DE433793C - Verfahren zum Erzielen eines in der Staerke regulierbaren UEberzuges von Schutzmetall auf Draehten, Bandeisen u. dgl. - Google Patents
Verfahren zum Erzielen eines in der Staerke regulierbaren UEberzuges von Schutzmetall auf Draehten, Bandeisen u. dgl.Info
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
11. SEPTEMBER 1926
11. SEPTEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 433793 KLASSE
48 b GRUPPE
(G 62565 VI\48b)
Walter Goswin in Ihmert b. Iserlohn, Westf.
auf Drähten, Bandeisen u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erzielen eines in der Stärke regelbaren
Überzuges von Drähten, Bandeisen u. dgl. mit Schutzmetall, insbesondere Zink und Zinn, aus einem feuerfesten flüssigen
Bade. In bekannter Weise werden Drahtoder Bandeisenstränge mit einem Schutzüberzug
aus anderen Metallen, insbesondere Zink oder Zinn, dadurch versehen, daß sie durch ein
feuerflüssiges Bad aus diesen Stoffen fortlaufend hindurchgezogen werden, wobei einesteils
der Strang von einer Haspel gerollt und, nachdem er das Bad und die übrigen Vorrichtungen
passiert hat, im fertigen Zustand auf einer Haspel wieder aufgerollt wird. Hierbei
wird der Strang durch Rollen oder Walzen in das Metallbad gedrückt. Der das Metallbad
verlassende Strang nimmt zur Ebene des Metallbades eine geneigte Lage ein und passiert unmittelbar oberhalb des Metallbades
einen Abstreifer, durch welchen die noch flüssigen Schutzmetallteile abgestreift und in
das Bad zurückgeführt werden. Durch dieses bekannte Verfahren können nur sehr dünne
43879B
Schutzmetallüberzüge erzielt werden, welche häufig für den Verwendungszweck des Drahtes
bzw. des Bandeisens auf die Dauer nicht ausreichen.
Die Erfindung strebt an, mittels der bekannt gewordenen Einrichtung und durch entsprechende
Änderungen verschieden dicke Metallüberzüge auf den Draht- bzw. Bandeisensträngen
erzielen zu können. ίο Das Verfahren nach der Erfindung besteht
darin, daß der das feuerflüssige Metallbad verlassende Strang senkrecht hochgeführt
wird, wobei das dem Strange anhaftende noch flüssige Metall sich gleichförmig auf der
Fläche des wandernden Stranges verteilt, worauf dann erst der Strang eine zum Spiegel
des Metallbades höher oder tiefer einstellbare Abstreifvorrichtung bekannter Art
passiert, welche die überschüssigen Metallmengen wegnimmt. Hierbei ist aber je nach
dem Abstande des Abstreifers vom Badspiegel, also je nach der Länge des Weges, die
Schutzmetallschicht mehr oder weniger erstarrt, so daß der Abstreifer nur noch die 1
Aufgabe hat, das zwar noch plastische, je- j doch nicht mehr flüssige Schutzmetall zu glät- ;
ten. Hierbei wird der Abstreifer je nach dem Abstande vom Flüssigkeitsspiegel mehr oder [
weniger überschüssiges Material von den Strängen abnehmen, wodurch eine verschieden '
starke Schichtenbildung des Schutzmetalls ! erreicht wird. - J
Die Zeichnung zeigt ein beispielsweises Anwendungsbild des Verfahrens.
Von einer Reihe parallel nebeneinander ge- ' schalteter Draht- oder Bandeisenhaspeln a
werden in bekannter Weise parallele Stränge b gleichzeitig durch ein feuerflüssiges Metallbad
c, das in einer Wanne d angerichtet ist, j hindurchgeführt. Es genügt, ferner stets nur j
von einem Strange zu sprechen, weil ja bei ' einer Mehrzahl derselben stets nur die gleiche
Behandlungsweise eintritt. Der Strang b wird über Leitrollen oder Leitwalzen e und f, !
welche auf der dem Haspel benachbarten i Wannenwand oder sonstwie zweckmäßig an- |
geordnet sind, zu einer im feuerflüssigen Me- ! tallbad liegenden Walze h geführt, welcher !
zweckmäßig in gleicher Höhe in der Nähe ■ der gegenüberliegenden Wannenwand eine ■
gleiche Walze Ii zugeteilt ist, die den Strang aufnimmt und diesem mit der ersten Walze
eine gestreckte Bahn im Bade gibt, und von ί welcher dann der Strang zu einem Abstreifer
geführt wird. Statt Walzen können selbstverständlich auch Einzelrollen Anwendung
finden. Die Walzen h sind an drehbar ge-■ lagerte Hebel g angeschlossen und können
durch einen außerhalb des Bades angeordneten, bequem zugänglichen Hebelarm / aus dem
Bad herausgeschwenkt werden, um neue Stränge außerhalb des Metallbades in die vorgesehene
Zwangsführung bringen zu können. Vron der zweiten Walze h aus wird der
Strang b senkrecht hochgeführt und zunächst durch eine Abstreifvorrichtung k, dann über
eine Walze I zu dem Aufwickelhaspel m geleitet,
welch letztere zwangsweise in Umdrehung versetzt wird. Der Weg des Stranges ist durch Pfeile in der Zeichnung gekennzeichnet.
Durch das von dem bekannten Verfahren abweichende senkrechte Hochführen des Stran-.
ges nach dem Verlassen des Schutzmetallbades wird erreicht, daß das dem Strange anhaftende
flüssige Schutzmetall sich gleichmäßig auf der Fläche verteilt. Der Abstreifer k, dessen Wangen regelmäßig in bekannter
Weise aus Kork bestehen, ist in senkrechter Richtung verstellbar angeordnet, so daß danach der Weg des Stranges vom Me-.
tallbadspiegel bis zur Abstreifvorrichtung verschieden lang gemacht werden kann. Je nach
der Länge des Weges erstarrt das Schutzmetall mehr oder weniger, ehe es zum Abstreifer
gelangt, der dann je nach dem Er- *5 starrungsgrade mehr oder weniger Schutzmetall
abstreift oder aber auch schließlich nur noch eine Glättung des Schutzmetalls herbeiführen
kann. Man hat es somit in der Hand, auf diesem einfachen, jedoch höchst zweckmäßigen
Wege dem Strange einen mehr oder weniger starken Überzug zu verleihen.
Claims (1)
- P ATENT- An spru ch :Verfahren zum Erzielen eines in der Stärke regulierbaren Überzuges von Schutzmetall auf Drähten, Bandeisen u. dgl., insbesondere von Zink und Zinn, aus einem feuerflüssigen Bade, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht- oder Bandeisenstrang beim Verlassen des feuerflüssigen Metallbades senkrecht hochgeführt wird und der diesem anhaftende Metallüberzug erst nach einem längeren freien, nach Belieben einstellbaren Wege dem üblichen Abstreifer für überschüssige Metallmengen zugeführt wird, wobei durch die senkrechte Führung des Stranges das diesem anhaftende, noch flüssige Schutzmetall gleichförmig auf die Fläche verteilt wird, das je nach der Länge des Weges bis zum Abstreifer mehr oder weniger erstarrt und von diesem dementsprechend mehr oder weniger abgestreift werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG62565D DE433793C (de) | 1924-10-31 | 1924-10-31 | Verfahren zum Erzielen eines in der Staerke regulierbaren UEberzuges von Schutzmetall auf Draehten, Bandeisen u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG62565D DE433793C (de) | 1924-10-31 | 1924-10-31 | Verfahren zum Erzielen eines in der Staerke regulierbaren UEberzuges von Schutzmetall auf Draehten, Bandeisen u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE433793C true DE433793C (de) | 1926-09-11 |
Family
ID=7133052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG62565D Expired DE433793C (de) | 1924-10-31 | 1924-10-31 | Verfahren zum Erzielen eines in der Staerke regulierbaren UEberzuges von Schutzmetall auf Draehten, Bandeisen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE433793C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0064922A1 (de) * | 1981-05-07 | 1982-11-17 | Stein Heurtey | Galvanisierungsvorrichtung für metallische Bänder |
-
1924
- 1924-10-31 DE DEG62565D patent/DE433793C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0064922A1 (de) * | 1981-05-07 | 1982-11-17 | Stein Heurtey | Galvanisierungsvorrichtung für metallische Bänder |
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