DE442136C - Gestaengelose Schiebersteuerung fuer Kolbendampfmaschinen - Google Patents

Gestaengelose Schiebersteuerung fuer Kolbendampfmaschinen

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DE442136C
DE442136C DET28544D DET0028544D DE442136C DE 442136 C DE442136 C DE 442136C DE T28544 D DET28544 D DE T28544D DE T0028544 D DET0028544 D DE T0028544D DE 442136 C DE442136 C DE 442136C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/08Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped valves; Such main valves combined with auxiliary valves

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Gestängelose Schiebersteuerung für Kolbendampfniaschinen. Es sind bereits zur Steuerung von Kolbendampfmaschinen gestängelose Schieber bekannt, die durch- den Dampf aus dem Arbeitqzylinder bewegt werden; es ist ferner bereits vorgeschlagen, bei derartigen mittels Doppeldifferentialkolben bewegten Schiebern nach Einleiten der Schieberbewegung mittels dem Arbeitszylinder entnommenen Dampfes durch den Kolben des Arbeitszylinders Frischdampf in den Unisteuerraum des Schiebers zu füh- ren, um die Schieberbev"egung zu beenden, die andernfalls infolge zu geringen Druckes des dem Arbeitszylinder entnommenen Dampfes nicht zu Ende geführt werden würde.
  • Diesen bekannten Schiebersteuerungen gegenüber besteht das Wesen der vorliegenden Erfindung darin, daß die Schieberbewegung durch Beaufschlagung des größeren Differentialkolbens mit Zylinderdampf eingeleitet und durch darauffolgende Beaufschlagung des kleineren Differentialkolbens mit Frischdampf beendet wird, -wobei beide Kolben in getrennten Umsteuerräumen arbeiten.
  • Diese Zerlegung der Schieberbewegung unter Verwendung je eines besonderen Arbeitsmittels für jede Bewegungsstufe ermöglicht die Erzielung einer Reihe von Wirkungen, die den bisher bekannten gestängelosen Seliiebersteuerungen versagt geblieben sind. Da der größere Differentialkolben erfindungsgemäß nur die Aufgabe hat, die Schieberbewegung einzuleiten, so kann er in seinem Otierschnitt derart gewählt werden, daß auch bei geringem Zylinderdampfdruck die Schieberbewegung mit voller Sicherheit erreicht wird, ohneein Schlagen des Schiebers befürchten zu müssen. Dadurch wird die Verwendung des gestängelosen Schiebers bei Expansionsmaschinen möglich, da bei richtiger Wahl des Ouerschnittes des größeren Differentialkolbens auch der geringste zulässige Expansionsdruck die Bewegung des Schiebers einleiten kann. Wird die Zylinderdampfleitung zu dem Umsteuerraum des größeren Differentialkolbens gleich nach dem Anlüften des Schiebers abgesperrt und gegebenenfalls gleichzeitig dieser Umsteuerraum entlüftet, so ist damit nicht nur ein Schlagen des Schiebers auch bei hohem Zylinderdampfdruck und großem Kolbenquerschnitt sicher Wrhindert, sondern es wird auch eine Verzögerung der Schieberbewegung erzielt, die sich in Fällen starker Belastung der Maschine, also Verlangsamung des Ganges, als besonders vorteilhaft erweist, weil dadurch eine sonst zu hohe Voreinströmung des Dampfes in den Arbeitszylinder verhindert wird, die unter Umständen ein Zurückpendeln des noch nicht in den Totpunkt gelangten Arbeitskolbens zur Folge haben kann. Schwungradlose Dampfmaschinen werden also mit der vorliegenden Schiebersteuerung stets ihren vollen Hub haben.
  • Wird dem kleinen Differentialkolben der Frischdampf über den Arbeitszylinder zugeleitet ' so wird dann die Schiebersteuerung auch für Dampfmaschinen mit Kurbelbetrieb, und zwar sowohl für Volldruck- wie für Expansionsmaschinen anwendbar, da dann die Beendigung der Umsteuerbewegung des Schiebers in Abhängigkeit von der Drehzahl der Maschine erfolgt; demnach muß die neue Schiebersteuerung, gleichgültig bei welcher DTehzahl, Belasitung und Füllungsgrad, aucIr bei diesen Dampfmaschinen mit voller Sicherheit wirken. Während die bisher bekannten gestängelosen Schiebersteuerungen stets nur m sehr beschränktes 2inwendungsgebiet (meistens Pumpen) hatten, läßt sich die vorliegende Erfindung bei allen Kolbendampfmaschinen mit gleichem Erfolge benutzen.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar ist Abb. i ein Schnitt durch die neue Schiebersteuerung, Abb.:2 ein Schnitt nach LinieA-B der Abb. i; Abb. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung für Zwillingsdampfmaschinen mit um go' versetzten Kurbeln; Abb. 4 zeigt eine Ausführungsform der Effindung für Verbundmaschinen mit um i8o' versetzten Kurbeln.
  • In dem Arbeitszylindera (Abb. i) bewegt sich der Kolben b mit Kolbenstange bi; neben dem Zylinder a befindet sich das Schiebergehäuse c mit dem Kolbenschieber d. Der 'Kolbenschieber hat an jedem Ende je einen Diff erentialkolben e, e" und e 2, e', die sich in den Umsteuerräumen f, fl- und f, f3 bewegen können. Der Dampfeintritt erfolgt hier auf beiden Seiten des Zylinders a durch die Leitungen g in den Zylinderböden al, a2 derart, daß der Dampf bei der veranschaulichten Schieberstellung in den Schieberkasten oben zwischen den großen Differentialkolben ell und den Teil d' des Schiebers eintritt, uni auf kürzestem Wege durch den Schlitz & hinter den Arbeitskolben b zu gelangen. Der vor dem Kolben befindliche Dampf entweicht durch den Schlitzh in das Schiebergehäuse zwischen den beiden Teilen d und d2 des Schiebers, um durch den.Schlitz i des Schiebergehäuses zu dem Dampfaustritt k zu gekn langen.
  • Bei der dargestellten Lage von Schieber und Kolben wird letzterer von dem hinter ihm eintretenden Dampf in der Pfeilrichtung abwärts getrieben. Am Ende seiner Abwärtsbewegung, die durch die punktierte Lini#e in Abb. i angedeutet ist, gibt der Kolben b einen Schlitz 1 in der Zylinderwand frei, ##o daß aus diesem Schlitz durch die Dampfleitung in Dampf in den Umsteuerraum f2 hinter den größeren Differentialkolben C2 treten kann - infolgedessen wird der Schieber etwas nach oben bewegt, so daß der Dampfeintrittsschlitz al geschlossen, der am anderen Zylinderende befindliche Dampfeintrittsschlitz a4 dagegen geöffnet wird. Diese beiden Schlitze a3 und a4 stehen nun durch Je eine Bohrung 11, 111 mit den Umsteuerräumenf und f- des Schiebers in Verbindung. Bei der hier beschriebenen Bewegung tritt also nunmehr durch n' Frischdampf unter den soweit angehobenen Differentialkolben el und beendet die Schieberbewegung. Diese Verbindung bleibt aber während des nun folgenden Kolbenhubes (Aufwärtsgang) ununterbrochen. so daß der Schieber in der ihm gegebenen Stellung kraftschlüssig festgehalten wird.
  • Die Umsteuerräume fl und f2 werden durch die zum Dampfauslaß führenden Rohre o entlüftet, die an den Umsteuerräumen so angeschlossen sind, daß sie erst dann von dem großen Diff erentiallkolben el-, e2 freigelegt werden, wenn die Zuleitungen ni von den kleineren Differentialkolben e oder e3 ge- schlossen sind. Bei Beginn der geschilderten Umsteuerung ist also der Umsteuerraumfl c»-itlüf tet, der Umsteuerraum f steht aber noch unter Druck, und zwar dem gleichen Druck, der auf der unteren Seite auf den großen Differentialkolben e2 wirkt, so daß also infolge der Größenunterschiede zwischen den Kolben c und e' die Verschiebung des Schiebers eingeleitet werden kann. Hierbei wird der Sclilit7a" geschlossen und al geöffnet. Wällrend nunmehr Frischdampf hinter den kleinen Differentialkolben e3 strömt, kann der in dem Umsteuerraum f befindliche Dampf durch die Leitung ii mit dem Zylinderabdampf durch dien Schlitz h entweichen.
  • Die mit Entwässerungsschraube versehene Leitung it mündet in den Raum f derart, daß noch ein geringer Dampfrest darin verbleibt, der komprimiert wird und ein Kissen bildet, das den Schlag des Schiebers mildert. Die Anordnung der Leitungen o, in und ii, n' ermöglicht die zur Betriebssicherheit er-#r forderliche Entwässerung der Umsteuerräume des Schiebers. Diese Leitungen werden erfindungsgemäß derart an die UmsteuerraUlne angeschlossen, daß sich die eingangs geschilderten Wirkungen ergeben. Die Lage der Schlitze 1 an dem Dampfzylinder kann durch Berechnung oder Verstich so bestimmt werden, (laß für einen bestimmten Bett iebsdruck und bestimmte, gleichbleibende Belastung bei der sich hierbei ergebenden Kolbengeschwindigkeit der Schieber so öffnet., daf) der Arbeitskolben im Totpunkt vollen Dampfdruck erhält. Ändert sich nun der Betriebsdruck oder die Belastung, so wird dadurch die Schieberbewegung in keiner Weise gefährdet. Die größeren Differentialkolben el. e2 werden in ihrem Ouerschnitt derart gewählt, daß aucb bei dem geringsten zulässigen oder zu erwartenden Zvlinderdampfdruck ein Anlüften des Üampfschiebers eintreten muß. Nun sind nach der Erfindung die Zylinderdarnpfleitungennz an den großen Umsteuerräumeilf',f2 derart angelegt, daß sie sofort nach Anlüften (]es Schiebers von den kleinen Differentialkolben e, e-3 abgesperrt werden. Weiter sind 2n die Entlüftungsleitungen o derart an den Umsteuerräumen fl, f' angeschlossen, (laß annähernd zur gleichen Zeit, jedenfalls unmittelbar nach Absperren der Leitungentn, die ( T msteuerräurne fl, f' entlüftet werden. Dadurch wird der Schieber, der zuerst zum Anheben bei entsprechendem Dampfdruck einen kräftigen Anstoß erhalten hat, in seiner Bewegung verzögert, und zwar um so mehr, je langsamer sich der Arbeitskolben seinem Totpunkt nähert. Ist z. B. bei zu geringer Kolbengeschwindigkeit infolge hoher Belastung die Beaufschlagung des Umsteuerraumes f2 zu früh erfolgt, wenn der Schlitz 1 am Dampfzvlinder für höhere Tourenzahl mehr nach der Zylindermitte verlegt ist, so wird die vorhin erwähnte Verzögerung des Schiebers eintreten, während der Arbeitskolben b noch einen längeren Weg bis zum Totpunkt zurückzulegen hat. Hierbei ist der Dampfeintritt bei a4 nur mit einem kleinen Spalt geöffnet, und der hier eintretende Frischdampf wird gedrosselt, so daß der einströrnende Frischdampf, der durch die Leitung n' in den Umsteuerraum f-' gelangt, erst nach einiger Zeit (lie zur Schieberbewegun- erforderliche Spannung erhält. Somit ergibt sich also eine dIer Kolbengeschwindigkeit und der Belastung proportionale Verzögerung oder Beschleunigung des Dampfverteilungsschiebers.
  • Die Anordnung der Kanäle n und n' hat zur Folge, daß die Bewegung des Schiebers durch den kleinen Differentialkolben direkt von der Kolbengeschwindigkeit abhängig ist; bei größerer Kolbengeschwindigkeit verkleinert sich der vom Frischdampf aufzufüllende Raum schneller, der für den Umsteuerraum f oder f- erforderliche Frischdainpf gewinnt also schneller seine Spannung zur Bewegung des Schiebers, bei langsamer Kolbenbewegung entsprechend später, so daß also die Beziehung zwischen Kolbengeschwindigkeit und Schieberbewegung bei dieser zweiten, durch den kleinen Differentialkolben bedingten Bewegung stets erhalten bleibt.
  • In Abb. 4 ist die Erfindung in ihrer Ausbildung an einer Verbunddampftnaschine mit um i8o' gegeneinander versetzten Kurbeln veranschauh,c'ht. Die Verschiebung des Schiebers erfolgt hier in gleicher Weise wie vorher, Lind zwar vom Hochdruckzylinder aus, der mit den Umsteuerräumen f, fl, f2, fs in der gleichen Weise durch die Leitungen nt und it bzw. itl- verbunden ist. Der Niederdruckzylinder p ist hier beiderseits durch je zwei Leitungen q und r mit den beiden den Ab- dampf des-Hochdruck-zylindersa abwechselnd aufnehmenden Ringräumen ds des Schiebers d verbunden. Die Leitungen q von größerem Otierschnitt haben zwei Öffnungen ql, q:' nach Jem. Niederdruckzylinder, und zwischen beiden ist in der Leitung q ein Drosselhahn s o. dgl. eingebaut. Schließt der Zylinderkolben p" die Öffnung ql, so kann der Dampf nur durch die Öffnung q2 nach dem Auspuff k' entweichen, da die Leitung r vom Schieber d geschlossen ist. Durch Einstellen des Drosselhahnes s kann man also im Zylinder jeweils auf der Auspuffseite jede gewünschte Kompression des noch vorhandenen Abdampfrestes erzielen. Die Anordnung der Leitung iist erforderlich, um bei stark gedrosseltem oder ganz geschlossenem Hahn s Dampf hinter den Kolben pl treten zu lassen.
  • Als wesentlich ist bei dieser Ausführungsform noch hervorzuheben, daß die überleitung des Dampfes aus dem Hochdruck- in den Niederdruckzylinder wie auch die Ableitung des Abdampfes aus letzterem nicht durch die Timsteuerräume, sondern durch die für diesen Zweck besonders vorgesehenen Schiebernuten d" erfolgt, die, wie Abb. 4 zeigt, den Abdampf schließlich zu dem bei k' angedeuteten Auspuff führen. Es wird dadurch im Gegensatz zu bekannten Schiebersteuerungen eine Abkühlung der Umsteuerräutne durch den kalten Abdampf vermieden, wodurch sonst Kondensationsverluste beim Eintritt des Frischdampfes in die Umsteuerräume eintreten.
  • In Abb. 3 ist eine Ausführungsform der Er#ndung für Zwillingsmaschinen mit um go' gegeneinander versetzten Kurbeln veranschaulicht. Hier ist jeder Zylinder für sich mit einem Schieber ausgerüstet. Die von den Zylindern ausgehenden Dampf leitungen m für die Einleitung der Schieberbewegung sind hier in der Mitte der Zvlinder an diese angeschlossen und führen zu den Umsteuerräumen fl und f2 des zu dem anderen Zylinder gehörigen Schiebers. Dabei sind die Leitungen in an dem einen Zylinder gekreuzt, um entsprechend der Kurbelversetzung zwischen den beiden Zylindern den anderen Scbieber richtig zu steuern.
  • Um hierbei ein einwandfreies Arbeiten zu erzielen, sind jedoch die Entlüftungsrohre o fortgefallen, und die Leitungen in dürfen bei der Bewegung des Schiebers nicht überdeckt werden, sondern stehen dauernd mit ihren Umsteuerräumen fl- und f2 in Verbindung. Die Wirkungsweise ändert sich dann gegenüber Abb. i und 4 in folgender Weise: Wenn in der Stellung der Abb. 3 der rechte Zylinderkolben b sieh weiter abwärts bewegt, so gibt er schließlich auch den unteren Schlitz 1 frei, so daß auch Dampf durch die nach oben führende Leitungm in den Umsteuerraum fl des linken Schiebers eintreten kann. Da nun aber der Umsteuerraum f2 dieses Schiebers unter dem gleichen Dainpfdruck steht, so heben sich diese Drucke auf, und der linke Schieber bleibt in der dargestellten Stellung stehen, da er durch den Frischdampf in dem Umsteuerraum fl festgehalten wird.
  • Ist nun der rechte Kolben im Totpunkt, so befindet sich der linke Zylinderkolben. in Mittelstellung, in welcher er den unteren Schlitz 1 freigegeben hat, so daß durch 1 und Leitung m der Umsteuerraum f2 des rechten Schiebers beaufschlagt wird. Der Umsteuerraum fl dieses Schiebers ist inzwischen durch die obere Leitung m und den oberen Schlitz 1 des linken Zylinders nach der Auspuffseite des linken Arbeitskolbens 1) entlüftet. So erfolgt also jetzt eine Bewegung des rechten Schiebers nach oben infolge des Flächenunterschiedes der Uinsteuerkolben e2 und e. Dadurch wird dann in der vorher geschilderten Weise durch die Leitung W Frischdampf unter den Umsteuerkolben es in den Umsteuerraum f3 des rechten Schiebers eingeleitet, so daß dieser- Schieber seine Bewegung beendet.
  • Die Bewegung des Schiebers erfolgt also hier zuerst durch Arbeitsdampf, der dem anderen, nicht zugehörigen Zylinder entnommen wird, während die Beendigung der Schieberbewegung und vor allen# das Festhalten der Schieber in ihren Endstellungen in der gleichen Weise durchgeführt ist, wie vorher, beschrieben.
  • Die Umsteuerung der Dampfmaschine, d. b. die Umkehrung ihres Drehsinnes, kanr#- bei dem dargestellten gestängelosen Schieber- in einfachster Weise dadurch erreicht werden, daß an die Umsteuerräume f und fs besondere, durch Hahn absperrbare Frischdampfleitungen t und t- (in Abb. i punktiert) angeschlossen werden. Befindet sich der Kolben in einer beliebigen Mittelstellung im Stillstand, so kann man die eine oder die andere Frischdampfleitung t öffnen, um den Schieber d derart zu verstellen, daß die Maschine in dem gewünschten Sinn anläuft. Allerdings muß man dabei die Kurbelstellung der Maschine zunächst genau nachsehen, da ja jeder Kolbenstellung zwei Kurbelstellungen entsprechen, so daß zur Erzielung des verlangten Drehsinns je nach der Kurbelstellung der Dampf den Kolben auf der einen oder auf der anderen Seite beaufschlagen muß. Der Umsteuerdampf, der durch die eine oder die andere der Frischdampf leitungen t oder t. in einen der Umsteuerräume f oder f3 eingeleitet wird, gelangt auch sofort durch die Leitung m oder W in den Arbeitszylinder, was ein sofortiges Anspringen der Iiaschine bedingt.
  • Es sei noch hervorgehoben, daß in Abb. i bei der dargestellten stehenden Maschine der obere größere Differentialkolben el einen größeren Durchmesser als der untere Kolben e 2 aufweist, um das Gewicht des Schiebers aufzunehmen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Gestängelose Schieberst#eu-erung für Kolbendampfmaschinen mit doppelten Differentialkolben, dadurch gekennzeich-Z, net, daß der erste Teil der Bewegung des Schiebers (d) in jeder Richtung durch auf den größeren Differentialkolben W, e2) einwirkenden Zylinderdampf erfolgt und der Rest der Schieberbewegung durch auf den zugehörigen kleineren Differentialkolben (e, e") einwirkenden Frischdampf vollendet wird.
  2. 2. Schiebersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet (laß die zu den Umsteuerräumen (fl, f2) der größeren Differentialkolben (el, c2) führenden Zylinderdampfleitungen (in) gleichzeitig mit dein Abschluß des entsprechenden Einlaßkanals (a3, al) abgesperrt werden. 3. Schiebersteuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umstetierriume (fl, f2) der größeren Differentialkolben nach Abschluß der Zvlinderdampfleitungen (ni) entlüftet weiden. -[. Schiebersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Um-221 steuerräume (fl und f2 ) der größeren Differentialkolben (el, el) durch von dem Arbeitskolben (b) gesteuerte und von den kleineren Differentialkolben (e, es) abschließbare Leitungen (m) Zylinderdampf erhalten und durch Leitungen (o) nach dem Auspuff (k) entlüftet werden, die durch die Schieberbewegung von den größeren Differentiallzolben (e-, e') freigelegt werden. 5. Schiebersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuerräume (f, r) der kleineren Differentialkolben (e, es) durch Leitungen (n, itl-) an die Enden des Dampfzylinders oder dessen Frischdampfzuleitungen derart angeschlossen sind, daß sie einerseits zur Bewegung des Schiebers Frischdampf über den Arbeitszylinder erhalten, anderseits in den Zylinder sich entlüften bis auf einen Rest, der ein den Schlag des Schiebers bei seiner Bewegung milderndes Kissen bildet. 6. Schiebersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vollkommene Entlüftung der Umsteuerräume (,ll, f2) der größeren Differentialkolben (e", e2) durch die Leitungen (in) nach dem Zylinder erfolgt, während die Leitungen (in mene Entlüftung der Umsteuerräume (fl, und f') angeschlossen sind, daß die Leitungen (o) von den größeren Differentialkolben (el, e2) geschlossen werden, wenn die Leitungen (in) von den kleineren Differentialkolben (e, es) geöffnet werden, und daß gleichzeitig mit dem Öffnen einer Leitung (m) auch der zugehörige Dampfauslaßschlitz (h) des Dampfzylinders geöffnet wird. 7. Schiebersteuerung nach Anspruch i für Verbund(Iampfmaschinen mit um i8o' gegeneinander versetzten Kurbeln, da.-durch gekennzeichnet, daß der für den Hoch- und Niederdruckzylinder gemeinsam vorn Hochdruckzvlinder (a) aus bewegte Schieber (d# zur Überleitung des Dampfes besondere, von den Umsteuerräumen (f, fl, f2, ' fa) getrennte Schiebernuten (d-3) aufweist, die auf der Niederdruckseite auch zur Abführung des Ab- dampfes zumAuspuff (kl) dienen (Abb.4). 8. Schiebersteuerung nach Anspruch i für Zwillingsmaschinen mit um go' gegeneinander versetzten Kurbeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuerräume des einen Schiebers mit dem nicht zu ihm gehörigen anderen Zylinder (und umgekehrt) durch Leitungen (;;i) verbunden sind, die nahe der Mitte des Zylinders an diese angeschlossen sind und an dem einen Zylinder gekreuzt liegen (Abb. 3#.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928498C (de) * 1952-09-20 1955-06-02 Eisen & Stahlind Ag Einspritzpumpe
DE1026761B (de) * 1955-08-29 1958-03-27 Halberg Maschb Und Giesserei G Gestaengelose Steuerung fuer doppelt wirkende, vorzugsweise schwungradlose, auslassseitig durch Schlitze gesteuerte Gleichstromkolbenmaschinen

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DE928498C (de) * 1952-09-20 1955-06-02 Eisen & Stahlind Ag Einspritzpumpe
DE1026761B (de) * 1955-08-29 1958-03-27 Halberg Maschb Und Giesserei G Gestaengelose Steuerung fuer doppelt wirkende, vorzugsweise schwungradlose, auslassseitig durch Schlitze gesteuerte Gleichstromkolbenmaschinen

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