DE43204C - Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von blaurothen Azofarbstoffen aus Diamidodiphenoläthern, Diamidostilben und dessen Disulfosäure. - Google Patents

Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von blaurothen Azofarbstoffen aus Diamidodiphenoläthern, Diamidostilben und dessen Disulfosäure.

Info

Publication number
DE43204C
DE43204C DENDAT43204D DE43204DA DE43204C DE 43204 C DE43204 C DE 43204C DE NDAT43204 D DENDAT43204 D DE NDAT43204D DE 43204D A DE43204D A DE 43204DA DE 43204 C DE43204 C DE 43204C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diamidostilbene
bluish
acid
methyl
disulfonic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT43204D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Publication of DE43204C publication Critical patent/DE43204C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Dritter Zusatz zum Patent ΛΪ41761 vom 21. Dezember 1886.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1887 ab. Längste Dauer: 20. Dezember 1901.
Durch das Patent Nr. 41761 wurde die Einwirkung von Tetrazodiphenyl - und Tetrazoditolylsalzen auf alkylirte β-Naphtylaminsulfosäuren unter Schutz gestellt.
Es hat sich ergeben, dafs aufserdem die Farbstoffe aus den Tetrazoverbindungen der Diamidodiphenoläther, des Diamidostilbens und der Diamidostilbendisulfosä'ure auf alkylirte Naphtylaminsulfosäuren einen hohen technischen Werth beanspruchen und sich wesentlich von den entsprechenden Farbstoffen aus den nicht alkylirten Säuren unterscheiden.
Das Verfahren zur Darstellung dieser Farbstoffe schliefst sich vollkommen der im Haupt-Patent aufgeführten Methode an.
I. Farbstoff aus Tetrazodiphenoläther und
Aethyl-ß-naphtylamin-ö-monosulfososäure.
Eine Diamidodiphenoläther enthaltende kalte wässerige Lösung, deren Gehalt durch Titration mit Natriumnitrit bestimmt worden ist, wird unter Anwendung von überschüssiger Salzsäure und der berechneten Menge Natriumnitrit in der Kälte diazotirt. Die so gebildete, in Wasser leicht lösliche Tetrazoverbindung läfst man darauf langsam unter gutem Rühren zu einer wässerigen Lösung von Aethyl-£- naphtylamin -ό-monosulfosäure laufen, der so viel essigsaures Natron zugesetzt wird, dafs alle mineralische Säure
gebunden ist.
Zu 10 kg verbrauchtem Natriumnitrit sind ι ι kg Nitrit entsprechend Aethyl-ß-naphtylaminox-monosulfosäure erforderlich.
Man erhitzt nun zum Kochen, neutralisirt den sich als braunschwarzes Pulver ausscheidenden Niederschlag der Farbstoffsäure mit Alkali, salzt aus, filtrirt ab, trocknet und erhält ein braunschwarzes Pulver, das sich in Wasser mit tiefblaurother Farbe löst, ungeheizte Baumwolle sehr klar röthlich violett färbt und sich dadurch sehr wesentlich von dem entsprechenden Farbstoff der ß-Naphtylamin-d-monosulfosäure unterscheidet.
II. Farbstoff aus Tetrazostilben und Methyl-
ß-naphtylamin-ß-monosulfosäure.
Einen klaren blaurothen Farbstoff, der sich wenig von dem unter Beispiel II. des Haupt-Patentes ausführlich beschriebenen Farbstoff unterscheidet, aber viel blauer als das entsprechende Product der nicht alkylirten Säure ist, erhält man bei der Einwirkung von Tetrazostilben auf Methyl-ß-naphtylamin-ß-monosulfosäure.
50 kg salzsaures Diamidostilben, sei dasselbe nun durch Reduction des von Strakosch (Ber. d. deutsch, ehem. Ges. VL, 328) beschriebenen p-Dinitrostilbens oder des durch Kochen von p-Nitrotoluol mit Alkali gebildeten rothen, amorphen Körpers erhalten, werden in 2000 1
('2. Auflage, ausgegeben am i. September

Claims (1)

  1. Wasser gelöst, mit 50 kg Salzsäure von 200 B. Wendet man an Stelle des Diamidostilbens
    versetzt und durch Einfliefsenlassen einer Lösung \ dessen Disulfosäure an, so erhält man einen
    von 25 kg Natriumnitrit in Tetrazostilhen über- i ebenfalls blaurothen, in Wasser jedoch leichter
    geführt. ' löslichen Farbstoff.
    Die so gebildete kalte Lösung läfst man
    darauf zu einer wässerigen Lösung von methyl- Patent-Anspruch:
    ß-naphtylamin-ß-monosulfosaurem Natron laufen, Verfahren zur Darstellung von blaurothen,
    welche nach Versuch ca. 26 kg Nitrit verbraucht, Baumwolle direct färbenden Azofarbstoffe!!
    stumpft die freie mineralische Saure durch Salze ; durch Einwirkung der Tetrazoverbindung der
    organischer Säuren, z. B. durch essigsaures Diamidodiphenoläther, wie Methyl-, Aethyl-
    Natron ab und erwärmt zum Kochen. Es oder Amyläther, des Diamidostilbens und der
    bildet sich dann der Farbstoff. Man neutrali- Diamidostilbendisulfosäure auf Methyl- oder
    sirt mit Alkali, salzt aus und trocknet. Aethyl-ß-naphtylaminmonosulfosäuren.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT43204D Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von blaurothen Azofarbstoffen aus Diamidodiphenoläthern, Diamidostilben und dessen Disulfosäure. Active DE43204C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE43204C true DE43204C (de)

Family

ID=318545

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT43204D Active DE43204C (de) Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von blaurothen Azofarbstoffen aus Diamidodiphenoläthern, Diamidostilben und dessen Disulfosäure.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE43204C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE43204C (de) Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von blaurothen Azofarbstoffen aus Diamidodiphenoläthern, Diamidostilben und dessen Disulfosäure.
DE1644231A1 (de) Wasserunloeslicher Monoazofarbstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1289931B (de) Farbstoffgemisch aus wasserunloeslichen Disazofarbstoffen sowie Verfahren zur Herstellung dieser wasserunloeslichen Disazofarbstoffe
DE584578C (de) Verfahren zur Herstellung von oel- und wasserunloeslichen, Harzseifen enthaltenden Farblacken
DE574463C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE1769443C3 (de) Azoverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Herstellung von Druckfarben
DE955082C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffsalzen
DE1213941B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE627344C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE46203C (de) Verfahren zur Darstellung gelber und brauner Farbstoffe durch Einwirkung nitrirter Diazoverbindungen auf Öxycarbonsäure
DE38664C (de) Verfahren zur Darstellung von Benzidinmonosulfosäure und von Azofafbstoffen aus denTetrazoverbindungen derselben
DE1198387B (de) Hektographische Farbmassen
DE930168C (de) Aufschlussmittel fuer Farbbasen und Fixiermittel fuer basische Farbstoffe
DE241678C (de)
DE528606C (de) Verfahren zur Darstellung von Monoazofarbstoffen
DE101286C (de)
DE694331C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Disazofarbstoffen
DE953548C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE561493C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1644244C (de) Monoazopigmentfarbstoff, Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung
AT106453B (de) Verfahren zur Darstellung beizenziehender Disazofarbstoffe.
DE694442C (de) Verfahren zur Herstellung, wasserunloeslicher Disazofarbstoffe
DE1544507C3 (de) Verwendung von wasserunlöslichen Disazomischkupplungsfarbstoffen
DE287072C (de)
DE522968C (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrakisazofarbstoffen