werden, da bekanntlich ß-Naphthol zum Herstellen von Eisfarben auf Seide nicht geeignet ist.
  • Beispiel i.
  • Die entbastete Seide oder Chappe wird etwa 2o bis 25.Minuten bei 25 bis 30° C mit einer Lösung, welche 1 g 2 - 3-Oxynaphthoesäure-ß-naphthalid im Liter enthält, grundiert, dann io Prozent Kochsalz vom Gewicht der Ware zugesetzt und weitere 2o Minuten hantiert, gründlich geschleudert, dann io bis 15 Minuten mit einer Lösung, welche 2,3 g diazotiertes 4-Nitro-:2-anisid@in im Liter enthält, entwickelt, mit Salzsäure schwach abgesäuert, gründliches spült und hierauf zweimal, etwa 15 bis 2o Minuten, nahebei Kochtempe. ratur, unter Zusatz von 4 bis 5 g M .arseillerseife im Liter Flotte, geseift, warm und kalt gespült und -unter Zusatz von Essig--, Ameisen-, Schwefel- oder Weinsäure avivi.ert und nicht zu heiß .getrocknet. Das verwendete 2 - 3-Oxvnaphthoesäure-ß-naphthal:id wurde mit der dreifachen Menge Natronlauge 340 Be unter Zusatz der zweifachen Menge Türkischrotöl gelöst. Als Schutzkolloid wurden dem Grundierungs'bad i g gereinigte Sulfitc.elluloseablai,ige in Pulverform zugesetzt.
  • Ian erhält so eine scharlachrote Färbung von hervorragender Echtheit. Beispiel e.
  • Die Rohseide wird, wie in Beispiel i angegeben, mit einer Lösung, welche 1,5 g Diaceto-acetyl-o-tolidin im Liter enthält, grundiert und mit einer Lösung, welche 1,65-g diazotiertes o-Chloranilin im Liter enthält, entwickelt, mit Salzsäure schwach abgesäuert, gründlich gespült und hierauf i Stunde nahe bei Kochtemperatur unter Zusatz von 3ö Prozent Marseillerseife, zusammen mit nicht gefärbter Rohseide und Baumwolle entbastet, dann in .einem zweiten Seifenbade -unter Zusatz von 1o bis 15 Prozent Marse1.11erSeife zur völligen Entfernung des Bastes repassiert und wie in Beispiel i angegeben, fertiggestellt. Man .erhält -ein leuchtendes Gelb, welches durch das nachträgliche Entbasten weder im Ton geschwächt wird, noch die m.itentbastete Rohseide und Baumwolle anfärbt. Beispiel 3.
  • Die Rohseide wird etwa 2o bis 25 Minuten bei q.o bis 6o° C mit einer Lösung, welche i g Di-2 # 3-oxynaphthol=dianisidin im Liter enthält, grundiert, wobei sie durch die erhöhte Temperatur des Bades gleichzeitig entbastet wird, dann wird das Bad auf 3o° C abgekühlt, f o Prozent Kochsalz vom Gewicht der Seide zugesetzt und weitere 2o Minuten grundiert, gründlich geschleudert, dann 1o Minuten mit einer Lösung, welche 1,75 g diazotiertes 5-Nitro-2-anisidin im Liter enthält, entwickelt, mit Salzsäure schwach abgesäuert, gründlich gespült und hierauf Stunde nahe bei Kochtemperatur unter Zusatz von 15 Prozent Marseill:erseife, zum Zwecke der völligen Entwicklung der Farbe und der völligen Entfernung .des Bastes, geseift und dann, wie in Beispiel i angegeben, fertiggestellt. Das verwendete Di-2 # 3-oxynaphthol-dianissdi-.n wurde mit der dreifachen Menge Natronlauge 3q.° Be und der zweifachen Menge Türkischrotöl gelöst. Dann wurde dem-Grundierungsbade soviel Natronlauge nachgesetzt, daß die Gesamtmenge 6 g NaOH im- Liter Grundierungsbad betrug. Als Schutzkolloid wurden im Liter Grundierungsba@d q.- 5 g gereinigte Sulfitcelluloseablaugepulver doppelt zugesetzt. Man erhält ein -schönes -Bar-deaalx von hervorragender Echtheit.
  • In gleicher Weise können auch andere Ab- kömmlinge der 2- 3-Oxynaphthoesäure und andere Körper, die eine kupplungsfähige Methylengruppe enthalten, für die Grundierung und andere Dia zoverbindungen für .die Entwicklung verwandt werden. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: 'erfähren zur -Erzeugung von Azofarbstoffen auf Seide, dadurch gekennzeichnet, daß man -die Seidenfarser mit der Lösung eines 2,- 3-Oxynaphthoesäurearylids-oder eines Körpers mit einer kupplungsfähigen Methylengruppe grundiert und mit einer -Diazolösung entwickelt.
DEC36847D 1925-06-21 1925-06-21 Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf Seide Expired DE442607C (de)

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