DE4339103C2 - Schuhsohle - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schuhsohle, insbesondere für
Sportschuhe, mit mindestens einem Sohlenteil gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der EP 0 387 505 A1 ist eine Schuhsohle bekannt, bei der
zur Verbesserung der Dämpfung und Rückstellkraft der Schuh
sohle ein elastischer, kompressibler Wabenkörper in die
Zwischensohle einsetzbar ist. Die einzelnen Wabenzellen sind
gasdicht abgeschlossen, so daß der Wabenkörper als Gas
federung dient. Nachteilig ist hierbei, daß der Wabenkörper
nur aufgrund seiner Materialelastizität und dem Knick
verhalten seiner Wabenstege eine bestimmte, nicht veränder
bare vertikale Kompressibilität aufweist und neben den
Materialien für Lauf-, Zwischen- und Brandsohle ein weiteres
Material für den Wabenkörper benötigt wird. Unter Umständen
besteht die Sohle dann aus vier verschiedenen Materialien.
Weiter ist aus der DE 33 05 160 A1 eine aus Lauf- und Brand
sohle bestehende Schuhsohle eines Sportschuhs bekannt, bei
der ein Staucheffekt auf die innen liegende Brandsohle beim
Biegen der Schuhsohle vermieden wird. Dazu ist die Laufsohle
rippenartig ausgestaltet, so daß sie ein fortlaufendes aus
Wellenbergen und Wellentälern bestehendes Wellenband bildet,
denn dadurch läßt sich die Laufsohle beim Biegen der Schuh
sohle ziehharmonikaartig in Laufsohlenrichtung verlängern,
womit eine Stauchung der Brandsohle verhindert wird. Die
bekannte Schuhsohle hat keine über die Materialelastizität
hinausgehenden Dämpfungseigenschaften in Vertikalrichtung
und übt keine Rückstellkraft aus.
Das deutsche Gebrauchsmuster DE 87 15 023 U1 zeigt einen
Schuh mit einer Zwischensohle, an der eine Laufsohle an
liegt. Die Laufsohle weist dabei im Ballenbereich auf ihrer
Oberseite Vertiefungen auf, die mit Dämpfungselementen
ausgefüllt sind. Im Fersenbereich der Laufsohle ist eine
einen Absatz bildende Abstufung vorgesehen, so daß ein
Freiraum zwischen der Zwischensohle und der Laufsohle gebil
det ist, der mit einer dämpfenden Zwischenschicht ausgefüllt
ist. Die Unterseite der Laufsohle ist in bekannter Weise mit
vorspringenden Profileleinenten versehen.
Die WO 90/06699 A1 zeigt eine weitere Schuhsohle, die Biegenu
ten in einem Teil der Laufsohle aufweist, der im Ballenbe
reich angeordnet ist. Diese Biegenuten verlaufen dabei S-för
mig quer zur Sohlenlängsrichtung und überlappen sich
nicht. Zur Verbesserung der Dämpfung der Sohle im Ballenbe
reich ist ein Einsatzteil vorgesehen, das eine sowohl in
Sohlenlängs- als auch in Sohlenquerrichtung wellenförmige
Struktur aufweist. Zur Einstellung der Biegeelastizität und
der Dämpfung werden bei diesem bekannten Schuh unterschied
liche Sohlenteile verwendet.
Die US-PS 45 23 393 zeigt einen Sportschuh mit einer Sohle,
die eine Laufsohle, eine Brandsohle, und einen sandwichartig
dazwischen im Fersen- oder Absatzbereich angeordneten Zwi
schenschichtkörper umfaßt. Auf der Unter- und Oberseite des
Sohlenteils sind nutartige, gerade Vertiefungen angeordnet,
die senkrecht zur Sohlenlängsrichtung verlaufen und von
denen in einigen Ausführungsbeispielen die auf der Oberseite
vorgesehenen Vertiefungen gegenüber denen auf der
Unterseite auf Lücke versetzt sind. Die in dem federnden und
elastischen Zwischenschichtkörper vorgesehenen Vertiefungen
sind zu den Seitenwänden des Zwischenschichtkörpers hin
offen, um eine Zerstörung des Zwischenschichtkörpers durch
eingeschlossene Luftkammern zu vermeiden. Die in den Vertie
fungen befindliche Luft, die bei einer Komprimierung des
Zwischenschichtkörpers ausströmt, soll sich dabei als eine
Art von Luftpuffer verhalten, um Stoßenergie zu absorbieren
und nach außen zu leiten.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der
Erfindung, unter Beibehaltung einer geringen Sohlendicke
eine Verbesserung der Dämpfung und Rückstellkraft der Schuh
sohle zu erreichen, sowie eine einstellbare Biegeelastizität
und eine unabhängig davon einstellbare Elastizität in Verti
kalrichtung bei geringem Gewicht der Sohle zu ermöglichen.
Dabei soll eine möglichst geringe Anzahl verschiedener
Materialien zum Einsatz kommen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Durch die parallel verlaufenden und auf Lücke versetzten,
nutartigen Vertiefungen auf Ober- und Unterseite des Sohlen
teils ergibt sich eine verbesserte Dämpfung und Rückstell
kraft der Schuhsohle, ohne daß dadurch die Sohlendicke
erhöht ist. Dies ist besonders wichtig bei Sportschuhen, da
bei diesen ein guter Federungskomfort erwünscht ist, wobei
die Sohlendicke möglichst gering zu halten ist. Eine große
Sohlendicke würde die inneren und äußeren Fußgelenkbänder
bei extremen Bewegungen stark belasten, da sich durch den
erhöhten Abstand vom Boden zum Gelenk ein großer Hebelarm
ergibt, wodurch bei abrupten seitlichen Bewegungen, wie sie
beim Tennis oder Ballspielen auftreten, das Verletzungsrisi
ko an den Sprunggelenken erhöht ist.
Durch Form und Tiefe der auf Lücke versetzten nutartigen
Vertiefungen läßt sich die Elastizität des Sohlenteils in
Vertikalrichtung einstellen. Dabei werden die elastischen
Eigenschaften des Sohlenteils hauptsächlich durch Verbiegen
des zwischen den auf Lücke versetzten Vertiefungen liegenden
Sohlenmaterials bewirkt und nicht, wie bei herkömmlichen
Schuhsohlen, durch einfaches Stauchen des Materials.
Unabhängig von der Vertikalelastizität kann durch den Ver
lauf der Vertiefungen die Biegeelastizität des Sohlenteils
verändert werden, da die Elastizität in Vertikalrichtung,
also die für die von der Schuhsohle bewirkte Dämpfung ver
antwortliche Druckelastizität durch die Form und Größe der
Vertiefungen beeinflußt werden kann, während die Biegeela
stizität in Sohlenlängs- und querrichtung durch den mehr
oder weniger stark gekrümmten bogenförmigen Verlauf beein
flußt wird.
Bei der Erfindung werden keine zusätzlichen Materialien
verwendet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Günstige Biegeeigenschaften ergeben sich aus den Ausgestal
tungen nach Anspruch 2 oder 3.
Nach Anspruch 4 können die Vertiefungen auch im Mittelfuß
bereich vorgesehen sein, wobei sie dann im wesentlichen in
Sohlenlängsrichtung verlaufen, da in diesem Bereich eher
eine Biegeelastizität um eine parallel zur Sohlenlängsrich
tung liegende Achse gewünscht ist. Ebenso ergeben derartige
Vertiefungen eine vorteilhafte Torsions-Weichheit im Mittel
fußbereich.
In den Ausführungsformen nach den Ansprüchen 6 und 7 bildet
das die Vertiefungen aufweisende Sohlenteil gleichzeitig die
Laufsohle. Vorteilhafterweise sind dann die unterseitigen
Vertiefungen Bestandteil des Laufsohlenprofils, wobei die
Vertiefungen im Ballenbereich quer zur Sohlenlängsrichtung,
im Mittelfußbereich längs und im Fersenbereich kreis- oder
teilkreisförmig verlaufen. Dadurch erhält man die gewünschte
Biegeelastizität im Ballenbereich quer und im Mittelfußbe
reich im wesentlichen parallel zur Sohlenlängsrichtung.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform bei der das
Sohlenteil eine zwischen einer gewöhnlichen Laufsohle und
einer Brandsohle liegende Zwischensohle bildet.
Vorteilhaft ist die Zwischensohle im Randbereich ver
tiefungsfrei und die Laufsohle mit der Zwischensohle ver
klebt, wodurch die nutartigen Vertiefungen an der Unterseite
der Zwischensohle zusätzlich als Gasfedern dienen.
In einer Ausführungsform der Erfindung können die Vertiefun
gen in einem Sohleneinsatzstück vorgesehen sein, das in das
Sohlenteil einsetzbar ist. Dadurch ergibt sich die Möglich
keit, durch verschiedene Einsätze die Elastizität der Sohle
zu bestimmen.
Weiter ist es beispielsweise günstig die Vertiefungen auf
der Oberseite schmal auszugestalten, damit die Brandsohle
eine große Auflagefläche hat und so nicht in die Vertiefun
gen im Laufe der Zeit durch die Belastung mit dem Fuß einge
drückt wird.
Mit den Ausführungsformen nach den Ansprüchen 15 bis 17 läßt
sich die Vertikalelastizität des Sohlenteils unterschiedlich
ausgestalten und einstellen. Durch eine größere Vertikal
elastizität ergibt sich ein komfortableres Tragegefühl im
Schuh durch Vermeidung von Druckstellen an der Fußsohle.
Die Vertiefungen an der Oberseite können Teil eines Ventila
tionssystems sein, bei dem Luft aus der Atmosphäre von einem
mit der Atmosphäre verbindbaren und durch Druckbelastung
elastisch verformbaren Raum über Luftführungskanäle zu den
oberseitigen Vertiefungen transportiert wird und von dort
durch die luftdurchlässige Brandsohle in das Schuhinnere
gelangt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schuh, bei dem die erfindungsgemäße
Schuhsohle im Schnitt entlang der Linie I-I
gemäß Fig. 2 dargestellt ist,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den vorderen Teil der
Zwischensohle eines weiteren Ausführungsbei
spiels,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Unterseite der
Laufsohle einer weiteren Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt einen Sportschuh 10 mit einer Schuhsohle 12
bestehend aus einer Laufsohle 14, einem Sohlenteil 15, das
eine Zwischensohle 16 bildet und einer Brandsohle 18, wobei
die Unterseite 20 der Zwischensohle 16 mit der Laufsohle 14
und die Oberseite 22 mit der Brandsohle 18 verbunden ist.
Die Zwischensohle 16 weist im Ballenbereich 24 auf der Ober- und
Unterseite 22, 20 zueinander parallel verlaufende
nutartige Vertiefungen 26 und 28 auf, die bogenförmig verlaufen, von denen die auf
einer Seite 22 bzw. 20 der Zwischensohle 16 liegenden
Vertiefungen 26 bzw. 28 zu denen auf der anderen Seite 20
bzw. 22 der Zwischensohle 16 liegenden Vertiefungen 28 bzw.
26 auf Lücke versetzt sind. Dadurch erhält die Zwischensohle
16 im Ballenbereich 24 im wesentlichen eine wellenartige
Form.
Die Vertiefungen 26 und 28 verlaufen im wesentlichen quer
zur Sohlenlängsrichtung. Die Vertiefungen 26 und 28 können
jedoch auch im Mittelfußbereich 30 vorgesehen sein, wobei
sie dann vorzugsweise in Sohlenlängsrichtung verlaufen.
Bei Druckbelastung der Zwischensohle 16 beim Aufsetzen des
Fußes wird das zwischen den auf Lücke versetzten Vertiefun
gen 26 und 28 liegende Zwischensohlenmaterial verformt, so
daß im Extremfall die Laufsohle 14 und die Brandsohle 18 mit
Böden 32 der Vertiefungen 26 und 28 in Berührung kommen. Die
Zwischensohle 16 wirkt im Ballenbereich 24, also im Bereich
der Vertiefungen 26 und 28, wie eine Aneinanderreihung von
Biegefedern, wobei vorteilhafterweise die Vertiefungen 26
der-Oberseite 22 mit den auf Lücke versetzten Vertiefungen
28 der Unterseite 20 überlappen, wodurch auch gewährleistet
ist, daß sich im gesamten Ballenbereich mindestens ein Luft
polster unter dem Fuß befindet.
Dabei ist die Elastizität der Zwischensohle 16 abhängig von
der Größe und Form der Querschnitte der Vertiefungen 26 und
28. Durch große Querschnitte wird die Sohle weicher, da bei
Belastung weniger Material verformt wird, wohingegen
kleinere Querschnitte eine größere Härte der Zwischensohle
16 bewirken. Aus diesem Grunde befinden sich die Vertiefun
gen 26 und 28 mit den größten Querschnitten in den Bereichen
der Zwischensohle, in denen eine größere Weichheit der
Schuhsohle 12 benötigt wird, beispielsweise in der Mitte des
Ballenbereichs 24, wobei die Nuttiefe der Vertiefungen 26
und 28 etwa 30% bis 70% der Dicke der Zwischensohle 16
beträgt. Die Nuttiefe hängt auch von dem verwendeten
Material ab. Bei Verwendung von weicherem Material bei
spielsweise müssen die Vertiefungen 26 und 28 flacher sein
als bei einem härteren Material, um eine etwa gleiche
Elastizität in vertikaler Richtung zu erhalten. Zum Zehen
bereich bzw. Mittelfußbereich hin weisen die Vertiefungen
einen kleineren Querschnitt auf.
Des weiteren kann die Härte und die Federelastizität in
vertikaler Richtung der Zwischensohle 16 durch die Form der
Querschnitte beeinflußt und damit eingestellt werden.
Insbesondere können die Querschnitte, rechteckig, kreisseg
mentförmig, dreieckig oder trapezförmig sein, wobei die
Nutwände 34 der Vertiefungen 26 und 28 nach innen konver
gieren. In Fig. 1 sind die auf der Oberseite 22 der
Zwischensohle 16 liegenden Vertiefungen 26 kreissegmentför
mig und die an der Unterseite 20 liegenden Vertiefungen 28
trapezförmig.
Es ist sinnvoll, die oberseitigen Vertiefungen 26 schmal
auszugestalten, da sonst die weiche Brandsohle 18 im Laufe
der Zeit durch die Belastung mit dem Fuß in die Vertiefungen
26 eingedrückt würde und sich so die Vertiefungen in der
Brandsohle "abzeichnen". Dies würde ein Benutzer des Schuhs
10 als unangenehm empfinden. Die unterseitigen Vertiefungen
28 hingegen können breiter ausgeführt sein, da die Laufsohle
14 nicht so weich wie die Brandsohle 18 ist und sich somit
nicht in die Vertiefungen eindrücken kann.
Ist eine geringere Biegeelastizität der Zwischensohle 16
erwünscht, verlaufen die Vertiefungen 26 und 28 bogenförmig,
wobei der Krümmungsmittelpunkt in Richtung des
hinteren Schuhendes 36 liegt, wie in Fig. 3 gezeigt. Dies
bewirkt dann eine Versteifung der Zwischensohle 16. Über den
Krümmungsradius kann somit die Biegeelastizität der Zwi
schensohle 16 eingestellt werden und zwar getrennt von der
durch die Querschnitte der Vertiefungen 26 und 28 einstell
baren Härte und Federelastizität in vertikaler Richtung.
Vorzugsweise ist die Zwischensohle 16 mit der Laufsohle 14
und der Brandsohle 18 verklebt. Wenn nun die Zwischensohle
16 auf ihrer Unterseite 20 im Randbereich 38 vertiefungsfrei
ist, kann bei Druckbelastung der Zwischensohle 16 die Luft
aus den Vertiefungen 28 nicht entweichen, wodurch diese eine
Art Gasfeder bilden. Durch Einstellen eines bestimmten
Luftdruckes in den Vertiefungen 28 ist die Härte und
Elastizität der Gasfedern einstellbar.
Ebenso ist es vorzugsweise vorgesehen, den Randbereich 38
auf der Oberseite vertiefungsfrei zu lassen. Die oberseiti
gen Vertiefungen 26 bilden dann gemäß dem Ausführungsbei
spiel nach Fig. 1 ein Teil eines Ventilationssystems,
das im wesentlichen aus einer Ansaugöffnung 40, einem
elastisch verformbaren Pumpenraum 42, einer Auslaßöffnung
44, Luftführungskanälen 48 und den oberseitigen Vertiefungen
26 besteht.
Beim Aufsetzen der Ferse wird die Ansaugöffnung 40 ver
schlossen und der elastisch verformbare Pumpenraum 42 durch
die Druckbelastung der menschlichen Ferse komprimiert,
wodurch die Luft über die Auslaßöffnung 44, die Luftfüh
rungskanäle 48 in die Vertiefungen 26 gepreßt wird. Damit
die Luft in das Schuhinnere gelangen kann, weist die
Brandsohle im Bereich der Vertiefungen 26 Löcher oder eine
Perforation auf. Beim Anheben der Ferse wird die Ansaugöff
nung 40 geöffnet und der Fersenbereich der Zwischensohle 16
entlastet, wodurch der komprimierte Pumpenraum 42 sich
wieder erweitert und dabei Luft über die Ansaugöffnung 40
eingelassen wird. Dabei verhindert ein nicht dargestelltes
Rückschlagventil eine Rückströmung der Luft.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel bildet das Sohlenteil
15, in dem die Vertiefungen 26 und 28 eingebracht sind, die
Laufsohle 50. Die unterseitigen Vertiefungen 28 sind dann
Bestandteil eines Laufsohlenprofils 52, das in Fig. 3 in
der Draufsicht dargestellt ist. In diesem Ausführungsbei
spiel bilden die unterseitigen Vertiefungen 28 das gesamte
Laufsohlenprofil 52. Dabei verlaufen die Vertiefungen 26 und
28 im Ballenbereich 24 quer zur Sohlenlängsrichtung, wodurch
die gewünschte Biegeelastizität quer zur Sohlenlängsrichtung
erreicht wird, im Mittelfußbereich 30 im wesentlichen
parallel zur Längsrichtung, um die gewünschte Biegeelastizi
tät parallel zur Längsrichtung zu erreichen, und im Fersen
bereich ist ein kreis- und/oder teilkreisförmiger, konzen
trischer Verlauf der Vertiefungen 26 und 28 vorgesehen,
wodurch keine Richtung einer bevorzugten Biegeelastizität
ausgezeichnet ist. In den jeweiligen Teilbereichen der
Schuhsohle, nämlich Ballen-, Mittelfuß- und Fersenbereich
verlaufen die Vertiefungen 26 und 28 parallel zueinander.
Auch die Zwischensohle 16 kann den in Fig. 3 dargestellten
Verlauf der Vertiefungen 26 und 28 aufweisen.
In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
kann das erfindungsgemäße Sohlenteil aus mehreren Lagen
bestehen, wobei jede Lage die auf Lücke versetzten Ver
tiefungen auf ihrer Ober- und Unterseite aufweist. Wenn die
Ausnehmungen auf den sich berührenden Seiten der jeweils
benachbarten Lagen zueinander fluchten, weist das aus diesen
übereinanderliegenden Lagen gebildete Sohlenteil dann im
Querschnitt horizontale Reihen von parallel verlaufenden
Ausnehmungen auf, wobei die Reihen gegeneinander auf Lücke
versetzt sind.
Vorzugsweise besteht das Sohlenteil 15 aus einem geschäumten
Kunststoffmaterial, das beispielsweise Polyethylen, Polypro
pylen, Polybutan, Polyamid, Polyurethan, Ethylen-Vinyl-Ace
tat oder Polyvinylchlorid sein kann.
Claims (18)
1. Schuhsohle, insbesondere für Sportschuhe, mit mindestens
einem Sohlenteil (15, 16, 50), das auf der Ober- und
Unterseite (22 bzw. 20) zumindest in einem Teilbereich
zueinander parallel verlaufende, nutartige Vertiefungen
(26, 28) aufweist, von denen die auf der Oberseite (22)
des Sohlenteils (15, 16, 50) liegenden nutartigen Vertie
fungen (26, 28) zu denen auf der Unterseite (20) liegen
den auf Lücke versetzt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest im Ballenbereich (24) die nutartige Ver
tiefungen (26, 28) bogenförmig verlaufen.
2. Schuhsohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Krümmungsmittelpunkt der bogenförmigen, nutartigen
Vertiefungen (26, 28) im Bereich des hinteren Sohlen
endes (36) liegt.
3. Schuhsohle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die nutartigen Vertiefungen (26, 28) im
Ballenbereich (24) im wesentlichen quer zur Sohlenlängs
richtung verlaufen.
4. Schuhsohle nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Bereich des Mittelfußes vorgesehene
Vertiefungen (26, 28) im wesentlichen in Sohlenlängs
richtung verlaufen.
5. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (26, 28) im
Fersenbereich kreis- und/oder teilkreisförmig verlaufen.
6. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenteil (15) eine
Laufsohle ist, wobei die unterseitigen Vertiefungen (28)
Bestandteil eines Laufsohlenprofils sind.
7. Schuhsohle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die unterseitigen Vertiefungen (28) im gesamten Bereich
der Laufsohle (50) vorgesehen sind.
8. Schuhsohle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sohlenteil (15) eine zwischen
einer Laufsohle (14) und einer Brandsohle (18) liegende
Zwischensohle (16) bildet.
9. Schuhsohle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zwischensohle (16) mit der Laufsohle (14) verklebt
ist.
10. Schuhsohle nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zwischensohle (16) mit der Brandsohle
(18) verklebt ist.
11. Schuhsohle nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zwischensohle (16) im Rand
bereich (38) vertiefungsfrei ist.
12. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenteil (15, 16, 50)
ein Sohleneinsatzstück umfaßt, in dem die Vertiefungen
(26, 28) vorgesehen sind.
13. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnitte der auf der
einen Seite des Sohlenteils (15, 16, 50) vorgesehenen
Vertiefungen (26, 28) zu denen auf der anderen Seite
desselben unterschiedlich sind.
14. Schuhsohle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite der Vertiefungen (28) an der Unterseite (20)
größer ist als die Breite der Vertiefungen (26) auf der
Oberseite (22) des Sohlenteils (15, 16, 50)
15. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (34) der Vertie
fungen (26, 28) senkrecht zum Sohlenteil (15, 16, 50)
nach innen konvergieren.
16. Schuhsohle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die oberseitigen Vertiefungen (26) sich mit den unter
seitigen Vertiefungen (28) überlappen.
17. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nuttiefe der Vertiefun
gen (26, 28) etwa 30% bis 70% der Dicke des Sohlenteils
(15, 16, 50) beträgt.
18. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenteil (15, 16, 50)
aus einem geschäumten Kunststoffmaterial besteht.
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| DE4339103A DE4339103C2 (de) | 1993-11-16 | 1993-11-16 | Schuhsohle |
Publications (2)
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