DE441008C - Einrichtung zum Befestigen von Klischees, insbesondere Galvanos und Stereotypien - Google Patents
Einrichtung zum Befestigen von Klischees, insbesondere Galvanos und StereotypienInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F27/00—Devices for attaching printing elements or formes to supports
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- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
Die Befestigung der Klischeeplatten auf den zugehörigen Holzklötzen erfolgt mit
kleinen Stiftchen, sogenannten Klischeestiftchen, welche von Hand eingetrieben werden.
Hierzu bedient man sich eines Nagelapparates, welcher aus einem magnetisierten Schlagbolzen besteht, der in einer darübergeschobenen
Hülse geführt wird. Derselbe wird mit der linken Hand gefaßt, der Nagel eingeführt
und infolge der magnetischen Kraft des Schlagbolzens in die Höhe gehalten. Nun wird die Hülse an der Stelle, wo ein Nagel
eingetrieben werden soll, aufgesetzt und durch kräftigen Hammerschlag der Nagel durch die Klischeeplatte in das Holz getrieben.
Hierbei ergeben sich verschiedene Nachteile. Zunächst hat der Mann keine Hand frei
für das Aneinanderreihen der Klischeeplatten, sondern er muß immer erst ein Werkzeug aus
der Hand legen, um es dann erneut wieder zu ergreifen. Ferner erfordert diese Tätigkeit
große Aufmerksamkeit, Geschick und Erfahrung, weil durch unrichtiges Aufsetzen des
Nagelapparates die Klischees beschädigt werden. Des weiteren ist auch ein Krummwerden
der Nägel nicht immer zu vermeiden, deren Entfernung aus dem Apparat ebenfalls nur
unangenehme Störungen bedeutet.
Gegenstand der Erfindung ist eine Nageli'intreibvorrichtung,
welche.dem bedienenden Arbeiter gestattet, bei wesentlicher Leistungserhöhung und einem geringen Aufwand an
Kraft, Geschick und Sorgfalt, ohne vorheriges Vorlochen und nachträgliches Versenken
die Nägel spielend leicht und absolut zuverlässig und einwandfrei durch die Klischeeplatte in das Holz zu drücken.
Dies wird erreicht durch Anordnung eines unmagnetischen Stößels mit nach auf- und
abwärts begrenztem Hub, welcher nach jedem Arbeitshub selbsttätig in seine Ruhelage zurückkehrt
und in einer für Nagelapparate bekannten Buchse geführt ist, die aber bei
stets gleichbleibender Entfernung das Klischee niemals berühren kann, so daß eine Be-Schädigung
desselben ausgeschlossen ist. Um bei kleinen Klischees und solchen mit Facettenrand
ein Abrutschen oder Auskneifen der Nägel zu verhüten, müssen diese schräg nach innen eingetrieben werden. Dieser Anforderung
wird begegnet durch Schrägstellen des Auflagetisches, in der Weise, daß die Drehachsenebene
des Tisches zur Stößelachsenebene versetzt wird, derart, daß der Abstand des Stößels in seiner tiefsten Stellung auf
Schulterhöhe erhalten bleibt.
Der Erfindungsgedanke ist dargestellt durch ein Ausführungsbeispiel mit Handhebelantrieb
in beiliegender Zeichnung.
Abb. ι zeigt Seitenansicht der Vorrichtung im Maßstab 1:5;
Abb. 2 zeigt Vorderansicht der Vorrichtung im Maßstab 1:1; '
Abb. 3 zeigt den Stößel mit Führungsbüchse im Schnitt nach A-B im Maßstab
ι : 1;
Abb. 4 zeigt die Anordnung des Stoßdämpfers für den Hebelrückgang im Schnitt
nach A-B im Maßstab ι : i.
In Abb. ι ist an einem gußeisernen Gestell α ein Auge b angegossen, welches eine
feststehende, unbewegliche Führungsbüchse c trägt zur Führung des vertikal nach abwärts
bewegbaren Stößels d. Führungsbüchse c hat unten eine mundstückartige Verengung
ίο (Abb. 3), welche dem auswechselbaren Stößeleinsatz e sowohl als auch den Nägeln
sichere Führung erteilt, und deren Grundfläche einen Abstand von der Tischplatte H
= Schrifthöhe + 0,5 mm beträgt zwecks leichten Klischeedurchganges. Die Nägel
werden in bekannter Weise einzeln zugeführt durch den Nagelzuführungskanal /, dessen
untere Auslaufkante von der Mundstückinnenkante um °/b der Nagellänge entfernt ist,
damit der Nagel sich niemals fangen kann, sondern vielmehr leicht und absolut sicher
hinabgleitet. Aus dem gleichen Grunde muß auch die Grundfläche des Stößeleinsatzes e in
seiner Höchststellung etwas höher stehen als die obere Auslaufkante des Nagelzuführungskanals
/. Nachdem das Klischee mit dem Unterlagholz unter das Mundstück der Führungsbüchse c gelegt und ein Nagel durch den
Nagelzuführungskanal / eingeführt ist, wird der Handhebel g mit einer Hand ergriffen
und in Pfeilrichtung (Abb. 1) nach abwärts gezogen und dadurch der Stößel d nach abwärts
bewegt, bis der Stößelkopf h (Abb. 1, 2 und 3) auf dem Bund der Führungsbüchse c
aufsitzt, d. h. der Nagel ist durch das Klischee in das Holz eingedrückt, und zwar
so tief, daß die Fläche des Nagelkopfes mit der Klischeeschulter abschneidet (Schulterhöhe
H1 in Abb. 3), so daß sich ein nachträgliches Versenken erübrigt. Um Stabilität und
unbegrenzte Lebensdauer des Stößels d zu erzielen, ist derselbe mit einem auswechselbaren
Stößeleinsatz e und einem daraufsitzenden Druckbolzen i ausgerüstet. Der
Stößel d selbst ist im Stößelkopf h mit einer Stellschraube k verbohrt, wodurch ein schnelles
Auseinandernehmen ermöglicht wird. Der Handhebel g ist an seinem drehbaren Ende
als Kurvenscheibe ausgerüstet, um die vom Handhebel g über eine Rolle I auf den Stößel d
zu übertragende Kraft in die vertikale Richtung der Stößelachse überzuleiten (zur Verhütung
von Hemmungen infolge Eckens). Nach erfolgtem Abwärtsdruck wird der Handhebel g losgelassen, da er durch die
nachstellbare Hebelrückholfeder m (Abb. 1 und 2) selbsttätig in seine ursprüngliche,
senkrechte Ruhelage zurückgeholt wird. Der dadurch verursachte Anprall am Gestell a
wird erfindungsgemäß durch die Feder η 6o (Abb. 4) aufgefangen. Gleichzeitig mit dem
Hebelrückgang, aber jedoch unabhängig von diesem, wird der Stößel d durch die beiden
Stößelrückholfedern p (Abb. 1 und 2) nach aufwärts zurückgezogen. Dem Erfindungs- 65
gedanken entsprechend ist der Auflagetisch q aus seiner horizontalen Lage schräg verstellbar
und durch Anschlag t und Verriegelung r arretierbar eingerichtet, um auch die Randnägel
der. kleinen Klischees bequem ein- 70 drücken zu können, wobei das feststellbare
Anschlaglineal s gute Unterstützung bietet. Es kann vielmehr auch maschineller Antrieb
nach Art der Exzenterpressen mit Fußtritthebelausrücker angeordnet werden. Eventuell 75
kann noch eine kleine Bohrmaschine zum Vorlochen von Klischeeplatten aus härterem
Material, z. B. Zinkätzungen u. dgl., angebracht werden.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Befestigen von Klischees, insbesondere Galvanos und Stereotypien,
dadurch gekennzeichnet, daß (Abb. 3) ein Stößel (d) mit nach oben S5
und unten begrenztem Hub und auswechselbarem Stößeleinsatz (e), auf dem ein in
einer besonderen langen Führung geführter Druckbolzen (i) wirkt, die Nägel
auf Schulterhöhe versenkt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößelantrieb
durch einen als Kurvenscheibe ausgebildeten Handhebel (g) mittels einer
Rolle (Z) erfolgt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel
(§·) selbsttätig durch die Hebelrückholfeder [m) in seine Ruhelage zurückgeholt
und der dadurch hervorgerufene Anprall am Gestell (a) durch einen Stoßdämpfer
(0) aufgefangen wird, und daß der Stößel (d) gleichzeitig, aber unabhängig
von dem Handhebel (g) durch die Stößelrückholfedern (p) in die Ruhestellung
zurückgezogen wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagetisch
(q) aus seiner horizontalen Lage schräg verstellt werden kann unter Beibehaltung
seines Abstandes von dem Mundstück der Führungsbüchse (c), welcher
durch Anschlag (i) und Verriegelung (r) fixiert ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG67352D DE441008C (de) | 1926-05-22 | 1926-05-22 | Einrichtung zum Befestigen von Klischees, insbesondere Galvanos und Stereotypien |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEG67352D DE441008C (de) | 1926-05-22 | 1926-05-22 | Einrichtung zum Befestigen von Klischees, insbesondere Galvanos und Stereotypien |
Publications (1)
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| DE441008C true DE441008C (de) | 1927-02-21 |
Family
ID=7134158
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG67352D Expired DE441008C (de) | 1926-05-22 | 1926-05-22 | Einrichtung zum Befestigen von Klischees, insbesondere Galvanos und Stereotypien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE441008C (de) |
-
1926
- 1926-05-22 DE DEG67352D patent/DE441008C/de not_active Expired
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