DE4331240A1 - Pneumatisches, federndes Flächenlager und seine Verwendungen - Google Patents

Pneumatisches, federndes Flächenlager und seine Verwendungen

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    • A47C23/00Spring mattresses with rigid frame or forming part of the bedstead, e.g. box springs; Divan bases; Slatted bed bases
    • A47C23/06Spring mattresses with rigid frame or forming part of the bedstead, e.g. box springs; Divan bases; Slatted bed bases using wooden springs, e.g. of slat type ; Slatted bed bases
    • A47C23/062Slat supports
    • A47C23/065Slat supports by fluid means

Description

Die Erfindung betrifft ein pneumatisches, federndes Flächenlager, das sich an ebene und extrem nicht-ebene Körper mit nur gering progressiver Druckkraftausübung anpaßt, und es erlaubt, diese federnd zu lagern.
Die Wirkungsweise des neuartigen Flächenlagers beruht auf zwei unterschiedlichen, sich in der Wirkungsweise aber ergänzenden Effekten.
I. Formänderung des Behältnisses 1
Die Anpassung an die Kontur des federnd zu lagernden Körpers wird hauptsächlich erreicht durch die Formänderung eines in einem Kasten befindlichen Behältnisses, das vollständig oder teilweise gefüllt ist mit einem beweglichen, vornehmlich flüssigen, weitgehend inkompressiblen Medium, siehe Fig. 1. Der Körper wird auf dem Behältnis indirekt über Auflageelemente gelagert, deren Auflageflächen in der Summe klein gegenüber der gesamten Oberfläche des Behältnisses und meistens auch klein gegenüber der aufliegenden Körperfläche sind.
Das vorteilhafterweise nicht prall gefüllte Behältnis paßt sich durch Formänderung im Rahmen des Kastens vornehmlich in der Senkrechten (Fig. 1) an die Druckkräfte Fp, Fp′ auf den Auflageelementen an und ermöglicht so große untereinander gekoppelte Anpassungshubwege sowohl in negativer (nach unten) als auch in positiver (nach oben) Richtung. Einbuchtungen in der Körperform werden so mit einem positiven Hub und positiv wirkenden Druckkräften unterstützt. Die Auflageelemente können dabei, z. B. paarweise durch Winkelelemente, Halterungen und Querleisten bzw. -elemente verbunden sein (Fig. 3).
Die Masse des flüssigen Mediums kann durchaus um eine Größenordnung kleiner sein als die des zu lagernden Körpers, wodurch das Gesamtgewicht des Flächenlagers in Grenzen gehalten wird.
Vorteilhafterweise wird ein zähflüssiges, z. B. gelatineartiges Medium gewählt, um eine Dämpfung der Anpassungshubbewegungen zu erreichen. Wasser mit bestimmten Gelierungszusätzen ergibt eine wenig temperaturabhängige gelatineartige Konsistenz.
II. Volumenänderung des Behältnisses 1
Zur elastisch federnden Lagerung wird darüber hinaus die Wandung des Behältnisses vorteilhafterweise aus einem dehnungselastischen Material gewählt und/oder ein kleinerer Teil des Behältnisvolumens außerhalb des Bereichs der Auflageelemente mit einem Gaspuffervolumen befüllt. Beide Maßnahmen bringen insbesondere in der Endphase der Anpassungsverschiebungen der Auflageelemente eine elastische Komponente ein, d. h. eine leicht progressive Hub-Druckkraft Beziehung.
Mit und ohne diese elastische Komponente stellt sich überall im Behältnis im Geichgewichtszustand derselbe Druck ein.
Dadurch ergibt sich auch, bei nicht zu klein gewählten Auflageflächen eine gleichmäßige, verteilte und somit punktuell geringe Dehnungsbelastung der Behältniswandung.
Durch Ausbildung der Auflageelemente als Teleskopfederstangen (Fig. 3) kann insbesondere der Anpassungshub weiter vergrößert werden, ohne das Volumen und die Bauhöhe des Behältnisses und des Kastens zu vergrößern. Ebenso können die Verbindungselemente aus, z. B. biegelastischen Materialien bestehen.
Ohne diese zusätzlichen elastischen Komponenten erhält man ein nach wie vor sehr anpassungsfähiges, aber nur auf Grund der geringen Dehnungselastizität der Wandung und der Kompressibilität des Mediums federndes Flächenlager.
Besonders vorteilhaft wird das pneumatische, federnde Flächenlager als Unterrahmen für Betten, Liegen oder Sessel eingesetzt, wo es eine optimale Flächenkonturanpassung und Auflagedruckausgleichende, leicht federnde Lagerung in allen Liege- und Sitzstellungen des menschlichen oder tierischen Körpers ermöglicht.
Es sind viele mechanische, aero- und hydropneumatische, federnde Einzellagerkonstruktionen bekannt.
Im Falle der Hauptanwendung der Erfindung, dem Bettunterrahmen, sind bekannt:
  • (a) Unterrahmen mit Zug- oder Schraubensprungfedern, Lattenroste vornehmlich mit elastischen Schichtholzquerleisten in Gummielementhalterungen.
  • (b) Ein Aero-Bett, bestehend aus zwei luftgefülten Längsschläuchen, auf denen Querlatten aufliegen.
  • (c) Eine Blasebalg-Konstruktion unter Einzel- oder Doppelquerlatten, die untereinander über Strömungskanäle zum Druckausgleich und zur Dämpfung verbunden sind. Zusätzlich ist eine Senkrechtführung und eine zwangsweise Kopplung der Hubbewegung beider Querlattenenden vorgesehen, um den Rausschmeißeffekt zu vermeiden (US 5,210,889).
  • (d) Eine gemeinsame Gummiband-Aufhängung mehrerer Querlatten.
  • (e) Eine Querlattenrahmenkonstruktion, bei der die Querlattenenden jeweils auf einer Einzelkolben-Zylinder-Anordnung aufliegen. Die einzelnen Hubräume der Zylinder sind hydraulisch oder pneumatisch miteinander in Verbindung und mit Überströmkanälen versehen (WO 89/01749).
  • (f) Das Wasserbett.
Die herkömmlichen Unterrahmen (a) werden zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit mit mehr oder weniger dicken und weichen Matratzen mit (Taschen-)Federkern, Schaumstoff- oder Latexkernen belegt und eingesetzt. Eine Schulterabsenkung der Querlatten über mechanische Feder- und Führungselemente ist bekannt.
Die rein luftgefederten Konstruktionen (b, c) haben den Nachteil der reinen Volumenelastizität des Füllgases und haben Dämpfungsprobleme. Sie zeigen einen mehr oder weniger ausgeprägten Rausschmeißeffekt, d. h. sie neigen sich beim Aufsitzen oder Einsteigen in das Bett stark auf eine Seite, falls dies nicht durch eine aufwendige Konstruktion wie im Falle (c) vermieden wird.
Die Aufhängung der Querlatten mit Hilfe von Gummibändern (d) erzielt die Anpassung rein aus der stark hubabhängigen Elastizität der Bänder. Diese zeigen leicht zeitlich veränderliche Eigenschaften durch kontinuierliche Erschlaffung und müssen nachgestellt oder ausgetauscht werden.
Die ölbefüllte Einzelhubkolbenkonstruktion (e) weist große Dichtigkeitsprobleme auf.
Ein optimaler Liege- und Schlafkomfort wird erreicht, wenn die den Körper unterstützenden Druckkräfte überall der Massenverteilung entsprechen. Der Schwebe- oder Schwimmzustand eines Körpers in einer Flüssigkeit, z. B. (salzhaltigem) Wasser, stellt einen physikalisch idealen Zustand mit überall gleichem Auflagedruck dar, abgesehen vom Schweredruck der Flüssigkeit, der von der Eindringtiefe abhängt.
Dieser Zustand ist aber in horizontaler Rücken- oder Seitenlage des menschlichen Körpers labil. Er kann nur durch bestimmte Luftverteilung im Brust- und Bauchraum und Anspannung der Nacken- und Beinmuskulator aufrechterhalten werden. Bei längerer Beibehaltung wird dieser labile Schwimm-Schwebezustand als unangenehm und anstrengend empfunden und ist zum entspannten Liegen oder Schlafen ungeeignet.
Dem Prinzip nach könnte das Wasserbett (f) den optimalen Liege-Schlafkomfort nahe kommen. Es besteht prinzipiell aus einem undurchlässigen, kaum dehnungsfähigen Wassersack, in einer Einzel- oder Vielkammerkonstruktion, mit oder ohne Strömungsdämmeinlagen, auf dem der Körper direkt aufliegt.
Es hat damit aber entscheidende Nachteile:
  • - Die Anpassungsfähigkeit des Wassersackes an die Körperkontur und Masseverteilung ist durch die notwendige Dicke und Zähigkeit der Hülle eingeschränkt.
  • - Durch das Einsinken werden quer zur Schwerkraft wirkende Seitendruckkräfte hervorgerufen, wodurch es zu einer Bewegungseinschränkung bei Änderung der Liegestellung kommt, zusätzlich zu der durch die nötige Wasserverdrängung.
  • - Weiterhin ist eine Beheizung des Wasserbettes und Regelung auf einen engen Temperaturbereich nötig.
  • - Der Wassersack neigt zum Schwappen, was durch Kammersysteme und Strömungsdämmeinlagen reduziert werden kann, wodurch sich aber der Kraftaufwand bei Bewegung deutlich erhöht.
  • - Darüber hinaus ist die Auflage = Wassersackhülle naturgemäß völlig wasser- und dampfundurchlässig.
  • - Das Waserbett hat ein großes Gewicht.
Das Ziel gemäß Hauptanspruch der Hauptanwendung des pneumtischen, federnden Flächenlagers als Bett- oder Liegeuntermatratze ist es, den beschriebenen optimalen Liege-Schlafkomfort zu erreichen, ohne die Nachteile der anderen Lösungswege in Kauf nehmen zu müssen. Vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den Unteransprüchen, insbesondere die Hauptanwendung in den Ansprüchen 7 bis 9. Dieses Ziel wird bei dem pneumatischen, federnden Flächenlager erfindungsgemäß durch das Zusammenspiel zweier Effekte erreicht.
  • I. Die Hauptanpassungshubwege, auch mit positivem Hubeffekt durch die Kopplung der Auflageelemente über das Behältnis, werden ermöglicht durch die Formänderung des vorteilhafterweise nicht prall gefüllten Behältnisses, das sich in dem Kasten befindet. Die Zeitkonstante bzw. die Geschwindigkeit der Anpassung wird durch die wähl- und einstellbare Zähigkeit des Mediums bestimmt und gedämpft.
    Zur Konturanpassung sind bei der Formänderung nur geringe, kaum progressive Druckkräfte nötig. Im Idealfall geringer Steifigkeit der Behältniswandung ist nur die Arbeit gegen den Schweredruck der zu verändernden Massen(höhe)verteilung und die Viskosität des Mediums zu leisten.
  • II. Die federnde Komponente der Lagerung und der endgültige Druckausgleich in dem inkompressiblen Medium entsprechend der Masseverteilung des aufliegenden Körpers und den Auflageflächen wird durch die Volumenänderung des Behältnisses über die möglichst gleichmäßige Dehnung der Behältniswandung erreicht. Die Auflageflächen der Auflageelemente können dabei an die Masseverteilung des Körpers angepaßt werden.
Durch Ausbildung der Auflageelemente als Teleskopfederstangen, die in den Deckeln der Kästen in Gleitbuchsen geführt sind, kann eine weitere elastische Hubwegvergrößerung erreicht werden, ohne die Höhe des Behältnisses zu vergrößern.
Mit dem pneumatischen, federnden Flächenlager wird erfindungsgemäß ein Mittelweg begangen zwischen (a) dem gleichmäßigen Druck auf alle Auflageflächen wie im Schwimmzustand, z. B. in hochsalzhaltigem Wasser, und (b) Druckauflagekräften, die proportional zu den Hubwegen und zu der Masseverteilung des zu lagernden Körpers sind.
Mit Hilfe von z-förmigen Verbindungswinkeln zwischen den als Teleskopfederstangen ausgebildeten Auflageelementen und den Querleisten können letztere abgesenkt und die Matratze in den Raum zwischen die Seitenholmkästen verlegt werden (Fig. 3). Bei einer Gesamtbauhöhe H inklusive Matratze (Dicke ca. 0,4 H möglich) wird somit ein maximaler Anpassungshubweg des pneumatischen, federnden Unterrahmens von bis zu H/2 erreicht.
Die transversale Durchbiegung der Querleisten und das Zusammenpressen der (teilweise perforierten) angepaßten Matratzenauflage ergibt einen weiteren, auch transversalen Anpassungshub von mindestens der Größe H/4.
Der gesamte Konturanpassungshub von 3H/4 (Beispiel H = 20 cm, 3H/4 = 15 cm) ermöglicht auch bei stark ausgeprägten Schulter- oder Hüftpartien einen optimalen, druckspitzenfreien Liegekomfort, auch in Seitenlage des menschlichen Körpers. Dieser große Anpassungshub wird nur in den kritischen Schulter- und Gesäßregionen benötigt. In den Kopf- und Beinbereichen können z. B. die Teleskopfederstangen entfallen. Die Auflageflächen können entsprechend der Massenverteilung angepaßt werden. Die optimierte Matratzenauflage kann dünner als herkömmliche Matratzen gewählt werden. Sie muß nur in diesen Regionen die erhöhte Anpassungs- und Durchbiegungsfähigkeit besitzen.
Figuren
Die Abbildungen Fig. 1 bis Fig. 3 illustrieren die wichtigsten Teile und Funktionen der Erfindung. Sie zeigen den prinzipiellen Aufbau in schematischer Weise und stellen nur eine von jeweils mehreren Ausführungs- und Verwendungsmöglichkeiten dar.
Fig. 1: Ausschnitt aus einem pneumatischen, federnden Flächenlager bestehend aus einem schlauchartigen, form-und vorteilhafterweise auch volumenveränderlichen Behältnis 1, das sich in einem Kasten 4 befindet und auf das Auflageelemente 6, 6′ etc. Druckkräfte ausüben.
Fig. 2: Ausschnitt aus einem pneumatischen, federnden Untermatratzenflächenlager versehen mit einem großflächigen Stempel 17 und/oder einem Luftpolster 13 zur Einstellung eines Angangsfülldruckes p₀.
Fig. 3: Querschnitt durch eine pneumatische, federnde Bett-, Liege- oder Sesseluntermatratze mit geringer Bauhöhe H und zwei getrennten, schlauchartigen Behältnissen 1 und 1′ in den beiden Seitenholmkästen 4 und 4′ des Rahmens.
Figurenbeschreibung
Fig. 1 zeigt als Ausschnitt ein schlauchartiges, formveränderliches Behältnis 1, das nicht prall mit dem Medium 3 gefüllt ist und in dem Kasten 4 vornehmlich in der Senkrechten seine Form, gegebenenfalls auch sein Volumen ändern kann, sobald über Auflageelemente 6, 6′ etc. Druckkräfte Fp, Fp′ etc. auf dieses ausgeübt werden. Die Auflageelemente 6, 6′ etc., die vorteilhafterweise in fest mit dem Kasten verbundenen Buchsen 5, 5′ etc. gleiten können, führen durch die Kopplung über die Form- und Volumenänderung des Behältnisses 1 Hubwege sowohl in negativer (nach unten) als auch in positiver (nach oben) Richtung aus, je nach Stärke der beaufschlagten Druckkräfte, bis sich ein Druckausgleich in dem Behältnis 1 einstellt, das ganz oder teilweise mit einem inkompressiblen Medium 3 gefüllt ist.
Ist die Wandung 2 des Behältnisses 1 dehnungselastisch, so kommt es vornehmlich in der Endphase der Anpassungshubwege zu einer elastisch federnden Lagerung eines Körpers, der mit seiner Massenverteilung indirekt über die Auflageelemente 6, 6′ etc. Druckkräfte auf das Behältnis 1 ausübt. Durch die Kopplung über das Behältnis 1 kommt es zu positiven Hubwegen und Druckunterstützungskräften in Kontureinbuchtungen des aufliegenden Körpers. Zur Dämpfung der Anpassungsbewegung kann ein zähes Medium 3 von gelatineariger Konsistenz eingesetzt werden.
Fig. 2 zeigt als Ausschnitt einen Seitenholm 4 und Endholm 14 einer Untermatratze, die als längliche Kästen ausgebildet sind und ein schlauchartiges Behältnis 1 aufnehmen.
Zur Beaufschlagung mit einem stufenlos variablen Anfangsfülldruck p₀ ist vorgesehen:
  • (a) ein großflächiger Stempel 17, auf den z. B. über eine Gewindestange 8 eingeschraubt in den Kastendeckel 19 eine Druckkraft Fp₀ ausgeübt werden kann und/oder
  • (b) ein räumlich abgegrenztes Luftpolster 13, das über ein Ventil 15 befüllt wird.
Beide liegen vorteilhafterweise außerhalb des Bereiches der für die Flächenlagerung eines Körpers vorgesehenen Auflageelemente 6, 6′ etc.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine Bett-, Liege- oder Sesseluntermatratze, der Hauptverwendungsmöglichkeit des pneumatischen, federnden Flächenlagers, die mit eingelegter Matratzenauflage 10 nur eine geringe Bauhöhe H aufweist.
Die beiden Seitenholme 4 und 4′ der Untermatratze sind als längliche Kästen ausgebildet und nehmen je ein schlauchartiges, dehnungselastisches Behältnis 1 und 1′ auf. Auf den nicht prall mit einem inkompressiblen, zur Dämpfung gelatineartigen Medium 3, 3′ gefüllten Behältnissen 1, 1′ sitzen paarweise querverbundende Auflageelemente 16, 16′ mit wählbaren Auflageflächen 7, 7′ auf. Die Verbindun erfolgt über z-förmige Winkelelemente 11, 11′ und Endhalterungen 12, 12′, von denen eine (gegebenenfalls auch zwei) Querleiste(n) 9, (9′) zum jeweils anderen Seitenholm führt (führen). Auf diese Querleisten 9 kann eine im Konturanpassungsvermögen optimierten Matratzenauflage mit einer Dicke von ca. 0,4 H abgesenkt in den Zwischenraum der Seitenholme auf- bzw. eingelegt werden.
In den kritischen, longitudinal aufliegenden Schulter- und Gesäßregionen der Untermatratze können die Auflageelemente als Teleskopfederstangen 16, 16′ ausgebildet werden. Die Halterungen 12, 12′ etc. für Einfach- oder Doppelquerleisten 9 (9′) können zur besseren Winkelanpassung um, z. B. ±30° drehbar um die Querleistenachsen 20, 20′ an den Winkelelementen 11, 11′ etc. angebracht werden. Als Querleisten 9 können gängige Federholzlatten angepaßter Elastizität eingesetzt werden.
Bei einer Gesamtbauhöhe von H = 20 cm, die im Vergleich zu einem herkömmlichen Lattenrost plus Matratze als normal zu bezeichnen ist, kann mit dem Untermatratzen-Flächenlager nach Fig. 3 ein positiv-negativer Hubanpassungsweg von insgesamt 3H/4=15 cm mit nur gering progressiv sich erhöhenden Auflagedruckkräften erreicht werden.
Die pneumatische, federnde Untermatratze mit Auflage kann in jedes passende herkömmliche Bettgestell eingesetzt werden. Da diese in der Regel eine ausreichende Bodenfreiheit haben, ist wie bei herkömmlichen Versionen eine Durchbiegung der Querleisten 9 und der Matratzenauflage 10 unter die Seitenholmunterkante möglich.
Die erfindungsgemäß außerordentlich hohe Konturanpassungsfähigkeit bei sehr gleichmäßiger Auflagedruckverteilung ohne Druckspitzen wurde mit dem Ergocheck® Druckmatratzen- Computersystem in vielen Versuchen im Schulter- und Gesäßbereich auch bei Seitenlage überprüft und nachgewiesen.
Andere Anordnungen als die beispielhaft beschriebene und Kombinationen mit bekannten oder modifizierten Untermatratzenelementen und Matratzenauflagen sind selbstsverständlich ebenfalls möglich.
Eine Winkelverstellung des Kopf- und Beinteiles des pneumatischen Unterrahmens um mindestens +30° ist bei guter Buchsenführung der Auflageelemente 16, 16′ möglich. In der beschriebenen pneumatischen, federnden Untermatratze treten auch in Kombination mit zusätzlichen federnden Elementen (Teleskopfederstangen, elastischen Querleisten und Matratzen) praktisch keine die Bewegungsfreiheit behindernde Seitenkräfte auf.
Die Verwendung zweier getrennter symmetrischer, schlauchförmiger Behältnisse 1, 1′ in den beiden Seitenholmkästen 4, 4′ der Untermatratze (Fig. 3) ergibt eine gleichmäßige Belastungsreaktion und vermeidet den Rausschmeißeffekt beim Einsteigen oder bei einseitiger Belastung des Bettes.
Vorteilhafterweise setzen sich die schlauchartigen Behältnisse 1, 1′ jeweils bis zur Mitte des ebenfalls kastenförmigen Kopf- oder Fußholmes 14′ fort (Fig. 2). Dort kann durch Aufpressen eines großflächigen Stempels 17 mit einer Druckkraft Fp₀ (Fig. 2) der Anfangsfülldruck p₀ auf das Körpergewicht bzw. die ausladend ausgeprägte Körperform des Bettbenutzers optimal angepaßt werden.
Eine Beaufschlagung mit einem Gas-(Luft-)polster 13 ist in diesem Bereich zur Druck- und Elastizitätserhöhung ebenfalls möglich.
Neben der Verwendung als Bettuntermatratze kann das beschriebene pneumatische, federnde Flächenlager auch für Liegen und Sesselpolsterungen, z. B. für länger bettlägerige, bandscheibengeschädigte oder querschnittsgelähmte Menschen Verwendung finden, ebenso als konturanpassungsfähiges Flächenlager in der (Großtier-)Veterinärmedizin.
Weitere exemplarische Beispiele für die Verwendungsmöglichkeiten des pneumatischen, federnden Flächenlagers sind:
Flächenlager für Gebäude oder -teile in stark erdbebengefährdeten Gebieten
Flächenlager zum Transport von hochempfindlichen Gütern oder Gerätschaften
Federnde und neigungsempfindliche Flächenlager im Automobil- und Eisenbahnbau
Schwingungs-Entkopplungs-Flächenlager für erschütterungsempfindliche Geräte, Laser, Instrumente oder Experimentiertische.

Claims (9)

1. Pneumatisches, federndes Flächenlager bestehend aus
  • a) einem geschlossenen, formveränderlichen Behältnis (1), das mit einem beweglichen Medium (3) gefüllt und
  • b) in einem Kasten (4) angeordnet ist, der in mindestens einer Raumrichtung die Deformation des Behältnisses (1) erlaubt, in den anderen Richtungen aber ver- bzw. behindert, und aus
  • c) mindestens zwei Auflageelementen (6, 6′), dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageelemente (6, 6′) über Auflageflächen (7, 7′) abzufedernde Druckkräfte Fp und Fp′ auf das Behältnis (1) ausüben, die zu einer Deformation des Behältnisses (1) gefüllt mit Medium (3) und zu einer Verschiebung der Auflageelemente (6, 6′) bis zum Druckausgleich im Behältnis (1) führen.
2. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (1) ganz oder vornehmlich mit einem schwer- oder inkompressiblen Medium (3) befüllt ist.
3. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium (3) aus Wasser mit einem Gelierung bewirkenden Zusatzmittel besteht, das je nach Zugabe eine wenig temperaturabhängige gelatineartige Konsistenz bestimmter Viskosität einzustellen erlaubt.
4. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung (2) des Behältnisses (1) aus einem dehnungselastischen Material besteht.
5. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (1) schlauchartig und die Auflagen (6, 6′, etc.) stempelartig ausgebildet sind und in Gleitbuchsen (5, 5′ etc.) geführt sind.
6. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (1) entweder über eine flächige Auflage (17) oder durch Einpumpen eines Gasvolumens (13) über ein Ventil (15) mit einem einstellbaren Vordruck p₀ beaufschlagt werden kann.
7. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei schlauchartige Behältnisse (1) und (1′) in je einem der als längliche Kästen (4) und (4′) ausgebildeten Seitenholme der Untermatratze eines Bettes, einer Liege oder eines Sessels liegen und daß Auflageelemente (16, 16′ etc.), die verschieblich in den Deckplatten (19, 19′) der Kästen (4, 4′) geführt und paarig mit Querleisten (9) verbunden sind, auf den Behältnisse (1) und (1′) in durch den Querleistenabstand bestimmten Intervallen aufliegen.
8. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querleisten (9), auf denen die Matratze (10) aufliegt, mit Hilffe von z-förmigen Winkelelementen (11, 11′) mit den Auflageelementen (16, 16′) verbunden sind, so daß sie tiefergesetzt zwischen den Seitenholmkästen angeordnet sind.
9. Pneumatisches, federndes Flächenlager nach mindestens einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (12, 12′) für die Querleisten (9) um die Querleistenlängsachse (20, 20′) drehbar an den Auflagen (16, 16′) bzw. den Winkelelementen (11, 11′) angebracht sind.
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