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Registrierkasse, deren Schubkasten nach Niederdrücken einer Freigabetaste
durch federbelastete Hebel selbsttätig geöffnet wird. Die Erfindung betrifft eine
Registrierkasse, bei welcher der Schubkasten nach dem Niederdrücken einer Freigabetaste
durch federbelastete Hebel selbsttätig geöffnet wird, «vorauf durch das Zurückschieben
des Kastens in die Schlußlage der zu registrierende Einzel- oder Summenbetrag usw.
von den vorher entsprechend eingestellten Typenträgern auf einem Kontrollstreifen
abgedruckt wird, der zu diesem Zweck über einen schwingbar gelagerten Drucktisch
läuft.
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Durch die Erfindung soll der bei Kassen dieser Art vorhandene Mißstand
behoben werden, daß bei der durch Niederdrücken der
Freigabetaste
bewirkten Freigabe des Schubkastens die ordnungsmäßige Wirkung gewisser anderer
Maschinenteile verhindert und dann der Schubkasten wieder geschlossen werden kann,
ohne daß die bei vorschriftsmäßiger Bedienung der Kasse erfolgenden Registrierungen
stattfinden. Dieser Zweck wird erfindungsgemäß durch Anordnung einer Sperrvorrichtung
erreicht, die durch das'Kassengetriebe beeinflußt wird und den Schluß des Schubkastens
erst nach ordnungsmäßig beendetem Kassengang gestattet. Durch den Schluß des Schubkastens
wird gleichzeitig auch erreicht, daß die zum Summenziehen niedergedrückte Taste
zwangläufig wieder in ihre Ruhelage zurückgeführt wird.
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Gemäß der Erfindung wird ferner durch die zum Minen des Schubkastens
erforderliche Vorwärtsschwingung der Druckhebel der Drucktisch zwangläufig in die
Drucklage bewegt und die Druckvorrichtung in Tätigkeit gesetzt, während bei nicht
freigegebenem Schubkaten der Drucktisch durch eine Sperrvorrichtung an der Einnahme
seiner Druckstellung verhindert wird.
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Die Zeichnungen zeigen in Abb. i die rechte Seitenansicht der Kasse
nach Abnahme des Gehäuses mit im Schnitt gezeichnetem Schubkasten; Abb. 2 einen
unmittelbar an der Innenseite des rechten Seitenrahmens der Maschine entlangführenden
Querschnitt; Abb. 3 eine Einzeldarstellung von Teilen der Tastenfreigabevorrichtung;
Abb.4 die rechte Seitenansicht der Druckvorrichtung; Abb.5 die linke Seitenansicht
eines Teiles der Druckvorrichtung; Abb. 6 eine Seitenansicht der die . Nullstelltaste
enthaltenden Tastenbank.
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In den Zeichnungen ist mit 30 die Freigabetaste und mit 31
der Schubkasten bezeichnet. Die Freigabetaste 30 ist auf einer ungefähr gabelförmigen
Schubstange 32 befestigt, die durch ein Lenkerpaar 33, 34 schwingbar an dem Rahmenteil
35 gelagert ist und durch eine Feder 36 gewöhnlich in ihre Ruhelage (Abb. i) zurückgezogen
wird. In den Gabelschlitz der Schubstange 32 greift der Zapfen 37 eines Winkelhebels
38 ein, der um einen Zapfen 39 des Maschinenrahmens drehbar und durch eine zwischen
dem Zapfen 37 und einem Zapfen der Schubstange 32 gespannte Zugfeder 4o belastet
ist. Diese ist so kräftig, daß der Winkelhebel 38 gewöhnlich in Uhrzeigerrichtung
ausschwingen muß, sobald die Freigabetaste 30, 32 niedergedrückt wird. Der untere
Arm des Winkelhebels 38 besitzt zwei verschiedenartig gestaltete Ausschnitte 41,
42, mit denen die Gleitrolle 43 einer Querstange zusammenwirken kann, die von Ärrrien
44,5o einer Welle 45 getragen wird. Der Arm 50 ist durch eine Schubstange
51 mit einem doppelarmigen Hebel 52 verbunden, der um einen Zapfen 53 des Maschinenrahmens
drehbar ist und mit seinem unteren gabelförmigen Ende eine Rolle 54 des Schubfastens
31 umfaßt, sobald dieser seine Schlußlage einnimmt.
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12uht die Gleitrolle 43 in der Rast 41 des "'inkelhebels 38 (Abb.
i), so ist eine Bewegung der Arme 44, 5o, der Schubstange 51 und des Sperrhebels
52 ,unmöglich gemacht; die öffnung des Schubkastens 31 ist also ausgeschlossen.
Wird jedoch die Freigabetaste 30 niedergedrückt, so gibt die Rast 4i des
in Uhrzeigerrichtung ausschwingenden Winkelhebels 38 die Gleitrolle 43 frei, so
daß die Teile 44, 50, 51, 52 durch eine Feder selbsttätig in die Freigabestellung
bewegt «erden können. Sobald der Schubkasten 31 auf diese Weise freigegeben worden
ist, wird er durch folgende Einrichtung nach außen gestoßen: Auf einem Zapfen 56
(Abb. i) sowohl des rechten wie auch des linken Seitenrahmens der Maschine ist je
ein ungefähr gabelförmiger Hebel 55 drehbar, der unter der Wirkung einer starken
Zugfeder 57 (Abb. 4) steht. Diese greift an einem Arm 58 an, der um einen Zapfen
59 des benachbarten Seitenrahmens drehbar ist und durch eine Schubstange 65, einen
Winkelhebel 66, eine Welle 67, einen Arm 68 (Abb. 2), eine Schubstange 69 und einen
Zapfen 70 mit dem zugehörigen Hebel 55 derart in Verbindung steht,
daß dieser sich dauernd in Uhrzeigerrichtung um seinen Zapfen 56 zu drehen und den
Schubkasten 31 nach außen zu stoßen sucht. Hierzu ist jeder der beiden Hebel 55
am unteren Ende mit einer Gleitrolle 71 versehen, die mit je einem an der Rückwand
des Schubkastens 31 befestigten Ansatz 72 zusammenwirkt. An den Hebeln 55 ist in
der Nähe ihres unteren Endes ferner noch je eine kleine dreiarmige Sperrklinke 73
drehbar befestigt, die durch eine Feder gewöhnlich in der Lage nach Abb. i gehalten
wird, während der Vor- und Rückwärtsschwingung der Hebel 55 jedoch mit den Rasten
eines Bügels 74 derart zusammenwirkt, daß der Schubkasten 31 zunächst vollständig
geöffnet werden muß, ehe er in seine Schlußlage zurückgeschoben werden kann und
umgekehrt.
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Bei den bisher bekannten Kassen dieser Art besteht die Möglichkeit,
bei der durch Niederdrücken der Freigabetaste bewirkten Freigabe des Schubkastens
die ordnungsmäßige Wirkung gewisser anderer Maschinenteile zu verhindern und dann
den Schubkasten wieder zu schließen, ohne daß die bei vorschriftsgemäßer Bedienung
der Kasse erfolgenden Registrierungen stattfinden. Um dies zu verhindern, ist die
Schubstange 51 (Abb.2) mit einem Vierkantzapfen 75 versehen, der mit dem Ausschnitt
76 eines um die Welle 67
drehbaren doppelarmigen Hebels 77 derart
zusammenwirkt, daß bei Freigabe des Schubkastens der Vierkantzapfen 75 in den Ausschnitt
76 einfällt und hierdurch den Schluß des Schubkastens so lange verhindert, bis der
Hebel77 im Laufe des Kassenganges den Vierkantzapfen 75 wieder freigibt. Zu diesem
Zweck kann der obere Arm 8o des Hebels 77, den eine Feder 78 dauernd gegen den Vierkantzapfen
7 5 zu ziehen sucht, mit einer von zwei Kniehebeln 82 getragenen Querstange 81 derart
zusammenwirken, daß der Hebel 77 in einem bestimmten Zeitpunkt in Gegenzeigerrichtung
ausschwingt. Die beiden Kniehebel 82 sind um eine in den Seitenrahmen gelagerte
Achse 83 drehbar und werden durch Kurvenschlitzscheiben 84 gesteuert, in deren Kurvenschlitz
85 eine Gleitrolle 86 des zugehörigen Kniehebels 82 eingreift. Sobald die Kniehebel
82 und anschließend auch der Hebel 80, 77 in Gegenzeigerrichtung ausschwingen, wird
der Zapfen 75 freigegeben und ein Zapfen 87 des Hebelarmes 77 soweit gehoben, claß
die Nase 88 eines gleichfalls durch die Feder 78 belasteten, um einen Zapfen 89
drehbaren Sperrarmes 79 unter den Zapfen 87 greifen und hierdurch den Hebel
77 in seiner Freigabestellung sichern kann. Der Schubkasten kann also nunmehr
in seine Schlußlage zurückgeschoben werden. Hierbei schwingt der Doppelhebel 52
in Gegenzeigerrichtung aus und schiebt die Schubstange 51 nach links in ihre Ruhelage
zurück, was zur Folge hat, <las der Vierkantzapfen 75 mit dem unteren Ende des
Sperrarmes 79 in Fühlung kommt und diesen somit wieder in die Lage nach Abb. z zurückdrückt,
worauf auch der Sperrarm 79 in seine Ausgangslage zurückkehrt (Abb. 2).
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Das Addierwerk 95 (Abb. 2) steht mit den Antriebsegmenten 96 gewöhnlich
in Eingriff, wird aber zu Beginn eines Kassenganges von diesen entkuppelt. Zu diesem
Zweck ist an dem rechten der beiden Druckhebel 55 (Abb. i) eine Hubscheibe 97 drehbar,
die durch eine Feder 117 gewöhnlich in der Lage nach Abb. i gehalten wird und mit
der Gleitrolle 98 eines Winkelhebels 99 derart zusammenwirkt, daß dieser bei der
Vorwärtsschwingung der Druckhebel 55 sich um seinen Zapfen ioo in Gegenzeigerrichtung
dreht. Diese Drehung des Winkelhebels 99 wird durch eine Schubstangeioi auf einen
Winkelhebel io2 übertragen, an den eine mehrarmige, ungefähr gabelförmige Schubstange
103 angelenkt ist. Die beiden oberen Enden dieser Schubstange 103 wirken
mittels zweier Zapfen ioq., io5 mit Ausschnitten io6, 107 zweier Arme io8, io9,
die starr auf der die Addierwerkarme i i i (Abb. 2) tragenden Welle i io befestigt
sind, derart zusammen, daß bei der Vorwärtsschwingung des Druckhebels 55 die Addierwerkarme
i i i in Uhrzeigerrichtung ausgeschwungen werden, und somit das Addierwerk von den
Antriebsegmenten 96 entkuppelt wird.
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Um das Addierwerk 95 im weiteren Verlaufe des Kassenganges zwecks
Übertragung des neuen Betrages mit den inzwischen eingestellten Antriebsegmenten
96 wieder zu kuppeln, trifft die Hubscheibe 97 (Abb. i) gegen Ende der Vorwärtsschwingung
der Druckheliel55 gegen eine Gleitrolle zig des Winkelhebels rot auf und führt hierdurch
die Teile i o2 bis a i i samt dem Addierwerk 95 wieder in die Lage nach Abb. i und
2 zurück, so daß bei der Rückkehr der Antriebsegmente 96 in ihre Nullstellung der
durch Niederdrücken der entsprechenden Betragtasten 113 eingestellte Betrag in das
Addierwerk übertragen wird. Diese Vorgänge vollziehen sich, während der Schubkasten
31 wieder in seine Schlußlage zurückgestoßen wird. Sobald sich hierbei die Druckhebel
55 ihrer Ruhelage (Abb. i) wieder nähern, kommt ein Zapfen i 15 der Sperrklinke
73 mit der unteren Kante eines an dem Bügel 74 angelenkten Armes i 14. in Fühlung,
der sich infolgedessen mit seiner aufwärts gerichteten Nase 116 unter das untere
Ende des Winkelhebels 99 legt und dadurch verhindert, daß dieser bei Rückkehr der
Druckhebel 55 durch die Hubscheibe 97 in Gegenzeigerrichtung ausgeschwungen wird.
Die Hubscheibe 97 wird vielmehr mit ihrer gemäß Abb. i rechten Kante gegen die Gleitrolle
98 des gesperrten Winkelhebels 99 anschlagen und unter entsprechender Spannung ihrer
Feder 117 in Uhrzeigerrichtung so weit zurückweichen, bis die Druckhebel 55 ihre
Ruhelage wieder eingenommen haben, und infolgedessen die Hubscheibe 97 von der Gleitrolle
98 wieder abgleiten kann. Da somit die Lage des Winkelhebels 99 während der Rückwärtsschwingung
der Druckhebel 55 keine Änderung erfährt, bleibt das Addierwerk 95 hierbei auch
dauernd in Kupplung mit den Antriebsegmenten 96.
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Die Antriebsegmente 96 (Abb. 2) des Addierwerkes 95 sind durch Zapfen
und Schlitze gegenüber je einem zweiten Zahnsegment i 18 begrenzt verschiebbar und
mit den Segmenten 118 um die gemeinsame Achse 83 drehbar. Jedes Segment 118 steht
unter dem Einfluß einer Feder, die es dauernd in Gegenzeigerrichtung zu drehen sucht.
Diese Gegenzeigerdrehung der Segmente 118 wird begrenzt durch die inneren Enden
der jeweils niedergedrückten Tasten 113 oder, wenn in einer Tastenreihe überhaupt
keine Taste niedergedrückt wurde, durch die Nullanschlagklinke 119 (Abb.6).
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federgedrückte Tasten - 113 werden dadurch
in der
Arbeitslage gesperrt, daß eine von Lenkern 126, 127 (Abb. 6) getragene Sperrschwinge
125 jeder Tastenbank mit einem Zapfen 128 über einen Ausschnitt 129 der jeweils
niedergedrückten Taste greift, die sodann gegen Ende des Kassenganges durch die
Sperrschwinge 125 wieder freigegeben und. durch die zugehörige Feder 130
wieder in. die Ruhelage zurückgeschnellt wird. Die zur Freigabe der niedergedrückten
Tasten erforderliche Abwärtsbewegung der Sperrschwingen 125 wird durch einen gemeinsamen
Druckbügel 131 bewirkt, der auf einer Welle 132 drehbar und durch einen Lenker 133
(Abb. 1, 3) mit einem zweiarmigen Hebel 134 verbunden ist. Dieser ist um einen Zapfen
135 drehbar und wirkt mittels einer Gleitrolle 136 mit einer Hubscheibe 137 zusammen,
die drehbar an dem Gabelarm des zugehörigen Druckhebels 55 gelagert ist und durch
eine Feder 138 gewöhnlich in der Lage nach Abb. i gehalten wird. Bei der Öffnung
des Schubkastens 31 erforderlichen Uhrzeigerschwingung der Druckhebel 55 wird die
Hubscheibe 137 unter entsprechender Spannung der Feder 138 durch die Gleitrolle
136 zunächst in Uhrzeigerrichtung gedreht, bis sie an der Gleitrolle 136 entlanggleiten
und unter der Wirkung ihrer Feder 138 die Lage nach Abb. 3 einnehmen kann. Da sie
in dieser Lage gegenüber der Rolle 136 nicht mehr nachgiebig ist, so zwingt sie
bei der Rückw ärtsschwingung der Druckhebel 55 den Hebel 134 und damit auch den
Sperrbügel 131, in Gegenzeigerrichtung auszuschwingen, leas zur Folge hat, daß sämtliche
Sperrschwingen 125 nach unten gedrückt werden und hierbei die niedergedrückten Tasten
wieder freigeben.
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Um beim Nullstellen des Addierwerks 95 die Betragtasten i13 zu sperren
und hierdurch ihre Benutzung unmöglich zu machen, ist auf der Welle 132 eine besondere,
von Hand zu bedienende Nullstelltaste 139 befestigt. Die Welle 132 trägt zwei Arme
140, deren Querstange 141 mit den hakenförmigen Enden 142 der oberen Sperrschwingenlenker
126 derart zusammenwirken kann, daß bei niedergedrückter Nullstelltaste 139 (Abb.
3) die Sperrschwingen 125 sich nicht nach abwärts bewegen können. Die Betragtasten
113 sind damit gegen- Benutzung gesperrt.
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Um die Freigabetaste 139 beim Summenziehen am Ende eines Kassenganges
in ihre Ruhelage (Abb. 2, 6) zurückzuführen und gleichzeitig bei Registrierung von
Beträgen ihre Benutzung zu verhindern, ist auf der Querstange 81 (Abb. 2), die mit
dem Sperrhebel 80, 77 zusammenwirkt und ferner dazu dient, die Antriebsegmente 118,
96 in die Nullstellung zurückzuführen, eine Hubscheibe i 5o drehbar, die sich durch
die 'v#lirkung einer Feder 151 gewöhnlich mit einer Schulter 15i gegen einen Zapfen
153 des benachbarten Kniehebels 82 anlegt. Ein Nocken 154 der Hubscheibe i 5o wirkt
mit dem gekrümmten Ende 155 eines Hebels 156 zusammen, der um einen Zapfen 157 des
Rahmenteiles 35 drehbar ist und'mit seinem oberen Ende über die durch die Nullstelltaste
139 bewegte Querstange 141 greift. Eine Feder 158 hält die Fühlung dieses Hebels
156 mit der Querstange 141 dauernd aufrecht. Während des ersten Teiles eines Kassenganges
werden die Kniehebel 82 in Gegenzeigerrichtung gedreht, wobei die Hubscheibe 150
infolge ihres Zusammenwirkens mit dem Hebel 155, 156 zunächst eine leichte Uhrzeigerdrehung
erfährt, bis der Nocken 154 über die Ecke des Hebels 155, 156 hinweggleiten kann.
Sobald jedoch die Kniehebe182 in ihre Ruhelage zurückkehren (Abb. 2), drückt der
Nocken 154 der jetzt nicht mehr nachgiebigen Nockenscheibe das gekrümmte untere
Ende 155 des Hebels 155, r56 allmählich zurück, was zur Folge hat, daß das obere
Hebelende 156 seinerseits die Querstange 141 niederdrückt und dadurch die Nullstellung
139 in ihre Ruhelage (Abb. 2, 6) zurückführt.
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Ein Kassengang ist nur möglich, wenn sich die Nullstelltaste 139 entweder
in ihrer Freigabestellung (Abb.2, 6) oder aber in ihrer Sperrstellung (Abb.3) befindet.
Nimmt sie dagegen, z. B. infolge flüchtiger Handhabung, eine Zwischenstellung ein,
so wirkt sie derart auf einen Sperrhebel 159 (Abb. i) ein, daß dieser den Hebel
38 sperrt und infolgedessen auch der Schubkasten 31 nicht freigegeben werden kann.
Der Sperrhebel 159 ist zu diesem Zweck durch eine Schubstange 16o mit einem Arm
161 verbunden, der starr auf der Welle 132 der Nullstelltaste 139 befestigt ist.
Ein im unteren Ende der Schubstange 16o vorgesehener Schlitz 163 gibt der Schubstange
16o gegenüber dem Sperrhebel 159 so weit Bewegungsfreiheit, daß die Rückkehr der
Nullstelltaste 139 in die Ruhelage schon eingeleitet werden kann, obwohl sich der
Zapfen 37 des Hebels 38 noch auf dem Rückweg in seine Ruhelage (Abb. i) befindet
und die Bahn des Sperrhebels 159 verlegt.
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Bei Maschinen der vorliegenden Art kann die Nullstellung des Addierwerkes
erst erfolgen, nachdem die Kasse einen Leergang ausgeführt hat. Zur Vornahme dieses
Leerganges muß zunächst die Nullstelltaste 139 dadurch gesperrt werden, daß die
Gleitrolle 164 (Abb. i) eines Armes 172 in eine Rast 165 des Armes 161 einfällt.
Während des Leerganges wird die den Arm 172 tragende Welle 166 in Gegenzeigerrichtung
gedreht, wodurch die Gleitrolle 164 wieder aus der Rast 165 entfernt und der Arm
161 freigegeben wird.
Sobald die Nullstelltaste 139 in ihre Sperrlage
(Abb.3) gedrückt wird, schwingt der Arm 161 in Uhrzeigerrichtung aus, wobei sich
eine an seinem Ende angeordnete Gleitrolle 167 (Abb. i) in den Ausschnitt 168 eines
mehrarmigen Hebels 169 legt, der um einen Zapfen 17o drehbar ist und durch eine
Feder 171 dauernd gegen die Rolle 167 gedrückt wird. Bei der Uhrzeigerdrehung des
Armes 161 wirkt dieser mit seiner gekrümmten Unterkante derart auf die Rolle 164
ein, daß der Arm 172 entgegen der Wirkung einer Belastungsfeder in Gegenzeigerrichtung
ausschwingt und hierbei mittels eines Lenkers 173 die Schubstange 103 in Uhrzeigerrichtung
dreht. Dies hat zur Folge, daß der Zapfen 104 der Schubstange 103 außer Eingriff
mit dem Ausschnitt io6 des Hebelarmes io8 gebracht, dafür aber der Zapfen io5 in
den Ausschnitt 107 des Hebelarmes iog geführt wird, so daß bei dem nun folgenden
Kassengang die Entkupplung des Addierwerkes 95 (Abb.2) von den Antriebsegmenten
96 nicht, wie gewöhnlich, zu Beginn des Kassenganges, sondern erst stattfindet,
wenn sich die Druckhebel 55 ihrer vorderen Grenzlage nähern, d. h. nachdem die Addierwerkräder
ihre Nullstellung eingenommen haben. Das Addierwerk wird also in seiner Nullstellung
verbleiben. Sobald hierauf die Druckhebel 55 in ihre Ruhelage (Abb. i) zurückkehren;
wirkt eine am oberen Ende des einen Druckhebels drehbar gelagerte, federbelastete
Sperrklinke 174 derart mit einer Gleitrolle 175 des Hebels 169 zusammen, daß dieser
in Gegenzeigerrichtung ausschwingt und hierdurch die Gleitrolle 167 des Annes i
6 i wieder freigibt, worauf der Arm ihr, die `'Felle 132 und die Nullstelltaste
139 in ihre Ruhelage zurückkehren können.
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Die Druckvorrichtung umfaßt einen Drucktisch, der um einen Zapfen
185 (Abb. 4) drehbar ist und in folgender Weise durch das Kassengetriebe beeinflußt
wird. Die Welle 67 ist durch den Winkelhebel 66 und eine Schubstange 186 mit einem
mehrarmigen Hebel 187 verbunden, der gleichfalls um den Zapfen 185 drehbar ist und
einen Bogenschlitz 188 besitzt, in dem ein Zapfen 189 der Drucktischstütze 19o eingreift.
Der Hebel 187 steht durch einen Lenker igi mit einem Hebelaren 192 in Verbindung,
der um einen Zapfen 193 der Drucktischstütze igo drehbar ist und mittels einer Gleitrolle
208 mit der Unterkante einer festgelagerten bogenförmigen Schiene 194 (Abb.
4, 5) zusammenwirkt. Solange dies der Fall ist (Abb. 4), sind der Hebel 187 und
die Drucktischstütze igo durch den Lenker igi und den Hebelarm 192 gewissermaßen
starr verbunden, so daß die Drucktischstütze igo an der dem Hebel 187 erteilten
Uhrzeigerbewegung teilnehmen muß, da der Hebelarm 192 durch die Schiene 194 verhindert
wird, dem Druck des Lenkers 19i nachzugeben und in Gegenzeigerrichtung auszuweichen.
Kommt aber bei der` Uhrzeigerbewegung der Teile 187, 190, IgI, 192 die Gleitrolle
208 in Eingriff-mit dem Ausschnitt 195 der Schiene 194, so kann der Hebelarm
192 eine leichte Gegen= zeigerdrehung ausführen; so daß die Drucktischstütze igo
an der Uhrzeigerbewegung des Hebels 187 zunächst nicht weiter teilnimmt, sondern
so lange in der gerade eingenommenen Lage verharrt, bis der inzwischen weiterbewegte
Hebel 187 mit dem linken Ende seines Schlitzes 188 an den Zapfen 189 anschlägt und
dadurch die Drucktischstütze igo wieder mitnimmt. Die Gleitrolle 2o8 wird hierbei
aus dem Ausschnitt 195 wieder herausgedrückt und setzt ihren Weg an der Unterkante
der Schiene 194 über den Ausschnitt 195 hinaus fort.
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Sobald die Gleitrolle 2o8 in den Ausschnitt 195 einfällt und der Lenker
igi sich hierbei in Gegenzeigerrichtung dreht, wirkt ein Zapfen 196 (Abb. 4) des
Lenkers igi derart gegen den Ansatz 197 eines federbelasteten Hebels 198, daß die
am Ende dieses Hebels vorgesehene, mit der Oberkante der Schiene 194 zusammenwirkende
Gleitrolle i 99 von der tieferen Stufe Zoo der treppenförmig abgesetzten Oberkante
der Schiene 194 ab- und auf deren höheren Stufe toi gehoben wird. Mit dem Arm 192
ist ein schwach nach oben durchgeknickter Arm 203 (Abb.5) verbunden, der
an seiner Knickstelle eine durch ein Fenster des Drucktisches hindurchgreifende
Druckrolle 2o2 trägt. Sobald am äußersten rechten Ende ihrer Bahn die Gleitrolle
2o8 in den Ausschnitt 2o5 der Schiene 194 einfällt, schwingen die vereinigten Arme
192 und 203 (Abb. 4, 5) nach- oben aus, wobei die Druckrolle 2o2 den über
den Drucktisch geführten Kontrollstreifen und das Farbband 221 gegen die entsprechend
eingestellten Typenträger 220 preßt und hierdurch die Registrierung bewirkt. Durch
Anschlag der Gleitrolle i99 an das obere Ende eines Hebels 2o6 wird sodann in bekannter
Weise die Bewegung des Hebels 187 und der Drucktischstütze igo selbsttätig umgekehrt,
worauf nach Rückkehr der genannten Teile in ihre Ruhelage (Abb. 4) -durch Anschlag
der Gleitrolle i99 gegen einen dem Hebel 2o6 entsprechenden Hebel 2o7 die ursprüngliche
Einstellung der Teile wiederhergestellt wird.
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Da ein Teil der Kassenteile nicht formschlüssig, sondern durch -Federzug
bewegt wird, so wäre es z. B. möglich, den Drucktisch unter. entsprechender Spannung
gewisser Federn in einer Zwischenlage zurückzuhalten und hierdurch den gewünschten
Abdruck der
Typenträger 220 auf den Kontrollstreifen zu verhindern.
Um dies unmöglich zu machen, sind zwei Sperrklinken 215, 216 (Abb.4) vorgesehen,
die um einen gemeinsamen Zapfen 217 drehbar sind und durch je eine Feder mit ihren
unteren Enden gewöhnlich gegen einen Zapfen 218 gepreßt werden. Die Klinke 216 ist
an ihrer unteren linken Ecke (Abb. 4) mit einem Ausschnitt219 versehen, der so bemessen
ist, daß, wenn die auf der Kante toi nach rechts.gleitendeRolle 199 die#Sperrklinken
215, 216 anhebt, die Klinke 216 schließlich über die Rolle igg schnappt und hierdurch
ihre rückwärtige Bewegung verhindert, während die Klinke 215 in gehobener Lage verbleibt.
Durch die Sperrung der Gleitrolle i99 ist naturgemäß auch die Rückkehr der Drucktischstütze
igo sowie des Hebels 187 in ihre Ruhelage unmöglich gemacht; diese kann vielmehr
erst erfolgen, wenn die genannten Teile zwecks Vornahme des Typenabdruckes auf den
Köntrollstreifen ihre äußerste rechte Grenzlage eingenommen haben, bei der auch
die Sperrklinke 215 in ihre Ruhelage (Abb. 4) zurückschnappen kann.
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Der Kontrollstreifen läuft von einer Abwickelwalze 214 (Abb. 4) ab
über den Drucktisch auf eine um den Zapfen 185 drehbare Aufwickelwalze 222 (Abb.
5) auf, wobei die Streifenfortschaltung durch die Schwingbewegung des Drucktisches
bewirkt wird. Zu diesem Zweck ist die Aufwickelwalze 222 mit einem Schaltrad 223
verbunden, das mit dem oberen Ende einer am benachbarten Maschinenrahmen gelagerten
federnden Schaltklinke 22:1 (Abb.4, 5) zusammenwirkt. Bei jeder Vor- und Rückwärtsschwingung
des Drucktisches wird das Schaltrad 223 und damit die Aufwickelwalze 222 durch die
Schaltklinke 22.1 um eine Teilung weitergedreht, wobei eine Sperrklinke 225 (Abb.
5) eine entgegengesetzte Bewegung der Teile 222, 223 unmöglich macht.
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Um den Kontrollstreifen gegebenenfalls auch von Hand weiterschalten
zu können, ist ein Stellrad 226 (Abb. 5) vorgesehen, das natürlich während des Druckvorganges
nicht benutzt werden darf, (la andernfalls der Kontrollstreifen verschmiert und
unleserlich werden würde. Um eine derartige mißbräuchliche Benutzung des Stellrades
226 zu vermeiden, wird, sobald sich der Drucktisch seiner rechten Grenzlage nähert,
das Schaltrad 223 dadurch gesperrt, daß ein nockenförmiger Ansatz 228 des Hebels
187 mit einem Zapfen 229 der Schaltklinke 22.1 in Fühlung kommt und diese hierdurch
in Gegenzeigerrichtung ausschwingt, wobei (las untere Ende 227 der Schaltklinke
224 in die Verzahnung des Schaltrades 223 eingreift. Während des Druckvorganges
ist somit eine Drehung der Aufwickelwalze und damit eine Weiterschaltung des Kontrollstreifens
nicht möglich.