DE430320C - Anlage zur Gewinnung von leicht fluechtigen Metallen - Google Patents
Anlage zur Gewinnung von leicht fluechtigen MetallenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
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- C22B19/18—Condensers, Receiving vessels
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Description
- Anlage zur Gewinnung von leicht flüchtigen Metallen. Bei der elektrothermischen Gewinnung von leicht flüchtigen Metallen, z. B. Zink, werden nach den bisher bekannt gewordenen Verfahren und Vorrichtungen Kondensationsanlagen verwendet, bei denen der Kondensationsraum unmittelbar bzw. durch einen kurzen Kanal mit den Ofen verbunden ist. Nun ist bekanntlich das elektrothermische Metallgewinnungsverfahren ein sehr unregelmäßiger Vorgang. Insbesondere bei Erneuerung der Beschickung wechseln Temperaturen und Druckverhältnisse im Ofen: Unregelmäßigkeiten im Ofengang, häufig sogar Explosionen im Ofeninnern sind die Folge. Diese Erscheinungen sind naturgemäß bei den bisher üblichen und vom Ofengange beeinflußten Vorrichtungen für den Kondensationsvorgang von größter Bedeutung. Bei der elektrothermischen Zinkgewinnung z. B. bedingt jede Änderung der Temperatur, jede Änderung des gegenseitigen Dampfdruckes, jede Verschiebung in dem Mischungsverhältnis von Zinkdampf und Zinkoxyd, jedes Auftreten fremder Gase eine vermehrte Zinkstaubbildung. Diese wirkt gewissermaßen katalytisch auf den Zinkdampf, so daß in dem Augenblick, wo überhaupt Zinkstaub in größerer Menge entsteht, der Übergang in schmelzflüssiges Zink auf ein Minimum herabgedrückt wird.
- Die Erfindung ist nun bestimmt, diese Unregelmäßigkeit des Ofenganges, die den so ungünstigen Einfluß auf den Ofenprozeß hat, wirkungslos zu machen. Da, läßt sich dadurch erreichen, (laß man de!) itn Ofen auftretenden Druckstößen, d. h. plötzlichen Änderungen des Dampfdruckes, die sich vielfach als Folgeerscheinungen größerer Temperaturschwankungen ergeben, kurz, sämtliche Unregelmäßigkeiten des Ofenganges mit einem Widerstand begegnet, der dieselben insoweit vermindert, daß sie praktisch bedeutungslos sind, ohne dabei die Verbindung zwischen Ofen und Kondensationsraum zu unterbrechen. Solchen Ausgleichswiderstand bildet eine Verbindungsleitung von entsprechenden Abmessungen, die zweckmäßigerweise noch mit besonderen Druckausgleichsapparaten versehen ist. Werden in dieser Leitung die Unregelmäßigkeiten des Ofenbetriebes gewissermaßen aufgefangen, dann können sie im Kondensationsraum nicht mehr stören. Es wird eine gegenüber dem bekannten Verfahren erheblich gleichmäßigere Kondensation erreicht.
- Es könnte nun eingewendet werden, daß der Widerstand sich auch auf den normalen Prozeß, vor allem auf die normale Temperatur geltend macht, daß also die Gefahr vorliegt, daß die Zinkdämpfe mit zu niedriger Temperatur in den Kondensationsraum gelangen. Das aber wird ja dadurch vermieden, daß im Kondensationsraum besondere Heizvorrichtungen vorgesehen werden, die die erforderliche Temperatur sicherstellen. Aus vorliegenden Ausführungen ergibt sich also, daß in der Tat eine weitgehende Vergleichmäßigung des Ofenganges dadurch erzielt werden kann, daß, ohne die Verbindung des Ofens und de Kondensatio-t zu unterbrechen, der Kondensationsraum in einer gewissen Entfernung vom Ofen angeordnet ist.
- Im vorstehenden Sinne ist also die Verbindung des Ofens und des Kondensationsapparates gewissermaßen als Ausgleichsvorrichtung für den Ofenbetrieb anzusehen und daher auch nicht zu vergleichen mit kurzen Verbindungsstücken oder Kanälen, die bei den im Betriebe befindlichen Anlagen gegebenenfalls vorhanden sind, um die Ofengase in den Kondensationsraum überzuführen.
- Die Erfahrungen haben nun bewiesen, daß, wenn man der Kondensation der Zinkdämpfe ihren natürlichen Lauf läßt, fast ausschließlich Zinkstaub und kein flüssiges Zink gewonnen wird. Um diesem Übelstande zu begegnen, läßt man die Kondensation der Zinkdämpfe unter Zuhilfenahme mechanischer Bewegungen vor sich gehen, z. B: unter Benutzung von Rollöfen. Es hat sich gezeigt, claß die Ausbeute an flüssigem Zink in der unabhängigen und in Bewegung befindlichen Kondensationsvorrichtung dann besonders günstig ist, wenn in derselben Körper, wie z. B. Kugeln aus Steingut, Porzellan usw., vorgesehen sind.
- `Fohl ist es an sich bekannt, in einem an den Ofen angeschlossenen Drehrohr die aus dem Ofen kommenden gasförmigen Produkte mit Kugeln aus Wolframeisen zu bearbeiten. Aber dieser an sich begrüßenswerte Vorschlag kann. in einem direkt an dem Ofen angeschlossenen Apparat deshalb nicht zu voller Auswirkung gelangen, weil die wechselnden Verhältnisse im Ofen eine ständig erneute Quelle der Zinkstaubbildung geben. Erst in einem von dein Ofen unabhängigen Kondensationsapparate kann man gleichbleibende Kondensationsverhältnisse schaffen, so daß die Kugeln erst hier die günstigste Ausbeute liefern.
Claims (2)
- PATENT-ATTSPRÜCHE: Anlage zur Gewinnung von leicht flüchtigen Metallen, insbesondere von Zink in schmelzflüssiger Florin, dadurch gekennzeichnet, claß der Kondensator sich in einer solchen Entfernung vom Ofen befindet, daß die Kondensation von den Unregelmäßigkeiten des Ofenganges unabhängig ist.
- 2. Anlage nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Anwendung des mechanisch bewegten Kondensators mit Kugeln aus Porzellan, Metall u. dgl.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEC33359D DE430320C (de) | 1922-05-07 | 1922-05-07 | Anlage zur Gewinnung von leicht fluechtigen Metallen |
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| DE430320C true DE430320C (de) | 1926-06-15 |
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ID=7020788
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|---|---|---|---|
| DEC33359D Expired DE430320C (de) | 1922-05-07 | 1922-05-07 | Anlage zur Gewinnung von leicht fluechtigen Metallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE430320C (de) |
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1922
- 1922-05-07 DE DEC33359D patent/DE430320C/de not_active Expired
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