DE43758C - Verfahren und Apparat zum Weichen von Gerste - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Weichen von Gerste

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DE43758C
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barley
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pipe
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K. BERNREUTHER und WlLH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/02Pretreatment of grains, e.g. washing, steeping

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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

AISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. December 1887 ab.
In der Zeichnung sind in Fig. 1 und 2 Verticalschnitte von bei dem neuen Weichverfahren in Anwendung kommenden Weichen gezeichnet. An ihren konischen Böden ist unten beim Ablauf ein mit einem Seiher versehener Sammelkasten b angeordnet, der nach unten in beliebiger, bekannter Weise geschlossen ist. Von diesem Sammelkasten geht ein weites Rohr c vertical nach oben und mündet in der Höhe des erforderlichen Wasserstandes. In diesem Rohr mündet unten ein Injector d mit Wasser und Lufteinführung.
Der Boden der Weiche ist mittelst eines Regulirschiebers e gegen den Sammelkasten derart abgeschlossen, dafs durch seine Stellung mehr oder weniger Gerste in den letzteren gelangen kann, /ist der Ablauf für schmutziges Wasser mit Hähnen fl. Die Rohre f2fs verbinden diesen Ablauf mit dem Reservoir g.
Das Weichverfahren ist nun folgendes: Die Gerste wird eingeweicht, Hahn fl ist dabei geschlossen, damit das Wasser in der Weiche die durch den Ablauf im Reservoir bestimmte Höhe in der Weiche annehmen kann. Der alsdann in Thätigkeit gesetzte Injector erzeugt in dem Rohr c eine Strömung von unten nach oben, welche in ihrer Stärke beliebig regulirt werden kann. Ist nun der Regulirschieber e geöffnet, so wird die in den Sammelkasten fallende Gerste in die Höhe durch Rohr c gehoben und wieder in die Weiche hineinfallen. Hierbei waschen sich die Körner durch gegenseitige Reibung. Das unreine Wasser läuft durch die Rohre ff3 ab. Die leichte Gerste schwimmt oben und kann daher sofort entfernt werden. Das continuirliche Heben und Bearbeiten der Gerste findet ungefähr 2 bis 5 Stunden statt, sodann wird durch Oeffnen des Hahnes fl das nunmehr stark schmutzige Wasser abgelassen und durch frisches Wasser aus beliebiger Leitung ersetzt. Das zweite Wasser wird alsdann nicht mehr abgelassen, bis nach 2 bis 3 Tagen 2/3 der Quellreife erreicht ist. In einem Zwischenraum von 8 bis 12 Stunden wird in der Zwischenzeit die Gerste in der oben beschriebenen Weise durch die Thätigkeit des Injectors mehrere Stunden bearbeitet.
Nun beginnt die Nachweiche bei abgelassenem Wasser. Nach 8 bis 12 Stunden ' wird die Gerste wieder unter Wasser gesetzt j und von neuem durch den Injector gehoben, worauf bei abgelassenem Wasser die Nachweiche fortgesetzt und dann eben beschriebene Manipulation wiederholt wird bis zur Beendigung der Quellweiche. In den Perioden, während welchen die Weiche kein Wasser enthält, wird das Weichgut durchlüftet, und zwar in folgender Weise: Der Regulirschieber wird geschlossen, so dafs die Gerste nicht in den Sammelkasten sinken kann. Erstere ist, ebenso wie der untere Rohrstutzen c', perforirt.
Wird das Hauptrohr c etwas in die Höhe gezogen, so wird die Perforirung des Stutzens c1 frei. Man kann nun von oben Luft einpressen oder man setzt den Injector in Thätigkeit. Dadurch wird in letzterem Falle im Sammelkasten ein luftverdünnter Raum hergestellt, so dafs frische Luft von oben durch die Weichmasse dringen mufs.
In Fig. 2 sind die Wasserrohre flf* parallel mit den Weichwandungen angeordnet, und erhält das Hauptrohr Doppelwandung mit Röhrchen c2 c2, damit das vom Injector nach oben geführte, noch ziemlich reine Wasser sofort wieder nach unten fliefsen und eventuell sogleich wieder in Verwendung kommen kann. In diesem Falle wäre die Circulation des Wassers im Weichgefäfs von oben nach unten eine geringe.
Damit bei Weichen mit flachem Boden eine regelmäfsige Bewegung der Gerste vor sich geht, kann man, wie aus Fig. ι ersichtlich, ein durchlochtes Wasserrohr i einsetzen und durch die Wasserzufuhr das Getreide continuirlich nach unten schaffen. Auch können zu demselben Zwecke schräge, durchlochte Bleche k k, Fig. 2, eingesetzt werden. Statt eines Hauptrohres in der Mitte der Weiche können auch mehrere angewendet werden. Auch können zwei oder mehrere Weichen ein einziges Injectorrohr erhalten, wie z. B. in Fig. 3 schematisch gezeichnet ist. In diesem Falle kann die Gerste von Weiche A entnommen und oben in die Weiche B geschafft werden, und umgekehrt, wobei nur für entsprechende Anordnung von Abschlufsschiebern gesorgt zu werden braucht.
Die Vortheile des neuen Weichverfahrens sind wesentlich folgende:
Jedes Getreidekorn wird vom Wasser energisch bespült und aufserdem abgerieben. Dadurch werden alle Unreinigkeiten entfernt, ebenso die Extractivstoffe, welche dem Bier einen unangenehm bitteren Geschmack ertheilen. Diese lösen sich nicht sofort, sondern mit zunehmender Vergröfserung des Kornes. Durch das Aufarbeiten mittelst des Injectors pressen sich bei zunehmender Quellreife und Vergröfserung des Kornes die Körner nicht zusammen, sondern werden immer aufgelockert, um so der Luft und dem Wasser vollständig freien Zutritt zu geben. Dies ist bei den bekannten feststehenden Weichen nicht der Fall, da das Weichgut sich beim Quellen fest zusammenprefst und daher der Luft und dem Wasser wenig Zutritt läfst.
Nach dem Einweichen werden sofort durch die Thätigkeit des Injectors und die dadurch verursachte Bearbeitung der Körner die Unreinlichkeiten derselben entfernt und dadurch sehr an Wasser gespart.
Durch die fortwährende Lagenänderung der Körner wird eine viel gleichmäfsigere Quellreife erzielt. Eine Verletzung des Kornes ist selbst im höchsten Stadium der Quellreife ausgeschlossen.
Die während des Processes entwickelte Kohlensäure wird sofort ausgestofsen und das Weichgut intensiv mit Luft in Berührung gebracht.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Das Verfahren zum Weichen der Gerste oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dafs das am Boden des Weichgefäfses in einen Sammelbehälter abfliefsende Getreide mittelst eines Injectors continuirlich nach oben in das Gefäfs oder in ein damit in Verbindung stehendes anderes geführt wird, wobei ein intensives Reinigen der Körner, Befeuchten und Lüften derselben und Veränderung ihrer gegenseitigen Lage ohne Anwendung mechanischer Hülfsmittel erreicht wird.
    Eine Einrichtung zu dem in Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahren, bestehend in der Anordnung des durch einen durchlochten Regulirschieber vom Weichgefäfsboden getrennten Sammelkasten b und dem mit einem Injector versehenen Rohr c.
    Hierzu ι äihiU Zeichnungen.
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