DE318C - Verfahren zur Zugutemachung der bei der Zersetzung des silberhaltigen Zinkstaubs von der Werkblei -Entsilberung entstehenden silberhaltigen Oxyde - Google Patents
Verfahren zur Zugutemachung der bei der Zersetzung des silberhaltigen Zinkstaubs von der Werkblei -Entsilberung entstehenden silberhaltigen OxydeInfo
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/20—Obtaining zinc otherwise than by distilling
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Description
1877.
^nK(lasse<40.
CARL SCHNABEL in LAUTENTHAL i. Harz.
Verfahren zur Zugutemachung der bei der Zersetzung des silberhaltigen Zinkstaubs von der
Werkblei-Entsilberung entstehenden silberhaltigen Oxyde.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. August 1877 ab.
Bei der Entsilberung des Werkbleies durch Zink geht der Silbergehalt des ersteren bekanntlich
in eine Blei-Zink-Silberlegirung, den sog. Zinkschaum, üher. Dieser Zinkschaum wird
durch Saigerung von einem Theile des ihm anhaftenden Werkbleies befreit und führt alsdann
den Namen »Zinkstaub«. Durch Behandlung mit Wasserdampf kann der Zinkstaub in silberhaltiges
zinkfreies Blei und in Oxyde, welche aufser dem gesammten Zinkgehalt des ' Zinkschaumes
einen grofsen Theil silberhaltiges Blei und Bleioxyd enthalten, zersetzt werden.
Während sich das hierbei erhaltene silberhaltige Blei mit Leichtigkeit auf Silber verarbeiten
läfst, ist es bis jetzt noch nicht gelungen, die silberhaltigen Oxyde auf eine zweckmäfsige
Weise zu verarbeiten. Diese bis jetzt noch offene Frage der Zink-Entsilberung ist durch
das nachstehend beschriebene Verfahren gelöst.
Der Zinkstaub wird zuerst in bekannter Weise durch Wasserdampf in Reichblei und silberhaltige
Oxyde zersetzt.
Aufser Zinkoxyd, Bleioxyd und Werkbleitheilchen enthalten die Oxyde noch einen Theil unzersetzten
Zinkstaub. Bei kupferhaltigen Werk-. bleien befinden sich auch Oxyde des Kupfers
in denselben.
Zur Entfernung des unzersetzt gebliebenen Zinkstaubes werden die Oxyde durch ein feines
Sieb geschlagen. Der Zinkstaub bleibt auf dem Sieb liegen und geht zur Zersetzung zurück.
Die durch das Sieb gefallenen Oxyde werden in bleiernen Gefäfsen mit einer concentrirten
Lösung von kohlensaurem Ammoniak in Ammoniakwasser behandelt. Diese Flüssigkeit löst in
verhältnifsmäfsig kurzer Zeit das gesammte, in den silberhaltigen Oxyden enthaltene Zinkoxyd
auf, ohne aufser Kupfer irgend einen anderen in den Oxyden enthaltenen Stoff zu verändern.
Nach erfolgter Auflösung des Zinkes aus den Oxyden trennt man die ammoniakalische Lösung
von den Oxyden durch Decantiren und ein systematisches Auswaschen, welches mit Ammoniakflüssigkeit
beginnt und mit reinem Wasser aufhört.
Die silberhaltigen Oxyde sind durch die auf vorstehend beschriebene Weise bewirkte Entzinkung
leichtschmelzig geworden und lassen sich direct vertreiben. Man verarbeitet dieselben
entweder für sich allein oder zusammen mit dem bei der Zersetzung des Zinkstaubes erhaltenen
Reichblei im Treibofen auf Blicksilber und Glätte.
Die von den Oxyden abdecantirte ammoniakalische Zinklösung enthält das Zink als eine
Verbindung von kohlensaurem Zinkoxyd mit Zinkoxydhydrat. Dieselbe wird einer Destillation
in bleiernen Retorten unterworfen.
Hierbei gehl der gesammte Gehalt der Lösung an kohlensaurem Ammoniak und Ammoniak, vermischt
mit Wasserdämpfen, durch ein Kühlrohr in eine Vorlage über und sammelt sich hier
in der ursprünglichen Menge wieder an, während das Zink als basisch kohlensaures Salz
auf dem flachen Boden der Retorte sich niederschlägt.
Die ammoniakalische Flüssigkeit geht zur Lösung des Zinkes aus den Oxyden zurück.
Das basische Zinksalz läfst sich mit grofser Leichtigkeit aus der Retorte entfernen und wird
durch starkes Glühen in Zinkoxyd verwandelt. Dasselbe hat eine weifse Farbe mit einem leisen
Stich in das Gelbliche und bildet eine sehr gut deckende Farbe.
War in den zu lösenden Oxyden infolge eines Gehaltes des entsilberten Werkbleies an Kupfer
Kupferoxyd vorhanden, so löst sich dasselbe ebenfalls in der Ammoniakfiüssigkeit auf und
ertheilt dem dargestellten Zinkoxyd eine graue Farbe, wodurch der Werth desselben beeinträchtigt
wird. Zur Verhütung dieses Uebelstandes läfst man die ammoniakalische Zinklösung vor
der Destillation in einem verschlossenen Gefäfse auf metallisches Zink bis zum Verschwinden
der blauen Farbe derselben einwirken. Hierdurch wird das Kupfer metallisch ausgefällt,
während ein entsprechender. Theil Zink in Lösung übergeht.
Die Waschwasser vom Auswaschen der entzinkten Oxyde werden durch systematisches
Ueberleiten über eine entsprechende Menge auszuwaschender entzinkter Oxyde wieder derartig
mit Ammoniak gesättigt, dafs sie zur Auflösung des Zinkes aus den Oxyden wieder geschickt
sind.
Die sämmtlichen beschriebenen Operationen
Claims (1)
- werden in-luftdicht verschlossenen Gefäfsen ausgeführt. ■ Ammoniakverluste treten daher nur in kaum merkbarer Weise ein.Infolge der Bildung basischer Zinksalze bei der Lösung verliert das Ammoniak allmälig Kohlensäure. Da indefs auch das Aetz-Ammoniak, wenn, auch in .weit geringerem Maafse, zur Lösung des Zinks in den silberhaltigen Oxyden geschickt ist, so ist ein Ersatz der Kohlensäure erst dann erforderlich, wenn die Lösungsfähigkeit der Ammoniakflüssigkeit merklich abnimmt. Die Kohlensäure ersetzt man entweder durch Auflösen von festem kohlensauren Ammoniak in der erwähnten Flüssigkeit oder durch Einleiten von Kohlensäure-Gas in dieselbe.Patent-Anspruch: Verfahren, die silberhaltigen Oxyde von der Zersetzung des Zinkstaubes der Werkblei-Entsilberung durch Wasserdampf mitHülfe eines Gemenges von kohlensaurem Ammoniak und Ammoniak unter Wiedergewinnung dieses Gemenges und unter Herstellung von Zinkweifs zu Gute zu machen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE318T | 1877-08-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE318C true DE318C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=70967949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE318DA Expired DE318C (de) | 1877-08-06 | 1877-08-06 | Verfahren zur Zugutemachung der bei der Zersetzung des silberhaltigen Zinkstaubs von der Werkblei -Entsilberung entstehenden silberhaltigen Oxyde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE318C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4377202A (en) * | 1981-05-26 | 1983-03-22 | Fuji Kosan Kabushiki Kaisha | Rotary heat exchange apparatus provided with a spherically coiled heat transfer tube |
-
1877
- 1877-08-06 DE DE318DA patent/DE318C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4377202A (en) * | 1981-05-26 | 1983-03-22 | Fuji Kosan Kabushiki Kaisha | Rotary heat exchange apparatus provided with a spherically coiled heat transfer tube |
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