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Drehbares Vergnügungsflugzeug mit in einer kreisförmigen Bahn um eine
angetriebene Mittelwelle umlaufendem Sitzwagen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem
Unionsvertrage vom Z. Juni 1g11 die Priorität auf Grund der Anmeldung, in- den Vereinigten
Staaten von Amerika vom 22. Januar 1924 beansprucht. Die Erfindung betrifft ein
auf einer ebenen kreisförmigen Bahn tun eine senkrechte, angetriebene Mittelwelle
umlaufendes Vergniigungsfiugzettg, welches durch d:e Zentrifugalkraft und um wagerechte
Querachsen verstellbare Tragflächen von seiner Umlaufbahn abgehoben und beim Schweben
in wellenförmigen Bewegungen erhalten werden kann. Den bisher bekannt gewordenen
Karusselldugzeugen dieser Art haftet der Übelstand an, daß durch starke Reibung
in den den Aufstieg des Flugzeuges bewirkenden Teilen des Apparates bzw. der Stützräder
an der Utnlaufbaliit viel Kraft verlorengeht, und daß der Einfluß der Vers tellüarlceit
der Tragflächen nicht in jedem Augenblick des Schwebens zur Wirb samkeit gebracht
werden kann. Auch können infolge ungeschickter Handhabung der Stettcrungseinrichtung
durch starkes Aufsetzen der Stiitzräder auf den Boden oder die Umlaufbahn die Stellstangen,
Flügel oder sonstige Bewegungsteile zu Bruch gehen und die Insassen gefährden.
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Diese Übelstände sind bei der vorliegenden Erfindung vermieden, indem
die hintereinander in um senkrechte Zapfen beweglichen Drehgestellen angeordneten
Stützräder eine möglichst reibungslose zur Bewegungsbahn radiale Einstellung des
Wagens mit den Tragflügeln gestatten, und die seitlich des Wagens angebrachten mit
Zahnkranz versehenen Kreisbogenrahtnen ein j ederzeitiges Abheben und Aufsetzen
des Wagens auf die Umlaufbahn fast reibungslos und stoßmildernd ermöglichen.
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In der Zeichnung ist Abb. i ein teilweiser Grundriß der Anordnung,
Abb. 2 ein Längsschnitt nach der Linie 2-2 der :lkbb. i in vergrößertem Maßstabe,
Abb.3 ein Grundriß eines Wagens, wobei die Sitze und andere Teile der Deutlichkeit
halber fortgelassen sind, .
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Abb. d. ein Längsschnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 3, Abb. 5 eine
umgekehrte Oberansicht, Abb. E ein Grundriß eines Wagens, bei dem von Hand zu bedienende
*Xlittel vorgesehen sind, um die Winkeleinstellung der Flächen und das daraus sich
ergebende Heben des Wagens zu regeln. Diese Ansicht zeigt einige Teile der Anordnung
in etwas abgeänderter Forrn im Vergleich zu der Abb. 3, 1 Abb. 7 ist ein senkrechter
Schnitt nach der Zickzacklinie 7-7 der Abb. 6.
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Die Plattform i wird in einer bestimmten
Höhe durch
einen geeigneten Rahmen 2 getragen, doch kann diese auch in Fortfall kommen und
nur der Wagen 3 verwendet werden, der unmittelbar auf dein Boden oder auf einer
auf dein Boden angeordneten Bahn in Drehung versetzt werden kann. Auf der Plattform
i wird in gewisser Hölle eine kreisförmige Bahn .4 getragen und zentral auf ihr
eine senkrechte Antriebswelle 5 angeordnet, die an ihrem oberen Ende in dem Träger
6 drehbar gelagert ist und all ihrem unteren Ende in einen Fußlagerblock 7 läuft,
um die genaue senkrechte Lage der Welle zu sichern. Die Liraft kann unmittelbar
oder solistwie auf die Welle übertragen werden, z. B. kann die W"elle 5 durch Kegelräder
8 mit der treibenden Welle g oder einer anderen Kraftquelle verbunden werden.
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Die äußere Kante der Plattform i kann einen aufwärts sich erstreckenden
Rand 91
finit einer Metallbahn io erhalten, auf der die Räder i i (ges Wagens
3 betragen «-erden und sich drehen, wenn der Wagen in seiner tiefsten oder Anlauf-
oder Anhaltestellung sich befindet. Der Wagen 3 besteht aus einem Körper 12 von
beliebiger Form und Ausstattung finit eineng Paar Flächen 13 an den gegenüberliegenden
Seiten, so daß das Ganze das Aussehen, die Wirkungsweise und den Eindruck eines
Aeroplans hervorruft. An dein oberen Ende der Welle 5 ist ein Querhaupt 14. mit
eirein radial sich erstreckenden Zugband 15 befestigt, das drehbar oder gelenkig
mit deinselben verbunden ist; rlas freie Ende diese Zugbaildes 15 wird zweckmäßig
von eirein Rade 16 getragen, (las sich auf der 13alin .i drehen kann. Ein Gelenkring
17 ist mit dein freien Ende des Zugbalides 15 und ein Paar Versteifungsstangen i8
sind an ihren inneren Enden finit dein Ringe 17 und an ihren äußeren Enden mit den
vorderen und hinteren Enden des Wagenkörpers 12 verbunden, um den Wagen zu treiben,
so daß er sich in einer Irreisbahn bewegt, wenn die Welle 5 in Drehung versetzt
wird, jedoch auch, tun während dieser kreisförmigen Bewegung eine senkrechte Bewegung
des Wagens zu gestatten.
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Bei der Ausführung einer vollständigen Vorrichtung werden zweckmäßig
(nie Wagen einander gegenüber angeordnet; zwei, vier oder mehr, teil so (las genaue
Gleichgewicht für die Vorrichtung zur möglichst wirtschaftlichen Ausnutzung der
aufgewendeten Kraft zu erhalten und (nie größtmögliche Zahl von Fahrg*ist£=n aufnehmen
zti können.
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Die Räder i i des Wagens 3 sind paarweise hintereinander all (gen
entsprechenden Enden von Gestellen angeordnet, welche drehbar mit entsprechenden
starken zylindrischen Zapfen 20 verbunden sind, die sich in dein Wagenkörper drehen.
Auf den oberen Eikien der Zapfen 2o sind Querhäupter 21 und gekreuzte Ausgleichglieder
22 und 23 befestigt, welche die Enden der Querhäupter 21 verbinden. Eines der Glieder
23 besitzt Spiralfedern 2d., welche einen Druck auf die entsprechenden Querhäupter
ausüben, um die Gestelle 1g und die Räder i i in ihrer normalen Längsrichtung mit
dem Wagen zu halten, jedoch den Gestellen zu gestatten, sich zu drehen oder zu rollen,
sie aber zu veranlassen, sich in entgegengesetzten Richtungen zu bewegen,
Uli)
der gekrümmten Bewegungsbahn des Wagen zu folgen und schließlich in der
normalen Längsrichtung zur Ruhe zu kommen. Die Flächenpaare 13 sind von der üblichen
doppelflächigen Form mit unteren Flächen von ein wenig geringerem Umfang als die
oberen Flächen 13, doch können diese Verhältnisse beliebig abgeändert werden, ohne
an dein `tVesen der Erfindung etwas zu ändern. Die Flächen 13 sind in Rahmen 26
befestigt, die über dein Wagenkörper liegen und finit ;hin all ihren Mitten, wie
bei 2; (Abb. 7) gezeigt ist, verbunden sind. Die äußeren mittleren Teile der F lächeln
13 sind gelenkig finit den Enden einer Oberstange 28 verbunden, welche sich darüber
erstreckt und all dem Wagenkörper 12 befestigt ist. Die Rahmen 26 besitzen an ihren
unteren Teilen und an ihren entsprechenden Eiden Rollen 29, die mit dein Boden oder
der Gleitbahn in Berührung treten können und eine unnötige Reibung verhinder." wenn
die Flächen geneigt werden und der ZVagen sich auf dein Boden oder in einer geringen
Erhebung befindet. Diese Rollen berühren (gen Boden, wenn der Wagen sich senkt und
veranlassen die Flächen, ohne Gefahr einer Beschädigung ihre Winkeleinstellung zu
äi@(ieri.
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Die Enden der Rahmen 26 sind in gekrümmten an dein Wagenkörper befestigten
Führungen 3o beweglich. An den entsprechenden Enden der beiden gelenkigen Rahmen
26 sind gekrümmte Zahnstangen ,;i befestigt, die mit Zahnrädern 32 in Eingriff treten,
die ihrerseits auf kurzen in (1e 1 Wagenkörper ragenden Zapfen 33 befestigt sind.
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All beiden Enden des Wagens werden Paare von Steuerwellen 35 getragen,
auf d@ile@l Steuerräder 36 befestigt sind. Auf den Wel-!en 35 sind Breinstromnieln
37 befestigt, (nie finit Brennshändern 38 zusammenarbeiten. Das eine Teil jedes
Paares von Breinsbändein ist all dein @"'agenlcö rl>er, wie bei 39 GAY). 7) ersichtlich,
befestigt, während die anderen Enden der Bremsbänderpaare mit einem U-fö rinig gestalteten
Hebel .to verbunden sind, der für gewöhnlich in der Bremsstellung (furch einen liakenförinig
gestalteten Anschlag 41 auf einem unter Wirlcu#.,-,
einer Feder
stehenden Fußtritt 42, gehalten wird. Der Anschlag 41 kann uni seinen Zapfen geschwungen
werden, tun ein geringes Nachlassen der Bremsbänder zu gestatten, ohne ganz den
Haken 41 von dem Hebel 4.o zu trennen, so daß, sobald der Druck auf den Fußtritt
..1.2 aufgehoben wird, der Haken 4i durch die Wirkung des federnden Fußtritts abwärts
bewegt wird, um die Bänder 38 in Bremswirkung zu bringen und eine zufällige Bewegung
der Steuerräder zu verhindern.
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Die Steuerräder 3;' oder vielmehr die Steuerwellen 35, auf denen sie
befestigt sind, sind durch einen geeigneten Kraftübertragungsinechanismus mit den
Z.ahnräderwellen 33 verbunden, so daß die Bewegung der Steuerräder eine Bewegung
der Zahnräder 32 und infolgedessen eine winklige oder Drehbewegung der Flächen 13
verursacht, um so die Hebung des Wagens bei der Flugbewegung zu regeln. Als einfachste
Form der Kraftübertragung wird ein endloser Riemen 43 verwendet, um jedes Steuerrad
und die zugehörigen Rollenzapfen zii verbinden. Diese Riemen 43 werden um die Welle
35 geführt, und entsprechende Rollen sind vorgesehen, z. B. ist eine lose
Rolle d.4 zwischen den Enden der Riemen angeordnet, uni die erforderliche Spannung
zwischen den Riemen aufrechtzuerhalten. Diese Anordnung kann entsprechend den Bedürfnissen
abgeändert werden.
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In den `Vagen sind Bänke oder Sitze 45 für die Fahrgäste vorgesehen,
wobei einer der- 1. selben als Führer tätig ist, um die Winkeleinstellung der Flächen
13 und die Hebung bei der Flugbewegung zu regeln.
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k# der Bewegung wird der `Vagen veranlaßt werden, sich in einer Kreisbahn
zu bewegen, und, wenn sein Moment zunimmt, wird er das Bestreben haben, sich zu
heben und entsprechend dem allgemeinen Prinzip des Pendelregulators zu steigen,
da die Arme 15 und Stangen 18 diese Bewegung erzeugen werden. Uni diese Wirku Ig
zu unterstützen oder ihr Widerstand entgegenzuset7en, wird der Führer veranlassen,
daß die Flächen 13 eine Winkelstellung zu der Längsebene des Wagenkörpers
einnehmen. Wenn er dann die Wagen rasch zu heben wünscht, neigt er die vorderen
Enden der Flächen aufwärts, was veranlaßt, daß diese sich schneller heben, als <las
infolge der Zentrifugalkraft des Apparates möglich wäre. Dieses Steigei der Flächen
wird verursachen, daß sich die Wage.. über die normale wagerechte Ebene, entsprechend
der Zentrifugalkraft lieben, und der , Führer kann während des Fluges des Wagens
über der Bahn oder dem Träger die Auf- und Abwärtsbewegung desselben durch die Winkelverstellung
der Flächen regeln. Der Führer kann ferner veranlassen, daß der Körper sich neigt
oder der neigenden Bewegung Widerstand leistet, um ihn durch Einstellen der Flächen
in verschiedenen Winkeln wagerecht zu halten, und daher hängt die allgemeine Steuerung
des Wagens von dem Vermögen des Führers ab, der das Bestreben hat, die Wirkungen
eines Aeroplans im Fluge vorzutäuschen, -was für die Fahrgäste sowohl belehrend
als auch unterhaltend ist. Wenn das :Moment des Wagens abnimmt, kann das Abwärtsfallen
desselben durch die Winkelverstellung der Flächen geregelt «-erden, um so zu veranlassen,
daß der Wagen den Boden oder die Bahn leicht berührt, wobei die Räder 29 in Wirksamkeit
treten.