DE611548C - Schaltungsanordnung zur Erzielung einer prellungsfreien Kontaktgabe bei Relais, bei denen der Anker unmittelbar den Kontakt schliesst - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erzielung einer prellungsfreien Kontaktgabe bei Relais, bei denen der Anker unmittelbar den Kontakt schliesstInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/02—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
30. MÄRZ 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 4oi
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1927 ab
Sollen irgendwelche Verbraucherkreise durch Relais gesteuert werden, denen, wie
dies z. B. im allgemeinen bei Linienrelais der Fall ist, nur geringe Energiemengen zur Verfügung
stehen, so wurden bisher erst besondere Hilfsrelais durch das Primärrelais aus-=
gelöst, die dann die Verbraucherkreise steuern. Nur so war es möglich, eine zuverlässige
Kontaktgabe in den Verbraucherkrei-
to sen zu erhalten.
Die Erfindung gibt eine Schaltung an, die es ermöglicht, das Hilfsrelais zu sparen, indem
sie durch eine besondere Maßnahme die Kontaktgebung des Primärrelais trotz der geringen
Energie sicher und prellungsfrei genug ausbildet. Dies erfolgt mittels einer Reihenschaltung,
eines Kondensators und einer Hilfswicklung dadurch, daß erfindungsgemäß die Reihenschaltung parallel zur Kontaktstrecke
bzw. zu jeder Kontaktstrecke derart angeordnet ist, daß ein kurzer Entladungsstromstoß des Kondensators im Augenblick
der Kontaktgabe auftritt und in der Hilfswicklung die Wirkung des in der Hauptwicklung fließenden Stromes unterstützt.
Die Wirkung der Schaltung besteht somit darin, daß im Augenblick des Kontaktschlusses ein kurzer und starker Entladungsstrom
des Kondensators, der während der öffnung des Kontaktes durch die Stromquelle des Arbeitskreises
aufgeladen worden ist, durch die Hilfswicklung fließt. Dieser Strom kann durch entsprechende Bemessung des Kondensators
so groß gemacht werden, daß er wesentlich stärker ist als der in der Hauptwicklung
fließende. Der Anker wird dadurch so stark angezogen, daß eine Prellung nicht möglich
ist. Zweckmäßig wird die Hilfswicklung im Vergleich zur, Hauptwicklung nur
mit wenigen Windungen versehen.
Es sind zwar schon Relaisschaltungen bekannt, bei denen eine Hilfswicklung und ein
Kondensator zur Unterstützung des Schaltvorganges vorgesehen sind. Diese Schaltungen
sind jedoch insofern nachteilig, als sie wegen der Verwendung von nur einem Kondensator
das Vorhandensein von zwei Batterien zur Voraussetzung haben. Dies bedeutet
selbstverständlich eine wesentliche Erhöhung der Anlage- und Unterhaltungskosten. Es
liegt ferner in der Eigenart der bekannten Anordnungen, daß die volle Batteriespannung
an den beiden Relaiskontakten liegt. Da bei sehr empfindlicher Einstellung des Relais die
Kontakte so dicht wie möglich aneinandergebracht werden müssen, ist die Gefahr eines
Kurzschlusses der Batterie sehr stark. Im Rahmen der Anmeldung ist es dagegen möglich,
die Schaltungsanordnung so zu treffen, daß die beiden Kontakte das gleiche Potential
haben.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Horst Rassow in Berlin-Friedenau.
An Hand der Zeichnung ist die Erfindung näher erläutert.
Abb. ι zeigt ein Beispiel eines polarisierten Telegraphieempfangsrelais, bestehend aus
einer Hauptwicklung r, einem Anker α und den Kontakten kt und 7e2. Die Verbraucher V1
und v2 und eine Stromquelle b bilden den Arbeitskreis.
Erfindungsgemäß befinden sich nun zwischen α und kt ein Kondensator c und
eine Hilfswicklung H1, zwischen α und Ii2 ein
Kondensator c und eine Hilfswicklung h2. Die
Hilfswicklungen U1 und h2 sind auf den gleichen
Kern aufgewickelt wie die beiden Hauptspulen r, derart, daß sie, von dem Entladungsstrom
von C1 bzw. C2 durchflossen, die Wirkung
des Hauptstromes in jedem Fall unterstützen. Die Wirkung der Schaltung ist derart, daß C1 beim Anliegen von α an k2 von
der Batterie b über V1 und H1 aufgeladen wird.
Bei der Kontaktgabe zwischen α und Ti1 erfolgt
die Entladung von C1 über ku a, Ji1 in
Form eines kurzen, aber starken Stromes. Die Aufladung und Entladung von c2 erfolgt in
analoger Weise.
Die Abb. 2 zeigt die Erfindung in Verbindung mit einem polarisierten Senderelais.
Hierbei liegt zwischen dem Anker α und der Mitte der Batterie eine Telegraphenleitung /
mit einem Empfänger e, während die Klemmen der Batterie b über Widerstände W1
bzw. W2 mit kt bzw. k2 verbunden sind. In
dieser Schaltung bieten die Hilfskreise C1, It1
und C2, h2 außer der Beseitigung des Prellens
noch den Vorteil, daß die Wirkung der Umschlagzeiten des Ankers durch den Stromverlauf
im Arbeitskreise a, V1 e, b, W1 bzw. W2
und k± bzw. k2 herabgesetzt wird. Bekanntlich
fließt in gewöhnlichen Relaisschaltungen während der Umschlagzeit des Ankers im Arbeitskreise kein Strom. Die stromlosen
Zeiten sind dann, zumal bei empfindlich eingestellten Relais, oft von der gleichen Größe
wie die Zeiten, in denen Strom fließt. Durch die Anordnung nach Abb. 2 werden diese
stromlosen Zustände folgendermaßen verringert : Hat, wie gezeichnet, der Anker α an k2
angelegen, so bildet sich im Augenblicke der Trennung von α und k2 zwischen bei den Punkten
eine Spannungsdifferenz vom annähernden Werte der halben Batteriespannung von b.
Dies rührt daher, daß der Anker α während des Kontakts praktisch das Potential des
Minuspoles von b besitzt, während er durch die Trennung über Z und e an das Potential
des Batteriemittelpunktes gelegt wird. Es erfolgt daher eine Aufladung des vorher spannungslosen
Kondensators C2 auf den Wert der halben Batteriespannung, wobei ein Aufladeimpuls
über b, I1 e, U2, C2, k2 und W2 zurück
an den Minuspol von b fließt, also in der gleieben
Richtung wie der Arbeitsstrom während des Kontaktschlusses. In dem gleichen Maße
wie im Augenblick der Trennung zwischen a und k2 eine Aufladung von C2 erfolgt, wird
die am Kondensator C1 liegende Spannung, die vorher etwa gleich der ganzen Batteriespannung
war — C1 lag nämlich über W1 am
Pluspol bzw. über hv a, k2, W2 am Minuspol
von b —·, auf die Hälfte der Batteriespannung herabgesetzt. Denn statt über k2 und W2 mit
dem Minuspol ist α jetzt über I und e mit der
Batteriemitte verbunden. Dadurch entsteht ein Entladeimpuls von C1, der ebenfalls wieder in
der gleichen Richtung über I und s fließt wie
der Aufladeimpuls von C2 und vorher der Arbeitsstrom.
Der Auflade- bzw. der Entladeimpuls für C1 bzw. C2 bewirken also eine Verlängerung
der Flußzeit des Arbeitsstromes, die praktisch die Umschlagzeiten ausfüllt.
Der Auflade- und Entladevorgang im Augenblick der Trennung zwischen α und Iz1 ist dem
oben beschriebenen genau analog.
Die Erfindung ist für alle Verwendungszwecke von Relais, insbesondere polarisierten
Relais, geeignet. Besonders vorteilhaft ist sie für polarisierte Relais in Telegraphiesende-
oder -empfangsschaltungen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zur Erzielung einer prellungsfreien Kontaktgabe bei Relais, bei denen der Anker unmittelbar den ' Kontakt schließt, insbesondere polarisierten Relais, bestehend aus der Reihenschaltung eines Kondensators und einer Hilfswicklung, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihenschaltung parallel zur Kontaktstrecke bzw. zu jeder Kontaktstrecke derart angeordnet ist, daß ein kurzer Entladestromstoß des Kondensators im Augenblick der Kontaktgabe auftritt und in der Hilfswicklung die Wirkung des in der Hauptwicklung fließenden Stromes unterstützt.
- 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung sich auf dem gleichen Kern wie die Hauptwicklung befindet.
- 3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung im Vergleich zur Hauptwicklung einen geringen Widerstand besitzt.
- 4. Schaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung in zwei Hälften unterteilt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES82758D DE611548C (de) | 1927-11-19 | 1927-11-19 | Schaltungsanordnung zur Erzielung einer prellungsfreien Kontaktgabe bei Relais, bei denen der Anker unmittelbar den Kontakt schliesst |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES82758D DE611548C (de) | 1927-11-19 | 1927-11-19 | Schaltungsanordnung zur Erzielung einer prellungsfreien Kontaktgabe bei Relais, bei denen der Anker unmittelbar den Kontakt schliesst |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE611548C true DE611548C (de) | 1935-03-30 |
Family
ID=7510580
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES82758D Expired DE611548C (de) | 1927-11-19 | 1927-11-19 | Schaltungsanordnung zur Erzielung einer prellungsfreien Kontaktgabe bei Relais, bei denen der Anker unmittelbar den Kontakt schliesst |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE611548C (de) |
-
1927
- 1927-11-19 DE DES82758D patent/DE611548C/de not_active Expired
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