DE4419110C2 - Gerät zum Ausblasen von Eiern - Google Patents
Gerät zum Ausblasen von EiernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Ausblasen von Eiern,
bestehend aus zwei Elementen, nämlich einem Handbohrer
mit mehrkantig zugeschliffener Spitze und einem Pumpgerät
mit elastischem Pumpbalg, der eine verschließbare Ansaug
öffnung aufweist und der mit einem in eine Öffnung des
auszublasenden Eies einführbaren Blasrohr versehen ist.
Aus der DE 37 09 304 A1 ist ein Gerät der vorstehend bezeich
neten Art bekannt, dessen Pumpgerät mit einem in V-Form
gebogenen Rohr versehen ist, an dessen Ende eine Metall
kanüle angeordnet ist. Bei dem vorbekannten Gerät wird
mit dem Handbohrer zunächst ein Loch in die Eierschale
gebohrt und anschließend in das Ei in sein nach unten weisen
des Loch die Metallkanüle von unten nach oben eingesteckt.
Wird nun mit Hilfe des Pumpbalges Luft in das Ei eingedrückt,
wird die flüssige Eimasse an der Metallkanüle vorbei aus
dem untenliegenden Loch ausgetrieben. Dieses vorbekannte
Gerät hat nun in der Praxis eine Reihe von Nachteilen
gezeigt. Zum einen weist der an Seiner Spitze pyramidenförmig
stumpf zugeschliffene Handbohrer den Nachteil auf, daß
in vielen Fällen, insbesondere bei dünnschaligen Eiern,
die Eischale gesprengt wird, d. h. anstelle eines einwand
freien Loches eine Öffnung mit Randausbrüchen erzeugt
wird, die sich zum Teil in Rissen in die umgebende Eischale
fortsetzen. Wird nun mit Hilfe des Pumpbalges nach dem
Einstechen der Metallkanüle Luft in den Innenraum des
Eies gepumpt, wobei sich im Innern des Eies ein entsprechen
der Druck aufbaut, dann werden infolge der relativ hohen
Viskosität der zwischen Kanüle und Rand der Öffnung hindurch
gepreßten Eimasse diese Risse aufgeweitet, so daß es zu
großen Ausbrüchen kommt und somit das ausgeblasene Ei
für die weitere Verwendung als Schmuckelement wertlos
geworden ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Gerät
zum Ausblasen von Eiern der eingangs bezeichneten Art
zu verbessern.
Diese Aufgabe wird gemäß dem im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmal gelöst. Dadurch, daß die mehrkantige Spitze des
Handbohrers nadelförmig zugeschliffen ist, lassen sich
selbst in dünnschalige Eier einwandfreie Öffnungen bohren.
Hierbei ist der Zuschliff zweckmäßigerweise so vorgenommen,
daß die Schneidkanten, von der Spitze ausgehend, eine
in etwa bogenförmige Kontur aufweisen, so daß die Spitze
nur leicht auf die Eierschale aufgesetzt zu werden braucht
und sich dann beim Hin- und Herdrehen unter kontinuierlicher
Zunahme des wirksamen Schneidendurchmessers in die Eierschale
hereinarbeiten kann. Das erfindungsgemäße Gerät zum Ausblasen
von Eiern geht ferner von der Erkenntnis aus, daß es schwie
rig ist, in ein bereits ausgeblasenes Ei ein zweites Loch
anzubringen, was gerade bei der Verwendung von ausgeblasenen
Eierschalen zu Zierzwecken, beispielsweise zur Herstellung
von Zierketten, Osterschmuck oder dergl., durchaus wünschens
wert ist. Dementsprechend ist auch das Pumpgerät so konzipiert,
daß in das auszublasende Ei jeweils an beiden Spitzen
Löcher angebracht werden und daß anschließened das Blasrohr
in ein Loch eingeführt wird, wobei dieses Loch dann durch
das anlegbare Dichtelement abgedichtet und die flüssige
Eimasse durch Betätigung des Pumpenbalges durch das andere
Loch ausgetrieben werden. Die an der Eierschale unmittelbar
anliegende Eihaut wird bereits durch die Bohrerspitze
durchstoßen, während die Dotterhaut bei entsprechender
Bemessung der Blasrohrlänge beim Einstecken des Blasrohres
durchstoßen wird. Da die Luft an einem Ende des Eies in
die Eischale eingeführt wird, steht für den Austritt der
flüssigen hochviskosen Eimasse am anderen Ende des Eies
der volle Lochquerschnitt zur Verfügung, so daß hier mit
einem Lochquerschnitt von nur 3 mm gearbeitet werden kann.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß für das Blasrohr eine Drossel zur Reduzierung des
Luftmengenstromes vorgesehen ist. Hierdurch ist gewährlei
stet, daß der Druckaufbau innerhalb des auszublasenden
Eies nur langsam erfolgt und zwar in dem Maße, wie die
hochviskose flüssige Eimasse durch das andere Loch in
der Eierschale austreten kann. Erfolgt der Druckaufbau
nämlich zu schnell, platzen die Eier selbst bei einwandfrei
gebohrten Löchern. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die
Drossel durch das Blasrohr selbst gebildet wird, was dadurch
bewirkt werden kann, daß der lichte Innendurchmesser des
Blasrohres etwa 0,5 mm beträgt. Besonders zweckmäßig
ist es, wenn das Blasrohr aus einem elastischen Kunststoff
hergestellt ist. Hierdurch ist eine Verletzungsgefahr
bei der Handhabung weitgehend vermieden, die bei der Verwen
dung von Metallkanülen, die zudem vielfach eine zugeschärfte
Spitze aufweisen, gegeben ist. Dies ist insbesondere für
die Handhabung durch Kinder von Bedeutung.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das
Dichtelement durch eine sich gegen den Pumpbalg in etwa konisch
zunehmende Verdickung am Blasrohr gebildet wird. Hierbei
wird das Blasrohr, das beispielsweise eine Länge von 40 mm
aufweist, in das Ei so weit eingesteckt, bis die Verdickung
am Rand des Loches zur Anlage kommt. Das auszublasende
Ei wird unter leichtem Druck gegen diese Verdickung gehalten
und kann dann unter Betätigung des Pumpenbalges ausgeblasen
werden.
In einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das
Dichtelement durch eine elastische, gegen die Blasrohrspitze
sich öffnende Dichtglocke gebildet wird. Bei dieser Ausge
staltung liegt die Dichtglocke auf der Außenfläche des
Eies im Randbereich des Loches an, so daß hierdurch der
Rand des gebohrten Loches keinen Belastungen ausgesetzt
ist.
In einer weiteren Abwandlung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Blasrohrspitze als Bohrerspitze ausgebildet ist.
Besonders zweckmäßig ist es hierbei, wenn die Blarohrspitze
kronenartig gezackt ausgebildet ist und wenigstens zwei
Spitzen aufweist. Das Blasrohr kann hierbei sowohl aus
Metall als auch aus Kunststoff hergestellt sein, wobei
die Härte der in Betracht kommenden Kunststoffe zur Herstel
lung eines Loches ausreicht. Der Vorteil besteht darin,
daß der Bohrer in das Ausblasgerät integriert ist, so
daß zur Handhabung nur noch ein Gerät notwendig ist. Nachdem
das erste Loch gebohrt worden ist, kann dann das zweite
Loch gebohrt und unmittelbar das Gerät mit seinem Dicht
element an den Randbereich des Loches angesetzt und der
Blasvorgang vorgenommen werden.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gerät zum Ausblasen von Eiern in
Pumpstellung,
Fig. 2 in größerem Maßstab die Spitze eines
Handbohrers,
Fig. 3 eine andere Ausführungsform mit als
Bohrer ausgebildetem Blasrohr,
Fig. 4 die Bohrerspitze des Blasrohres in der
Ausführungsform gem. Fig. 3.
Das in Fig. 1 dargestellte Gerät weist einen Faltenbalg 1
aus einem elastischen Kunststoff auf, wie er für Nähmaschi
nenöler, Spielzeuge, etc. handelsüblich ist. Der Falten
balg 1 weist an seinem Bodenende eine Öffnung 2 auf, die
bei der Betätigung zum Druckaufbau mit dem Daumen verschließ
bar ist. Am Ausblasende 3 des Faltenbalges 1 ist ein dünnes
Blasrohr 4 aus einem Kunststoff aufgesetzt, das in seinem
Übergangsbereich mit einem Dichtelement 5 in Form einer
sich konisch gegen den Pumpenbalg 1 erweiternden Verdickung
ausgebildet ist. Nachdem in ein Ei 6 an zwei gegenüberlie
genden Seiten Löcher 7 und 8 mit Hilfe eines nachstehend
noch näher beschriebenen Bohrers angebracht worden sind,
wird das Gerät mit seinem Blasrohr 4 in das Innere des
Eies eingesteckt, wobei die konische Fläche des Dichtele
mentes 5 an der Kante des Loches 8 zur Anlage kommt und
dieses abdichtet. Durch Zusammendrücken des Faltenbalges
1 wird Luft in das Eiinnere eingetrieben, so daß unter
dem sich im Eiinnern aufbauenden Druck die Eimasse 9 durch
das untere Loch 7 ausgetrieben wird.
Um nun einen zu raschen Druckaufbau im Innern des Eies 6
zu verhindern, ist entweder am Ausblasende 3 eine Drossel
stelle angeordnet, die selbst bei starkem Zusammenpressen
des Pumpenbalges 1 zwischen Daumen und zwei Fingern nur
einen stark begrenzten Mengenstrom durchläßt. Diese
Drosselung kann auch dadurch bewirkt werden, daß das Blas
rohr 4, das beispielsweise einen Außendurchmesser von 1
bis 1,5 mm aufweist, mit einem lichten Innendurchmesser
von nur 0,5 mm versehen ist.
Fig. 2 zeigt die Spitze des Handbohrers, der im wesentlichen
aus einem Metallstift 10 von etwa 3 mm Durchmesser besteht,
der mit einem hier nicht näher dargestellten Handgriff
verbunden ist. Die Spitze 11 des Bohrers ist mehrkantig,
beispielsweise vierkantig angeschliffen, wobei die Besonder
heit darin besteht, daß sie nadelförmig zugeschliffen
ist, d. h. der Spitzenwinkel von nur wenigen Grad im
Bereich der Spitze 12 sich zunehmend vergrößert. Besonders
vorteilhaft für die Handhabung aber auch zur Vereinfachung
der Herstellung ist es zweckmäßig, wenn die Zunahme des
Spitzenwinkels stetig erfolgt, d. h. die Schneidkanten 13
eine gekrümmte Kontur aufweisen.
In Fig. 3 ist eine andere Ausgestaltung des Gerätes darge
stellt. Hierbei ist das Ausblasende 3 mit einem Dichtele
ment versehen, das durch eine elastische, sich gegen die
Blasrohrspitze öffnende Dichtglocke 14 gebildet wird.
Nach dem Anbringen der Bohrlöcher wird wiederum das Blas
rohr 4 in das Ei 6 soweit eingesteckt, bis die Dichtglocke
14 den Randbereich dichtend abdeckt und wiederum durch
Betätigung des hier nicht näher dargestellten Pumpenbalges
im Eiinnern ein entsprechender Druck aufgebaut werden
kann.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
das Blasrohr 4 aus Metall hergestellt und die Blasrohr
spitze 15, wie in Fig. 4 in größerem Maßstab dargestellt,
als Bohrerspitze kronenartig gezackt ausgebildet, wobei,
wie dargestellt, wenigstens zwei Spitzen vorhanden sind.
Durch relatives Drehen zwischen Ei und Blasrohrspitze
kann hierbei nach Art eines Kronenbohrers ebenfalls rißfrei
ein Loch in die Eischale eingebracht werden, wobei durch
die besondere Ausbildung der Bohrerspitze jegliche Zwängung
in radialer Richtung vermieden ist, so daß hier keine
Risse in der Eischale entstehen können.
Claims (8)
1. Gerät zum Ausblasen von Eiern, bestehend aus zwei
Elementen, nämlich einem Handbohrer mit mehrkantig zuge
schliffener Spitze und einem Pumpgerät mit elastischem
Pumpbalg, der eine verschließbare Ansaugöffnung aufweist
und der mit einem in eine Öffnung des auszublasenden
Eies einführbaren Blasrohr versehen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- a) die mehrkantige Spitze (11) des Handbohrers (10) nadel förmig zugeschliffen ist und
- b) das Blasrohr (4) mit Abstand von der Blasrohrspitze ein an das Ei im Bereich der Öffnung anlegbares Dicht element (5; 14) aufweist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Blasrohr (4) eine Drossel zur Reduzierung der einzu
blasenden Luftmenge aufweist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drossel durch das Blasrohr (4) selbst gebildet
wird.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der lichte Innendurchmesser des Blasrohres
(4) etwa 0,5 mm beträgt.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Dichtelement durch eine sich gegen
den Pumpbalg (1) in etwa konisch zunehmende Verdickung (5) am
Blasrohr (4) gebildet wird.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Dichtelement durch eine elastische,
gegen die Blasrohrspitze sich öffnende Dichtglocke (14)
gebildet wird.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blasrohrspitze (15) als Bohrerspitze
ausgebildet ist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blasrohrspitze (15) kronenartig gezackt
ausgebildet ist und wenigstens zwei Spitzen aufweist.
Priority Applications (1)
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Cited By (1)
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Patent Citations (2)
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| DE4419110A1 (de) | 1994-12-15 |
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