DE43560C - Apparat zum Messen des "Woflrendements - Google Patents
Apparat zum Messen des "WoflrendementsInfo
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- DE43560C DE43560C DENDAT43560D DE43560DA DE43560C DE 43560 C DE43560 C DE 43560C DE NDAT43560 D DENDAT43560 D DE NDAT43560D DE 43560D A DE43560D A DE 43560DA DE 43560 C DE43560 C DE 43560C
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G17/00—Apparatus for or methods of weighing material of special form or property
- G01G17/02—Apparatus for or methods of weighing material of special form or property for weighing material of filamentary or sheet form
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1887 ab.
Die vorliegende Erfindung hat einen Apparat zur genauen Bestimmung des Rendements der
Wolle zum Gegenstande. Hierbei ist zu bemerken, dafs der Weltwollhandel mit dem
Worte »Rendement« das procentuale Ergebnifs von 100 kg roher Wolle nach der Wäsche
bezeichnet.
Mit diesem Apparat wird jedoch schon der Werth des Vliefses, ohne seine Wolle zu verändern
oder einem Waschprocefs zu unterziehen (mit Bezug auf das Rendement), bestimmt, und es wird so in erster Linie dem
Schafzüchter ein Mittel an die Hand gegeben, schon im Voraus, d. h. vor dem Verkauf, den
Werth seiner Wolle erfahren zu können.
In ähnlicher Weise kann der Apparat dem Wollhändler und dem Fabrikanten zur Werthschätzung
der Wolle vor der Wäsche dienen.
Die Rendementziffer bestimmt den Werth der Wolle und ist deshalb für Züchter, Händler
und Fabrikanten von grofser Wichtigkeit, da sich hieraus schon von vornherein ein bestimmter
Schlufs auf die Ergiebigkeit der Wolle ziehen läfst, was um so wichtiger ist, da ja im
Wollhandel die Wolle nach dem Rendement gekauft wird.
Nachdem das Rendement der Wolle vor der Wäsche bisher blos annähernd durch fachmännische
Schätzung bestimmt werden konnte, wobei diese Annäherung kaum bis auf 1 pCt.
reicht und die Praxis überhaupt nur in ganzen Procenten rechnet, so kann es nicht Zweck des
vorliegenden Apparates sein, diese Rendementziffer mathematisch genau zu bestimmen, um
so mehr, als das hierbei in Frage kommende Material, die Wolle, infolge ihrer Ungleichmäfsigkeit
in den einzelnen Theilen eine solche Bestimmung nicht zuläfst und dieser Apparat
wissenschaftlichen Untersuchungen nicht zu dienen hat.
Das Vorgehen zur Bestimmung des Rendements der Wolle mittelst des nachstehend
beschriebenen Apparates gliedert sich in zwei Theile:
ι. Die Bestimmung des absoluten Gewichtes der zu prüfenden Wolle. Dies geschieht durch
Abwägen der Wollmenge (gewöhnlich eines Vliefses oder eines Theiles desselben) auf einer
gewöhnlichen Waage.
2. Die Ermittelung des Cubikinhaltes dieser gewogenen Wollmenge.
Hierbei mufs vorausgeschickt werden, dafs man, um überhaupt von einem Cubikinhalte der
Wolle sprechen zu können, das Wollquantum durch Druck verdichten mufs, und zwar verfährt
man in der Weise, dafs die in einem Cylinder befindliche Schafwolle comprimirt wird,
und zwar durch einen Druck von 160 kg pro 1 qdm (genau 161 kg), wobei die Höhe der
comprimirten Wolle eine constante Gröfse ist (32 mm, genau 32,47 mm). In dem Mafse, als
die Säulenhöhe wächst, mufs auch der Druck wachsen, so dafs bei zweimal 32 mm der Druck
zweimal 160 kg pro 1 qdm ist u. s. w.
Die Kolbenfläche erhält dabei für die Praxis am vortheilhaftesten einen Durchmesser von
200 mm (genau 198,4).
Auf einem am Kolben befestigten Mafsstabe ist-ersichtlich, wie viel Säulenhöhen die unter
dem Kolben befindliche comprimirte Wolle hat.
Dividirt man die gefundene Höhe durch 32 mm (genau 32,47), so erhält man die Anzahl
Säulenhöhen. Da nun die Querschnittsfläche des Cylinders so gewählt wurde, dafs sie, multiplicirt mit einer Säulenhöhe, den
Raum eines Cubikdecimeters giebt, so repräsentirt die Theilung am Mafsstabe zugleich Cubikdecimeter.
Dividirt man das unter 1. bestimmte absolute Gewicht der Wolle durch die gefundene Anzahl
Cubikdecimeter, so ergiebt sich das Gewicht eines Cubikdecimeters oder sozusagen
das specifische Gewicht der gemessenen Wolle.
In einer Tabelle werden nun die jeweiligen specifischen Gewichte und die denselben entsprechenden
Rendementziffern, in Procent ausgedrückt, zusammengestellt.
Diese Rendementziffern bestimmt man vorher ein für allemal auf die bisher übliche Weise
durch den Waschprocefs.
Aus der Tabelle ergiebt sich nun für irgend ein gefundenes specifisches Gewicht sofort das
demselben entsprechende Rendement.
Der Erfinder hat zahlreiche Proben für die Richtigkeit seines Apparates gemacht, indem er
nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren das specifische Gewicht der Wolle und aus der
Tabelle das Rendement derselben bestimmt hat, hierauf dieselbe dem Waschprocefs unterzogen
und hieraus das Rendement bestimmt hat, welches jedesmal vollkommen mit dem zuerst durch den Apparat angegebenen übereinstimmte.
Der zur Ausführung des vorbeschriebenen Verfahrens dienende Apparat besteht im wesentlichen
aus einem Cylinder, in welchem ein gewogenes Wollquantum durch einen Prefskolben
verdichtet wird; dieser Cylinder steht auf dem Lastarm des Hebelsystemes einer Waage, ist aber derart frei aufgehängt, dafs
blos der Druck der comprimirten Wolle auf die Waage wirken kann. Der Kraftarm dieser
WTaage ist als Gleitbahn für ein Laufgewicht construirt,
welches durch einen Schnurlauf, wie später näher beschrieben werden soll, mit dem
Kolben derart verbunden ist, dafs es in eben dem Mafse, als der Kolben im Cylinder sich
herunterbewegt (sich also das Volumen unter dem Kolben verringert), auf der Gleitbahn
immer mehr gegen den Drehpunkt des Kraftarmes rückt, d. h. an einem immer kleineren
Hebelarm wirkt.
Die Waage wird im Gleichgewicht sein, wenn der Druck der comprimirten Wolle auf
das Hebelsystem gleich ist dem auf einem bestimmten entsprechenden Punkte der Gleitbahn
stehendem, durch die Hebelübersetzung multiplicirten
Laufgewicht.
Die Hebelverhältnisse sind bei diesem Apparat derart gewählt, dafs ein Laufgewicht von 3 kg,
auf dem Theilstrich 1 des Kraftarmes bezw. der Gleitbahn stehend, einem Druck von 500 kg
gleichkommt, auf Theilstrich 2 stehend, von zweimal 500 kg u. s. w. Dann zeigt aber auch
der Mafsstab, welcher am Kolben angebracht ist und das Volumen unter dem Kolben angiebt,
für den ersten Fall 1 qdm Volumen, für den zweiten 2 qdm u. s. f.
Befindet sich also ein beliebiges Wollquantum im Cylinder, so wird dasselbe ' so
lange comprimirt, bis an der Waage Gleichgewicht ist. In dem Augenblick giebt aber
ein Signalapparat das Haltezeichen, die Pressung ist vollendet.
In den beiliegenden Zeichnungen ist dieser Apparat dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht; der Cylinder
und einige mit ihm verbundene Theile sind wegen Raummangels abgebrochen gezeichnet.
Fig. 2 ist eine Draufsicht desselben,
Fig. 3 eine Vorderansicht; der Cylinder theilweise aufgebrochen, um den Kolben zu zeigen.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen im vergröfserten Mafsstabe die an der Gleitbahn angebrachte
Knaggenauslösung und den Signalapparat.
Fig. 7, 8, 9 und 10 sind schematische Darstellungen , welche die vier Stellungen des
Apparates während des Gebrauches zeigen.
Fig. 11 und 12 zeigen das Hebelsystem der
Waage in Aufrifs und Draufsicht.
Fig. 13 ist eine Ansicht,
Fig. 14 eine Draufsicht und
Fig. 15 ein Querschnitt der Gleitbahn mit
dem Laufgewicht.
Fig. 16 und 17 zeigen in Vorder- und Seitenansicht
diejenigen Theile, welche den Schnurlauf zur Verbindung des Kolbens mit dem Laufgewicht bilden.
Fig. 18 und 19 sind Draufsichten auf die
beiden an der Schraubenspindel befestigten Führungsplatten.
Fig. 20 und 21 sind Vorder- und Seitenansicht derjenigen Theile, welche zur stabilen
Aufstellung des Cylinders nothwendig sind.
Fig. 22, 23 und 24 zeigen in der Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht den Zusammenhang
der Theile B, Hund Q und deren Zusammenwirken.
Der Cylinder A, in welchem die Wolle comprimirt wird, steht frei auf dem Haupthebel
B der Waage B B1 B*p2 und wird in
seiner verticalen Lage durch später zu beschreibende Vorrichtungen erhalten, wobei er
jedoch aus derselben herausgedreht werden kann. Er ist unten mit einem im Scharnier
sich öffnenden Deckel α (s. Fig. ii) verschlossen,
welcher eine Schneide al besitzt, die auf dem Haupthebel B der Waage aufruht.
Im Cylinder A lä'fst sich durch die Schraubenspindel D mittelst Handrades E der
Kolben C (Fig. 3) auf- und abbewegen, welcher, da er nicht abgedichtet zu sein braucht, statt
der Kolbenliderung blos mit Reinigungsbürsten b versehen ist. Die Schraubenspindel D ist in
bekannter Weise drehbar eingesetzt und hat ihr Muttergewinde in einem Bügel F, welcher
in zwei seitlichen Führungsstangen c c gehalten wird; an diesen sind gegabelte Zugstangen GG
(Fig. 20 und 21) aufgehängt, welche in den Zughaltern H auf gleiche Weise befestigt sind.
Die Zughalter HH haben den Zug aufzunehmen, welchen die zusammengeprefste Wolle auf die
Zugstangen G G durch den Bügel F äufsert. Der Cylinder hat oben zwei Reifen mit Führungen,
welche auf die Stangen c c aufgeschoben werden, so dafs der Cylinder hierdurch vollkommen
frei aufgehängt erscheint, sich aber trotzdem um die Punkte X und Y der Zugstangen
G G drehen kann. ■
Zur stabilen Aufstellung des Cylinders dienen einerseits die Kniegelenke k k, um ein Pendeln
nach der Längsseite des Apparates zu verhindern, andererseits die seitlichen Stützen i i,
um ein Schwanken in der Querrichtung zu vermeiden. Die Gelenke k k sind im Punkt ν
am Behälter, im Punkt w an den Zugstangen drehbar befestigt und im Scharnier 0 zusammenlegbar.
Die beiden Theile des Kniegelenkes werden durch den federnden Haken e im geöffneten
Zustande erhalten.
Die seitlichen Stützen i i sind vor Aufstellung des Cylinders in den an den Zugstangen
G G befestigten Haken i1 P gehalten;
beim Aufstellen werden die Verlängerungsstangen ρ ρ herausgezogen, in die Lager q q
eingesteckt und durch Schrauben j j festgestellt.
Aufserdem sind zur Erhöhung der Stabilität noch die Federn u u angebracht. Die an der
Schneide α1 sitzenden cylindrischen Zapfen,
welche vor Aufstellung des Cylinders oberhalb der S-förmig gebogenen Enden der Federn uu
liegen (in Fig. 20 punktirt gezeichnet), werden durch Herausdrehen des Cylinders um Punkt X
aus seiner verticalen Lage und Zurückbewegen in die Verticale unter die Federn u u gebracht
(Fig. 1) und schützen hierdurch gegen Pendeln um Punkt X. Sämmtliche Theile sind symmetrisch
zu beiden Seiten des Cylinders angeordnet.
Das Hebelsystem der Waage (im. Detail in Fig. 11 und 12 sichtbar) besteht aus dem
Haupthebel B B, dessen beide Theile B durch die Querstangen ql und q2 verbunden sind
und ihren Stützpunkt auf Sehneiden des Quersteges Q. haben; in den Punkten Z (Fig. 1)
ruht die Schneide α : des Cylinderdeckels a
auf; ferner aus dem um Punkt 1 drehbaren Hebel B1B1 und dem um Punkt 2 drehbaren
Hebel B2B2. Diese drei Hebel sind durch
Scharniere drehbar mit einander verbunden. Die Hebel B2 B2 sind an ihren freien Enden
durch ein mit Kernen versehenes Querstück / verbunden, welche Kerne auf die Gleitbahn L
wirken.
Diese (im Detail in Fig. 13, 14 und 15 dargestellt)
ist wie das Hebelsystem symmetrisch zur Linie x-x, Fig. 12 und 14, angeordnet
und besteht aus zwei im Querschnitt rechtwinkligen Schienen, auf welchen sich ein Laufgewicht
P bewegen kann. Die Gleitbahn wird durch die Ständer sl s2 s3 getragen und besteht
aus zwei Theilen: einem beweglichen, um Punkt 3 drehbaren Stück p2 und einem festen
Theil pl. Der Theil p2, ein einarmiger Hebel,
ruht auf den Kernen des Querstückes / am Hebel B2 B2 und bethätigt das Hebelsystem
durch das auf ihm bewegliche Gewicht P. Der andere Theil p1 hat blos als Führung des Gewichtes
zu dienen und ist deshalb fest auf s2 und s3, weil, wenn das Gewicht P beispielsweise
in der Nähe von s3 sich befände, auf die Gleitbahn eine zu grofse Belastung geäufsert
und dadurch eine stärkere Dimensionirung ' derselben erforderlich würde. Dies ist aber
unnöthig, da stets nur so viel Wolle (die eines Vliefses) im Cylinder verdichtet wird, dafs ihr
Druck immer ausgeglichen wird, so lange sich das Gewicht noch auf dem beweglichen Theilp2
der Gleitbahn befindet.
Beide Theile p2 und pl können durch die
Knagge K verbunden werden. Bewegt sich das Gewicht P vom Drehpunkt 3 weg, so
schaltet es die Knagge, sobald es diese passirt, ein, und p2 ist festgestellt. Bewegt es sich dagegen
vom festen Theil auf den beweglichen, so stöfst ein Anschlag bl am unteren Theil
des Gewichtes gegen die Knaggen K, löst sie aus, und die Gleitbahn p2 ist beweglich. Das
Gewicht bewegt sich nun so lange weiter, bis der Druck der verdichteten Wolle im Cylinder,
bei Z auf den Hebel B wirkend, gleich ist dem durch die Hebelverbindung vervielfältigten Druck
des Gewichtes P; im nächsten Augenblick überwiegt der Druck der Wolle, hebt den einarmigen
Hebel p2 mit dem Gewicht und bethätigt dadurch zugleich den Signalapparat.
Dieser, in Fig. 4 bis 6 in Ansicht, Unteransicht und Querschnitt dargestellte Signalapparat
besteht aus einer an der Stange n1 befestigten Signalscheibe n; die Stange n1 ist
mit einer Schraubennuth 5 versehen, in welche ein an dem beweglichen Theil p2 der Gleitbahn
befestigter Dorn t eingreift, der beim Heben der Gleitbahn in der Schraubennuth
sich hebt, hierdurch diese und damit die Signalscheiben η η dreht (auf Halt stellt).
Die Haupthebel B der Waage ruhen, wie oben beschrieben, auf den Schneiden eines
Quersteges Q. auf, welcher, wie in Fig. 22 bis 24 dargestellt ist, durch die Zughalter H
hindurchgeht. Hierdurch wird erreicht, dafs der bei der Pressung der Wolle auf die Zughalter
durch Bügel F und Zugstangen G ausgeübte Zug und der auf den Hebel B ausgeübte
Druck gegenseitig ausgeglichen werden.
Um das Laufgewicht P auf der Gleitbahn L bewegen und diese Bewegung zu der des Kolbens
in eine bestimmte Beziehung bringen zu können, müssen der Kolben C und das Gewicht
P auf passende Weise mit einander verbunden werden. Dies geschieht durch den in Fig. 16 und 17 dargestellten Schnurlauf, der
ebenfalls zur Linie x-x und zur Cylinderachse symmetrisch angeordnet ist.
Die endlose Schnur^ läuft von der Schraube ■{
aus zu beiden Seiten auf die an der Schraubenspindel D befestigte obere Führungsplatte f,
durch Löcher in derselben herunter zu den federnden Schnurführungen /;, welche an den
Zugstangen G befestigt und durch eine Querstange verbunden sind (Fig. 20 und 21), geht
hier zwischen zwei Rollen derselben durch, an der Aufsenseite des Cylinders herab, über die
Rollen der Schnurführung m, die am Behälter befestigt ist; von da läuft sie horizontal und
geht durch eine Bohrung im Gewicht P (Fig. 1 5), welches durch Flügelschrauben c1 c1 mit der
Schnur fest verbunden werden kann. Die Schnur y läuft weiter über die am Behälter
befestigte Rolle r2 zurück, passirt einen Ausschnitt im Gewichtskasten P, geht parallel zurück
zur Führung m, parallel hinauf zur Führung h und von da über zwei am Bügel F
angebrachte Rollen r1 an der Innenseite des Cylinders nach abwärts, über die Rollen r an
der unteren Führungsplatte fl und vereinigt
sich wieder.
Die beiden in Fig. 18 und ig dargestellten
Führungsplatten f und fl sind durch die
Stäbe dd verbunden und tragen den Mafsstab g, welcher den jeweiligen von Wolle erfüllten
Raum unter dem Kolben volumetrisch (in Cubikdecimetern) angiebt. Wird die Schraubenspindel
mit dem Kolben ganz herausgedreht, so zeigt der Mafsstab die gröfste Zahl Cubikdecimeter,
und das Laufgewicht steht am äufsersten Ende des festen Theilesp1 der Gleitbahn L
über s3.
In dem Mafse, wie der Kolben C nach abwärts bewegt wird, geht das Gewicht infolge
der Verbindung durch den Schnurlauf gegen den Drehpunkt 3 hin, passirt die Knaggen und
macht hierdurch p'2 beweglich, bis endlich der Druck der geprefsten Wolle gleich ist dem
Druck des Gewichtes und sich die Signale auf »Halt« stellen; am Mafsstab g liest man nun
ab, wie viel Cubikdecimeter Raum die Wolle, welche unter einem Druck von 160 kg auf je
ι qdm pro 32 mm Säulenhöhe gebracht ist, erfüllt.
Die Handhabung und Wirkungsweise des Apparates ist mit Bezug auf die schematischen
Fig. 7 bis 10 folgende:
Nachdem der Cylinder in die Arbeitsstellung, Fig. 7, gebracht und stabil gemacht worden
ist, wird er aus seiner verticalen Stellung herausgedreht in die Stellung Fig. 8 und die vorher
gewogene Wolle eines Vliefses eingeführt. Dann wird er in die Arbeitsstellung zurückgedreht
und die Pressung vorgenommen, worauf er in die Stellung Fig. 9 gedreht, der Deckel geöffnet
und die Wolle durch Herabdrehen der Spindel, ohne sie zu zerreifsen, leicht herausgebracht
wird.
Nach Vollendung der Manipulation wird der Apparat in die Ruhelage, Fig. 10, gebracht und
ist dann zum Transport geeignet.
Claims (2)
1. Ein Apparat zur Bestimmung des WoIlrendements,
bestehend aus einem frei um die Punkte X und Y drehbar aufgehängten
Cylinder A, in welchem die Wolle durch einen Kolben C zusammengeprefst wird, in
Verbindung mit einem Hebelsystem B BlB2p2,
auf dessen Kraftarm ein mit dem Kolben durch einen Schnurlauf in Verbindung stehendes Gewicht P wirkt, während auf
seinen Lastarm der Druck der geprefsten, Wolle wirkt, zu dem Zwecke, den auf die
im Cylinder enthaltene Wolle ausgeübten Druck stets proportional dem Wollvolumen
zu gestalten.
2. Bei dem in Patent-Anspruch 1. gekennzeichneten
Apparat:
a) eine Signalvorrichtung, bestehend aus einer stellbaren Scheibe η, deren
Stange n1 mit einer Schraubennuth versehen ist, welche ein in dieselbe
eingreifender Dorn t in dem Augenblick dreht, wo der dem jeweiligen Wollvolumen entsprechende Druck erreicht
wird, Fig. 4, 5 und 6;
b) die Verbindung eines Cylinders A, Kolbens C und Schraubenspindel D
mit einem Bügel F, an dem die in den Zughaltern H befestigten Zugstangen
G derart angehängt sind, dafs der Cylinder zwischen denselben frei aufgehängt ist und der Druck der geprefsten
Wolle direct auf das Hebelsystem BB1 B2p'2 übertragen werden
kann, Fig. 1 und 3;
cj der endlose Schnurlaufy (Fig. 16 und 17),
welcher das Gewicht P mit dem Kolben C zu dem Zwecke verbindet, den
durch das Gewicht P mittelst des Hebelsystems auf den Cylinder ausgeübten
Druck proportional dem Abstand des Kolbens C vom Cylinderdeckel
α zu gestalten;
d) die Verbindung der Zugstangen G mit den Kniegelenken k und den seitlichen Stützen i zum Zwecke der stabilen Aufstellung des Cylinders, ohne die Drehbarkeit desselben um die Punkte X und Y zu verhindern, Fig. 20 und 21; die Anbringung des Quersteges Q, welcher die entgegengesetzt wirkenden Kräfte, nämlich den Druck der geprefsten Wolle auf die Haupthebel B und den Zug der Zughalter .H aufnimmt und ausgleicht, Fig. 22, 23 und 24.
d) die Verbindung der Zugstangen G mit den Kniegelenken k und den seitlichen Stützen i zum Zwecke der stabilen Aufstellung des Cylinders, ohne die Drehbarkeit desselben um die Punkte X und Y zu verhindern, Fig. 20 und 21; die Anbringung des Quersteges Q, welcher die entgegengesetzt wirkenden Kräfte, nämlich den Druck der geprefsten Wolle auf die Haupthebel B und den Zug der Zughalter .H aufnimmt und ausgleicht, Fig. 22, 23 und 24.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43560C true DE43560C (de) |
Family
ID=318872
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43560D Expired - Lifetime DE43560C (de) | Apparat zum Messen des "Woflrendements |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43560C (de) |
-
0
- DE DENDAT43560D patent/DE43560C/de not_active Expired - Lifetime
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