DE43129C - Selbsttätiger Control • Apparat zur Vertheilung elektrischer Ströme - Google Patents

Selbsttätiger Control • Apparat zur Vertheilung elektrischer Ströme

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DE43129C
DE43129C DENDAT43129D DE43129DA DE43129C DE 43129 C DE43129 C DE 43129C DE NDAT43129 D DENDAT43129 D DE NDAT43129D DE 43129D A DE43129D A DE 43129DA DE 43129 C DE43129 C DE 43129C
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lines
cylinder
wires
transformer
contact
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Expired - Lifetime
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DENDAT43129D
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G. WESTINGHOUSE JR. in New-York
Publication of DE43129C publication Critical patent/DE43129C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J1/00Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
    • H02J1/10Parallel operation of DC sources

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Locating Faults (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft Einrichtungen bei elektrischen Leitungen, durch welche elektrische Ströme aus irgend einer Elektricitätsquelle nach Verwendungsstellen in gröfserer oder geringerer Entfernung befördert werden; der Zweck der neuen Einrichtungen ist insbesondere der, bei irgend welchen vorkommenden Unterbrechungen in der zur Verbrauchsstelle führenden Leitung einen sofortigen Ersatz zu bieten, so dafs der Strom zur Verwendungsstelle auf dem Ersatzwege gelangt, bis die normale Verbindung wieder hergestellt ist.
Die Einrichtungen sind vorzugsweise für elektrische Anlagen bestimmt, in denen Wechselströme durch eine Hauptleitung nach einer sich in der Nähe der Verbrauchsstellen befindenden Station befördert und dort durch Induction in Zweigströme übergeführt werden.
Fig. ι zeigt schematisch eine elektrische An^ lage, in welcher die neuen Einrichtungen angebracht sind, Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung zur selbsttätigen Umstellung der Stromkreise.
A ist ein Generator, in welchem nach vorliegender Annahme Wechselstrom erzeugt werden soll. Die Ströme der einen Art werden gleichzeitig durch mehrere, hier drei, Leitungen L1 Z.2 Z.3, die Ströme der anderen Art gleichzeitig durch andere Z.4 Z.5 L6 abgegeben; diese Leitungen sind auf je 2000 Volts berechnet, und führen neben einander nach Stationen in der Nähe der Verbrauchsstellen, z. B. der Glühlichtlamperi d, welche in den Stromkreis zweier Vertheilungsdrähte /1Z2 eingeschlossen sind, die aus der Hauptleitung mittelst der Transformatoren C1 C2 C3 mit Strom versehen werden. Die primäre Spule ρ des Transformators C ist durch Leitungsdrähte 1 und 4 in einen Stromkreis zwischen den Hauptleitungen L1 und Z,4 eingeschlossen, die primäre Spule ρ des Transformators C2 auf gleiche Weise durch Drähte 2 und 5 in einen Stromkreis zwischen den Hauptleitungen Z.2 und Z,6 und die primäre Spule ρ des Transformators C3 durch Drähte 3 und 6 zwischen den Leitungen Z,3 und ZA Es befindet sich also jeder Transformator zwischen einem anderen Paar der Hauptleitungsdrähte. Die secundären Spulen sss der Transformatoren sind in Parallelschaltung mit den Leitungsdrähten Z1 Z2 verbunden. Die Hauptleitungen L1 JL2 u. s. w. übertragen auf diese Weise den Strom auf die Leitungsdrähte IH2. Die Drähte 1, 2 und 3, welche von den Hauptleitungen L1L2L3 abzweigen, sind je mit einer Umschaltung Γ1 Γ2 Ρ versehen, von denen jede mit drei Punkten ί'ί2ί3, die mit den Leitungen L1L2L3 Verbindung haben, Contact erhalten kann. Auf diese Weise kann jeder der Drähte 1, 2 und 3 mit irgend einer der drei Linien L1 L2 Z,3 verbunden werden. Ebenso haben die drei von den Linien Z,4 Z.5 L6 abzweigenden Drähte 4, 5 und 6 je eine Umschaltung T* Th T6, deren jede in i4 if5 und i6 mit einem der drei Hauptleitungsdrähte verbunden werden kann.
Wenn nun eine Störung oder Unterbrechung in den Verbindungen einer der Hauptlinien L1L2L3 u. s. w. eintritt, so kann der zugehörige Transformator C1 C2 oder C3 mit einem der anderen Drähte derselben Gruppe der Hauptleitung verbunden werden, und der für die Verwendungsstellen erforderliche Strom wird folglich durch den anderen Draht der
Gruppe einestheils zu dem diesem anderen Drahte zugehörigen Transformator, anderentheils aber zu einem zweiten, in denselben Stromkreis eingeschalteten Transformator gelangen. Die Leitungsfähigkeit der Linien ist so bemessen, dafs der Strom mehr oder weniger vollkommen übertragen wird. Wenn demnach eine der Hauptleitungen versagt, so werden die secundären Leitungen Z1 und P durch einen der anderen Hauptleitungsdrähte versorgt, bis die Störung wieder beseitigt ist.
In Fig. 2 ist A ein Generator für Wechselstrom, durch welchen die Verwendungsstellen d1 d2 d3 in Betrieb gesetzt werden sollen. Die Verwendungsstellen d1 sind in den Stromkreis der secundären Spule s1 des Transformators C1 geschaltet. Die primäre Spule pl dieses Transformators ist mit den entgegengesetzten Polen des Generators A durch die Leitungsdrähte L1 und L4 bezw. durch Abzweigungen verbunden.
Die primäre Spule p2 des Transformators C2 ist ebenso in den Stromkreis der Leitungen L2 und L5 und die primäre Spule p3 des Transformators C3 in den Stromkreis der Leitungen L3 und Le eingeschlossen.
Die Controlapparate J31 B2 B3 dienen zur Controle der normalen Verbindung der primären Spule jedes Transformators; der cylindrische Apparat -B1 ist in der Zeichnung als zur Fläche aufgerollt dargestellt. Wenn z. B. die Hauptleitung L1 eine Unterbrechung erleiden sollte, so würde eine der Leitungen L2 oder L3 an ihre Stelle treten müssen. Um dies zu bewirken, ist der Leitungsdraht L1 durch eine Abzweigung ι mit einer Bürste c1 verbunden, welche mit der Platte bx des Cylinders B1 Berührung hat. Die Hauptleitung L2 ist durch die Abzweigung 2 mit der Bürste c2 verbunden, welche an einer anderen Stelle der Längenrichtung des Cylinders B1 gegen diesen anliegt. Dieser Berührungsstelle entsprechend ist auf einem Theil des Umfanges des Cylinders B1 eine Contactplatte b2 eingesetzt, welche bei entsprechender Drehung des Cylinders mit c2 Berührung erhält. Ebenso ist von der Leitung L3 ein Draht 3 abgezweigt, dessen Bürste c3 gegen den Cylinder J31 anliegt, auf dem an einer anderen Stelle seines Umfanges die Contactplatte b3 sich befindet. Die Leitungsdrähte L1 L2 L3 stehen mit einem Polende der Dynamomaschine A in Verbindung; die vom anderen Polende ausgehenden dreiLeitungsdrähte L4L5L6 sind in gleicher Weise durch Zweigdrähte 4, 5 und 6 mit Bürsten c4 c5 c6 verbunden, die gegen den mit Contactplatten b4 b5 be versehenen Umfang des Cylinders B1 anliegen. Die Platten b1 b2 b3 sind mit einem Contactring e1 und die Platten 2>4 bh b6 mit einem Contactring e2 leitend verbunden. Die Contactbürsten J?1 J?2 schleifen auf diesen Contactringen e1 e2 und sind durch ' die primäre Spule pl des Transformators C1 mit einander verbunden.
Der normale Stromschlufs zwischen den beiden Leitungen L1 und L* vollzieht sich wie folgt: durch Draht 1, Bürste c1, Contactplatte b', Ring e1, Spulep\ Ringe2, Contactplatte δ4, Bürste c4 und Draht 4. Wenn nun der Leitungsdraht L1 zwischen dem Punkt, wo der Draht 1 abzweigt, und dem Vereinigungspunkt der drei Leitungen L1L2L3 eine Unterbrechung erfährt, so mufs die Bürste E1 in den Stromkreis einer der beiden anderen Leitungen L2 oder L3 geschaltet werden, um den Stromkreis durch die primäre Spule des Transformators herzustellen. Hierzu mufs der Cylinder B1 eine Drehung erhalten; dies geschieht wie folgt: Auf der Achse/1 des Cylinders sitzt ein Trieb /2, welcher langsam durch ein Triebwerk mit Zahnrad /3 oder auf andere Weise Drehung erhält. Für gewöhnlich wird die Drehung des Cylinders jedoch verhindert durch einen Anschlag g1, welcher sich gegen die Stifte g2 einer Scheibe g3 auf der Cylinderachse/1 legt. Der Anschlagstift gx sitzt an einem Hebel h, welcher mit dem Anker oder Kern /11 eines Elektromagneten oder Solenoids H verbunden ist. Wenn durch die Spule dieses Solenoids ein elektrischer Strom hindurchgeht, so wird der Kern hl emporgezogen, so dafs, wie in der Zeichnung angegeben, der Anschlag g1 sich in die Bahn der Stifte g2 legt; wird jedoch der Strom unterbrochen, so fällt der Kern h1 und mit ihm der hintere Hebelarm h herab, der Anschlagstift g1 wird aus der Bahn der Stifte g2 ausgehoben, und der Cylinder wird durch das Triebwerk f3 in Drehung versetzt. Das Solenoid ist in den von der secundären Spule sl ausgehenden Stromkreis dl eingeschaltet.
Sobald nun die Leitung L1 eine Unterbrechung erfährt, wird der Cylinder B1 langsam mit regulirbarer Geschwindigkeit in Drehung gesetzt; die Contactplatte bl gleitet dabei von der Bürste c1 ab und die Contactplatte b2 tritt mit der Bürste c2 in Berührung, wodurch die Leitung L2 mit der Bürste E1 Verbindung erhält. Der Stromschlufs wird dann durch die Spule £>' zwischen den Leitungsdrähten L2 und L4 vermittelt, und wenn durch diese beiden Drähte Strom fliefst, wird das Solenoid erregt, den Kern hl und mit diesem den Hebel h aufziehen und den Anschlagstift g1 vor den nächsten Stift g2 der Cylinderscheibe fallen lassen, wodurch die Drehung des Cylinders aufgehalten wird; die Bürste c2 bleibt dabei in Berührung mit der Contactplatte b2. Dieser Vorgang würde sich bei Unterbrechung anderer Leitungen wiederholen.
Die Cylinder B2 und B8 sind ebenso eingerichtet und in ihrer Wirkung gleich dem beschriebenen Cylinder B1; doch ist zu be-
merken, dafs der normale Stromschlufs, welcher im Cylinder B1 zwischen Leitung L1 und I.4 stattfindet, im Cylinder B'2 zwischen Leitung Z-2 und Z-5 und im Cylinder B3 zwischen Leitung L3 und L6 bewirkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Eine Einrichtung zur selbstthätigen Herstellang einer Ersatzverbindung bei eintretender Unterbrechung einer Leitung in elektrischen Anlagen, bestehend in rotirenden Cylindern (B1B2B3J, die bei normalem Stromschlufs durch elektromagnetischen Anschlag festgehalten, bei eintretender Unterbrechung aber freigegeben werden und sich nun so lange drehen, bis eine der auf dem Umfange der Cylinder angebrachten Contactplatten (bl b2 b3) durch die anliegenden Bürsten (cl c2 c3) wiederum Stromverbindung zwischen einem der positiven und einem der negativen Zweigdrähte der Hauptleitung herstellt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT43129D Selbsttätiger Control • Apparat zur Vertheilung elektrischer Ströme Expired - Lifetime DE43129C (de)

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