DE855409C - Verfahren zur Herstellung von Dauerschablonen fuer Vervielfaeltigungszwecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dauerschablonen fuer VervielfaeltigungszweckeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
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- B41N1/24—Stencils; Stencil materials; Carriers therefor
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Dauerschablonen für Vervielfältigungszwecke Die Entwicklung der Dauerschablone für Vervielfältigungszwecke ging über die Wachsschablone und anzufeuchtende Proteinschablone hinweg zu der heute allgemein gebräuchlichen Dauerschablone mit einer Beschichtung des üblichen japanfaserpapieres und seiner Ersatzstoffe mit einem durch geeignete Weichmachungsmittel, wie Olein oderOleinalkoholversetzten Nitrocellulosefilm, wobei die Weichmachungsmittel in solcher Menge zugegen sein müssen, daB der Nitrocellulosefilm die für das Einschneiden des Druckbildes mittels der Schreibmaschine oder Handzeichengeräten erforderliche Weichheit erhält.
- Die nach den bisherigen Verfahren bekannten Dauerschablonen besitzen jedoch nicht die unter allen Bedingungen erforderliche Lagerfähigkeit und auch nicht die erforderliche Ausdauer beim Herstellen höherer Druckauflagen. Die Ursache dafür liegt darin, daß der Nitrocellulosefilm noch das erforderliche Mehrfache seines Gewichtes an Weichmachungsmitteln enthalten mufl, welches mit der Nitrocellulose ein Gel von verhältnismäßig geringer Festigkeit bildet, das verhältnismäßig weich ist, und dafl dadurch, daB ein ÜberschuB an den erforderlichen Weichmachern emulsoid und damit begrenzt stabil in den Nitrocellulosefilm eingelagert ist, die Stabilität dieses Films begrenzt ist. Bei längerer Lagerung der Dauerschablonen neigt diese Emulsion zum teilweisen Zerfallen, was ein Nachlassen des erforderlichen Weichmachungsgrades und damit die Erzeugung eines unvollständigen Druckbildes zur Folge hat. Andererseits sind das notwendigerweise zu verwendende Japanfaserpapier und erst recht seine Ersatzstoffe von ni'clit äüsreichender Festigkeit, um der Beschichtungsmasse aus der gelartigen Nitrocelluloseschicht eine erhöhte Festigkeit zu verleihen.
- Es hat nicht an Versuchen gefehlt, die obenerwähnten Schichtbildner durch andere an sich gute schichtbildende Stoffe zu ersetzen. Diese Versuche, deren eine große Anzahl besonders in der Patentliteratur der USA. beschrieben sind, weisen jedoch entweder dieselben Mängel, wie oben beschrieben, auf oder sie lassen sich überhaupt nicht mit einem aus der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Weichmacher derartig weichhalten bzw. gelieren, wie es für die erforderliche Erzeugung eines Druckbildes nötig ist.
- Völlig neue Wege in der Beschichtung der . Japanfaser zur Erzeugung einer Dauerschäblone, die mit Leichtigkeit die Herstellung eines guten Druckbildes gestattet und die infolge der chemischen Stabilität und der physikalischen Unveränderlichkeit ihrer Beschichtungsmasse eine lange Lagerfähigkeit, bei völlig gleichbleibenden, für eine Dauerschablone charakteristischen Eigenschaften besitzt, werden erfindungsgemäß angezeigt durch Verwendung von. Schicht= bildnern als Beschichtungsmasse, denen alle die erforderlichen Eigenschaften ohne Verwendung eines Vielfachen an Weichmachern eigen sind. Als vorzüglich brauchbar füi- diesen Zweckliaben sich die synthetisch hergestellten Siliciumkohlenwasserstoffe (Organosiliciumverbindungen), wie z. B. Silicone oder Polykieselsäureester, erwiesen. Es handelt sich hierbei um polymere Organosiliciumverbindungen, welche je nach dem Grade ihrer Polymerisation so hergestellt werden können, daB sie ohne Mitverwendting übermäßig großer Mengen an Weichmachern die zur Erzeugung des Druckbildes'erforderl;che Weichheit. besitzen. Die Beschichtung des japanfaserpapiers und seiner Ersatzstoffe geschieht dabei ähnlich wie bei den bekannten Dauerschablonen dadurch, daß man diese Stoffe in geeigneten Lösungsmitteln auflöst und diese Lösungen auf das geeignete Papier aufstreicht. Nach Verdunstung des Lösungsmittels erhält man auf der Faser eine Schicht mit den gewünschten Eigenschaften.
- Eine allen beschriebenen Anforderungen entsprechende Dauerschablone erhält man z. B., wenn man das Faserpapier mit einer Lösung von beispielsweise schichtbildendem Siliconharz vom Dioltypus in einem Lösungsmittel, wie Alkohole, Acetate, Kohlenwasser-Stoffe, oder einer Mischung dieser Lösungsmittel unter Zusatz eines Siliciumkohlenwasserstoffes ölähnlicher Beschaffenheit, z. B. Silicons vom Monoltypus, oder eines anderen geeigneten Weichrhachers beschichtet. Das Verhältnis von schichtbildenden Siliciumkohlenwasserstoffen zu ölähnlichen, weichmachenden Siliciumkohlenwasserstoffen ändert sich mit dem Grade der Geschmeidigkeit des von vornherein schichtbildenden Siliciumkohlenwasserstoffes. Je geschmeidiger, je weicher der ausgebildete Schichtbildner (Siliciumkohlenwasserstoff) ist, um so geringer muß der Anteil des ölähnlichen Siliciumkohlenwasserstoffes sein oder umgekehrt.
- Die vielseitigen Abarten der schichtbildenden Kohlenwasserstoffe lassen unzählige 'Möglichkeiten in der Auswahl bei der Anpassung an die verschiedensten Anforderungen hinsichtlich des Verwendungszweckes der Dauerschablonen zu.
- Beispiel Beschichtungstnässe, bestehend aus einem Siliconharz vom Dioltypus und einem Zusatz von Weichmacher (5 bis 20 °/o), beispielsweise Triphenylphosphat, Siliconöl (Monoltypus) od. ähnl. (Dr. R. Haul, Hbg. »Chemie der Siliconea Ang. Chemie A, 0,9, S. 225 bis 230, Sept. 1948).
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Dauerschablonen fürVervielfältigungszwecke,dadurch gekennzeichnet, daß das in der Herstellung von Dauerschablonen bekannte japanfaserpapier oder seine Ersatzstoffe mit einer schichtbildenden Organosiliciumverbindung (Siliciumkohlenwasserstoff) beschichtet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Organosiliciumverbindungen zwecks Beschichtung des japanfaserpapieres oder seiner Ersatzstoffe in einem geeigneten Lösungsmittel in der für die Beschichtung erforderlichen Konzentration gelöst und so auf das Faserpapier aufgetragen werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß schichtbildende Siliciumkohlenwasserstoffe, wie z. B. Silicone oder Polykieselsäureester, verwendet werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschichtungsmasse ölähnliche Siliciumkohlenwasserstoffe allein oder andere Weichmacher bzw. Gemische von ölähnlichen Siliconen und anderen M'eichmachern zugesetzt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0053904 DE855409C (de) | 1949-09-03 | 1949-09-03 | Verfahren zur Herstellung von Dauerschablonen fuer Vervielfaeltigungszwecke |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE855409C true DE855409C (de) | 1952-11-13 |
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ID=7386749
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|---|---|---|---|
| DE1949P0053904 Expired DE855409C (de) | 1949-09-03 | 1949-09-03 | Verfahren zur Herstellung von Dauerschablonen fuer Vervielfaeltigungszwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE855409C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015824B (de) * | 1955-11-16 | 1957-09-19 | Pelikan Werke Wagner Guenther | Dauerschablone |
-
1949
- 1949-09-03 DE DE1949P0053904 patent/DE855409C/de not_active Expired
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