DE43344C - Verfahren zur Gewinnung von Aetzstrontian aus den Strontianrückständen der Melasseentzuckerung - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Aetzstrontian aus den Strontianrückständen der Melasseentzuckerung

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DE43344C
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DENDAT43344D
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Dr. E. LÖVINSOHN in Döbeln i. S., Zuckerfabrik, und Dr. M. STRIEG-LER in Spora bei Meuselwitz
Publication of DE43344C publication Critical patent/DE43344C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
enizuckerung.
Nach wiederholtem Glühen und Auslaugen des natürlichen und im Betriebe regenerirten kohlensauren Strontiums bleibt ein Rückstandsschlamm zurück, dessen Ausbeute an Aetzstrontium beim nochmaligen Glühen und Löschen die Fabrikationskosten nicht mehr decken würde, und welcher aus diesem Grunde den Betrieb verläfst.
Die procentische Zusammensetzung des bei ι oo° getrockneten Schlammes schwankt zwischen 8 bis 10 pCt. Schwefelsäure,
5 bis 10 pCt. Sand und Kieselsäure,
0,2 bis ι pCt. Kohlensäure,
.5 bis 9 pCt. Thonerde und Eisenoxyd,
35 bis 40 pCt. Strontiumoxyd,
20 bis 30 pCt. Calciumoxyd,
7 bis 15 pCt. Wasser.
Kocht man diesen Schlamm mit Salmiaklösung, so wird unter Entwickelung von Ammoniak alles säurelösliche Strontium und Calcium, mit Ausnahme der ganz geringen Menge kohlensaurer Verbindungen, gelöst. Wir erhielten als Durchschnitt mehrerer Analysen, wenn man den Rückstandsschlamm in Salzsäure löst, Eisen und Thonerde mit Ammoniak fällt und im Filtrat Strontium und Calcium als kohlensaure Verbindungen bestimmt, 71,78pCt. gemischte Carbonate von der Zusammensetzung 60,52 pCt. kohlensaures Strontium,
39,48 pCt. kohlensaures Calcium,
während wir nach dem Lösen des Rückstandsschlammes in Salmiak 71,42 pCt. gemischte Carbonate fällen konnten von der Zusammensetzung
60,17 pCt. kohlensaures Strontium,
39,83 pCt. kohlensaures Calcium.
In beiden Fällen hatte sich demnach beinahe gleich viel gelöst. Es bleiben nach dem Kochen in Salmiak ungelöst Eisenoxyd, Thonerde, Kieselsäure, Sand und etwa '/3 bis '/4 des vorhandenen Strontiums — zum bei weitem gröfsten Theile aus schwefelsaurem Strontium (93 bis 98 pCt.) neben kohlensaurem Strontium (2 bis 7 pCt.) bestehend — die durch geschlossene Filterpressen· von der Lösung getrennt werden. . In das Filtrat, welches Chlorstrontium , Chlorcalcium und eventuell Chlorammonium und Ammoniak enthält, wird Kohlensäure und das beim Kochen des Schlammes mit Salmiak sich entwickelnde Ammoniak geleitet. Es fällt unter Bildung von Salmiak kohlensaures Strontium und kohlensaures Calcium aus.
Die abfiltrirte Salmiaklauge wird, wenn nöthig, eingedampft und dient zur Zersetzung neuer Mengen Schlamm.
Das erhaltene Gemisch von Carbonaten besteht aus 60 bis 65 pCt. kohlensaurem Strontium und 35 bis 40 pCt. kohlensaurem Calcium, kann als solches gebrannt werden und liefert beim Auslaugen Strontiumoxydhydrat, während Calciumoxydhydrat als schwer löslich zurückbleibt.
Will man jedoch Mischungen von kohlensauren Verbindungen erhalten, die reicher an
Strontium sind und zugleich auch den gröfsten Theil des an Schwefelsäure gebundenen Strontiums in Lösung bringen, so glüht man den Rückstandsschlamm zuvor mit Kohle, wodurch schwefelsaures Strontium in Schwefelstrontium übergeführt wird. Das letztere wird von Salmiak unter Bildung von Strontiumchlorid und Schwefelammonium gelöst.
Die mit Kohle geglühte Masse ergab als Durchschnitt mehrerer Analysen, mit Salzsäure wie oben behandelt, 89,91 pCt. gemischte Carbonate von der Zusammensetzung
73,85 pCt. Sr CO3,
26,15 pCt. Ca CO3,
dagegen mit Salmiak behandelt 81,29 pCt. gemischte Carbonate von der Zusammensetzung 72,86 pCt. Sr CO3,
27,14 pCt. Ca CO3.
Der Procefs verläuft bei der mit Kohle geglühten Masse ebenso glatt wie im ersten Falle, nur mit dem Unterschiede, dafs sich bei der Saturation mit Kohlensäure Schwefelwasserstoff entwickelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Aetzstrontian aus den Strontianrückständen der Melasseentzuckerung dadurch, dafs man den Rückstand nach dem vorherigen Glühen mit Kohle mit Salmiak kocht, wodurch sowohl das entstandene Schwefelstrontium, als auch der im Schlamme vorhandene säurelöslichen Strontian in Strontiumchlorid übergeführt wird.
DENDAT43344D Verfahren zur Gewinnung von Aetzstrontian aus den Strontianrückständen der Melasseentzuckerung Expired - Lifetime DE43344C (de)

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