DE44096C - Selbsttätige HEILMANN'sche Stickmaschine - Google Patents

Selbsttätige HEILMANN'sche Stickmaschine

Info

Publication number
DE44096C
DE44096C DENDAT44096D DE44096DA DE44096C DE 44096 C DE44096 C DE 44096C DE NDAT44096 D DENDAT44096 D DE NDAT44096D DE 44096D A DE44096D A DE 44096DA DE 44096 C DE44096 C DE 44096C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
carriage
arms
magnet
fabric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44096D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. T. SMITH in Washington, V. St. A
Publication of DE44096C publication Critical patent/DE44096C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C3/00General types of embroidering machines
    • D05C3/04General types of embroidering machines with horizontal needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1888 ab.
Die Einstellung des Stoffrahmens erfolgt bei der vorliegenden Maschine durch eine Musterkarte.
Das Umsteuern des Nadelwagens auf der Leitschiene wird durch die Spannung der Sückfäden mittelst Schliefsens und Oeffnens einer elektrischen Leitung geregelt, wobei die Rückwärtsbewegung der Nadelwagen in dem Augenblick gehemmt wird, in welchem der Stich bis an oder in den Stoff gezogen wird, so dafs die Spannung gleichförmig und die Arbeit eine regelmäfsige wird.
Die Uebertragung der Nadeln von einem Wagen zum anderen erfolgt ebenfalls durch eine selbstthä'tig wirkende Vorrichtung, welche durch Riemen in Thätigkeit gesetzt wird, durch welche die Wagen in der einen Richtung bewegt werden. Ein Arbeiter ist somit nur zum Einfädeln der Stickfäden und für ähnliche Arbeiten erforderlich.
Die Einrichtung der einzelnen Mechanismen ergiebt sich aus den beiliegenden Zeichnungen, und zwar giebt Fig. 1 die allgemeine Anordnung derselben wieder.
Fig. 2 ist eine Ansicht des Stoffrahmens und seiner Regelvorrichtungen mit dem Antriebsmechanismus für die Musterkarte,
Fig. 3 eine Seitenansicht des mittleren Theiles der Fig. 1 unter Fortlassung einiger Mechanismen ;
Fig. 3 a zeigt einen Theil der Triebwelle der Nadelwagen mit ihren Scheiben und Kupplungen ;
Fig. 4 ist eine Endansicht in vergröfsertem Mafsstabe des oberen Theiles eines Nadelwagens,
Fig. 5 eine theilweise Oberansicht vom Ende der Maschine, welche nur den Wagen darstellt.
Die Fig. 6, 7 und 8 sind Ober- bezw. Hinteransichten, welche die Wirkung der elektrischen Umschaltungsvorrichtung darstellen, welche in den Fig. 4 und 5 veranschaulicht ist; Fig. 9 ist eine Vorderansicht der Nadelzangen,
Fig. 10 eine Seitenansicht eines der mittleren Ständer mit der an demselben angebrachten elektrischen Umschaltungsvorrichtung,
Fig. ι ι eine Hinteransicht des Ständers,
Fig. 12 eine perspectivische Ansicht der mit dem Sicherheitshebel in Fig. 10 und 11 verbundenen Regulirplatten,
Fig. ι 3 eine Seitenansicht der Scheibe, welche die die Bewegung der Nadelwagen umsteuernde Kupplung bethätigt,
Fig. 14 eine Oberansicht derselben,
Fig. ι 5 eine Seitenansicht der in den Fig. 1 3 und 14 dargestellten Theile,
Fig. 16 eine schematische Darstellung der Antriebvorrichtung für die Musterkarte und der Verbindungen derselben mit einem Theil der elektrischen Leitungen,
Fig. ι 6a eine Ansicht der Antriebvorrichtung für die Musterkarte und eine schematische Darstellung der Leitung, durch welche die letztere in Gang gesetzt wird,
Fig. 17 eine theilweise Unteransicht des Antriebsmechanismus für die Musterkarte;
Fig. 18 zeigt die Musterkarte im Grundrifs,
Fig. 19 zeigt im Grundrifs eine Modification der Construction der in den Fig. 10 und 11 veranschaulichten elektrischen Umschaltungsvorrichtung.
ι ist das Gestell der Maschine, in welchem
die Wellen 2 und 2a gelagert sind, von denen 2a von einer Triebwelle 3 in Umdrehung versetzt wird (s. Fig. 1 und 3). Auf der Welle 2a sitzen lose zwei Scheiben 4 und 5, die mit den Scheiben 8 auf der Welle 3 durch einen geraden Treibriemen 6 und einen gekreuzten Treibriemen 7 verbunden sind. Ferner sitzen auf Welle 2a zwei Kupplungen 9 und 10, welche die Scheiben 4 und 5 mit der Welle in Verbindung bringen; jede Kupplung wird für sich durch einen bei 14 drehbaren Hebel 1 1 in Thätigkeit gesetzt, der, mit einer Gabel 12 versehen, in eine an der Kupplungsmuffe befindliche Nuth 13 eingreift. Je nachdem die eine oder andere Scheibe 4 oder 5 in Eingriff gebracht wird, dreht sich die Welle 2a in der einen oder anderen Richtung. An jedem Ende der Welle 2a sitzen Scheiben 15. welche durch Riemen 16 mit auf der Welle 2 befindlichen Scheiben 17 verbunden sind. Zwischen den Lagern der Wellen 2 und 2a liegen Schienen 18, auf denen die Gestelle 19 der Nadelwagen gleiten. Die Riemen 16 gehen frei durch die Gestelle 19 hindurch und sind mit fest angebrachten Klötzen oder Anschlägen 20 versehen, Fig. 3, welche gegen die Gestelle 19 stofsen und dieselben in der einen Richtung auf den Schienen 18 mit fortnehmen; es sind zwei besondere Nadelwagen vorhanden, j einer auf jeder Seite des Stoffes, auf welchem ; das Muster hergestellt werden soll. Die Anschläge 20 entfernen die Wagen von dem Stoff, indem sie durch mit Gewichten belastete und über Leitrollen 22 laufende Schnüre 21 nach der anderen Richtung hin bewegt werden. Die beiden Nadelwagen sind einander gleich und jeder derselben trägt eine Reihe von Nadelzangen. Die Gestelle 19 des Wagens sind durch Wellen 23 mit einander verbunden, auf denen die Wagenarme 24 angebracht sind. Diese Arme tragen einen unbeweglichen Zangenbacken 25, Fig. 3 und 4, welcher von einem Ende des Wagens zum anderen reicht und in regelmäfsigen Zwischenräumen mit V-förmigen Lagern oder Riemen 26 versehen ist, Fig. 9, welche die Nadeln 27 aufnehmen. Die Anzahl der Nadeln kann verschieden sein, gewöhnlich sind die Wagen für 1 000 bis 1 600 Nadeln eingerichtet.
Auf an den Armen 24 befindlichen An- j Sätzen 28, Fig. 4 und 5, sind drehbar die mit den beweglichen Backen 29 versehenen Hebel 28a angebracht. Dieser Backen 29 besteht entweder aus einer einzigen Stange oder aus einer Reihe von Greifern, und zwar ist in letzterem Falle für jede Nadel ein besonderer Greifer vorhanden. Der bewegliche Backen 29 wird in der einen Richtung durch auf den Hebel 28a wirkende Hebedaumen 30 bewegt und in der anderen Richtung durch Feder 31. Die Hebedaumen 30 sitzen auf Welle 32, welche in Augen 33 der Wagenarme gelagert ist. Welle 32 wird durch Hebel 34 gedreht, die an jedem Ende der Welle sitzen. Mit den Hebeln 34 sind die abwärts gerichteten Verbindungsstangen 33 drehbar verbunden, an deren unterem Ende die Gelenkstange 36, Fig. 3, sitzt. Jede Stange 35 ist mit einem vorspringenden Stift 37 versehen. Im Gestell
ι der Maschine sind die Ständer 39 angebracht, und in diesen ist eine Welle 40 gelagert, welche die auf jeder Seite mit einem gabel-
! förmigen Ende 42 versehenen Hebel 41, sowie die mit einem gabelförmigen Ende 44 versehenen und nach oben gegen den Riemen 16 gerichteten Arme 43 trägt, Fig. 3. Arme 43 und Hebel 41 sind fest mit einander verbunden. Wenn der Nadehvagen vor dem Stoff angekommen ist, wird er durch Anschläge 45, Fig. ι und 3, angehalten, der Stift 37 tritt dann in die Gabel 42. Gleichzeitig verläfst der Klotz 20 das Gestell 19 des eben angehaltenen Wagens und beginnt gegen das Gestell 19 des auf der anderen Seite des Stoffes befindlichen W7agens hin sich zu bewegen; bei dieser Bewegung tritt der Klotz 20 gegen die aufrechtstehende Gabel 44 des Armes 43 und stellt dadurch den Hebel 41 um, dessen gabelförmiges Ende 42 auf den Stift 37 wirkt, so dafs eine der Verbindungsstangen 35 aufwärts, die gegenüberliegende dagegen abwärts bewegt wird. Durch diese Bewegung werden die Hebedaumen 30 an beiden gegenüberstehenden Wagen gleichzeitig, aber in entgegengesetzter Richtung in Thätigkeit gesetzt, und damit werden die wie gewöhnlich ausgeführten Nadeln von dem eben eingefahrenen Wagen freigegeben und von dem anderen Wragen, in den sie gerade hineinreichen , erfafst. Die Klötze 20 stofsen darauf gegen das Gestell 19 des zuletzt genannten Wagens und entfernen diesen von dem Stoff. Nach jeder Operation werden die Hebel 41 für die nächstfolgende Uebertragung der Nadeln in ihrer Lage gelassen.
Wenn der Wagen sich von dem Stoff weit genug entfernt hat, um die Fäden bis an oder in denselben zu ziehen und einen ordentlichen Stich zu bilden, wird die Bewegung desselben umgesteuert, so dafs der Wagen sich dem Stoff wieder nähert und die Nadeln wieder auf den anderen Wagen übertragen werden. Dies geschieht in folgender Weise:
Die Kupplungshebel 11 der lose auf der Welle 2a in entgegengesetzten Richtungen laufenden Scheiben 4 und 5 werden mittelst der in den Fig. 13, 14 und 15 in gröfserem Malsstabe dargestellten Vorrichtung so bewegt, dafs die Verkupplungen abwechselnd hergestellt werden. 46 ist eine in den Lagern 47 laufende Schraubenwelle, welche beständig durch eine Scheibe 48 mittelst eines Riemens von
einer auf der Triebwelle sitzenden Scheibe 49 getrieben wird. Auf Welle 46 sitzt Losscheibe 50, die zwischen Frictionsscheiben 51 gehalten wird, welche letztere sich mit der Welle drehen und durch Muttern 52 so gegen die Scheibe 50 gedrückt werden, dafs dieselbe mit einem gewünschten Grad von Reibung erfafst wird. Ein Riemen 53 ist theilweise um die Scheibe 50 geführt und ein Ende an dem die Verkupplung bewirkenden Hebel befestigt, während das andere Ende lose ist. Eine Stütze 53a trägt den Riemen oben und ein Gehäuse 54 um Scheibe 50 hält den Riemen nahe an letzterer, ohne ihn jedoch fest gegen die Scheibe zu drücken. Vorn an dem offenen Gehäuse 54 sitzt drehbar ein Hebel 55, welcher an einem Ende eine Armatur 56 und an dem anderen Ende eine Rolle 57 trägt, welche gegen das freie Ende des Riemens 53 drückt. Neben der Armatur 56 liegt der Elektromagnet 58, bei dessen Erregung die Rolle 57 so gegen Riemen 53 geprefst wird, dafs dieser von der Scheibe 50 erfafst und infolge dessen der Hebel 1 1 in Thätigkeit gesetzt wird, wodurch Scheibe 4 bezw. 5 mit der Welle 2a gekuppelt wird. Ist der Magnet 58 ausgeschaltet, so giebt die Rolle 57 den Riemen 53 frei, welcher sich unter Einwirkung einer Feder 59 von der Scheibe 50 ablöst.
Sobald der Hebel 11 seine Scheibe eingekuppelt hat, wird die Reibung zwischen Riemen 53 und Scheibe 50 so grofs, dafs die Scheibe zwischen den Frictionsrollen stillgesetzt wird und durch Riemen 53 den Hebel 1 1 in seiner Lage festhält.
Jeder der Hebel 1 1 wird durch eine besondere unabhängige Vorrichtung von der beschriebenen Art in Thätigkeit gesetzt. Fig. 3° veranschaulicht die elektrische Regulirvorrichtung für die Maschine; die Hebel 11 sind hier gerade und mit Armaturen versehen, die durch Magnete angezogen werden. In Fig. 1 und 16 rechts werden die Hebel 1 1 durch Winkelhebel na in Thätigkeit gesetzt, die durch den Riemen 53 hin- und herbewegt werden. Diese Modification bezweckt einfach, nur eine gröfsere Kraft zu erzielen. Die Magnete 58 sind mit einer oder mit mehreren Batterien durch eine Umschaltung verbunden, welche durch die abwechselnd von den Wagen hervorgebrachte Spannung der Stickfäden in Thätigkeit gesetzt werden. Die Einrichtung dieser Umschaltungen ist folgende:
An den Enden der Welle 32 sind drehbar und nach vorn über die Nadeln wegreichend gebogene Arme 60 angebracht, Fig. 3 bis 5, welche eine horizontale Spannungsstange 61 tragen.
Auf den Muffen 62, welche die Arme tragen, sitzen Ringe 63, die durch Stellschrauben 64 auf jenen Muffen feststellbar sind, und aufserdem tragen jene Ringe Arme 65, zwischen denen der isolirte Umschalter 66 drehbar angebracht ist.
Die Ringe 63 sind verstellbar, damit der Umschaltarm 66 in Bezug auf seine Lage zu Arm 60 veränderlich ist, zum Zweck der Umsteuerung der Wagen bei jeder gegebenen Fadenspannung. Eine Feder 68 drückt die Umschaltung 66 stets nach einer Richtung hin. Ein am Wagenarm 24 sitzender Träger hält am Bolzen 69 einen verstellbaren Contact-, stift 70, und von hier aus geht einer der Leitungsdrähte, während der andere an der Umschaltung 66 angebracht ist. Durch Heben oder Senken der Stange 61 wird die Umschaltung 66 zum Contactstift 70 hin oder von demselben fortbewegt, wobei in einem bestimmten Punkte der Bewegung die Leitung geschlossen wird. Dieser Contact ist jedoch nur ein momentaner; um aber den Hebel 11 zu bewegen und ihn zu halten, bis der Wagen den Stoff erreicht hat, mufs die Leitung des Magneten 58 eine Zeit lang geschlossen gehalten werden.
Zu diesem Zwecke ist an dem Bock 71, Fig. 3 und 10 und 11 im Detail, eine zweite Umschaltung 72 angebracht, die mit einer zwischen den entgegengesetzten Polen der Elektromagnete 74 und 75 schwingenden Armatur 73 versehen ist. Umschaltung 72 ist isolirt und durch Draht 76 mit einem Pol der Batterie verbunden. Beiderseitig von 72 sitzen zwei Contactstifte ■j'j in entsprechender Verbindung mit je einem der Magnete 58. Hebel 72 trägt oberhalb seines Drehpunktes 78 ein Gewicht 72a, so dafs, wenn die Armatur 73 durch einen der Magnete 74 oder 75 angezogen wird und der Hebel gegen einen der Contactstifte η-j anliegt, er durch das Gewicht 72s auch dann noch in dieser Lage gehalten wird, wenn die Armatur 73 nicht mehr angezogen wird. Die Magnete 74 sind nun durch die Umschaltung 66 mit einem der Nadelwagen und die Magnete 75 mit dem anderen Wagen verbunden, so dafs der momentane Schlufs der Leitung durch das Heben der Spannungsstange 6 1 den Magnet 74 bezw. 75 erregt und dadurch Umschaltung 72 gegen einen der Stifte j~j gedrängt wird, wo sie liegen bleibt, bis der andere Nadelwagen am Ende seiner Rückfahrt angekommen ist und die Leitung des anderen Magneten schliefst. Auf diese Weise werden die Leitungen der Magnete 58 abwechselnd geschlossen und geöffnet und die Umsteuerung der Wagen nach einander bewirkt.
Wenn die Wagen bis an den Stoff herangebracht worden sind, so mufs die Spannstange 61 hoch und aus dem Wege gehoben werden (Fig. 3 links). Dies geschieht durch Daumen 144, die an den Armen 60 sitzen und gegen Stifte 145 am Träger 146 stofsen.
Wenn die Spannstange 61 sich hebt, wird die ] Umschaltung 66 gegen den Contactstift 70 gebracht; dies ist aber von keinem Belang, da die Leitung, in welcher die Umschaltung liegt, bereits geschlossen ist und so lange geschlossen bleibt, bis der Wagen anhält. Nachdem die Rückwärtsbewegung aber begonnen hat, werden die Spannstangen wieder niedersinken, und wenn die Umschaltung nach dem hinteren Theil des Wagens zu schwingt, so darf bei Berührung des Stiftes 70 die Leitung nicht geschlossen werden, da sonst sofort der erregte Magnet aus- und der andere Magnet eingeschaltet werden würde, was zur Folge hätte, dafs der Nadelwagen zum Stoff zurückgeführt werden würde.
Um dies zu verhüten, ist an einem Bolzen 148 ein Ablenkungsarm 147 (s. Fig. 4, 6 bis 8) drehbar angebracht, welcher sich gegen den isolirten Theil des Contactbolzens 69 legt und in dieser Stellung durch eine um 148 gewundene Feder 149 gehalten wird. Dieser Arm 147 ist ein Nichtleiter. Wenn beim j Hochheben der Spannstange 61 die Umschaltung 66 vorrückt, so stöfst sie gegen den Arm 147, dreht denselben nach vorn, gleitet j an demselben fort und läfst ihn wieder los. Der Arm schwingt hierauf wieder gegen 69. Wird nun die Spannstange wieder gesenkt und legt sich dieselbe wieder vor den Nadeln auf die Fäden, so gleitet die drehbare Umschaltung 66 über die Kante des Armes 147, sie wird, der Wirkung der Feder 68 entgegen, nach aufsen gedrängt und kehrt in ihre normale Lage zurück, ohne in Contact mit 69 zu kommen.
Zwischen den verschiedenen Umsteuerungen der Wagen mufs der Stoffrahmen bewegt werden, um den Stoff für den nächsten Durchgang der Nadeln in die passende Lage zu bringen. Dies mufs geschehen, während jeder Wagen vom Stoff abfährt und zu demselben zurückkehrt, und geschieht in folgender Weise. Der Stoffrahmen 79 (s. Fig. 2) hängt an Drähten 80 zwischen den Ständern 71 und wird von einer Schiene 81 getragen, welche auf Rollen 82 horizontal verschiebbar ist. Diese Rollen liegen in Ständern 83, die vertical in den Führungen des die Ständer 71 mit einander verbindenden Hängewerkes 84 beweglich sind. Auf diese Hängewerke sind in Böcken die Hebel 85 gelagert, deren äufsere Enden unter Frictionsrollen 86, welche in den | Ständern 83 sitzen, greifen. Die inneren Enden der Hebel 85 werden durch einen Läufer 89, : der mittelst einer an der verticalen Spindel 88 sitzenden Mutter bewegt wird, gehoben und gesenkt. Die in einem Träger 90 gelagerte ι Spindel 88 kann durch Schnurscheiben 91 und 92 nach jeder Richtung hin gedreht werden. Die Schiene 81 wird auf den Rollen 82 durch eine horizontale Schraubenspindel 93 | bewegt, deren eines Ende gegen einen Arm 95 der Schiene 81 stöfst. Die Schraubenspindel 93 wird durch einen Keil in ihren Lagern 94, Fig. ι, verhindert, sich zu drehen; auf derselben sitzt die Doppelscheibe 96, 97, die ebenso wie eine Mutter 98 wirkt und die Spindel 93 horizontal verschiebt. Eine mit einem Gewicht belastete, über Rolle 100 geführte und an der Schiene 81 befestigte Schnur bewegt die letztere der Spindel 93 entgegen.
Die Doppelscheibe 96 und 97 wird durch einen geraden und einen gekreuzten Riemen von den Scheiben 96a und 97a aus getrieben, die lose auf der beständig rotirenden Welle 3 sitzen, aber mit derselben gekuppelt werden können, in derselben Weise, wie bei den Scheiben 4 und 5 beschrieben ist, nämlich durch Hebel 104% welcher mit einem Apparat in Verbindung steht, ähnlich dem in Fig. 13 bis 15 dargestellten und früher erläuterten.
Um die Schiene 8 1 und den Stoffrahmen 79 nach rechts oder nach links zu bewegen, wird in folgender Weise verfahren.
Jeder der Hebel iO4a wird durch eine Scheibe bewegt, die nur durch Einschaltung des einen oder anderen von zwei Elektromagneten in eine Leitung zur Wirkung gelangt; die Leitungsdrähte dieser Magnete sind von einem Pol der Batterie zu einem Conductor 105, Fig. 16, geführt, die anderen Drähte sind bezw. mit besonderen von einander isolirten Daumen 106 verbunden. Zwischen dem Conductor 105 und diesen Daumen wird die Musterkarte 107 bewegt, die aus nicht leitendem Material, wie z. B. Papier, gefertigt ist. Diese Musterkarte ist mit Oeffnungen versehen, die von verschiedener Länge und auf verschiedene Weise angeordnet sind (s. Fig. 2, rechts, und 18). Wenn diese Oeffnungen an den Daumen 106 vorbeipassiren, so werden die Leitungen ihrer Magnete abwechselnd geschlossen, und hängt die von dem erregten Magneten verursachte Dauer der Bewegung von der Länge der Oeffnungen in der Musterkarte, sowie von der Geschwindigkeit ab, mit welcher letztere sich bewegt.
Die Musterkarte 107, Fig. 18, aus einem langen Blatte bestehend, hat fünf Gruppen von Durchlochungen abcd und e. Die Gruppen a und b schliefsen die Leitungen der die Scheiben 101 und 102 mit Welle 3 kuppelnden Magnete (für die Verticalbewegung), und die Gruppen c und d schliefsen die Leitungen der Magnete, die .die Scheiben 96a und 97a zur Wirkung bringen, durch welche die den Stoffrahmen horizontal verschiebenden Scheiben 96 und 97 umgetrieben werden. Die DurchlochunEren von α und b werden nie neben einander gebracht, ebenso die von c und d, wohl aber kann eine verticale und horizontale Bewegung gleichzeitig stattfinden.
Die Musterkarte 107 wird in der Richtung des Pfeiles in Fig. 16 bewegt; die für die Einstellung des Stoffrahmens erforderlichen Durchlochungen passiren die Daumen 106 gleichzeitig, da sie in derselben Transversallinie liegen. Soll z. B. der Stoffrahmen um 2 mm nach oben und um 12 mm nach rechts verschoben werden, so müssen in den Gruppen α und c die in Fig. 18 schraffirt angedeuteten Oeffnungen von der entsprechenden Länge gewählt werden. Die Musterkarte wird durch irgend einen geeigneten Mechanismus, wie z. B. durch zwei Walzen 110 und 111, bewegt, deren erstere man durch Stufenscheiben 11 2 und 11 3 mittelst einer Zwischenscheibe 112a antreibt, wobei letztere durch Kupplung 1 14 und Hebel 115 mit ihrer Welle in Eingriff gebracht wird. Der Hebel 1 15 wird in der schon früher beschriebenen Weise von einem Magneten 116 in Thätigkeit gesetzt, der eine am Hebel sitzende Armatur 1 16a anzieht, oder er kann durch eine Scheibe bewegt werden, wie in Fig. 16a dargestellt. Der Magnet 116 ist in eine Leitung eingeschaltet, welche durch einen von den Oeffnungen 1 18 der Gruppe e der Musterkarte regulirten Daumen 117 geschlossen wird. Diese Oeffnungen sind etwas langer als diejenigen der anderen Gruppen, um sicher zu sein, dafs die durch diese Oeffnungen geschlossene Leitung voll zur Wirkung gelangt, und dafs diese Leitung geöffnet wird, sobald die Einstellung des Stoffrahmens vollendet ist. Sobald der Daumen 117 das Ende einer Oeffnung in der Serie e erreicht, wird die Leitung des Magneten 116 unterbrochen und die Musterkarte angehalten. Die Kupplung 114 wird durch eine am Hebel 1 15 angebrachte Feder 1 19 ausgerückt. Während die Musterkarte unthätig ist, werden die Nadeln durch den Stoff gestochen und von einem Wagen auf den anderen übertragen. Die Anfangsbewegung der Musterscheibe für die nächstfolgende Einstellung des Stoffrahmens erfolgt in folgender Weise.
Auf einer der Schienen 18 sitzt auf jeder Seite des Ständers 71 eine Umschaltungsvorrichtung, welche aus einem Contactstück 120 (s. Fig. 3, links, und 16a) und einem drehbaren Hebel 121 besteht, dessen eines Ende in der Bahn eines unter dem Gestell 19 des Nadelwagens vorspringenden Lineals 122 liegt.
An diesem Ende des Hebels 121 sitzt drehbar eine Klinke 123, die mittelst einer leichten Feder 125 gegen einen am Hebel sitzenden Anschlag gedrückt wird. Die Umschaltung liegt in der Leitung des Magneten 116, und wenn der Nadelwagen vom Stoff zurückfährt, so stöfst Vorsprung 122 gegen Klinke 123, schliefst die Leitung und erregt den Magnet 1 16 (s. Fig. 2 und 16 a). Die Leitung wird so lange geschlossen gehalten, bis die Musterkarte über den eine Transversalreihe von Durchlochungen von der nächstfolgenden Reihe trennenden Zwischenraum fortgerückt ist. Sobald dies geschehen ist, greift der Daumen 117 durch eine Oeffnung, und der Magnet, welcher bisher durch den Hebel 121 eingeschaltet blieb, ist dies nun durch Daumen 117; die Verbindung durch Hebel 121, die nun entbehrlich ist, wird unterbrochen, indem der Vorsprung 122 die Klinke 123 frcigiebt. Wenn der Wagen einfährt, so trifft der Vorsprung 122 die Klinke 123, welche nachgiebt, so dafs auf den Hebel 121 keine Wirkung ausgeübt wird. Die Umschaltungen 121 sind in solcher Entfernung auf jeder Seite von dem Stoff angebracht, dafs die Leitung nicht früher geschlossen wird, als bis die Wagen hinreichend weit abgefahren sind, so dafs die Nadeln vollkommen weit genug von dem Stoff zurückgezogen werden.
Durch Umlegen des Riemens auf den Stufenscheiben 112 und 113 kann die Geschwindigkeit der Musterkarte nach Erfordernifs regulirt und dadurch die Verschiebung des Stoffrahmens gröfser oder geringer gemacht werden; wenn z. B. die Durchlochung in der Karte bei einem bestimmten Geschwindigkeitsgrade eine Verschiebung des Stoffrahmens von 12 mm bewirkt, so würde bei doppelter Geschwindigkeit der Karte eine Verschiebung von nur 6 mm erfolgen. Auf diese Wreise können Muster hervorgebracht werden, welche, obschon in der Zeichnung ähnlich, doch in der ausgeführten Gröfse in beliebigem Grade variiren.
Um Verwechselungen zu vermeiden, sind die Vorrichtungen, welche die Kupplungshebel 104 in Thätigkeit setzen, nicht dargestellt; dieselben sind aber genau so beschaffen wie diejenigen für die Hebel 1 1, und sind 49 s die Antriebscheiben für dies System, während 49b die Antriebscheiben für die Kupplung 3, 96s1, 97s sind.
Um zu verhüten, dafs die Nadelwagen so nahe an den Stoff heranrücken, dafs die Nadeln in denselben getrieben werden, während der Stoffrahmen sich noch in Bewegung befindet, wird die in den Fig. ι ο und 1 1 dargestellte Vorrichtung benutzt. An einem am Ständer 7 1 drehbar angebrachten Hebel 126 befindet sich eine Gabel 127, in welcher der Umschaltungshebel 72 liegt, durch dessen Wirkung die Nadelwagen in der beschriebenen Weise umgesteuert werden. Die Gabel ist weit genug, um den Umsteuerungshebel ohne Hindernifs functioniren zu lassen. Hebel 126 wird durch Platten 128 und 129 geführt, von denen jede mit Ansätzen 130 versehen ist, die gegen die Seitenkanten des Hebels 126 stofsen, und ist 128 kürzer als 129. Diese Platten hängen an dem Zapfen 1 3 1 des Hebels und werden durch Federn 132 und 133 nach entgegengesetzten

Claims (5)

  1. Richtungen hin gezogen. Eine der Platten ist mit einem Bügel 134 versehen , in dessen Schlitz 135 ein am Ständer 71 sitzender Stift 136 hineingreift. Wenn dieser Stift sich am Ende des Schlitzes befindet, so liegt die Gabel 127 in der Mitte zwischen den Contactstücken 77. Die längere Platte wird durch eine gegen ihre Seitenkante anschlagende Hemmung 136" angehalten. Es können die Platten unabhängig von einander frei schwingen, und der Hebel 126 wird durch die Stifte 13Ö und 136" immer in der Mitte zwischen den Contactstücken γγ gehalten. Am unteren Ende des Hebels 126 sind drehbar zwei Arme 137 angebracht, welche den Nadelwagen zugekehrt sind und durch Drähte 138 gehalten werden, die über Winkelhebel 139, 139a, 139b mit dem Kupplungshebel 115 verbunden sind, welcher die die Musterkarte treibende Scheibe mit ihrer Welle kuppelt (s. Fig. 2). Diese Anordnung ist derart eingerichtet, dafs, wenn die Kupplung eingerückt ist und die Karte sich in Bewegung befindet, die Drähte 138 schlaff sind und die Arme 137 etwas nach unten hängen, so dafs sie in die Bahn der am Fufse der Wagenarme 24 befindlichen Ansätze 140, Fig. 3, zu liegen kommen. Wenn nun die Wagen dem Stoffe sich nähern, stofsen diese Ansätze 140 gegen die Enden der Arme 137 und setzen dadurch den Hebel 126 in Bewegung, bis die Gabel 127 desselben gegen den Umstellungshebel 72 trifft und diesen von dem Contactstift 77 entfernt, wodurch der Magnet 58 sofort ausgeschaltet und der in Bewegung befindliche Nadelwagen angehalten wird. Der Stillstand des letzteren erfolgt kurz vor dem Augenblicke, in welchem die Nadeln den Stoff berühren. Sobald die Musterkarte stillsteht, werden die Drähte 138 straff gezogen und heben die Arme 137 in die Höhe, so dafs die Ansätze 140 passiren können, ohne gegen die Arme 137 zu stofsen. Statt der in den Fig. 10 und 11 dargestellten Contactstücke und Umschaltungshebel kann auch die in Fig. 19 veranschaulichte Vorrichtung angewendet werden. 141 ist die Umschaltung, die aus einer Walze aus leitendem Material besteht und mit dem Draht 76 verbunden ist, der nach Fig. 10 und 11 mit dem Umschaltungshebel 72 in Verbindung steht. Die Walze 141 bewegt sich über die bei 14 ib drehbaren Hebel 14.1a, welche durch ein Gewicht 142 gegen die Wralze angedrückt werden. Jeder der äufseren Hebel 141 a ist mit einem Draht der Magnete 58 elektrisch verbunden; der mittlere Hebel ist mit einem Pol der Batterie verbunden, während die Walze 141 mit dem anderen Pol verbunden ist; auf den äufseren Hebeln sind isolirte Stellen 143 so angeordnet, dafs, wenn die Walze 141 sich bewegt, sie abwechselnd mit dem mittleren und äufseren Hebel und mit dem mittleren und inneren Hebel elektrisch verbunden ist, so dafs die Magnete 58 abwechselnd erregt werden, und ein Magnet ausgeschaltet, wenn der andere Magnet eingeschaltet wird.
    Die Arme 60 der Spannstange 61 können mit Gewichten 150 belastet werden, die an irgend einem Theil des Armes mittelst einer Stellschraube 1 5 1 angebracht sind, so dafs die Spannung der Fäden nach Belieben regülirt werden kann, gleichwie durch Verstellung der Umschaltung 66 gegen Arm 60 die Wagenumsteuerung bei gegebener Fadenspannung ermöglicht ist.
    Pa te ν τ -Ansprüche:
    Eine selbsttätige Stickmaschine mit nachstehend gekennzeichneten, gleichzeitig vorkommenden Einrichtungen:
    ι. Die selbsttätige Umsteuerung der Nadelwagen , welche beim Heranfahren eines Wagens vor den Stoffrahmen dadurch bewirkt wird, dafs die gegen einen Anschlag 145 stofsende Nase 144 zum Aufsteigen gezwungen wird und dabei die in der Nase sitzenden Arme 60 mit der Spannstange 61 umlegt, deren Drehung einen momentanen Stromschlufs 66 bis 70 bewirkt, infolge dessen Magnete 74 oder 75 erregt werden, die einen zwischen ihnen schwingenden Armaturhebel 73 in eine Endlage ziehen, in welcher dieser, festgehalten durch ein Gegengewicht, einen zweiten dauernden Stromschlufs 72,77 herbeiführt, welcher durch Erregung eines Magneten 58 die Ausschaltung der gekuppelten Antriebsriemscheiben der Wagen und die Kupplung der bisherigen Losscheibe zum Zweck der Wagenumkehr bewirkt.
  2. 2. Eine elektromagnetische Vorrichtung zum Aus- und Einkuppeln der Antriebscheiben für den Vor- oder Rückgang der diversen Mechanismen in der selbstthätigen Stickmaschine, bei welcher eine zwischen verstellbaren Frictionsscheiben lose auf derselben Welle gelagerte und von jenem mitgenommene Riemscheibe 50 einen Riemen 53 führt, welcher bei Stromschlufs durch Magnet 58 und dessen Armaturhebel 55 so fest gegen Scheibe 50 geprefst wird, dal's er bei deren Drehung momentan mitgenommen und dadurch der die Einkupplung bewirkende Hebel umgestellt wird, Fig. 13 bis 15, worauf infolge der vermehrten Reibung die Scheibe 50 so lange stillgesetzt ist, bis nach Oeffnung des Stromkreises der Riemen von der Scheibe zurückfällt bezw. durch Federkraft 59 zurückgezogen wird.
  3. 3. Ein Mechanismus zum Umlegen der Nadeln, welcher dadurch zum Functioniren kommt,
    dafs an den Wagenarmen bewegliche Träger befestigt sind, welche mit Stiften 37 sich in Kerben 42 an den Enden eines im Gestell drehbar gelagerten Hebels 41 legen, worauf ein Umlegen dieses Hebels erfolgt, indem ein am Hebel 41 befestigter Arm 43 von dem Riemenklotz 20 umgestellt wird, was zur Folge hat, dafs die Träger 35 in den Hebelenden gehoben bezw. gesenkt werden und hierbei mittelst Verbindungsstangen 34 eine Drehung der in den Wagenarmen gelagerten Welle 32, sowie auf derselben sitzender Daumen 30 bewirken, wodurch die mittelst jener Daumen beeinflufsten Nadelkluppen 29 auf einem Wagen von den Nadeln abgehoben und auf dem anderen fest auf dieselben niedergeprefst werden (Fig. 3 bis 5).
  4. 4. Die selbsttätige Stoffrahmenbewegung in der Stickmaschine, bei welcher der an einer Schiene 81 hängende Stoffrahmen 79 durch Einwirkung von auf Spindeln wirkende Doppelscheiben 91,92 bezw. 96,97 verschoben wird, von denen erstere die Verticalbewegungen, letztere die Horizontalbewegungen einleiten, indem sie von der Hauptantriebwelle aus mittelst Riemscheiben getrieben werden, welche abwechselnd durch die unter 2. gekennzeichnete Kupplungseinrichtung zum Antrieb der Stoffrahmenscheiben dienen (Fig. 1), wobei die Erregung der zu den Kupplungshebeln 104 bezw. io4a gehörigen Apparate bewirkt wird durch die Bewegung einer aus nichtleitendem Material gefertigten Musterkarte 107 (Fig. 18), welche Contacte 105, 106 und 105 bis 117 herstellt vermittelst fünf Serien von Oeffnungen, mit denen sie versehen, und von denen zwei für die Einleitung der Auf- und Abwärtsbewegung, zwei für die Einleitung der Rechts- und Linksbewegung des Stoffrahmens bestimmt sind, während die letzte Serie die Einleitung der eigenen Bewegung bewirkt.
  5. 5. Eine Vorrichtung, um die stillstehende Musterkarte in Bewegung zu setzen, welche darin besteht, dafs an einer Schiene 18 für die Nadelwagen eine Contactplatte 120 und ein dazu gehöriger drehbarer Contacthebel 121 sitzt, während der Wagen mit einem unten vorstehenden Lineal 122 versehen ist, mit welchem er gegen eine an 121 drehbar befestigte, durch Feder 125 beeinflufste Klinke 123 stöfst (Fig. 3), wodurch beim Zurückgehen des Wagens ein Andrücken des Hebels und damit zwischen 120,121 ein Stromschlufs herbeigeführt wird, welcher, den Magnet 116 erregend, durch Armaturhebel 116a die auf der Zwischenvorgelegswelle lose laufende Antriebscheibe der die Musterkarte bewegenden Walze 11 an die Stelle kuppelt und die Vorwärtsbewegung der Musterkarte so lange bewirkt, bis durch den nächsten Ausschnitt / derselben der Contact zwischen 105, 117 hergestellt wird, welcher nach Auslösung des Hebels 121 die Erregung des Magneten 116 und die Weiterbewegung der Musterkarte zum Zweck der Verschiebung des Stoffrahmens bewirkt.
    Eine Sicherheitsvorrichtung zur Verhinderung des Vorschubes der Nadeln in den Stoff während der noch nicht beendeten Bewegung des Stoffrahmens, deren Wirkung in der Feststellung des Wagens kurz vor dem Einstofsen der Nadeln besteht, indem die den Wagenantrieb bewirkende Kupplung durch Ausschaltung des Magneten 58 ausgelöst wird, sobald ein unten am Wagenarm 24 befestigter Knaggen 140 gegen den Hebel 137 stöfst (Fig. 3 und 10), was einen Ausschlag des Hebels 126 und eine dadurch bewirkte Abhebung des Hebels 72 von dem Contactstift j-^ somit Stromunterbrechung im Magneten 58 zur Folge hat, während bei dem Anfahren des Wagens gegen den bereits festgestellten Stoffrahmen der Hebel 137 durch einen Drahtzug 138, welcher mit dem Antrieb der Musterkarte in Verbindung steht, so weit angehoben ist, dafs der Knaggen 140 sich frei unter demselben wegbewegt.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT44096D Selbsttätige HEILMANN'sche Stickmaschine Expired - Lifetime DE44096C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE44096C true DE44096C (de)

Family

ID=319356

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT44096D Expired - Lifetime DE44096C (de) Selbsttätige HEILMANN'sche Stickmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE44096C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1257345B (de) Flache mehrfonturige Kulierwirkmaschine System Cotton
DE1051783B (de) Mechanisch angetriebene Zufuehrvorrichtung fuer Buegelmaschinen
EP0453543B2 (de) Automatisches strumpfwendegerät für eine kettelmaschine
DE1635968A1 (de) Strick- oder Wirkmaschine mit elektromagnetischer Nadelauswahl
DE44096C (de) Selbsttätige HEILMANN'sche Stickmaschine
DE3709264A1 (de) Naehautomat
DE3413689A1 (de) Strumpfwendegeraet
DE592163C (de) Selbsttaetige Magazinsprechmaschine zum wahlweisen Abspielen von Schallplatten
DE262776C (de)
DE23450C (de) Bewegungseinrichtung für den Stoff-Rahmen an heilmann'schen Stickmaschinen
DE50283C (de) Lamb'sche Strickmaschine
DE638299C (de) Vorrichtung zum Aufreihen von Knoepfen
DE568379C (de) Vorrichtung zum voruebergehenden In- oder Ausserbetriebsetzen einzelner oder mehrerer in einer Reihe liegender Nadelstangen an Gatterstickmaschinen
DE581984C (de) Zettelmaschine
DE541662C (de) Einrichtung an Steppdeckennaehmaschinen zum Einspannen des Steppdeckenrahmens
DE51429C (de) Verfahren und einrichtung zur herstellung von smyrna-teppichen auf mechanischem wege
DE145344C (de)
DE212947C (de)
DE238410C (de)
DE177575C (de)
DE828399C (de) Verfahren und Maschine zum Einhaengen von Broschueren oder Buechern
DE2519762A1 (de) Antrieb fuer den fadenleger einer wirkmaschine
DE267511C (de)
DE150068C (de)
DE819570C (de) Nadelbarren-Antrieb an flachen Kulierwirkmaschinen, insbesondere Cotton-Wirkmaschinen