-
Relaissehaltung Die Erfindung bezieht sich auf eine Relaisschaltung.
-
Soll ein Relais bei einer ganz bestimmten Spannung zum Ansprechen
oder Abfallen gebracht werden, so ist es erforderlich, daß dasselbe ganz genau justiert
wird. Dieses sucht man nach Möglichkeit zu vermeiden, da die Herstellung solcher
Relais große Schwierigkeiten bereitet, die Relais nach längerem Betrieb -sehr ungenau
arbeiten und in erheblichem Maße Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Man hat
deshalb versucht, die Empfindlichkeit von Relais durch Parallelschalten von Eisenwasserstoffwiderständen
zu erhöhen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die an den Enden eines Eisenwasserstoffwiderstandes
bei einer bestimmten Spannung auftretende plötzliche Spannungsänderung zur sicheren
Innehaltung von ganz bestimmten Spannungsgrenzen zu verwenden. Diese Aufgabe tritt
insbesondere in Ladeeinrichtungen zur Speisung von Fernsprechanlagen auf. In derartigen
Anlagen müssen mit Sicherheit besonders enge Spannungsgrenzen innegehalten werden.
-
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das durch einen am
Eisenwasserstoffwiderstand plötzlich auftretenden Spannungsanstieg zur Wirkung gebrachte
Relais geine eigene Abschaltung und die Anschaltung des Gitters einer Verstärkerröhre
an den 1.#isenwasserstoffwiderstand bewirkt, so daß danach bei plötzlichem Spannungsabfall
am Eisenwasserstoffwiderstand ein Relais im Anodenkreis der Röhre zum Ansprechen
kommt, das die Abschaltung des Gitters und die Anschaltung des ersten Relais an
den Eisenwasserstoffwiderstand*bewirkt.
-
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung ist es möglich, Relais bei einer
bestimmten Spannun- 'sowohl bei allmählichem Anstieg als auch bei allmählichem Sinken
der Betriebsspatinung auf einfache und sichere Weise zum Ansprechen zu bringen.
Da das Ansprechen eines Relais mit größerer Genauigkeit bzwgeringerer Toleratiz
festgelegt werden kanrials das Abfallen, bringt die erfindungsgemäße Anordnung den
großen Vorteil mit sich, daß die bei Spannungsanstieg erzielte Ansprechgenauigkeit
nun auch bei Spannungsabfall gewährleistet ist.
-
Die Verwendung eines Elektronenrohres in der erfindungsgemäßen Anordnung
hat außerdem den Vorteil, daß ein besonders hoher Nebenschlußwiderstand, nämlich
die Röhre, parallel zum Eisenwasserstoffwiderstand liegt. Da Eisenwasserstoffwiderstände
einen
sehr geringen Widerstand haben, tritt bei Schaltungen, bei denen an den Enden eines
Eisenwasserstoffwiderstandes Spannungen abgenommen werden, die Aufgabe auf, dem
parallel zum Eisenwasserstoffwiderstand liegenden Stromkreis einen möglichst hohen
Widerstand zu geben, um möglichst wirksame Spannungsänderungen durch den Eisenwasserstoffwiderstand
zu bekommen.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es sind von der Erfindung nur die zum Verständnis des Erfindungsgedankens erforderlichen
Schaltungseinzelheiten gezeigt worden. Die Erfindung ist auf das Ausführungsbeispiel
nicht beschränkt.
-
Im Ausführungsbeispiel wird der an den Enden des Eisenwasserstoffwiderstandes
auftretende Anstieg oder Abfall der Spannung bei Relais zur Wirkung gebracht, welche
dazu dienen sollen, bei einer bestimmten Höchstspannung eine Batterie an eine Ladestromquelle
und bei einer bestimmten Mindestspannung von dieser abzuschalten.
-
Gemäß der Erfindung wird die Eigenschaft eines Eisenwasserstoffwiderstandes,
in einem bestimmten Spannungsbereich nur einen bestimmten Strom durchzulassen, nicht
ausgenutzt, sondern die Erscheinung, daß an den Klemmen eines Eisenwasserstoffwiderstandes
bei einer Betriebsspannung, welche außerhalb des eigentlichen Spannungsbereiches
des Widerstandes liegt, ein plötzlicher Spannungsanstieg oder bei sinkender Betriebsspannung
ein plötzlicher Spannungsabfall auftritt.
-
Das dem Eisenwasserstoffwiderstand parallel geschaltete Relais muß
einen möglichst hohen Widerstand haben, da sich der Spannungsanstieg an den Klemmen
des Eisenwasserstoffwiderstandes um so mehr verflacht, je kleiner der Nebenschlußwiderstand
ist.
-
In der Zeichnung liegt der EisenwasserstoffwiderstandEW und der WiderstandWi
in einem Stromkreis der aufzuladenden Batterie, und in Abhängigkeit der Batteriespannung
wird dieselbe über den Kontakt 5, an eine Ladestromquelle, welche nicht dargestellt
ist und zu welcher die Leitung io führen möge, geschaltet oder von dieser abgeschaltet.
Bei Re ist eine Doppelgitterverstärkerröhre schematisch dargestellt, deren
Wirkungsweise später beschrieben wird.
-
Wird angenommen, daß die Batterie B aufgeladen wird, der Kontakt
5, also geschlossen ist, so muß bei einer bestimmten Betriebsspannung der
Batterie, welche auf den EisenwasserstoffwiderstandEW zur Wirkung kommt, eine Abschaltung
erfolgen. Durch Einstellen des Widerstandes Wi kann die Kleintnenspannung am Eisenwasserstoftwiderstand
eingestellt werden, bei welcher die weiter oben beschriebene Wirkung ZD2 also bei
ansteigender Spannung eine plötzliche Spannungserhöhung, eintritt. lst diese Spannung
bei der Aufladung der Batterie erreicht, so spricht das an den Klemmen des Eisenwasserstoffwiderstandes
liegende Relais A durch die plötzliche Spannungserhöhung an und schließt
über seinen Kontakt 6" folgenden Stromkreis für das Relais C: Erde, Batterie,
Kontakt 7b, Wicklung des Relais C,
Kontakt 6a3 Erde. Das Relais
C hält sich über seinen Kontakt 4, an Erde und trennt mit seinem Kontakt
5, die Ladeleitung für die Batterie B auf, so daß die Ladung unterbrochen
ist. Durch Auftrennen des Kontaktes i, wird das Relais A zum Abfallen
gebracht, über den geschlossenen Kontakt 2, wird die an den Enden des Eisenwasserstoffwiderstandes
auftretende Spannung auf das Gitter der Doppeelgitterröhre Re geleitet. Der Kontakt
3, schließt den Heizstromkreis für die Verstärkerröhre, und über den Kontakt
8,
wird ein Teil des Widerstandes Wi kurzgeschlossen, so daß dadurch für den
Eisenwasserstoffwiderstand der Spannungspunkt, bei welchem seine Wirkung eintreten
soll, niedriger gelegt wird. Dies erfolgt aus dein Grunde, da die Wiederanschaltung
der Batterie an die Ladestromquelle bei der Mindestspannung der Batterie erfolgen
muß.
-
Ist die Spannung der Batterie durch die Entladung bis zu diesem Punkt
gesunken, so tritt amhisenwasserstoffwiderstand ein plötzlicher Spannungsabfall
auf, welcher im Gitter der Verstärkerröhre, in welcher durch die erhöhte Gittervorspannung
ein Anodenstromfluß nicht möglich war, zur Wirkung kommt. Der nun auftretende Anodenstrom
wird auf die Wicklung des Relais B wirksam, das Relais B öffnet seinen Kontakt
7b und bringt dadurch das Relais C, dessen Haltestromkreis geöffnet
wird, zum Abfallen, Das Relais C schließt nunmehr die Ladeleitung, und die Aufladung
der Batterie erfolgt von neuem.
-
Die Anordnung einer Röhre ist aus dem Grunde vorgenommen worden, um
den Spannungsabfall zum Ansprechen eines Relais und nicht zum Abfallen zu benutzen.
-
Es ist hierdurch eine selbsttätige Anordnung für die Aufladung von
Batterien geschaffen worden und eine An- bzw. Abschaltung der Batterie von der Ladestromquelle
in ganz bestimmten Spannungsgrenzen möglich.