DE23450C - Bewegungseinrichtung für den Stoff-Rahmen an heilmann'schen Stickmaschinen - Google Patents
Bewegungseinrichtung für den Stoff-Rahmen an heilmann'schen StickmaschinenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
KLASSE S 2: Nähmaschinen.
Die Erfindung besteht in einem Mechanismus, wodurch der aufgehängte Stoffrahmen bei
Stickmaschinen automatisch nach einer beliebigen Richtung in derselben Ebene bewegt
werden und diese Bewegung für jeden neuen Stich oder jede Reihe von Stichen ausgeführt
werden kann.
Der erste Theil der Erfindung besteht in einer Verbindung des beweglichen Stoffrahmens
mit einer Anzahl hin- und hergehender Schlitten, welche Führungen oder Nuthen besitzen, die
zur Uebertragung ihrer hin- und hergehenden Bewegung durch den Zwischenmechanismus auf
den Stoffrahmen dienen. Diese Führungen sind als einander sich kreuzend dargestellt und jeder
einzelne Schlitten kann den Stoffrahmen in der einen oder in der entgegengesetzten Richtung
verschieben, während der andere Schlitten entweder fest oder ebenfalls in Bewegung ist.
Durch diese Schlitten wird der Stoffrahmen nach irgend einer beliebigen Richtung und um irgend
ein beliebiges Mafs innerhalb der für seine Bewegung vorgesehenen Grenzen verschoben.
Die Erfindung besteht ferner in einem Mechanismus zur Bewegung vorgenannter Schlitten,
entsprechend den durch die Art des Musters gegebenen Anforderungen. Zu diesem Zweck
werden Jacquard- Nadeln verwendet, um Haken zu heben, die, wenn sie gehoben worden
sind, durch Hebel und Antriebstangen, welche eine Bewegung der Schlitten in der gewünschten
Richtung veranlassen, verschoben werden.
Endlich betrifft die Erfindung Mittel zur Verbindung genannter Schlitten mit den Antriebstangen
und besteht in der Combination von Zahnstangen, Zahnrädern, Schrauben und anderen
Organen zur automatischen Regulirung der Bewegung der Schlitten durch das auf der
Jacquard-Karte enthaltene Muster und genau entsprechend den durch dieses letztere bedingten
Verhältnissen.
Das Mafs der Bewegung der Antriebstangen wird durch die Musterkarte selbst regulirt, indem
diese durch Hebung einer der Jacquard-Nadeln den correspondirenden Haken aushebt
und ihn mit einem Hebel zusammentreffen läfst, durch dessen Wirkung dem Haken ein gröfserer
Hub an der einen Seite der Maschine als dem Haken an der anderen Seite der Maschine gegeben
wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen bezeichnet A, Fig. i, den Stoffrahmen einer Stickmaschine.
Dieser Rahmen wird entweder mittelst belasteter Hebel B, wie dargestellt, aufgehängt oder von
einem stationären Gestell C getragen, so dafs er ein gewisses Mafs von Bewegung nach irgend
einer Richtung hin in der Ebene seiner Vorderseite machen kann. Der Rahmen A ist durch
eine Stange D oder durch eine Anzahl solcher Stangen mit Stiften α b, Fig. 3, verbunden.
Diese Stifte tragen zwei Köpfe ö2 P. Der
Kopf <z2 legt sich in eine Führung az, die mit
dem Schlitten E in fester Verbindung steht, und der Kopf b2 in eine mit dem Schlitten F fest
verbundene Führung. Die in den Zeichnungen dargestellten Führungen sind genuthet. Die
beiden Führungen a3 und ί>3 sind diagonal zur
Richtung der Stange D dargestellt, so dafs sie mit einander rechte Winkel bilden. Das Resultat
dieser speciellen Anordnung der Stifte a b im Eingriff mit zwei Schlitten EF, woran die
Führungen sich befinden, ist, dafs, wenn einer der Schlitten allein aufwärts bewegt wird, die
an den Kreuzungsstellen der Führungen zu verbleiben genöthigten Stifte in der Richtung der
Führung des anderen genannter Schlitten bewegt werden und den Stoffrahmen mit sich
nehmen.
Wenn der Schlitten E gehoben wird, so bewegt' sich der Stoffrahmen A nach links auf-■
wärts. Wenn dagegen der Schlitten F gehoben wird, so bewegt sich der Rahmen A nach rechts
aufwärts. Wenn ferner der Schlitten E gesenkt wird, geht A nach rechts abwärts, und wenn
man Schlitten F senkt, bewegt er sich nach links abwärts.
Wenn ferner nur einer von zwei Schlitten allein verschoben wird, so empfängt der Stoffrahmen
eine Auf- oder Abwärtsbewegung und beliebig nach rechts oder links hin; doch wenn
beide Schlitten gleichzeitig um dasselbe Stück aufwärts verschoben werden, so wird der Rahmen
A einfach gehoben, und in der gleichen Weise wird derselbe einfach gesenkt, wenn
beide Schlitten zugleich abwärts geschoben werden.
Eine vollständige Horizontalbewegung kann man erreichen, indem man einen der Schlitten
hebt und den anderen gleichzeitig um dasselbe Mafs senkt. Daraus geht hervor, dafs, wenn
man die Bewegung der beiden Schlitten EF in der Weise regulirt, dafs nur einer von beiden
in derselben Richtung sich bewegt oder beide um dasselbe oder ein verschiedenes Mafs in
der gleichen Richtung oder beide nach entgegengesetzten Richtungen um dasselbe oder
ein verschiedenes Mafs, jede Richtung der Bewegung dem Rahmen A mitgetheilt werden
kann. Der genannte Rahmen kann auf diese Weise so eingestellt werden, dafs er der Sticknadel
nach Vollendung eines jeden Stiches eine ganz bestimmte Stelle des Stoffes, die man zu
durchstechen wünscht, darbietet.
Die Stifte α b brauchen nicht an dieselbe Stange D anzugreifen, es kann auch jeder Stift
eine besondere Verbindung mit dem Stoffrahmen durch Stangen oder Hebel oder durch beides
erhalten.
Ein jeder der Schlitten EF wird in einem feststehenden Rahmen vertical geführt, der
Schlitten E in E2 und der Schlitten F in J?\
Die Führung der Schlitten kann entweder in schwalbenschwanzförmigen Nuthen, wie Fig. 2
zeigt, oder Hakennuthen erfolgen.
Es kann ebensogut die Erfindung auch auf einen horizontal liegenden Stoffrahmen oder auf
einen solchen Anwendung finden, der eine zwischen der Vertical- und Horizontal ebene
liegende Position annimmt.
Vermittelst einer Schraube G kann der Schlitten E auf- und niederbewegt werden und
der Schlitten F vermittelst einer Schraube H.
Beide Schraubenspindeln liegen in festen Lagern. Die Muttern zu den Schrauben sitzen an den
oberen Theilen der Schlitten und werden zweitheilig hergestellt, wie Fig. 3 a darstellt, so dafs
man bei eintretender Abnutzung die beiden Hälften durch kleine Schraubenbolzen näher
aneinanderziehen kann.
Die Schrauben G und H sind in dem Hauptrahmenwerk der Maschine gelagert, können sich
nicht auf und nieder verschieben, sondern nur drehen. . An der Schraube G sitzt ein Zahnrad
g, Fig. 3, und an der Schraube H ein Zahnrad h. Beide Zahnräder liegen in verschiedenen
Ebenen, und das eine steht mit einer Zahnstange /, das andere mit einer Zahnstange J
im Eingriff. Jede dieser Zahnstangen ist rahmenartig mit doppelter innerer Verzahnung gebildet,
wie Fig. 2 zeigt, und es ist der Rahmen von solcher inneren Weite, dafs zu einer bestimmten
Zeit nur eine der Zahnreihen mit den Zähnen des betreffenden Zahnrades im Eingriff stehen
kann, zu welchem die Stange gehört. Die Zahnstange / ist mit einer Traverse L fest verbunden
und ebenso die darüber liegende Zahnstange J mit einer Traverse M.
Wenn man deshalb die Traverse L horizontal verschiebt, wird auch / verschoben und die
Schraube G gedreht, und wenn man die Traverse M horizontal verschiebt, findet durch J
eine Drehung der Schraube H statt. Die Bewegung von L und M und die Adjustirung der.
Zahnstange / und J behufs Aenderung der Drehungsrichtung ihrer zugehörigen Schrauben
geschieht wie folgt:
Aus Fig. 5 und 6 ist ersichtlich, dafs die Traverse M über einer Reihe von Haken N
gelegen ist und dafs Ansätze i an diesen Haken in die Aufsenfläche der Traverse eingreifen.
Fig. 6 stellt einen dieser Haken N in dem Augenblicke dar, wo er gehoben worden ist,
um einen anderen Ansatz j in die Bahn eines Hebels O zu verlegen. Wenn dieser Hebel
nach der Richtung des Pfeiles in Fig. 2 bewegt wird, so zieht er den Haken N nach derselben
Richtung mit an und dadurch auch die Traverse M und die Zahnstange J. Wenn dagegen
keiner der Haken N in die Bahn des Hebels O, wie in dem unteren Theil von Fig. 6 dargestellt,
hineingehoben wird, so dafs genannter Hebel in seiner Bahn keinen Ansatz j antrifft, so verbleibt
die Traverse ebenfalls in Ruhe. Was für den Haken N und den zur Traverse M gehörigen
Hebel O gilt, gilt auch für die Traverse L, die in Fig. 6 in Berührung mit einem
Ansatz P eines Hakens JV2 dargestellt ist, der
durch einen Hebel O2, wenn dieser mit einem Ansatz/2 zusammentrifft, erfafst werden kann.
Fig. 5 zeigt einen Theil der Traverse M über einer Anzahl von Haken N. Unter jeder Traverse
befindet sich eine ganze Anzahl solcher Haken, und jeder Haken steht in Verbindung
mit einer der Nadeln P eines Jacquard-Mechanismus.
Diese Nadeln P liegen an dem Jacquard-Prisma Q, Fig. 4, über welches die Musterkarte
Q"1 gelegt wird. Letztere wird so eingerichtet, dafs sie die gröfsere Anzahl der
Nadeln P durchtreten läfst, doch diejenige besondere Nadel (oder mehrere solcher), welche
bei ihrer Bewegung auf der Musterkarte gegen einen festen Theil stöfst, dadurch hebt und
einen Theil der Haken N oder JV2 in die Bahn des zugehörigen Hebels O oder (92 einbringt.
Anstatt die Nadeln P durch das Prisma Q so zu beeinflussen, dafs sie durch die Karte
hindurchschlagen, ausgenommen diejenige Nadel, die einen Haken heben soll, kann auch die
Einrichtung so getroffen werden, dafs die zur Hakenbewegung dienenden Nadeln in Oeffnungen
der Karte eindringen, wobei die anderen Nadeln auf dem festen Theil der Karte liegend
erhalten werden. Die Hebel O und 02 erhalten
eine beständig schwingende Bewegung. In Fig. 3 sind z. B. diese Hebel in Verbindung
mit einem Halter k dargestellt. Derselbe ist mit einem Schlitten / in Verbindung, welcher
durch eine Stange m mit einer Kurbel η verbunden ist. Diese Kurbel dreht sich um die
Achse ο in der Pfeilrichtung, die von der Triebachse R der Maschine gedreht wird.
Die Hebel O und O2 sind bei p, Fig. 2, um
Bolzen drehbar und stehen bei /2 durch eine
Stange lx in gelenkiger Verbindung mit dem Schlitten /, so dafs die Hebel O O2 um den
Bolzen p in Schwingung versetzt werden, wenn der Schlitten / eine geradlinig hin- und hergehende
Bewegung macht.
Die einzelnen Haken N haben Ansätze/, die in verschiedenen Entfernungen von ihren Ansätzen i
und von ihren Verbindungspunkten mit den Nadeln P gelegen sind, und aus Fig. 5 ist ersichtlich,
dafs die Ansätze j bei der Normallage der Haken parallel zu der Normalposition des
Hebels O gelegen sind, wenn dieser im Anfang seines Ausschlages sich befindet. Hieraus folgt,
dafs, wenn ein bestimmter Haken durch seine Nadel P so gehoben wird, dafs sein Ansatz j
in die Bahn des Hebels O einrückt, das Mafs der dem Haken sowie der Traverse M ertheilten
Bewegung von dem bestimmten Haken abhängig ist, welcher gehoben wird. Aus Fig. 5
ist ersichtlich, dafs, wenn der am weitesten nach rechts gelegene Haken gehoben wird, er durch
den Hebel O bei einem bestimmten Ausschlag desselben eine viel gröfsere Bewegung erhält,
als der links in der Figur gelegene Haken, da letzterer dem Drehpunkt des Hebels näher gelegen
ist als ersterer. Man kann also bei dieser Anordnung durch die bestimmte und unveränderliche
Bewegung des Hebels O gröfsere oder kleinere Bewegungen auf die Zahnstange J und
Schraube H übertragen oder dieselben in absoluter Ruhe belassen. Dasselbe gilt von den
unteren Haken JV1, der Traverse L, der Zahnstange / und der Schraube G.
Jeder Hebel O kann ein einfacher Hebel sein; doch ist es vorzuziehen, ihn mit einer
Gleitschiene herzustellen, um eine übermäfsige Reibung zwischen ihm und den Haken, die er
bewegt, zu verhindern.
Zu diesem Zweck sind die Hebel O und.O2
mit Gleitschienen ί versehen, die, parallel zu
den betreffenden Hebeln liegend, in Haltern,, welche an den Hebeln hervortreten, gehalten
werden. Diese Schienen legen sich an Frictionsrollen t an, welche durch den Hebel getragen
werden, so dafs, wenngleich an der Schwingung des letzteren theilnehmend, die Gleitschiene s
eine unabhängig gleitende Bewegung in der Richtung ihrer Länge erhält. Auf diese Weise
kann der Hebel sich selbst dem Contact mit dem betreffenden Haken anpassen, während er
diesen bewegt. Anstatt die Ansätze j in verschiedenen Entfernungen von der Traverse M
anzubringen, können sie auch in einer mit M parallelen Linie liegen, in welchem Falle die
Normalstellung des Hebels O ebenfalls parallel mit der Vorderseite der Traverse M ist.
Wenn die Traverse M durch den Hebel O nach einer Richtung angezogen wird, indem
der Hebel auf einen der Haken N nach der Richtung der Nadel P einwirkt, so wird auch
die Zahnstange J in derselben Richtung verschoben, und nachdem der Hebel O seinen
Ausschlag beendet hat, kann die Traverse M entweder durch Gewichte W, Fig. 6, oder
durch eine Feder in ihre Normalposition zurückbefördert werden. Um die Traverse M während
ihrer hin- und hergehenden Bewegung zu führen und sie in ihrer Richtung zu erhalten,
versieht man sie am besten mit einer festen Achse w2, worauf Zahnrädchen ν sitzen, welche
in festliegende Zahnstangen u eingreifen. Dadurch wird, da genannte Zahnrädchen gleich
sind, dann die Stetigkeit der Bewegung der Traverse gesichert. '
Um die Zahnstangen / und J seitlich zu verschieben, so dafs sie ihre Schraube nach der
erforderlichen Richtung drehen (was nur durch einen positiven Ausschlag des Hebels O gegen
die Nadeln P hin stattfindet, wogegen die Schraube, während genannter Hebel seinen
Rückwärtsausschlag von den Nadeln hinweg macht, in Ruhe verbleibt), ist es erforderlich,
dafs der Mechanismus zur Bewegung der Zahnstangen während, des Rückausschlages des Hebels
O und der Traverse M mit der Zahnstange in gar keinem Eingriff steht, dafs dagegen
während des Vorwärtsausschlages des Hebels die Zahnstange auf derjenigen Seite, die
man im Eingriff zu erhalten wünscht, im Eingriff sich befindet. Weil nun die Lage der
Zahnstangen mit Rücksicht auf das herzustellende
Muster vorher bestimmt werden mufs, so folgt hieraus, dafs das Jacquard-Prisma nebst Nadeln
auch für den Zweck der seitlichen Einstellungen der Zahnstangen in Benutzung zu nehmen ist.
Die Einstellung der Zahnstange J, mit welcher diejenige der Zahnstange / ganz analog
ist, geschieht wie folgt:
An derjenigen Stelle, wo die Zahnstange J das Zahnrad h der Schraube H erfafst, wird
sie von einer Kappe w umschlossen gehalten, die mit verticalen Lappen versehen ist, welche
um die Seiten der Zahnstange herumgreifen, so dafs, wenn man die Hülse seitlich verschiebt,
die Zahnstange folgen mufs. Diese Kappe w ist in gelenkiger Verbindung mit dem kurzen
Arm χ eines Winkelhebels '.S1 und dieser hat
einen Drehpunkt bei y. Der lange Arm dieses Winkelhebels liegt, wie Fig. 2 zeigt, zwischen zwei
Federn d3 und es, die, wenn sie nicht angedrückt
werden, den Arm in seiner Normalposition festhalten, so dafs dann die Zahnstange
mit dem Zahnrad der Schraube nicht im Eingriff steht. Die beiden Federn legen sich mit
ihren äufseren Enden gegen Hebel T und U. Ersterer hat bei /3 seinen Drehpunkt und steht
auf derselben Drehachse mit einem Hebel ^3,
Fig. 2 c, durch eine Kupplung in Verbindung. Dieser Hebel g 3 ist mit einer Stange h3 verbunden
und diese mit dem Hebel O.
Der Hebel U hat bei z3 seinen Drehpunkt
und steht durch einen ähnlichen Kupplungsmechanismus mit einem Hebel/3 in Verbindung,
welcher auch mit genannter Stange hz verbunden ist. Die Kupplungen sind derart, dafs sie
die Hebel g3 und /3 veranlassen, nur während
des Ausschlages des Hebels O die Positionen der Hebel T und U zu beeinflussen. Während
der Vorwärtsbewegung des Hebels O wird der Hebel S durch einen Sperrhaken »3 in gesenkter
Position gehalten. Dieser Sperrhaken trifft gegen die Seite des Hebels, Fig. 2 a und 2 b, gleichviel,
ob derselbe nach der einen oder nach der anderen Seite hin schwingt, und es wird derselbe
nicht eher aus der Bahn des Hebels herausgedrückt, bis O seinen Hub beendigt hat.
Alsdann schiebt eine Stange o3, Fig. 9, die an
dem Hebel O sitzt, einen Ansatz oA gegen einen
vortretenden Arm x^ der Spindel wi, welche
den Sperrhaken nz, Fig. 9, trägt, und dadurch wird letzterer aus der Bahn des Winkelhebels S
herausgedrückt, so dafs letzterer zurückschwingen kann. Dies ist bei Beendigung des Ausschlages
des HebelsO nothwendig; denn jetzt und während
des ganzen Rückwärtsausschlages genannten Hebels und der Traverse M mufs die Zahnstange
J aufser Eingriff mit dem Zahnrad h sein, so dafs während dieser Rückwärtsbewegung die
Sticknadel den Stoffrahmen A festliegend findet und während ihres Rückganges der lange Arm
des WinkelhebelsS zwischen den beiden Federn^3
und e3 balancirend erhalten wird. Wenn nun der Hebel O in der in Fig. 2 dargestellten
Pfeilrichtung sich bewegt, so wird die Stange h3
angezogen und die Glieder der Hebel^3 und/3
schwingen um ihre Bolzen, so dafs dadurch einer der Hebel T und U ein wenig aus seiner
Stellung gerückt wird und so ein Zusammendrücken der Feder d3 und es stattfindet.
Die über dem Ende der Musterkarte angeordneten Jacquard-Nadeln p2 verschieben
nun einen der kleinen Winkelhebel Q2, Fig. 8 und 9, und dadurch wird eine der beiden
Stangen R2 und S2 bewegt. Die Stange R2
steht mittelst eines L-förmigen Schlitzes mit einer Klinke /3in Verbindung, und die Stange S2
in gleicher Weise mit einer Klinke m3. Die eine dieser Klinken legt sich gegen den Hebel T,
die anderen gegen den Hebel U, Fig. 2. Diejenige der beiden Stangen R2 S2, die durch die
Hebung ihrer Jacquard-Nadel ß2 sich in der
Richtung des Pfeiles, Fig. 8, bewegt, rückt bei ihrer Verschiebung ihre Klinke von dem Hebel T
oder U (welcher von beiden es gerade ist) herab, so dafs die correspondirende Feder ds oder e3
von ihrem Druck befreit wird, ohne die andere-Feder zu beeinflussen. Alsdann wird der lange
Arm des Winkelhebels 5 nur dem Druck von einer Seite her ausgesetzt sein, dadurch die
Kappe w seitlich nach einer Richtung verschieben und die gewünschte Seite der Zahnstange
mit dem Zahnrad in Eingriff gebracht.
Alles dies findet vor Beginn der Schwingung des Hebels O statt, so dafs während dieser
Schwingung die Zahnstange richtigen Eingriff erhält. Nachdem die Stangen S2 oder R2, wie
beschrieben, ihre Klinken I3 oder m3 verschoben
haben, empfängt die betreffende Stange durch eine vertical gehobene Stange Ri, Fig. 8,
einen schwachen Stofs nach aufwärts hin. Diese Stange Ri liegt auf einem Winkelhebel Si, der
um seinen Bolzen /4 durch Drehen einer auf
der Achse ο sitzenden Kurbel ci, Fig. 9, in
Schwingung versetzt wird. Dadurch wird der in dem L-förmigen Schlitz liegende Stift der
Klinke in eine Linie mit dem horizontalen Schenkel genannten Schlitzes gebracht und einer
Feder »4 auf der Achse, auf welcher die Klinke
schwingt, die Möglichkeit gewährt, die Klinke in ihre Normallage zurückzubewegen, in welcher
sie wiederum einen der Hebel T oder U arretiren wird, sobald der betreffende Hebel durch
die Wirkung der mit den Gliedern g3 und /3
verbundenen Stange h wieder in seine Normallage zurückgebracht worden ist.
In Fig. 7 ist die Einrichtung zum Festhalten der Schrauben G und H zu Ende einer jeden
Vorwärtsschwingung der Hebel O O2 dargestellt.
Diese Einrichtung besitzt zwei Schaltklinken p3 und q3, die so nahe an die Zahnrädern und /2
der Schrauben G und H gelegt sind, dafs sie an die Peripherie genannter Zahnräder gedrückt
werden können. Beide Klinken stehen mit
Claims (2)
1. Bei Heilmann'schen Stickmaschinen eine mit Bezug auf die Zeichnung beschriebene
Bewegungseinrichtung für den Stoffrahmen, dadurch charakterisirt, dafs der Rahmen mit einem Paar Führungschlitten
in Verbindung gebracht ist, die, unabhängig von einander, in ihren eigenen Ebenen
parallel zur Stoffrahmenebene hin- und hergeschoben und vertical oder horizontal in
einer zu ihrer eigenen Richtung schiefen Richtung bewegt werden können, zum Zweck,
die Lage des Stoffrahmens von den Relativpositionen dieser Schlitten abhängig zu
machen.
2. In Verbindung mit einem Stoffrahmen, dessen Relativpositionen von derartigen Schlitten abhängig
gemacht sind, unabhängige Schrauben- und Zahnstangenmechanismen, um auf beide Schlitten eine besondere Bewegung
übertragen zu können, unabhängige Jacquard-Mechanismen
und unabhängige Sätze von Haken, die durch eine correspondirende Jacquard-Nadel besonders gehoben und
dadurch in eine solche Stellung gebracht werden, dafs sie durch einen Operationshebel je einzeln, aber mit ungleichem Mafs
bewegt werden können, wobei die Haken desselben Satzes die ungleiche Bewegimg
auf den Zahnstangen- und Schraubenmechanismus übertragen, welcher mit genanntem Satz Haken correspondirt und der entsprechende
Schlitten um ein gröfseres oder geringeres Mafs bewegt wird.
Bei einer solchen Einrichtung zur Bewegung des Stoffrahmens in Combination mit diesem Rahmen, den Führungsschlitten, den Schrauben zur Bewegung derselben und doppelten Zahnstangen zur Bewegung der Schrauben, sowie mit den beschriebenen Mechanismen zur Uebertragung einer Bewegung auf die Zahnstangen die durch die Jacquard-Vorrichtung beeinflufsten Mechanismen, dazu dienend, die Zahnstangen seitlich einzustellen, um die eine oder andere Seite einer jeden Zahnstange in Eingriff mit ihrem Zahnrädchen zu bringen und dadurch ihre Schraube bei der Vorwärtsverschiebung nach der gewünschten Richtung zu drehen, bei der Rückwärtsverschiebung aber die Zahnstange vollständig aufser Eingriff mit ihrem Rädchen zu setzen, zum Zweck, den Stoffrahmen stillstehend zu erhalten, wenn die Sticknadel in den Stoff eindringt.
Bei einer solchen Einrichtung zur Bewegung des Stoffrahmens in Combination mit diesem Rahmen, den Führungsschlitten, den Schrauben zur Bewegung derselben und doppelten Zahnstangen zur Bewegung der Schrauben, sowie mit den beschriebenen Mechanismen zur Uebertragung einer Bewegung auf die Zahnstangen die durch die Jacquard-Vorrichtung beeinflufsten Mechanismen, dazu dienend, die Zahnstangen seitlich einzustellen, um die eine oder andere Seite einer jeden Zahnstange in Eingriff mit ihrem Zahnrädchen zu bringen und dadurch ihre Schraube bei der Vorwärtsverschiebung nach der gewünschten Richtung zu drehen, bei der Rückwärtsverschiebung aber die Zahnstange vollständig aufser Eingriff mit ihrem Rädchen zu setzen, zum Zweck, den Stoffrahmen stillstehend zu erhalten, wenn die Sticknadel in den Stoff eindringt.
Bei einer solchen Einrichtung zur Bewegung des Stoffrahmens in Combination mit dem
Rahmen, den beschriebenenFührungsschlitten, den Schrauben zur Bewegung derselben und
Zahnstangen zur Drehung der Schrauben die Mechanismen zum Feststellen dieser Schrauben nach jedem wirksamen Hub der
Zahnstangen behufs Arretirung des Stoffrahmens nach jeder 'Einstellung und Vermeidung
von zufälligen Unordnungen am Rahmen, während die Sticknadel im Stoffe
thätig ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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| DENDAT23450D Active DE23450C (de) | Bewegungseinrichtung für den Stoff-Rahmen an heilmann'schen Stickmaschinen |
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|---|---|
| DE (1) | DE23450C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10058199A1 (de) * | 2000-11-23 | 2002-07-11 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Vorrichtung zum Führen eines Antriebsmoments |
-
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- DE DENDAT23450D patent/DE23450C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10058199A1 (de) * | 2000-11-23 | 2002-07-11 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Vorrichtung zum Führen eines Antriebsmoments |
| US6951269B2 (en) | 2000-11-23 | 2005-10-04 | Zf Friedrichshafen Ag | Device for guiding a driving torque |
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