DE4424040C2 - Verschluß oder Kupplung für Schmuckketten - Google Patents
Verschluß oder Kupplung für SchmuckkettenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verschluß oder eine Kupplung
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
An Verschlüsse bzw. Kupplungen von Schmuckketten werden
eine Reihe von schwierigen Anforderungen gestellt. Der
Verschluß muß bei um den Hals oder den Arm gelegter
Kette leicht zu öffnen und zu schließen sein, muß aber
auf der anderen Seite in der Schließlage so gesichert
sein, daß er sich nicht unzeitig durch äußere Kräfte
öffnet. Er soll ferner universell anwendbar, d. h. bei
Ketten unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen
Materials einsetzbar und er muß sich schließlich soweit
miniaturisieren lassen, daß er im Bedarfsfall, z. B. bei
dünnen, feingliedrigen Ketten, Perlenketten etc. unauf
fällig in den Hintergrund tritt.
Neben den weit verbreiteten Hakenverschlüssen, die nur
schwierig zu betätigen sind und eine gewisse Fingerfer
tigkeit voraussetzen und sich zudem leicht zur Unzeit
öffnen, sind auch Steckverschlüsse nach Art von Bajo
nettverschlüssen bekannt, die also durch eine Steck- und
Drehbewegung geschlossen bzw. geöffnet werden.
Bei der eingangs genannten, bekannten Ausführung eines
solchen Bajonettverschlußes (CH 608 703) weist die Ver
schluß- bzw. Kupplungshülse einen zylindrischen Quer
schnitt auf. Innerhalb dieser Kupplungshülse ist ein
Druckstück axial beweglich geführt und von einer Feder
belastet. Diese Feder ist an ihrem einen Ende am Druck
stück geführt, mit ihrem anderen Ende in der Hülse abge
stützt. Die Hülse weist ferner in einer Diametralebene
zwei Schlitze auf, die jeweils über einen Bogenwinkel von
90° verlaufen und an ihren einander gegenüberliegenden
Enden Rastaufnahmen aufweisen. Das Verschlußteil, an dem
entweder das letzte Glied einer Kette oder aber die
Kettenschnur einer Perlenkette oder dergleichen befestigt
ist, weist diametral gegenüberliegende Zapfen auf, deren
Durchmesser der Breite der Schlitze an der Kupplungshülse
anspricht. Schließlich weist die Kupplungshülse an ihrer
Stirnseite einander gegenüberliegende Ausschnitte zum
Einführen der Zapfen am Verschlußteil auf.
Zum Schließen der Kette oder zum Kuppeln von Kettenteilen
wird das Verschlußteil mit den Zapfen in die Ausschnitte
der Kupplungshülse eingeführt und gegen das Druckstück
und die Kraft der Feder in die Kupplungshülse axial bis
zu einem Anschlag hineinbewegt, bei dem die Zapfen in die
Schlitze gelangen. Durch Verdrehen des Verschlußteils
oder der Kupplungshülse wandern die Zapfen dann in den
Schlitzen bis in die Rastaufnahmen, in die sie unter
Wirkung der Federkraft hineingedrängt werden. Das Öffnen
ist wiederum nur unter Zusammendrücken der beiden Teile
möglich, bis die Zapfen aus den Rastaufnahmen wandern und
die Teile gegeneinander verdreht werden können, um bei
Erreichen der anderen Enden der Schlitze axial getrennt
zu werden.
Aus dem DE 88 03 218 U1 ist ein nach Art eines Bajonetts
arbeitender Verschluß bekannt, der in der Wandung im
wesentlichen in einer Radialebene liegende Schlitze
mit Rastaufnahmen aufweist und bei dem das Druckstück
zusammen mit der Feder in dem Verschlußteil mit zylindri
schem Querschnitt angeordnet ist.
Diese bekannten Verschlüsse bzw. Kupplungen haben sich in
der Praxis bewährt, sie lassen sich dadurch leicht bedie
nen, daß das Verschlußteil und die Führungshülse zwischen
zwei Fingern ergriffen und aufeinander zubewegt und
gedreht (Schließen) bzw. gedreht und voneinander wegbe
wegt werden (Öffnen). Der Verschluß weist auch eine große
Funktionssicherheit auf, da keine vorstehenden Teile
vorhanden sind, an denen äußere Kräfte wirksam werden
könnten. Durch die zylindrische Form der Kupplungshülse,
in die das Verschlußteil in der Schließlage eintaucht,
paßt sich auch die Kontur des Verschlusses der Kette an,
und läßt sich dieser im übrigen in jeder beliebigen Weise
gestalterisch ausarbeiten.
Von Nachteil ist die notwendigerweise gewisse axiale
Länge des Verschlusses und die starre Ausführung über
diese axiale Länge und die Tatsache, daß sich die Kette
in diesem Bereich nicht in der ihr sonst eigenen Art am
Körper anschmiegen kann. Die Kette knickt an der Verbin
dungsstelle zum Verschlußteil bzw. zur Kupplungshülse ab.
Abgesehen von diesem ästethischen Mangel, führt dies bei
Perlenketten zu dem Nachteil, daß die am Verschlußteil
und/oder an der Führungshülse angreifende Perlenschnur
abgeknickt wird. Da sie zudem in einer engen Führung des
Verschlußteils sitzt wird sie am Austritt aus dem Füh
rungsteil gegen metallische Kanten abgeknickt und kann
folglich an diesen Stellen schnell verschleißen und
schließlich reißen.
Aus der US 4 008 513 A ist ein zweiteiliger Verschluß für
Schmuck- und Uhrarmbänder bekannt, dessen beide Teile
plattenartig ausgebildet sind und von denen das eine Teil
in Verlängerung seiner beiden Ränder je eine hakenartige
Aufnahme, das andere Teil einen zwischen diese Aufnahmen
eingreifenden Ansatz mit sich nach außen erstreckenden
Zapfen aufweist, die in die hakenartigen Aufnahmen ein
führbar sind. Ein am ersten Teil zwischen den Aufnahmen
oder am zweiten Teil innerhalb des Ansatzes geführtes,
federbelastetes Druckstück drückt die beiden Teile in der
Schließlage auseinander, wodurch die Zapfen in die haken
artigen Aufnahmen gedrängt werden. Das Öffnen des Ver
schlusses erfolgt durch Zusammendrücken der Teile entge
gen der Federkraft und anschließendes Ausheben der Zapfen
aus den Aufnahmen. Dieser Verschluß erfordert eine gewis
se Breite, die bei Schmuckketten vielfach das Erschei
nungsbild beeinträchtigen würde. Der Verschluß weist
viele nach außen offene Konturen und Kanten auf, die bei
Kettenverschlüssen nicht erwünscht sind. Auch ist das
Öffnen und Schließen des Verschlusses weniger komfortabel
wie bei den zuvor erwähnten Bajonett-Verschlüssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen nach Art
eines Bajonetts arbeitenden Verschluß für Schmuckketten
so auszubilden, daß sich der Verschluß in der Kettenachse
dem Verlauf der Kette anpaßt und zugleich an der Kette
bzw. der Perlenschnur ein Verschleiß im Bereich des
Übergangs zum Verschluß vermieden wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeich
nenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Verschlusses
sind mehrere Vorteile verwirklicht. Das Druckstück und
die sie beaufschlagende Feder befinden sich nicht in der
Kupplungshülse, sondern im Verschlußteil, wobei das axial
bewegliche Druckstück das Verschlußteil durchgreift und
am Boden der Kupplungshülse abgestützt ist. Auf diese
Weise kann das Verschlußteil gegenüber der Kupplungshülse
quer zu seiner Achse im Ausmaß der Länge der größeren
Ovalachse kippen. Kupplungshülse und Verschlußteil sind
also nicht axial fluchtend ausgerichtet, sondern können
eine Winkellage zueinander annehmen, so daß sie sich dem
gekrümmten Verlauf der Kette besser anpassen. Dies wird
durch die ovale Form noch unterstützt, indem sich die
Kupplungshülse vorzugsweise mit der Breitseite am Körper
anlegt. Der ovale Querschnitt der Kupplungshülse bildet
ferner eine Einführhilfe für die Zapfen des Verschluß
teils, in dem diese nur dann in das Verschlußteil einge
führt werden können, wenn sie etwa in der langen Ovalach
se ausgerichtet sind. Dabei ist ein ausreichendes Spiel
möglich, um die Einführung zu erleichtern. Sie wird
ferner dadurch erleichtert, daß die Kupplungshülse an
ihren flachen Seiten zwischen den Fingern ergriffen wird
und sich dadurch schon positionsgerecht halten läßt.
Durch die Möglichkeit der winkligen Anstellung von Ver
schlußteil und Kupplungshülse knickt die Kette bzw. die
Perlenschnur an der Anschlußstelle nur noch unter einem
kleineren Winkel gegenüber dem Verschlußteil ab, so daß
der Verschleiß an dieser Stelle erheblich reduziert ist.
Dieses Abknicken der beiden Teile geschieht unter einer
geringen Kraftkomponente der Feder in der Längsachse des
ovalförmigen Querschnitts, so daß dann, wenn Kette und
Verschluß - je nach Lage am Hals bzw. am Arm - geradlinig
fluchten sollen, dies durch diese Restfederkraft gewähr
leistet ist.
Der Boden der Hülse muß nicht geschlossen sein, sondern
kann gegebenenfalls nur von einem Materialstreifen gebil
det sein, der V-förmig geknickt ist. Durch die ebene
kreisförmige Fläche des sich am geneigten Boden abstüt
zenden Druckstücks kann dieses auf den geneigten Flächen
wandern. Natürlich kann das Druckstück auch spitz oder
schneidenartig zulaufen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, daß das Verschlußteil eine Führungshülse für das
Druckstück und an seinem von diesem durchgriffenen Ende
eine Anschlagstufe für das Druckstück und am anderen Ende
ein Widerlager für die sich am Druckstück abstützende
Feder aufweist.
Beim Zusammenführen von Verschlußteil und Kupplungshülse
stößt das Druckstück mit seinem die Führungshülse nach
außen überragenden Ende auf dem Boden auf. Im weiteren
Verlauf wird die Feder zusammengedrückt, bis die Zapfen
in der Höhe der Schlitze liegen und durch Verdrehen und
unter Wirkung der Feder in den Rastaufnahmen einrasten.
Umgekehrt muß zum Öffnen das Verschlußteil gegen die
Führungshülse gedrückt werden, bis die Zapfen aus der
Rastaufnahme freikommen und im Schlitz verdreht werden
können.
In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß die Zapfen am Verschlußteil eine über ihre Enden
gemessene Länge aufweisen, die der Länge der großen
Ovalachse entspricht und daß die Rastaufnahmen an den
Schlitzen auf der kürzeren Ovalachse liegen.
Mit dieser Ausbildung ist gewährleistet, daß die Zapfen
nur bei Ausrichtung auf die lange Ovalachse in die Kupp
lungshülse eingeführt werden können, während sie nach
Drehen um 90° in die Rastaufnahmen einrasten. Dort sind
sie aufgrund der gegenüber der kurzen Ovalachse größeren
Gesamtlänge sicher gehalten.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Führungshülse des Verschlußteils an ihrem außerhalb der
Kupplungshülse liegenden Ende Mittel zum Festlegen des
Endes eines Kettenstrangs oder einer Kettenschnur auf
weist.
Handelt es sich um eine Gliederkette oder dergleichen, so
weist das Verschlußteil einen entsprechenden Anschluß
auf. Handelt es sich hingegen um eine Perlenkette, so
kann die Perlenschnur durch Einschlaufen oder dergleichen
am Verschlußteil befestigt werden.
Ein einfaches Ausführungsbeispiel, insbesondere für
Perlenketten, zeichnet sich dadurch aus, daß das Mittel
zum Festlegen des Endes des Kettenstranges oder einer
Kettenschnur ein die Führungshülse durchsetzender Quer
stift ist.
Die Perlenschnur wird in diesem Fall in die Führungshülse
eingeführt und um den Querstift geschlauft, wodurch sich
eine besonders gute Beweglichkeit im Bereich des An
schlusses ergibt.
Der Querstift zum Festlegen des Ketten- oder Schnurendes
kann zugleich als Widerlager für die das Druckstück
belastende Feder dienen. Zu diesem Zweck ist beispiels
weise vorgesehen, daß die Feder mit ihrem dem Druckstück
gegenüberliegenden Ende auf dem Stiel einer Gabel geführt
ist, die ihrerseits an dem Querstift abgestützt ist,
wobei es von besonderem Vorteil ist, wenn die Gabel
zweiarmig ausgebildet ist und jeder Gabelarm seinerseits
um 90° versetzt gabelartig ausgebildet ist und mit dieser
Gabel den Querstift untergreift.
Durch die Ausbildung der Gabel ist es möglich, den Frei
raum innerhalb der Führungshülse groß zu halten, um so
das Anschließen der Kette bzw. Perlenschnur zu erleich
tern und eine große Beweglichkeit in diesem Bereich zu
erhalten. Auf der anderen Seite dient der Stift zugleich
als Widerlager für die gabelartige Ausbildung jedes
Gabelarms.
Der Freiraum wird noch dadurch vergrößert, daß die Füh
rungsbuchse des Verschlußteils außerhalb der Kupplungs
hülse eine Erweiterung aufweist, in der die Gabelarme
angeordnet sind und die von dem Querstift durchsetzt ist.
Zugleich bildet die Erweiterung einen unmittelbaren
optischen Anschluß an die Kupplungshülse und läßt sich
entsprechend gestalterisch ausführen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeich
nung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels beschrieben. In
der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Verschluß in der
Schließlage;
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung der Teile des
Verschlußes, teilweise im Schnitt;
Fig. 3 einen Schnitt III-III gemäß Fig. 2;
Fig. 4 einige der Teile gemäß Fig. 2 in einer um
90° versetzten Seitenansicht.
Der in der Zeichnung gezeigte Verschluß besteht aus
einer Kupplungshülse 2 und einem Verschlußteil 11, die in
der Schließlage axial ineinander gesteckt sind. Dabei
kann das Verschlußteil 11 gegenüber der Kupplungshülse 2
aus der durchgezogen wiedergegebenen, fluchtenden Lage in
die strichpunktiert gezeigten Kipplagen bewegt werden.
Die Kupplungshülse 2 weist eine im wesentlichen geschlos
sene Wandung 3 mit einer stirnseitigen Öffnung 4 auf, an
der sie ferner einen Flansch 5 besitzt. Sie kann sich zur
Öffnung 4 konisch erweitern. An dem der Öffnung 4 gegen
überliegenden Ende ist die Kupplungshülse 2 durch einen
geneigten Boden 6, der gegebenenfalls nur als Material
streifen ausgebildet ist (siehe Fig. 4, unten) zumindest
teilweise geschlossen. Die geneigten Bodenteile 7 laufen
in der Längsachse der Kupplungshülse 2 unter einem Winkel
zusammen.
Die Kupplungshülse 2 weist zwei sich etwa über 90° er
streckende Schlitze 8, 9 auf, die beide etwa in einer
Radialebene liegen, gegenüber dieser jedoch in Richtung
zur Öffnung 4 leicht ansteigen, und an ihrem Ende jeweils
eine Rastaufnahme 10 aufweisen. Ferner besitzt die Kupp
lungshülse 2, wie aus Fig. 3 ersichtlich, einen ovalen
Querschnitt, wobei die Schlitze 8, 9 etwa am Durchstoß
punkt der längeren Ovalachse ansetzen und in entgegenge
setzten Richtungen bis zu den Rastaufnahmen 10 verlaufen,
die wiederum am Durchstoßpunkt der kürzeren Ovalachse
liegen.
Das Verschlußteil 11 weist eine kreiszylindrische Füh
rungshülse 12 auf, die in der Schließlage im wesentlichen
innerhalb der Kupplungshülse 2 liegt. Die Führungshülse
12 weist außerhalb der Kupplungshülse 2 eine kopfartige
Erweiterung 13 auf, die gleichfalls hülsenförmig ausge
bildet ist.
Innerhalb der Führungshülse 12 des Verschlußteils 11 ist
ein Druckstück 14 axial geführt, das im wesentlichen aus
einem Zapfen 15 und einem Kopf 16 gebildet ist, wobei der
Durchmesser des Kopfs 16 etwa dem Innendurchmesser der
Führungshülse 12 entspricht. Mit dem Zapfen 15 durch
greift das Druckstück 14 das offene Ende der Führungshül
se und liegt mit der spitz oder schneidenartig ausgebil
deten Stirnseite 17 in der von den Bodenteilen 7 des
geneigten Bodens 6 gebildeten Senke auf. Die axiale
Beweglichkeit des Druckstücks 14 wird durch einen mit dem
Kopf 16 zusammenwirkenden Innenanschlag 18 an der Füh
rungshülse 12 in der einen Richtung begrenzt.
Das Druckstück 14 steht an dem der Stirnseite 17 gegen
überliegenden Ende unter Wirkung einer Feder 19, die
innerhalb der Führungshülse 12 angeordnet ist und sich
mit dem einen Ende an der Stirnseite des Kopfs 16 ab
stützt und an ihrem anderen Ende auf dem Stiel 21 einer
Gabel 20 geführt ist. Die Gabel 20 weist zwei Gabelarme
22, 23 auf, die sich in die Erweiterung 13 der Führungs
hülse 12 bis nahe deren Wandung erstrecken. Die Gabel 20
ist ihrerseits an einem Querstift 24 abgestützt, der zwei
fluchtende Löcher 25, 26 in der Erweiterung 13 durchsetzt
und in dem einen Loch 26 durch eine keilförmige Ausbil
dung 27 seines Endes kraftschlüssig verspannt ist. Gege
benenfalls kann der Querstift 24 auch eingelötet sein.
Zur Abstützung an dem Querstift 24 sind beide Gabelarme
22, 23 ihrerseits jeweils gabelförmig ausgebildet (Fig.
4), wobei jede Gabel 28 jedes Gabelarms 22, 23 den Quer
stift 24 unterseitig untergreift.
Das Verschlußteil 11 weist an der Außenseite seiner
Führungshülse 12 zwei Zapfen 29, 30 auf, wobei deren
Enden einen Abstand voneinander besitzen, der etwa der
langen Ovalachse der Kupplungshülse 2 entspricht. Die
Montage des Verschlußteils 11 erfolgt durch Ineinanderfü
gen der in Fig. 2 übereinander dargestellten Bauteile
12, 14, 19, 20, die abschließend durch den Querstift 24
gesichert werden.
Zum Schließen des Verschlußes wird das Verschlußteil 11
mit der Führungshülse 12 voraus in die Kupplungshülse 2
eingeführt, wobei die Zapfen 29, 30 an der Führungshülse
12 auf die lange Ovalachse der Kupplungshülse 2 ausge
richtet werden. Etwa in der Endlage stößt das Verschluß
teil 11 mit seinem innenliegenden Ende auf den Boden 6
auf. In dieser Position befinden sich die Zapfen 29, 30
in Höhe der Schlitze 8, 9. Anschließend wird das Ver
schlußteil 11 gedreht, bis die Zapfen 29, 30 in die
Rastaufnahmen 10 einlaufen und in diese unter Wirkung der
Feder 19 hineingedrängt werden. Zum Öffnen des Ver
schlusses werden wiederum das Verschlußteil 11 und die
Kupplungshülse 2 gegeneinander und gegen die Feder 19
gedrückt, bis die Zapfen 29, 30 aus den Rastaufnahmen 10
freikommen und durch Verdrehen der beiden Teile gegenei
nander in den Einlaufbereich der Schlitze 8, 9 im Bereich
der langen Ovalachse gelangen. Anschließend können die
Teile auseinandergezogen werden.
Der Querstift 24 dient zugleich als Mittel zum Festlegen
eines Kettenendes oder des Endes einer Perlenschnur, die
beispielsweise über den Querstift 24 geschlauft wird. Das
andere Ende kann in beliebiger Weise an der Kupplungshül
se 2 angebracht werden, die vorzugsweise von einer Edel
metallhülse übergriffen wird, die dann die entsprechenden
Anschlußmittel aufweist. Die Kupplungshülse 2 und das
Verschlußteil 11 bestehen aus einfach herzustellenden
Blech- und Stanzteilen bzw. einfachen Guß- und Drehtei
len, so daß der Verschluß sich preisgünstig herstellen
und einfach montieren läßt.
Claims (12)
1. Verschluß oder Kupplung für Schmuckketten mit einer
zumindest einseitig offenen Kupplungshülse, die in
ihrer Mantelfläche zwei im wesentlichen in einer
Radialebene liegende Schlitze mit je einer Rastauf
nahme aufweist, einem federbelasteten, axial beweg
lichen Druckstück und einem Verschlußteil mit zwei
diametral angeordneten Zapfen, die gegen die Feder
kraft nach Art eines Bajonettverschlusses in den
Schlitzen ein- und ausrastbar und in diesen schwenk
bar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplungshülse (2) einen Ovalquerschnitt und das
Verschlußteil (11) einen etwa der kleinen Ovalachse
entsprechenden Querschnitt aufweist, daß das Druck
stück (14) zusammen mit der Feder (19) in dem Ver
schlußteil (11) angeordnet ist und mit seinem der
Feder (19) gegenüberliegenden Ende (17) das Ver
schlußteil (11) durchgreift und daß die Kupplungs
hülse (2) einen zu ihrer Längsachse geneigten Boden
(6) aufweist, an dem das Verschlußteil (11) mit dem
Druckstück (14) in der Schließlage entlanggleiten
kann.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das am Boden (6) der Kupplungshülse (2) abge
stützte Ende des Verschlußteils (11) eine Spitze
oder Schneide aufweist.
3. Verschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verschlußteil (11) eine Führungs
hülse (12) für das Druckstück (14) und an seinem von
diesem durchgriffenen Ende einen Innenanschlag (18)
für das Druckstück (14) und am anderen Ende ein
Widerlager für die sich am Druckstück (14) abstüt
zende Feder (19) aufweist.
4. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zapfen (29, 30) am Ver
schlußteil (11) eine über ihre Enden gemessene Länge
aufweisen, die der Länge der großen Ovalachse der
Kupplungshülse (2) entspricht und daß die Rastauf
nahmen (10) der Schlitze (8, 9) auf der kürzeren
Ovalachse liegen.
5. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse (12) des
Verschlußteils (11) an ihrem außerhalb der Kupp
lungshülse (2) liegenden Ende Mittel zum Festlegen
des Endes eines Kettenstrangs oder einer Ketten
schnur aufweist.
6. Verschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel zum Festlegen des Endes des Ketten
stranges oder die Kettenschnur ein die Führungs
hülse (12) durchsetzender Querstift (24) ist.
7. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die das Druckstück (14) be
lastende Feder (19) am dem Querstift (24) abgestützt
ist.
8. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feder (19) mit ihrem dem
Druckstück (14) gegenüberliegenden Ende auf dem
Stiel (21) einer Gabel (20) geführt ist, die ihrer
seits an dem Querstift (24) abgestützt ist.
9. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gabel (20) zweiarmig ausge
bildet ist und jeder Gabelarm (21, 22) seinerseits
um 90° versetzt gabelartig ausgebildet ist und mit
diesen Gabeln (28) den Querstift (24) untergreift.
10. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse (12)
des Verschlußteils (11) außerhalb der Kupplungshülse (2)
eine Erweiterung (13) aufweist, in die die Gabelarme
(21, 22) hineinragen und die von dem Querstift (24)
durchsetzt ist.
11. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungshülse (2) sich vom
Boden (6) zur Öffnung (4) konisch erweitert.
12. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungshülse (12) des
Verschlußteils (11) sich zu ihrem in der Kupplungs
hülse (2) befindlichen Ende konisch verjüngt.
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Also Published As
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| DE4424040A1 (de) | 1996-01-18 |
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