DE4419110C2 - Gerät zum Ausblasen von Eiern - Google Patents

Gerät zum Ausblasen von Eiern

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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J43/00Implements for preparing or holding food, not provided for in other groups of this subclass
    • A47J43/14Devices or machines for opening raw eggs or separating the contents thereof

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Ausblasen von Eiern, bestehend aus zwei Elementen, nämlich einem Handbohrer mit mehrkantig zugeschliffener Spitze und einem Pumpgerät mit elastischem Pumpbalg, der eine verschließbare Ansaug­ öffnung aufweist und der mit einem in eine Öffnung des auszublasenden Eies einführbaren Blasrohr versehen ist.
Aus der DE 37 09 304 A1 ist ein Gerät der vorstehend bezeich­ neten Art bekannt, dessen Pumpgerät mit einem in V-Form gebogenen Rohr versehen ist, an dessen Ende eine Metall­ kanüle angeordnet ist. Bei dem vorbekannten Gerät wird mit dem Handbohrer zunächst ein Loch in die Eierschale gebohrt und anschließend in das Ei in sein nach unten weisen­ des Loch die Metallkanüle von unten nach oben eingesteckt. Wird nun mit Hilfe des Pumpbalges Luft in das Ei eingedrückt, wird die flüssige Eimasse an der Metallkanüle vorbei aus dem untenliegenden Loch ausgetrieben. Dieses vorbekannte Gerät hat nun in der Praxis eine Reihe von Nachteilen gezeigt. Zum einen weist der an Seiner Spitze pyramidenförmig stumpf zugeschliffene Handbohrer den Nachteil auf, daß in vielen Fällen, insbesondere bei dünnschaligen Eiern, die Eischale gesprengt wird, d. h. anstelle eines einwand­ freien Loches eine Öffnung mit Randausbrüchen erzeugt wird, die sich zum Teil in Rissen in die umgebende Eischale fortsetzen. Wird nun mit Hilfe des Pumpbalges nach dem Einstechen der Metallkanüle Luft in den Innenraum des Eies gepumpt, wobei sich im Innern des Eies ein entsprechen­ der Druck aufbaut, dann werden infolge der relativ hohen Viskosität der zwischen Kanüle und Rand der Öffnung hindurch­ gepreßten Eimasse diese Risse aufgeweitet, so daß es zu großen Ausbrüchen kommt und somit das ausgeblasene Ei für die weitere Verwendung als Schmuckelement wertlos geworden ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zum Ausblasen von Eiern der eingangs bezeichneten Art zu verbessern.
Diese Aufgabe wird gemäß dem im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmal gelöst. Dadurch, daß die mehrkantige Spitze des Handbohrers nadelförmig zugeschliffen ist, lassen sich selbst in dünnschalige Eier einwandfreie Öffnungen bohren. Hierbei ist der Zuschliff zweckmäßigerweise so vorgenommen, daß die Schneidkanten, von der Spitze ausgehend, eine in etwa bogenförmige Kontur aufweisen, so daß die Spitze nur leicht auf die Eierschale aufgesetzt zu werden braucht und sich dann beim Hin- und Herdrehen unter kontinuierlicher Zunahme des wirksamen Schneidendurchmessers in die Eierschale hereinarbeiten kann. Das erfindungsgemäße Gerät zum Ausblasen von Eiern geht ferner von der Erkenntnis aus, daß es schwie­ rig ist, in ein bereits ausgeblasenes Ei ein zweites Loch anzubringen, was gerade bei der Verwendung von ausgeblasenen Eierschalen zu Zierzwecken, beispielsweise zur Herstellung von Zierketten, Osterschmuck oder dergl., durchaus wünschens­ wert ist. Dementsprechend ist auch das Pumpgerät so konzipiert, daß in das auszublasende Ei jeweils an beiden Spitzen Löcher angebracht werden und daß anschließened das Blasrohr in ein Loch eingeführt wird, wobei dieses Loch dann durch das anlegbare Dichtelement abgedichtet und die flüssige Eimasse durch Betätigung des Pumpenbalges durch das andere Loch ausgetrieben werden. Die an der Eierschale unmittelbar anliegende Eihaut wird bereits durch die Bohrerspitze durchstoßen, während die Dotterhaut bei entsprechender Bemessung der Blasrohrlänge beim Einstecken des Blasrohres durchstoßen wird. Da die Luft an einem Ende des Eies in die Eischale eingeführt wird, steht für den Austritt der flüssigen hochviskosen Eimasse am anderen Ende des Eies der volle Lochquerschnitt zur Verfügung, so daß hier mit einem Lochquerschnitt von nur 3 mm gearbeitet werden kann.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß für das Blasrohr eine Drossel zur Reduzierung des Luftmengenstromes vorgesehen ist. Hierdurch ist gewährlei­ stet, daß der Druckaufbau innerhalb des auszublasenden Eies nur langsam erfolgt und zwar in dem Maße, wie die hochviskose flüssige Eimasse durch das andere Loch in der Eierschale austreten kann. Erfolgt der Druckaufbau nämlich zu schnell, platzen die Eier selbst bei einwandfrei gebohrten Löchern. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Drossel durch das Blasrohr selbst gebildet wird, was dadurch bewirkt werden kann, daß der lichte Innendurchmesser des Blasrohres etwa 0,5 mm beträgt. Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Blasrohr aus einem elastischen Kunststoff hergestellt ist. Hierdurch ist eine Verletzungsgefahr bei der Handhabung weitgehend vermieden, die bei der Verwen­ dung von Metallkanülen, die zudem vielfach eine zugeschärfte Spitze aufweisen, gegeben ist. Dies ist insbesondere für die Handhabung durch Kinder von Bedeutung.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Dichtelement durch eine sich gegen den Pumpbalg in etwa konisch zunehmende Verdickung am Blasrohr gebildet wird. Hierbei wird das Blasrohr, das beispielsweise eine Länge von 40 mm aufweist, in das Ei so weit eingesteckt, bis die Verdickung am Rand des Loches zur Anlage kommt. Das auszublasende Ei wird unter leichtem Druck gegen diese Verdickung gehalten und kann dann unter Betätigung des Pumpenbalges ausgeblasen werden.
In einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das Dichtelement durch eine elastische, gegen die Blasrohrspitze sich öffnende Dichtglocke gebildet wird. Bei dieser Ausge­ staltung liegt die Dichtglocke auf der Außenfläche des Eies im Randbereich des Loches an, so daß hierdurch der Rand des gebohrten Loches keinen Belastungen ausgesetzt ist.
In einer weiteren Abwandlung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Blasrohrspitze als Bohrerspitze ausgebildet ist. Besonders zweckmäßig ist es hierbei, wenn die Blarohrspitze kronenartig gezackt ausgebildet ist und wenigstens zwei Spitzen aufweist. Das Blasrohr kann hierbei sowohl aus Metall als auch aus Kunststoff hergestellt sein, wobei die Härte der in Betracht kommenden Kunststoffe zur Herstel­ lung eines Loches ausreicht. Der Vorteil besteht darin, daß der Bohrer in das Ausblasgerät integriert ist, so daß zur Handhabung nur noch ein Gerät notwendig ist. Nachdem das erste Loch gebohrt worden ist, kann dann das zweite Loch gebohrt und unmittelbar das Gerät mit seinem Dicht­ element an den Randbereich des Loches angesetzt und der Blasvorgang vorgenommen werden.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gerät zum Ausblasen von Eiern in Pumpstellung,
Fig. 2 in größerem Maßstab die Spitze eines Handbohrers,
Fig. 3 eine andere Ausführungsform mit als Bohrer ausgebildetem Blasrohr,
Fig. 4 die Bohrerspitze des Blasrohres in der Ausführungsform gem. Fig. 3.
Das in Fig. 1 dargestellte Gerät weist einen Faltenbalg 1 aus einem elastischen Kunststoff auf, wie er für Nähmaschi­ nenöler, Spielzeuge, etc. handelsüblich ist. Der Falten­ balg 1 weist an seinem Bodenende eine Öffnung 2 auf, die bei der Betätigung zum Druckaufbau mit dem Daumen verschließ­ bar ist. Am Ausblasende 3 des Faltenbalges 1 ist ein dünnes Blasrohr 4 aus einem Kunststoff aufgesetzt, das in seinem Übergangsbereich mit einem Dichtelement 5 in Form einer sich konisch gegen den Pumpenbalg 1 erweiternden Verdickung ausgebildet ist. Nachdem in ein Ei 6 an zwei gegenüberlie­ genden Seiten Löcher 7 und 8 mit Hilfe eines nachstehend noch näher beschriebenen Bohrers angebracht worden sind, wird das Gerät mit seinem Blasrohr 4 in das Innere des Eies eingesteckt, wobei die konische Fläche des Dichtele­ mentes 5 an der Kante des Loches 8 zur Anlage kommt und dieses abdichtet. Durch Zusammendrücken des Faltenbalges 1 wird Luft in das Eiinnere eingetrieben, so daß unter dem sich im Eiinnern aufbauenden Druck die Eimasse 9 durch das untere Loch 7 ausgetrieben wird.
Um nun einen zu raschen Druckaufbau im Innern des Eies 6 zu verhindern, ist entweder am Ausblasende 3 eine Drossel­ stelle angeordnet, die selbst bei starkem Zusammenpressen des Pumpenbalges 1 zwischen Daumen und zwei Fingern nur einen stark begrenzten Mengenstrom durchläßt. Diese Drosselung kann auch dadurch bewirkt werden, daß das Blas­ rohr 4, das beispielsweise einen Außendurchmesser von 1 bis 1,5 mm aufweist, mit einem lichten Innendurchmesser von nur 0,5 mm versehen ist.
Fig. 2 zeigt die Spitze des Handbohrers, der im wesentlichen aus einem Metallstift 10 von etwa 3 mm Durchmesser besteht, der mit einem hier nicht näher dargestellten Handgriff verbunden ist. Die Spitze 11 des Bohrers ist mehrkantig, beispielsweise vierkantig angeschliffen, wobei die Besonder­ heit darin besteht, daß sie nadelförmig zugeschliffen ist, d. h. der Spitzenwinkel von nur wenigen Grad im Bereich der Spitze 12 sich zunehmend vergrößert. Besonders vorteilhaft für die Handhabung aber auch zur Vereinfachung der Herstellung ist es zweckmäßig, wenn die Zunahme des Spitzenwinkels stetig erfolgt, d. h. die Schneidkanten 13 eine gekrümmte Kontur aufweisen.
In Fig. 3 ist eine andere Ausgestaltung des Gerätes darge­ stellt. Hierbei ist das Ausblasende 3 mit einem Dichtele­ ment versehen, das durch eine elastische, sich gegen die Blasrohrspitze öffnende Dichtglocke 14 gebildet wird. Nach dem Anbringen der Bohrlöcher wird wiederum das Blas­ rohr 4 in das Ei 6 soweit eingesteckt, bis die Dichtglocke 14 den Randbereich dichtend abdeckt und wiederum durch Betätigung des hier nicht näher dargestellten Pumpenbalges im Eiinnern ein entsprechender Druck aufgebaut werden kann.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Blasrohr 4 aus Metall hergestellt und die Blasrohr­ spitze 15, wie in Fig. 4 in größerem Maßstab dargestellt, als Bohrerspitze kronenartig gezackt ausgebildet, wobei, wie dargestellt, wenigstens zwei Spitzen vorhanden sind. Durch relatives Drehen zwischen Ei und Blasrohrspitze kann hierbei nach Art eines Kronenbohrers ebenfalls rißfrei ein Loch in die Eischale eingebracht werden, wobei durch die besondere Ausbildung der Bohrerspitze jegliche Zwängung in radialer Richtung vermieden ist, so daß hier keine Risse in der Eischale entstehen können.

Claims (8)

1. Gerät zum Ausblasen von Eiern, bestehend aus zwei Elementen, nämlich einem Handbohrer mit mehrkantig zuge­ schliffener Spitze und einem Pumpgerät mit elastischem Pumpbalg, der eine verschließbare Ansaugöffnung aufweist und der mit einem in eine Öffnung des auszublasenden Eies einführbaren Blasrohr versehen ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß
  • a) die mehrkantige Spitze (11) des Handbohrers (10) nadel­ förmig zugeschliffen ist und
  • b) das Blasrohr (4) mit Abstand von der Blasrohrspitze ein an das Ei im Bereich der Öffnung anlegbares Dicht­ element (5; 14) aufweist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blasrohr (4) eine Drossel zur Reduzierung der einzu­ blasenden Luftmenge aufweist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel durch das Blasrohr (4) selbst gebildet wird.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der lichte Innendurchmesser des Blasrohres (4) etwa 0,5 mm beträgt.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Dichtelement durch eine sich gegen den Pumpbalg (1) in etwa konisch zunehmende Verdickung (5) am Blasrohr (4) gebildet wird.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Dichtelement durch eine elastische, gegen die Blasrohrspitze sich öffnende Dichtglocke (14) gebildet wird.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Blasrohrspitze (15) als Bohrerspitze ausgebildet ist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Blasrohrspitze (15) kronenartig gezackt ausgebildet ist und wenigstens zwei Spitzen aufweist.
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