DE439797C - Verfahren bei der Herstellung von Dauer-Proteinschablonenpapier fuer Vervielfaeltigungsapparate - Google Patents
Verfahren bei der Herstellung von Dauer-Proteinschablonenpapier fuer VervielfaeltigungsapparateInfo
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Description
- Verfahren bei der Herstellung von Dauer-Proteinschablonenpapier für Vervielfältigungsapparate. :Neben dem bekannten Wachspapier für Ver@rielfältigungsapparate wird seit vielen Jahren ein Schablonenpapier verwendet, das aus faserigem Japanpapier mit einem im wesentlichen aus Protein bestehenden Belag besteht, der den Schablonenbogen farbundurchlässig macht. Bei der Anfertigung der Schablone muß sich der Belag durch den Anschlag der Schreibmaschinentypen oder durch den Druck des Schreibgriffels oder Schreibrädchens von der Faser verschieben lassen, um an den hierdurch freigelegten Stellen den Farbdurchtritt zu ermöglichen.
- Um diese Plastizität des Belages zu erreichen, setzt man dem Protein erweichende Stoffe zu.
- Es sind Schablonenbogen im Handel, denen Glycerin, Türkischrotöl oder ähnliche im Wasser lösliche Bestandteile zugesetzt werden. Diese Schablonenbogen müssen vor dem Beschreiben noch gründlich mit Wasser befeuchtet werden, um die erforderliche Verschiebbarkeit des Belages zu erzielen. Der Schablonenbogen muß dann im nassen, aufgeweichten Zustande in die Schreibmaschine eingeführt werden, was jedoch nur schwer möb ]ich ist. Durch die Feuchtigkeit dieser Schablonenbogen rosten nicht nur die Schreibmaschinenteile leicht, sondern es lassen sich damit meistens auch nur ungleichmäßige Abzüge herstellen, da die Bogen noch v: ährend der Herrichtung bereits wieder trocken werden und die Verschiebbarkeit des Belages eine ungleichmäßige ist. Aus alldiesen Gründen werden derartige Schablonenbogen heute von der Verbraucherschaft abgelehnt.
- Ferner sind Proteinschablonenbogen bekannt, deren Belag man von vornherein so viel weichmachende Bestandteile in Form von Seifen o. dgl. zuführt, daß in der Regel das Anfeuchten vor dem Beschreiben in Fortfall kommen soll. Durch den Zutritt der Luft verändern sich jedoch diese weichmachenden Mittel derart, daß nach längerem Lagern der Schablonenbogen die Verschiebbarkeit des Belages mehr oder weniger aufgehoben ist. Der Belag haftet in solchen Fällen zu fest an dem faserigen Japanpapier, so daß die Felder bei geschlossenen Buchstaben, wie o, O, e, d, b o. dgl., beim Anschlag der Type mit ausgestanzt "werden und auf den Abzügen als, Kleckse erscheinen.
- Bei beiden aufgezeigten Proteinschablonenarten hat man versucht, das Protein entweder durch Zusatz von Alaun, Kaliumbichromat oder durch eine weitere besondere Behandlung mit Formaldehyd unlöslich zu machen. Dies gelang aber nur zum Teil, und gewisse Vervielfältigungsfarben lassen das Protein w iihrend des Vervielfältigungsprozesses quellen bzw. klebrig werden, wodurch das ausgetiefte Schriftbild allmählich verschwindet und brauchbare Abzüge nicht mehr zu erzielen sind.
- Diese wesentlichen Mängel der Proteinschablonenbogen sollen nach der Erfindung dadurch gänzlich beseitigt. werden, daß die Bogen alsbald nach ihrer Herstellung reit einer geeigneten dünnen elastischen, dem Zwecke entsprechend abgestimmten Schicht abgedeckt werden, die die weichmachenden Bestandteile des Belages vor den schädlichen Einflüssen der Luft schützt. Zweckmäßig umhüllt man den Bogen zur Zeit durch'Eintunken in das verflüssigte Deckmittel, allseitig mit der Deckschicht.
- Durch diese Maßnahme wird eine stets gleichbleibende, vortreffliche Verschiebbar-, des Belages erzielt. Dem Deckmittel können nach' der Erfindung Einwirkungsmittel, die die überzugsmasse beeinflussen sollen, z. B. Härtemittel, zugemischt- werden, so daß sich die beabsichtigten chemischen oder physikalischen Vorgänge in dem Proteinüberzug unter der Deckschicht besonders eindringlich und nachhaltig auswirken können. -Hier-. durch wird die schädliche Einwirkung - gewisser Vervielfältigungsfarben auf die Proteinschablone ebenso restlos verhindert wie das Klebrigwerden der Proteinschicht.
- Die nach diesem Verfahren hergestellten Schablonenbogen lassen sich sowohl mit der Schreibmaschine wie mit der Hand ohne jegliche Vorbereitung gleich gut beschreiben; -sie liefern in bezug auf Schärfe und Deutlichkeit der Urschrift vollkommen gleichwertige Abzüge.. Die Schablonenbogen eignen sich auch besonders zur Herstellung von nach dem neuen Verfahren hergestellten größeren Auflagen von Vervielfältigungen; sie können beliebig lange gelagert werden, ohne sich nachteilig zu verändern.
- Als Deckmittel zur Herstellung der Schutzhaut auf Proteinschablonenbogen eignet sich z. B. Collodiumlösung in entsprechender Konzentration oder Lösungen und Massen von ähnlichen Eigenschaften.
- Verwendet man Collodium zur Herstellung der Deckschicht und beabsichtigt erfindungsgemäß dieser Deckschicht Härtemittel für den Proteinbelag einzuverleiben, so müssen natürlich solche Härtemittel gewählt werden, die sich in einem Äther-Alkohol-Gemisch, dem üblichen Lösungsmittel für Collodium, lösen. Hierzu kann beispielsweise Tannin dienen, auch in Alkohol gelöstes Formaldehyd oder die-unter dem Namen Holzin im Handel befindliche Lösung von Formaldehyd in Methylalkohol. Werden andere Deckstoffe als Collodium verwendet, so richtet sich das zuzusetzende `Härtemittel nach dem hier in Betracht kommenden Lösungsmittel.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren bei der Herstellung von Dauer-Proteinschablonenpapier für Vervielfältigungsapparate o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Proteinschicht des Schablonenpapiers mit einer dünnen elastischen, dem Zweck entsprechend abgestimmten Schutzschicht abgedeckt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Proteinpapier mit der Deckschicht allseitig umhüllt. -
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Deckmittel Collodium oder eine ähnlich wirkende Lösung oder Masse verwendet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Deckmittel Einwirkungsmittel (z. B. Härtemittel) zugemischt werden, die das Protein beeinflussen sollen.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß dem Deckmittel Farbstoffe zugesetzt werden.
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