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Rechenmaschine mit Antriebzahnstangen. Es sind Rechenmaschinen bekannt,
bei denen die Ziffernräder durch hin und her gehende Zahnstangen angetrieben werden.
Während des Zahnstangenhubes in der einen Richtung, z. B. nach rechts, werden hierbei
die Ziffernräder vorwärts gedreht, und während der Rückbewegung wird die rückwärts
drehende Wirkung der Zahnstangen für die Zählwerksräder unwirksam gemacht.
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Es sind ferner Rechenmaschinen bekannt geworden, bei denen eine Drehung
der Zählwerksräder nicht nur in der einen, sondern
auch in der anderen,
entgegengesetzten Richtung (für die Subtraktion) herbeigeführt wird; es wird dies
dadurch erreicht, daß die Zahnstangen bei der Subtraktion an Stelle des oben erwähnten
Zahnstangenhubes nach rechts von ihrer Grundstellung aus einen Hub nach links ausführen,
also nach der entgegengesetzten Seite hin, wobei dann wiederum der rückläufige Hub
(der in diesem Fall nach rechts zurückführt) unwirksam gemacht werden muß, um eine
Rückwärtsdrehung der Zählwerksräder zu verhindern.
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Für diese nach zwei entgegengesetzten Richtungen hin beginnenden Doppelhube
mußten bisher zwei umfangreiche und auswechselbare Antriebsmechanismen angewendet
werden, welche nach zwei entgegengesetzten Richtungen hin arbeiteten und den Zahnstangen
entgegengesetzte Bewegungen erteilen konnten (Paigl).
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Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung war es, zur Erzielung des.
obigen Doppelhubes für den doppelten und komplizierten Antriebsmechanismus auf neuem
Wege Vereinfachung und Ersatz zu schaffen; indem auch noch, unter gänzlicher Vermeidung
von Wendegetrieben, die Antriebsbewegung für die Linksdrehung und für die Rechtsdrehung
der Ziffernräder durch ein und dasselbe Organ bewirkt wird.
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Abb. i zeigt eine schematische Darstellung des doppelten Zahnstangenhubes.
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Abb. 2 zeigt eine Aufsicht auf das Schaltwerk und auf das Zählwerk
einer Maschine mit der neuen Schaltwerksbewegung.
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Abb. 2a zeigt eine Seitenansicht zu Abb. 2. Abb. 3 bis 7 zeigen Teildarstellungen
für das neue Bewegungsprinzip und für verschiedene Ausführungen zur Grundidee.
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Abb. 8 zeigt eine an sich bekannte Hilfskonstruktion, welche bei allen
Ausführungsformen Verwendung findet.
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Abb. 9 und io zeigen eine Gesamtansicht Gier Maschine von oben und
von der Seite gesehen.
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Abb. i i, iia und 12 zeigen neue Ausgestaltungen an sich bekannter
Mechanismen, die mit zur neuen Schaltwerksbewegung gehören.
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Die Abb. 13 und 14 zeigen Einzelheiten. Abb. 2 und 2a zeigen
die allgemeine Ancvendung einer Maschine der neuen Art in Aufsicht und in Seitenansicht.
Vom Zählwerk Z sieht man die parallel gelagerten Zählwerksachsen 2 mit ihren Zifferntrommeln
2o. Das Gehäuse ist nur punktiert angedeutet. Vor dem Zählwerk Z liegt das Schaltwerk-Sch.
Über den abgebrochen dargestellten Zahnstangen 5 liegen, wiederum parallel angeordnet,
die Schaltwerksachsen i, und zwar achsial ausgerichtet mit den Zählwerksachsen 2
derart, daß die Greifscheiben 32 (Abb. 13) an den gegenüberstehenden Kopfenden von
i und 2 sich nahe gegenüberstehen und so die Achsen i und 2 zu einer Ach:.e kuppeln
können, wenn sie in achsialer Richtung gegeneinandergeschobenwerden.
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Die Schaltwerksachsen i tragen Zahnräder 4., die mit den Zahnstangen
5 (o bis 9) in dauerndem Eingriff stehen. Die Zahnrüder 4 übertragen jede Drehung,
die sie durch die Zahnstangen 5 erhalten, auf ihre Achsen i und können auf ihren
Achsen über den Zahnstangen verschoben werden - durch Einstellvorrichtung - wie
bekannt.
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Werden die Achsen i während eines Zahnstangenhubes in der einen Richtung
mit den Achsen 2 des Zählwerkes gekuppelt und vor Beginn des rückläufigen Hubes
entkuppelt, so ist eine volle Drehung - entsprechend dem Hub der Zahnstange - vom
Schaltwerk ins Zählwerk übertragen worden.
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Da in der Ruhestellung die Achsen i und 2 zwischen ihren Greifscheiben
32 einen kleinen Zwischenraum haben, so können auch Schaltwerk und Zählwerk in bekannter
Art, zum Zwecke der dekadischen Wechselschaltung, parallel zueinander verschoben
werden.
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Die neue Schaltwerksbewegung bietet neben vielem anderen ganz besondere
Vorteile für Maschinen mit feststehendem Zählwerk; daher ist ein feststehendes Zählwerk
für den Bau der Maschine laut Abb. 2 und 2a vorgesehen.
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Die Kurbel 8 sitzt ebenso wie ein Stirnrad io starr auf ihrer Achse
9 und ist durch Getriebe zwangläufig verbunden mit Achse i i und mit Achse gd. Auf
der Achse i i sitzt das Organ 7 für die Steuerung der Zahnstangenbewegung. Dieses
Organ 7 ist ausgestaltet als Exzenterscheibe, wofür zum Schluß noch ausführliche
Begründung erfolgt.
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Die Hin- und Herbewegung der Zahnstangen kann nun in verschiedener
Weise erfolgen. Bei der ersten Ausführungsform der Zahnstangenbewegung laut Abb.
i werden die Zahnstangen 5 durch den unmittelbar an jeder Zahnstange angreifenden
Hebelarm 57 so verbunden, daß sie nur proportional ihren Wertstellen von i bis g
verschoben werden können. Hebelarm 57 hat seinen Drehpunkt bei 59; er ist mit den
Zahnstangen (o bis 9) gelenkartig verbunden. Der Hebel 57 kann mit den Zahnstangen
zusammen hin und her bewegt werden. Die Zahnstange 9 ist starr verbunden mit einem
Führungsblech 6o. Bei jedem Hub A, den das Führungsblech 6o (mit seiner Zahnstange
9) von der Mittelstellung aus nach rechts zur punktierten Stellung -E- 6o macht,
wird Hebel --
entsprechend nach rechts geschwenkt, und mit
ihm
«-erden die Zahnstangen ( i bis 8), proportional ihren Wertstellen, nach rechts
verschoben. Durch jeden Rechtsausschlag von 69 usw. (A-Hub) werden die Ziffernräder
der Maschine in der einen Richtung (etwa in negativem Sinn) gedreht.
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Das Führungsblech 6o steht durch eine Pleuelstange 6 in Verbindung
mit der Kurbelscheibe;, «-elche durch Kurbel 8 oder sonstwie gedreht werden kann.
Ist die Pleuelstange 6 bei --j- F an 6o und bei ; 1i an 7 angelenkt, so wird während
jeder vollen Kurbeldrehung Teil 6o einmal von seiner Mittelstellung zur Stellung
+ 6o und zurück bewegt (A-Hub). `'erden dagegen die Gelenkpunkte - F und - K durch
die Pleuelstange 6 in Verbindung gesetzt, so werden mit jeder vollen Kurbeldrehung
Teil 6o (und alle Zahnstangen) von der Mittelstellung aus einmal bis zur Stellung
- 6o und zurück verschoben (B-Hub ). Die konstruktiven Einzelheiten zur Verlegung
der Gelenkpunkte bei F und bei K «-erden später beschrieben (siehe Abb. da und db).
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Die Drehrichtung der Kurbelscheibe 7 und der Hauptantriebswelle 9
ist für alle Fälle belanglos.
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Die durch vorbeschriebene Neukonstruktion gewonnenen Doppelhube :I
und B für die Zahnstangen, welche nach zwei entgegengesetzten Seiten ausschwingen
können (Abb. i), werden in allen Fällen herbeigeführt durch nur ein und dieselbe
Antriebsscheibe 7 - als Ersatz für einen komplizierten und doppelten Antriebsmechanismus,
welcher für diese Bewegung schon bekannt war (Paigl).
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Während des Zahnstangenhubes in der einen Richtung erfolgt die Drehung
der mit den Schaltwerksachsen i gekuppelten Zählwerksachsen 2, wie beschrieben und
wie bekannt. Während der zweiten halben Kurbeldrehung erfolgt der Rückhub der Zahnstangen
und gleichzeitig, durch Vermittlung der Welle 9a (Abb. 2 und 2a), die Zehnerübertragung
im Zählwerk, welche hier als bekannt außer Betracht bleiben kann. Auch die Kupplung
und Entkupplung der Zählwerksachsen 2 und der Schaltwerksachsen i nach jeder halben
Kurbeldrehung ist bekannt; sie wird ebenfalls durch Welle 9a gesteuert. Es genügt
hier der Hinweis auf die Arme 18 und 18' (Abb. 2 und 2a). Diese Arme 18 und 18'
sitzen auf der quer zu den Zählwerksachsen gelagerten Achse i9; sie schieben die
Achsen 2 vorwärts gegen die Schaltwerksachsen i und zurück, wodurch Kupplung und
Entkupplung herbeigeführt wird.
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Bei der vorliegenden neuen Schaltwerksbewegung kann der Schaltschlitten
T (s. Abb. 9' und i o) als Tastenwagen mit der Einstellvorrichtung und mit den Schaltwerksachsen
i bequem auf den Gleitschienen 15 und 16 rollen und hierdurch seitlich verschoben
werden, indem auch die Zahnräder .4 auf den Schaltwerks- bzw. Schlittenachsen i
mit ihren Zahnstangen 5 in dauerndem Eingriff bleiben und auf diesen ebenfalls rollen
(vgl. Abb. 2 und 2a).
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In Abb. 3 und q. ist eine -zweite Ausführungsform der Zahnstangenbewegung
dargestellt. Hier stellt 7 wieder die Kurbelscheibe dar. Wie bei Abb. i kann die
Verbindung der Pleuelstange 6 mit der Kurbelscheibe 7 auf der letzteren von dem
Punkt -!-nach dem Punkt - verlegt werden. Abweichend von Abb. i ist aber der '-erbindungspunkt
der Pleuelstange 6 und der Zahnstange 9 auf der letzteren nicht verlegbar, sondern
festliegend. Somit werden bei der Verlegung der Pleuelstange 6 von -E- nach - durch
die Zahnstange 9 und den Schwinghebel 57 sämtliche Zahnstangen mitgenominen. Sie
werden aus einer -Grundstellung in eine --Grundstellung umgestellt. In Abb. 3 beginnt
der wirksame Hub der Pleuelstange bei --f- (diese Stellung ist gleichbedeutend mit
der +-Grundstellung der Zahnstangen 5) und endet bei - (positive Rechnung). In Abb.
d. (d. h. nach Verlegung des Pleuelstangengelenkpunktes von + nach - auf der Kurbelscheibe)
beginnt der für die Drehung der Ziffernräder diesmal wirksam gemachte Hub der Zahnstangen
bei - (dies bedeutet die --Grundstellung der Zahnstangen) und endigt bei -f - (negative
Rechnung). Die Drehrichtung der Kurbel und der Antriebsscheibe 7 kann bei dieser
Ausführungsform bei positiver und bei negativer Rechnungsart die gleiche sein.
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Die konstruktiven Mittel zur Verlegung des Pleuelstangengelenkpunktes
könnten etwa auf die Art, welche in Abb. d.a und .Ib schematisch dargestellt ist,
ausgebildet sein. Auf der Kurbelscheibe 7 dortselbst ist eine Führungsrinne 16,
schwalbenschwanzartig unterschnitten, vorhanden. In der Führungsrinne 16 sitzt ein
Kloben.I5, in welchem das eine Ende der Pleuelstange 6 gelenkig befestigt ist. Der
v erlegbare Gelenkpunkt der Pleuelstange 6 auf der Kurbelscheibe 7 könnte als »Pleuelstangenanhubpunkt«
bezeichnet werden. Auf einem verlängerten Ende von 6 oder von der Zahnstange 9,
welche durch Pleuelstange 6 mit Antriebsscheibe 7, also auch mit Gelenkkloben 45,
verbunden ist, sitzt starr befestigt ein Knopf 5o (Abb. -).a), welcher durch einen
Schlitz. 51 der Deckplatte 52 nach oben offen hinausragt und entsprechend der Stellung
des Pleuelstangenanhubpunktes bei + oder bei - sich befindet. Soll der Pleuelstangenanlrtibpunkt
auf der Kurbelscheibe 7 von
nach - verlegt werden, so werden durch
Druck (in der Pfeilrichtung Abb. 4a) auf den Stempel 49 die Sperrklinken 46 und
46' ausgeklinkt und gleichzeitig wird der Knopf 50 (d. h. die Steuerstange 6) von
-i- nach -geschoben; hierdurch wird natürlich auch der Gelenkkloben 45 in seiner
Führungsrinne voll -;- nach - gleiten, wo er durch die wieder einschnappende Sper
rklinke d.6' festgehalten tvird. Da die Steuerstange 6 bei der zweiten Ausführungsform
nach Abb. 3 und 4 während ihrer Umstellung verbunden bleibt mit den Zahnstangen
5, so werden durch die Umstellung nicht nur die Kloben 45, sondern auch die Zahnstangen
5 voll der +-Grundstellung in ihre --Grundstellung gleiten.
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Bei der ersten Ausführungsform nach _,#,bb. 1 werden die Zahnstangen
5 nicht mit der Steuerstange 6 umgestellt, sondern vor ,ter Umstellung wird die
gelenkige Verbindung zwischen der Steuerstange 6 und dem Führungsblech 6o (zur Zahnstange
9 gehörig) bei F gelöst und nach der Umstellung wird die gelenkige Verbindung wieder
hergestellt; dasselbe geschieht bei K (Antriebsscheibe 7). Da also während der Umstellung
der Steuerstange alle neun Zahnstangen stehenbleiben, so gleitet das frei gewordene
Gelenkende der Steuerstange 6 auf dem Führungsblech 6o während der Umstellung vom
Gelenkpunkt -[- F bis zum Gelenkpunkt - F und entsprechend das andere freie Ende
bei der Kurbelscheibe 7 mit seinem Kloben 45 vom Punkt --f- K zum Punkt- K; die
Gelenl@-cerbindungen werden hiernach wieder hergestellt. Die Verlegung der Gelenkpunkte
voll -:- F nach - Fund von -f- K nach - K kann genau in derselben Art herbeigeführt
werden wie bei der eben beschriebenen Ausführungsform laut Abb.4a und 4b. Der ganze
Unterschied besteht nur darin, daß die Steuerstange 6 diesmal nicht mit einem, sondern
mit ihren beiden Endpunkten umgekuppelt wird, und zwar durch Verschiebung eines
Gelenkklobens in einer Führungsrinne der Kurbelscheibe 7 und eines entsprechenden
Gelenkklobens in einer entsprechenden Führungsrinne, die auf dein Führungsblech
6o anzuordnen ist. Zwei Stelngel49, die in diesem Falle über den beiden Führungsrinnen
für die Umkupplung der beiden Endpunkte der Steuerstange 6 vorhanden sein müssen,
werden zweckmäßig durch eine Brücke 61 verbunden, die durch Abb. 14 zur Darstellung
gebracht wird. Der schon erwähnte Führungsknopf So, welcher aus der Deckplatte frei
greifbar herausragen muß, wird natürlich für diese Lösung nicht an einem Ende der
Zahnstange 9, sondern an einer geeigneten Stelle des Gestänges 6 starr befestigt
sein, wie dies schon Abb.4a zum Ausdruck bringt. Durch Fingerdruck auf den Brückenknopf
62 (Abb. 14) können beide Stempel 49 zusammen niedergedrückt werden, wonach durch
Knopf 5o die Umstellung der Steuerstange 6 usw. in derselben Weise erfolgen kann
wie schon bei Abb. 4.a beschrieben, weshalb eine Wiederholung dieser Beschreibung
sich erübrigt.
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Bei der dritten Ausführung der Zahnstangenbewegung gemäß Abb. 5 und
5a wird der Pleuelstangenanhubpunkt von -j- nach - dadurch verlegt, daß die Kurbel
aus ihrer Stellung in Abb. 5 um 18o° gedreht wird in die neue Stellung laut Abb.
5a, aber unter noch andauernder Ausschaltung der Zählwerksachsen während der Umstellung.
Aus der Kurbelstellung laut Abb.5a heraus beginnt dann der neue Arbeitsgang der
Zählwerke bei uriveränderter Kurbeldrehung, aber trotzdem mit entgegengesetzter
Drehung der Z ählwerksräder. Die Abb. 5 und 5a bringen, entsprechend ihren Kurbelstellungen,
die entgegengesetzte Stellung der Zahnstangen zum Ausdruck, welche die Grund- oder
Ausgangsstellung für den Beginn der Drehwirkung auf die Zahnräder 4 und die Zählwerksachsen
2 veranschaulichen. In Abb. 5 und 5a ist wiederum nur die mit der Pleuelstange 6
unveränderlich gelenkig verbundene Zahnstange 9 dargestellt.
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Für die einfache Umstellung der Steuerstange 6 durch Kurbeldrehung
aus der Kurbelstellung nach Abb. 5 in die Kurbelstellung nach Abb.5a wird folgende
Ausführungsform in Vorschlag gebracht.
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Auf dem unteren freien Ende der Hauptantriebswelle 9 (Abb. 6) sitzt
starr befestigt die Kurbelscheibe 7 mit der angelenkten Steuerstange 6. Auf der
anderen Seite des Lagers 56 sitzt auf 9 zunächst eine Scheibe 7b und darüber, wieder
starr verbunden mit 9, die Kurbel 8 mit Kurbelgriff 53. Entsprechend den Stellungen
des Pleuelstangenailhubpunktes bei + und bei - hat die Scheibe 7b zwei Bohrungen
-@- und -(s. Abb. 7, Aufsicht). Scheibe 7b sitzt lose drehbar auf Achse 9, sie ist
als Stirnrad ausgebildet und steht durch Getriebe und durch Achse 9a in unlösbarer
Verbindung mit der Exzenterscheibe 7a (Abb. 7 und 8).
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Griff 53 ragt mit seinen Drehzapfen 55 (Abb. 6) unter Preßwirkung
einer Feder 54. in eine der Bohrungen von 7b hinein, auf diese Weise machen Scheibe
7b und Exzenterscheibe 7a, für gewöhnlich, zwangläufig die Drehungen der Kurbel,
der Achse 9 und der Kurbelscheibe 7 mit. Wird Kurbelgriff 53 (entgegen der Wirkung
der Feder 54) angehoben, so wird die Verbindung von Kurbel 8 und Scheibe 7b gelöst.
Durch Drehung der Kurbel 8 (mit angehobenem Griff, um 18o°,
in beliebiger
Richtung) wird der Pleuelstangenanhubpunkt auf Kurbelscheibe 7 also um i8o° verlegt,
ohne daß Scheibe 7b und Exzenterscheibe 7a ihre Stellung ändern. Da während dieser
Kurbelumstellung die Exzenterscheibe 7a unverändert stehenbleibt, so bleiben auch
während dieser Kurbelumstellung das Schaltwerk und das Zählwerk ohne Verbindung,
so daß keine Drehwirkung auf die Zifferntrommeln übertragen werden kann.
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Durch Loslassen des Kurbelgriffes 53 wird (unter Wirkung von Feder
54) der Zapfen 55 wieder in Eingriff gebracht mit Scheibe 7b, so daß 7 b und die
mit ihr gekuppelte Exzenterscheibe 7a hiernach wieder alle Drehungen der Kurbelscheibe
;7 mitmachen müssen. Die '4Taschine, mit ihrem jetzt um i 8o° verlegten Pleuelstangenanhubpunkt,
arbeitet »negativ«, und zwar bei unveränderter Drehrichtung der Kurbelscheibe 7
bzw. der Kurbel 8.
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Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich jetzt, eine Hilfsbewegung
zu zeigen für die Kupplung der Zählwerksachsen 2 mit den Schaltwerksachsen i, welche
Hilfsbewegung für alle Ausführungsformen beirr neuen Schaltwerk die gleiche ist.
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Zur Vereinfachung der Übersicht sitzt laut Abb. 8 auf der Antriebswelle
g die Exzenterscheibe 7a. Wird die punktiert angedeutete Kurbel 8 in der Pfeilrichtung
von + o nach - o hingedreht, so wird dzs Exzenter 7a, sobald die Kurbeldrehung beginnt,
die Rolle 31 zur Seite drücken und durch Vermittlung von Gestänge 17 den Hebel 18
um Punkt ig drehen. Punkt ig verkörpert die `'delle 1g in Abb. 2 und 2a, welche
Welle quer unter allen Zählwerk,ach,en liegt und welche die Schwingungen ihres Armes
18 durch die Hebelarme 18' auf die Achsen 2 übertragen kann, ,o daß letztere sich
gegen die Schaltwerksachsen i hin verschieben und mit diesen durch die Greifscheiben
32 kuppeln können.
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Aus Abb.8 ist ersichtlich, daß die Antriebswelle eine Entkupplung
des Zählwerkes herbeigeführt haben muß, sobald die Kurbel 8 eine Stellung bei -f-
o oder bei -o eingenommen hat. Steht die Kurbel in der Stellung auf -j- o, so wird
zugleich mit beginnender Kurbeldrehung - in der Pfeilrichtung - das Zählwerk gekuppelt
und »positiv« betätigt, bis die Kurbelstellung in - o erreicht ist, wo Entkupplung
erfolgt. Auf dem Rückwege zum Punkte -j-- o findet keine Einwirkung auf das entkuppelte
Zählwerk statt. Die Maschine rechnet positiv.
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Es soll nunmehr die vierte und letzte Ausführung der Zahnstangensteuerung
beschrieben werden, bei welcher es möglich wird, die Betätigung jedes besonderen
Stellhebels oder Druckknopfes zu vermeiden. Wie soeben bei Abb.8 beschrieben, arbeitete
die Maschine bei Kurbeldrehung in der Pfeilrichtung positiv. Die Kurbel kann aber
auch entgegen der Pfeilrichtung (Abb. 8) von + o zur Stellung in - o (um 18o°) gedreht
werden. Während der hierbei stattfindenden Exzenter drehung war das Zählwerk nicht
gekuppelt und nicht beeinflußt, wie Abb. 8 zeigt. Wird aus der Stellung bei -o die
Kurbeldrehung - wiederum entgegengesetzt zur Pfeilrichtung - neu begonnen und bis
- o rückläufig vollendet,. so setzt die Zählw erkkupplung mit der entgegengesetzten
Exzenterbewegung und Hubbewegung der Zahnstangen ein und aus. Die Maschine rechnet
negativ. Diese letzte Ausführungsform bietet die einfachste Handhabung im Bureaugebrauch
und wurde für die Maschine laut Abb. 2 und 2a in Anwendung gebracht.
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Bei dieser letzten Ausführung kommen in Fortfall: r. Umschalthebel
(wie bei Thomas u. a.), 2. Wenderädergetriebe (wie bei Thomas u. a.), 3. dekadische
Ergänzungen (wie bei Mercedes), doppelte Antriebsmechanismen (wie bei Paigl), 5.
Doppelhub der Zahnstangen (wie bei Ausführungsform Abb. i).
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Schließlich wird die Gesamtlänge des Zahnstangenhubes und die Gesamtlänge
der Zahnstangen selbst verkürzt.
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Die in Abb. i und 2 dargestellte und zum Teil bekannte Verschiebung
der Zahnstangen durch den Hebel 57, der jede Zahnstange 5 direkt angreift und so
die Verschiebung der Zahnstangen proportional ihren Wertstellen von i bis g regelt,
ist bei den eng nebeneinander angeordneten Zahnstangen laut Abb. 2 und 2a praktisch
unmöglich, und zwar wegen des seitlichen Druckes, den Arm 57 bei enger Zahnstangenlagerung
auf die sich berührenden, also mit Reibung bewegenden Zahnstangen ausübt. Mit Rücksicht
auf die sehr notwendige Beschränkung der Abmessungen des Schaltschlittens T, der
über den Zahnstangen verschoben werden soll, können letztere nur eng beieinander
stehen, wodurch die Anwendung des Hebelarms 57, der direkt die Zahnstangen angreift,
unmöglich wird. Zur Beseitigung des erwähnten hemmenden Seitendrucks sind bei der
neuen Maschine laut Abb. i i und i ia dem Hebelarm 57 zehn Schubstangen 58 angelenkt,
von denen jede eine gelenkige Verbindung herstellt zwischen 57 und je einer der
zehn Zahnstangen 5. Die durch diese Neukonstruktion herbeigeführte Wirkung der Schubstangen
58, welche den seitlichen Druck praktisch ausschalten, ist ohne weiteres klar (Abb.
il und iia).
Bei Abb. 12 ist das eine Ende des Gestänges (6) als
Rahmen oder Kopfteil 6a ausgebildet, mit den beiden Druckflächen (6b und 60), durch
deren Vermittlung Organ 7 das Gestänge 6 hin und her schieben kann. Bei der doppelseitigen
Drehrichtung des als Exzenterscheibe ausgestalteten Organs 7 für die neue Verschiebung
der Zahnstangen 5 läßt die gleichmäßig verlaufende Drehung des Hauptantriebes 9
bzw. 8 nicht genug Zeit für den periodischen Stillstand der Zahnstangen, welcher
Stillstand nach jeder halben Kurbeldrehung erforderlich wird für die Kupplung und
Entkupplung der Schaltwerksachsen i und der Zählwerksachsen 2 (zwischen Arbeitshub
und Rücklaufhub). Zur Gewinnung dieses längeren und notwendigen Stillstandes für
die neue Schaltwerksbewegung mußte die Exzenterkurve des Organs 7 eine teilweise
Abflachung 12 ihrer Peripherie erhalten. Diese Abflachung 12 fällt zusammen mit
der Peripherie eines punktiert angedeuteten Kreises 56, der um die Mitte der Achse
i i gezogen sein könnte.