DE438335C - Anordnung zum Telephonieren und Telegraphieren fuer bereits ausgefuehrte Anlagen mit ruhenden Frequenzumformern - Google Patents
Anordnung zum Telephonieren und Telegraphieren fuer bereits ausgefuehrte Anlagen mit ruhenden FrequenzumformernInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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- H03C—MODULATION
- H03C1/00—Amplitude modulation
- H03C1/08—Amplitude modulation by means of variable impedance element
- H03C1/10—Amplitude modulation by means of variable impedance element the element being a current-dependent inductor
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)
Description
DEUTSCHES RETCH
AUSGEGEBEN AM
16. DEZEMBER 1926
16. DEZEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 438335 -KLASSE 21a* GRUPPE
(G 50205 VIII!s/a4)
mit ruhenden Frequenzumformern.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung für bereits ausgeführte Anlagen mit ruhenden Frequenzumformern,
in deren Gleichstromerregerkreise große Vorschaltdrosseln vorhanden sind, und hat den Zweck, günstigere Bedingungen
für Telephonieren und Telegraphieren durch Änderung der Gleichstromerregung zu schaffen,
und zwar durch Erhöhung der Empfindlichkeit der Anlage gegenüber den Änderungen der
Gleichstromerregung.
Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung die Anlage durch die folgende kombinierte
Maßgabe vervollständigt: erstens wird parallel zur Primärwicklung des zu tastenden Frequenzwandlers
eine Kapazität von solcher Größe angeschaltet, daß der aus dieser Kapazität und der Induktanz des Frequenzwandlers bei normaler
Sättigung zusammengesetzte resultierende Widerstand sich bei Änderung der Gleichstromerregung
stärker ändert als der Widerstand des Frequenzwandlers allein, so daß dadurch die Empfindlichkeit der Anlage gegenüber der
Änderung der Gleichstromerregung erhöht wird (vgl. Patent 420343), zweitens wird, um den
störenden, verzögernden Einfluß der magnetischen Trägheit der großen im Gleichstromerregerkreise
befindlichen Schutzdrossel auszuschalten, die bereits vorhandene Erregerwicklung
des Frequenzwandlers nur für einen konstanten Teil der Hilfserregung benutzt, für das
Tasten und Telephonieren aber in bekannter Weise eine zusätzliche Wicklung verwendet.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Abb. 1
zeigt die bekannte Anordnung für Periodenumformer. Abb. 2, 3 und 4 zeigen Anordnungen
gemäß der Erfindung zum Tasten bzw. Telephonieren. Sämtlichen Abbildungen liegt eine
Schaltung zugrunde, die sich folgendermaßen zusammensetzt. Die Grundwelle wird von dem
Generator 1 erzeugt, der über einen Kondensator 2 mit den Wicklungen 3, 4 des ersten Frequenzumformersatzes
verbunden ist. Die doppelte Frequenz wird in dem Kreise M2 erhalten,
der aus den Frequenzsteigerungsspulen 5, 6, dem Kondensator 7 und den Primärspulen 8
und 9 der zweiten Frequenzsteigerung besteht. In den Spulen 10 und 11 wird die Frequenz M4
erhalten, wobei der abgestimmte Kreis 12 zum Ausfiltern von Oberschwingungen dient. Die
*; Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Mendel Osnos in Berlin.
Gleichstromerregung der Frequenztransformatoren wird durch die Spulen 13 und 14 erhalten,
die mit der Gleichstrombatterie 15 und der Drosselspule 16 zusammengeschaltet sind.
Wollte man bei der in Abb. 1 dargestellten Schaltung durch Beeinflussung des Gleichstromkreises
auf telephonischem oder telegraphischem Wege Nachrichten aussenden, so würde die im ,Gleichstromkreise liegende große
Vorschaltdrossel 16 das schnelle Tasten und noch mehr die den Sprachschwingungen beim
Telephonieren entsprechenden Stromschwankungen behindern. Nun ist es bekannt geworden,
die Gleichstromerregung der Transformatoren derart zu teilen, daß die zum Tasten und Telephonieren erforderliche Energie !
als zusätzliche Erregung besonderen Wick- 1 lungen zugeführt wird, die aus derselben {
Quelle wie die Haupterregung entnommen j werden kann. Hierbei erhält man aber keine j
größere Empfindlichkeit des Zeichengebens, ! d. h. es sind an sich die gleichen Stromände- |
rangen erforderlich, wie wenn die Trennung ' nicht vorhanden wäre. Nach der vorliegenden
Erfindung wird außer der Parallelkapazität zur Primärwicklung der Transformatoren nach
Patent 420343 die getrennte Wicklung für die zusätzliche Erregung der Frequenzsteigererkerne
benutzt. Diese Schaltung ist in Abb. 2 dargestellt. Zum Telegraphieren gilt die Taste
17, während die Änderung der Transformatorerregung
durch die besondere Erregerwicklung
18 bewirkt wird. Durch die Kombination dieser beiden Merkmale erhält man den wichtigen
technischen Effekt, daß man eine große Empfindlichkeit des Zeichengebens erzielt, ohne daß
die magnetische Trägheit der Drossel schädlich wirkt. Man kann daher bei einer ausgeführten
Anlage nach. Abb. 1 nachträglich das Mittel des ,
Patents 420343 zur Anwendung bringen, ohne j an der Anlage zu viel ändern zu müssen. In I
dem Tastkreis nach Abb. 2 liegt ein Widerstand
19 und eine Kondensatordrossel 20, die so aus- i gebildet ist, daß parallel zu der eigentlichen j
Drosselspule 21 ein Kompensationskondensator j 22 geschaltet ist. Die Drosselspule 21 besitzt j
dabei nur wenig oder gar kein Eisen und kann wesentlich kleiner ausgeführt werden, als wenn
der Kondensator nicht vorhanden wäre.
Die Zusatzerregerwicklung 18 müßte nachträglich auf die Kerne aufgebracht werden. Um
diese Änderung einer bereits ausgeführten Anlage zu vermeiden, kann in an sich bekannter
Weise die Sekundärwicklung 10, 11 als zusätzliehe
Erregerwicklung, an Stelle der Wicklung 18-der Abb. 2 benutzt werden. Eine diesbezügliche
Schaltung ist in Abb. 3 dargestellt. Der Tastkreis verläuft von der Batterie 15 über
den Widerstand 19, die Taste 17 zum Anschlußpunkt
23 über den abgestimmten Kreis 12, die Spulen io, 11 zum Anschlußpunkt 24 und von
dort zurück zur Batterie 15. Der Kreis 12 dient außer zum Kurzschließen der Oberwellen
entsprechend Abb. 1 gleichzeitig als kompensierte Drossel. Der Kondensator 25 ist ein
Blockkondensator, der so bemessen ist, daß er für die zu vernichtenden schädlichen Oberwellen
nahezu einen Kurzschluß bildet.
In Abb. 4 ist eine gleichartige Schaltung in der Verwendung für Telephonie dargestellt.
Hier gelangt zur Speisung des Mikrophons 26 eine besondere Batterie 27 zur Anwendung,
die selbstverständlicherweise auch durch die Batterie 15 gebildet werden könnte. Der Mikrophonkreis
steht über dem Telephontransformator 28 mit dem in Abb. 3 beschriebenen Erregerkreis in Verbindung, indem die Sekundärspule
des Transformators 28 an die Punkte und 24 angeschlossen ist.
Claims (5)
- 80 Patentansprüche:i. Anordnung zum Telephonieren und Telegraphieren für bereits ausgeführte Anlagen mit ruhenden Frequenzumformern, in deren Gleichstromerregerkreise große Vorschaltdrosseln liegen, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erhöhung der Empfindlichkeit parallel zu der Primärwicklung des zu tastenden Frequenzwandlers eine geeignete Kapazität gelegt ist und daß für die Beeinflussung eine zusätzliche getrennte Hilf smagnetisierungswicklung vorgesehen ist, um die verzögernde Trägheit der Vorschaltdrossel zu eliminieren.
- 2. Anordnung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Erregung den Sekundärwicklungen (io, 11) des Periodenumformers mitgeteilt wird.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreise der zusätzlichen Wicklung eine kompensierte Drossel eingeschaltet ist.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Elemente der kompensierten Drossel so gewählt sind, daß sie gleichzeitig einen Kurzschluß für schädliche Oberwellen bildet (Abb. 3 und 4).
- 5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Tast- bzw. Mikrophonapparaten ein Blockkondensator (25) geschaltet ist, der so groß ist, daß er für die zu vernichtenden schädlichen Oberwellen nahezu einen Kurzschluß bildet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG50205D DE438335C (de) | 1920-01-30 | 1920-01-30 | Anordnung zum Telephonieren und Telegraphieren fuer bereits ausgefuehrte Anlagen mit ruhenden Frequenzumformern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE438335C true DE438335C (de) | 1926-12-16 |
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Family Applications (1)
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| DEG50205D Expired DE438335C (de) | 1920-01-30 | 1920-01-30 | Anordnung zum Telephonieren und Telegraphieren fuer bereits ausgefuehrte Anlagen mit ruhenden Frequenzumformern |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE438335C (de) |
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1920
- 1920-01-30 DE DEG50205D patent/DE438335C/de not_active Expired
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