DE43064C - Neuerung an dem durch Patent Nr. 40016 geschützten Schuhmacherwerkzeug zum Schneiden, Spalten und Schärfen von Rändern und sonstigen Lederstreifen, sowie zum Beschneiden des eingestochenen Randes - Google Patents

Neuerung an dem durch Patent Nr. 40016 geschützten Schuhmacherwerkzeug zum Schneiden, Spalten und Schärfen von Rändern und sonstigen Lederstreifen, sowie zum Beschneiden des eingestochenen Randes

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DE43064C
DE43064C DENDAT43064D DE43064DA DE43064C DE 43064 C DE43064 C DE 43064C DE NDAT43064 D DENDAT43064 D DE NDAT43064D DE 43064D A DE43064D A DE 43064DA DE 43064 C DE43064 C DE 43064C
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bridge
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leather
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DENDAT43064D
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C, H. RAEB in Berlin, Charlottenstr. 32 a
Publication of DE43064C publication Critical patent/DE43064C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D5/00Hand appliances or hand tools for making or repairing shoes, other than those covered by groups A43D15/00, A43D19/00, A43D95/00, A43D100/00, A43D117/00
    • A43D5/04Knives

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schthwiork.
C. H. RAEB in BERLIN.
eingestochenen Randes.
Zusatz - Patent zu No. 40016 vom 1. Januar 1887.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. October 1887 ab. Längste Dauer: 31. December 1901.
Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen des durch Patent No. 40016 geschützten Werkzeuges, wodurch dasselbe zum Theil einfacher und dann auch fester in der Construction wird.
Wie ans Fig. 1 , 2 und 3 der Patentschrift No. 40016 ersichtlich, ist die sogenannte Brücke D vermittelst Schraube s'2 mit der Grundplatte B, um s2 schwingend, verbunden und durch Schrauben s& .vB in verschiedenen Entfernungen von dem Messer C einstellbar. Diese Verstellbarkeit von B vermittelst der drei Schrauben S2S^s6 bedingt eine zeitraubende Handthätigkeit und ist daher darauf Bedacht genommen worden , eine Vereinfachung in dieser Beziehung herbeizuführen.
Es ist daher die Brücke von der Grundplatte B vollständig getrennt gehalten worden. Der an und für sich durch Schraube s höher und tiefer zu stellende Führungsbacken b wird hier benutzt, um der Brücke durch dieselbe Schraube s die gewünschte Stellbarkeit zu geben. Zu diesem Zwecke ist die Brücke mit dem Führungsbacken b fest verbunden worden.
Weiterhin kommt der Führungsbügel F mit darauf sitzender Deckscheibe E in Fortfall und werden statt dessen drei besondere Hülfswerkzeuge angewendet.
Auf beiliegender Zeichnung sind die in Rede stehenden Verbesserungen dargestellt.
Fig. ι zeigt die neue Brückenanordnung in Seitenansicht,
Fig. 2 in Oberansicht und
Fig. 3 in Vorderansicht.
Es ist aus dieser Darstellung ersichtlich, dais die Grundplatte B und das durch Schraube sl an derselben befestigte Messer C, sowie der Führungsbacken b dieselbe Anordnung besitzen wie im Patent No. 40016.
Die neue Brücke D1 ist mit dem Führungsbacken b durch Anschrauben fest verbunden oder wird mit b aus einem Stück gefertigt. Die Schraube s, welche früher nur zur Verstellung des Führungsbackens b diente, wird hier gleichzeitig benutzt, um auch die Brücke D1 höher oder tiefer zu stellen.
Um auch den freien Enden der Brücke D1 einen festen Halt zu gewähren, ist in B eine Schraube ss befestigt, auf welcher sich Z)1 frei verschieben kann. Sobald eine Einstellung von D1 vermittelst der Schraube ^ erfolgt ist, wird die Flügelmutter d und die Gegenmutter g an D] hin festgeschraubt, so dais D1 nunmehr vollständig feststeht, somit das freie Ende nicht federn kann.
Diese Construction der Brücke D' macht gleichzeitig die früher vorhandene Deck-
scheibe E überflüssig. Statt des in Fig. ι, 2 und 3 der Patentschrift No. 40016 dargestellten Führungsbügels F, an welchem Deckscheibe E befestigt ist, werden hier drei Special - Hülfswerkzeuge benutzt.
Um dieselben mit D1 in Verbindung bringen zu können, besitzt D1 einen Schlitz k mit Ausschnitt i, Fig. 2, durch welchen letzteren die Hülfswerkzeuge in k eingeführt werden.
Zunächst wird der frühere Führungsbügel F mit Deckscheibe E ersetzt durch ein Gleitstück F1, dessen Form aus Fig. 4 und 7 ersichtlich ist. In dem Ausschnitt α von F1 liegt ein Prefsstück ρ mit Muttergewinde; letzteres nimmt die Schraube s7 auf, welche im Bügel F'2 geführt und mit einem sich gegen F2 legenden Kopf versehen ist.
Der Ausschnitt i in der Brücke D1, Fig. 2, ermöglicht die seitliche Einführung des Schraubenschaftes s1 in den Schlitz />, so dafs F1 in D' eingehängt werden kann, wie Fig. 4 zeigt. F' ist also im Schlitz k hin und herbeweglich und kann durch Anziehen der Schraube s7 in der gewünschten Entfernung vom Führungsbacken b festgestellt werden, wie z. B. Fig. 7 zeigt.
Soll mit diesem Werkzeug von der vollen Lederplatte L, Fig. 4, ein Rand- bezw. Lederstreifen y abgeschnitten werden, so wird mittelst Schraube s der Führungsbacken b und damit Brücke D1 so hoch geschraubt, wie die gewünschte Breite des Lederstreifens y dieses nothwendig macht (s. Fig. 3 und 4).
Zur seitlichen Führung dieses zu schneidenden Lederstreifens dient auf der einen Seite der Lederdicke der Führungsbacken b und auf der anderen Seite das Gleitstück F1, zu welchem Zweck F1 aus der Stellung Fig. 7 nach rechts hin so weit verschoben wird, dafs die Entfernung zwischen F1 und b der Lederdicke entspricht.
Um den abgeschnittenen Streifen y zu spalten, wird durch Schraube 5 die Brücke Z)1 so weit heruntergeschraubt, dafs die Entfernung zwischen Brücke £)' und Messer C gleich der Dicke des Leders wird, Fig. 7, dann wird das Gleitstück F1 entsprechend der Breite des Streifens y in die gehörige Entfernung vom Führungsbacken b eingestellt und nun der Streifen y an der Stelle \ flach eingeführt und durchgezogen, wie solches in der Patentschrift No. 40016 bezüglich der Fig. 3 und 5 erläutert ist.
Um den Lederstreifen zu schärfen, wird dieser an der Stelle ^1, Fig. 7, durchgezogen, wobei selbstverständlich vorher das Gleitstück F1 entsprechend der Breite des Randes eingestellt wurde. Auch hier bedingt die Form des Messers die Art der Schärfuna.
Der Vorgang ist hierbei derselbe, wie in Patentschrift No. 40016 für die Fig. 3, 6, 7 und 7 a erläutert.
Das Beschneiden des an dem Oberleder des Stiefels eingestochenen Randesy, Fig. 8, erfolgt in ähnlicher Weise, wie solches bereits bei Fig. 8 der Patentschrift No. 40016 beschrieben ist.
Der Deutlichkeit halber ist in Fig. 8 der Zeichnung die Anwendung des Werkzeuges hierbei nochmals dargestellt.
Mit der bisher erläuterten Einrichtung des Werkzeuges ist nur ein Spalten und Schärfen verhältnifsmäfsig schmaler Lederstreifen y, Fig. 3 und 4, möglich.
Da es aber oft erwünscht ist, ein gröfseres Stück Leder auszuschärfen, d. h. die Dicke desselben an beliebigen Stellen zu vermindern, so ist hier statt des ursprünglichen Führungsbügels F mit Deckscheibe E die Anbringung eines sogenannten Schärfsteges, Fig. 5, vorgesehen, welcher aus dem Haltestück m und der daran befestigten Winkelplatte η besteht. m und η legen sich in ungefähr der ganzen Breite des Messers auf das Leder auf.
Dieser Schärfsteg wird in den Schlitz k der Brücke D1 eingeführt und vermittelst der Mutter / an D1 befestigt. Das Werkzeug wird auf das Lederstück L1 aufgesetzt und vorwärts geschoben, wobei das Messer C von der Lederdicke x2 ein entsprechendes Stück y% abschneidet, ähnlich wie man mittelst eines Tischlerhobels Späne von einem Brett abtrennt.
Um dicke Lederstreifen oder Stücke zu schärfen bezw. die rechtwinklige Kante spitz- oder stumpfwinklig zu schneiden, wird der Führungbügel F ersetzt durch einen im Schlitz k der Brücke D' zu befestigenden Winkel w von der Form, wie in Fig. 6 dargestellt.
Auf dem Schenkel ινλ dieses Winkels legt sich auf der Innenseite eine Führungsleiste »>*, welche vermittelst der in einem Schlitz gehenden Schraube η>'ά der Winkelspitze näher oder entfernter eingestellt werden kann. Wird in den Winkel ein Lederstreifen y2 so eingelegt, wie Fig. 6 zeigt, und vorwärts bewegt, so wird die Schneide des Messers C die Abschrägung x3 hervorbringen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    An dem durch Patent No. 40016 geschützten
    Werkzeug folgende Abänderungen:
    ι. Statt der mit Grundplatte B verbundenen, um Schraube s2 schwingenden und durch Schrauben s5 se einstellbaren Brücke D
    (s. Fig. ι und 2 der Patentschrift No. 40016) die an dem Führungsbacken b befestigte Brücke Z)1, wodurch vermittelst der einen Schraube s (mit oder ohne Zuhülfenahme der Halteschraube s6) ein Höher- oder Tiefer-
    stellen sowohl von b als auch von D' erreicht ist, Fig. i, 2 und 3.
    2. Der Ersatz des Führungsbügels F mit Deckscheibe E (s. Fig. 1 , 2 und 3 der Patentschrift No. 40016):
    a) durch ein durch Ausschnitt i in die Brücke D1 einzubringendes, in Schlitz k verschiebbares Gleitstück F1, Fig. 4 und 7, oder
    b) durch einen in dem Schlitz k der Brücke D' zu befestigenden Schärfsteg, bestehend aus dem Haltestück m und der Winkelplatte 72, Fig. 5, oder
    c) durch einen in dem Schlitz k der Brücke D1 zu befestigenden Winkeln mit einstellbarer Führungsleiste w2, Fig. 6.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT43064D Neuerung an dem durch Patent Nr. 40016 geschützten Schuhmacherwerkzeug zum Schneiden, Spalten und Schärfen von Rändern und sonstigen Lederstreifen, sowie zum Beschneiden des eingestochenen Randes Expired - Lifetime DE43064C (de)

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