DE42601C - Verfahren zur Darstellung von Eisenaluminiumlegirungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Eisenaluminiumlegirungen

Info

Publication number
DE42601C
DE42601C DENDAT42601D DE42601DA DE42601C DE 42601 C DE42601 C DE 42601C DE NDAT42601 D DENDAT42601 D DE NDAT42601D DE 42601D A DE42601D A DE 42601DA DE 42601 C DE42601 C DE 42601C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
aluminum
steel
hydrate
aluminum alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42601D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. CLARK in Nr. 80 Great Brook Street, Birmingham, England
Publication of DE42601C publication Critical patent/DE42601C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/02Making non-ferrous alloys by melting
    • C22C1/026Alloys based on aluminium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Darstellung von Legirungen von Aluminium mit anderen Metallen, wie z. B. Stahl, Stahleisen und Eisen (entweder für sich oder mit anderen Metallen legirl). Dabei erfolgt der Legirungsprocefs ohne besondere vorherige Reduction des Aluminiums| in seinen metallischen Zustand, wodurch es möglich ist, dergleichen Legirungen auf weit billigerem Wege als bisher darzustellen.
Das abgeänderte Verfahren besteht wesentlich in dem Zusammenmischen von Chloraluminiumhydrat mit gewissen Agenden, welche das Hydrat ganz oder theilweise zersetzen, indem sie sich mit dem Chlor desselben verbinden und flüchtige Chloride bilden. Wenn man alsdann dieses Gemisch in Gegenwart der mit dem Aluminium zu legirenden Metalle oder deren Erzen zur Schmelzglut oder Rösthitze erhitzt, so werden jene flüchtigen Chloride ausgetrieben, während das reducirte Aluminium mit den besagten Metallen direct legirt wird, ohne dafs es vorher für sich allein durch ein besonderes Verfahren in den metallischen Zustand übergeführt wurde.
Bei Ausübung des Verfahrens stellt man vortheilhaft zuerst ein Chloraluminiumhydrat (Al Cl^O H2) in der Weise dar, dafs man Thonerde mit Salpetersalzsäure (Königswasser) oder mit Salzsäure des Handels oder mit gasförmiger Salzsäure, wie sie aus den Sodaöfen kommt, behandelt. Die Thonerde wird genommen, wie sie in der Natur vorkommt, als Kaolin, Bauxit, Kryolith oder dergleichen, oder aber wie sie aus diesen verschiedenen Thonarten oder aus Alaun rein gewonnen wurde.
Erfinder wählt bei seinem Verfahren den gewöhnlichen braunen Thon. Von diesem (der entweder als Teig benutzt oder zuerst getrocknet und dann pulverisirt sein kann) rührt man 8 Gewichtstheile mit Königswasser zu einem dünnen Brei an und läfst diesen ungefähr einen Tag lang stehen. Während dieser Zeit verdrängt die Säure die Kieselsäure und das Chlor der Säure verbindet sich mit dem Aluminium zu Chloraluminiumhydrat. Gleichzeitig verliert der Thon seine plastische Beschaffenheit, wird kurz und leicht roth in Farbe. Man kann zum gleichen Zwecke auch Salzzäure des Handels verwenden, doch erfordert diese längere Zeit, bis die Zersetzung stattgefunden hat. Wendet man gasförmige Salzsäure an, so wird der Thon mit Wasser angefeuchtet und das Gas zugeleitet, oder aber man leitet in die Masse einen mit dem Salzsäuregas vermischten Dampfstrahl ein.
Anstatt jedoch das Chloraluminiumhydrat in der beschriebenen Weise zu behandeln, kann man auch Chloraluminiumanhydrit, das in bekannter Weise hergestellt wurde, nehmen und dann durch Zusatz von Wasser in Hydrat umwandeln.
Das gewonnene Chloraluminiumhydrat wird alsdann mit einem Agens behandelt, welches das Chlor aufnimmt. Dieses Agens besteht in 4 Gewichtstheilen Aetzkalk, welcher, zu Pulver gemahlen, dem Chloraluminiumhydrat zugesetzt wird. Durch diesen Zusatz geht die Masse stark auf und wird sehr heifs. Sie bleibt alsdann einen oder zwei Tage stehen und trocknet man sie in flachen Pfannen. Die trockene Masse stellt ein leicht orange gefärbtes Pulver
dar, welches alsdann gemahlen wird. Der Ueberschufs an Kalk wirkt theilweise als Flufsmittel, doch kann man auch noch Borax oder ein anderes Flufsmittel zusetzen.
Anstatt Aetzkalk kann man auch andere Stoffe verwenden, welche eine stärkere Affinität zu Chlor haben als das Aluminium, z. B. metallisches Zink (welches in Körnerform gebracht oder pulverisirt werden kann), Eisenspäne, Ammoniak oder kohlensaures oder doppeltkohlensaures Ammoniak, jeder dieser Stoffe einzeln oder mehrere derselben zusammen.
Das auf diese Weise präparirte Aluminiumpulver ist nun fertig, um mit dem zu legirenden Metalle zusammengebracht zu werden. Letzteres besteht aus Eisen, Stahleisen oder sonstigen bekannten Eisensorten, auch Stahl und Eisen in Verbindung mit Mangan, Nickel, Tungstein, entweder in natürlicher Form oder indem man dieselben während des Processes aus ihren Verbindungen reducirt.
Man kann das Aluminiumpulver mit dem Eisenerz während des Röstprocesses oder während des Schmelzens desselben im Gebläseofen oder Cupolofen zusetzen. Das Aluminium wird dabei von dem Eisen aufgenommen und bildet mit demselben eine Legirung, oder aber man kann das Aluminiumpulver mit den anderen bei der Umwandlung von Eisen in Stahl bei demCementirungsverfahren benutzten Stoffen mischen, oder man kann dasselbe zu Eisenoder Stahlstücken oder Eisen- oder Stahlspänen mengen und dann in Schmelztiegeln schmelzen. Auch kann man beim Bessemern das Pulver mit der Gebläseluft dem Metall zuführen. In allen diesen Fällen wird das Aluminium mit dem Metall legirt.
Kurz, man kann das Pulver dem Eisen oder Stahl in jedem Stadium der · Darstellung zusetzen, in welchem die Hitze intensiv genug ist. Die Menge, in welcher man das Aluminiumpulver zusetzt, variirt nach der Art des Ofens, in welchem der Legirungsprocefs vor sich geht, und nach dem beabsichtigten Aluminiumgehalt der Legirung. In der Regel genügt ein Zusatz von ι bis io pCt. Die übrigen Metalle, nämlich Mangan, Nickel, Tungstein, vereinigen sich, wenn in dem Eisen oder Stahl gegenwärtig gleich gut mit dem Aluminium, wenn sie gleichzeitig und in derselben Weise mit dem Aluminiumpulver behandelt werden.
Da es sich bei dem fraglichen Verfahren nicht eigentlich um eine chemische Verbindung beider Metalle, sondern vielmehr um eine mehr mechanische handelt, so können auch bei demselben bestimmte Mengenverhältnisse nicht mafsgebend sein. Mithin beschränkt sich auch der Erfinder nicht auf die oben angegebenen Verhältnisse.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei dem in Patentschrift No. 40205 beschriebenen Verfahren zur Darstellung von AIuminiumlegirungen die Abänderung, dafs anstatt Kupfer und dessen Legirungen Eisen und Stahl zur Darstellung einer Aluminiumlegirung genommen wird, so zwar, dafs man Chloraluminiumhydrat mit einem Reductionsmittel, wie Zink, Eisen, Ammoniak oder dessen Carbonaten, einzeln oder zusammen mengt und das Gemenge mit Eisen oder Stahl in einem Tiegel oder Ofen schmilzt, wobei das Reductionsmittel mit dem Chlor als flüchtiges Chlorid entweicht, während die geschmolzene Legirung zurückbleibt.
DENDAT42601D Verfahren zur Darstellung von Eisenaluminiumlegirungen Expired - Lifetime DE42601C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE42601C true DE42601C (de)

Family

ID=317985

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT42601D Expired - Lifetime DE42601C (de) Verfahren zur Darstellung von Eisenaluminiumlegirungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE42601C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2888029A (en) * 1956-05-23 1959-05-26 Jaroco Engineering Co Hydraulic system for control of a valve and follow-up indicator

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2888029A (en) * 1956-05-23 1959-05-26 Jaroco Engineering Co Hydraulic system for control of a valve and follow-up indicator

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2528137A1 (de) Verfahren zur erhoehung des nickelgehaltes bei nickel-lateriteisenerzen
DD201700A5 (de) Verfahren zur beimengung von magnesium zu geschmolzenem eisen als grundmetall
DE42601C (de) Verfahren zur Darstellung von Eisenaluminiumlegirungen
DE1299670B (de) Zusatz zu Gusseisenschmelzen zum Entschwefeln und zur Kugelgraphitbildung
DE2117763C3 (de) Verfahren zur Erhöhung der Zerrieselungsfähigkeit von Dicalciumsilikat und dieses enthaltenden Produkten
DE2010572A1 (de) Verfahren zur Beschleunigung der Auf lösung von Kalk beim basischen Sauerstoff ofenverfahren
DE40205C (de) Verfahren zur Darstellung von Aluminiumlegirungen
DE3141926A1 (de) Verfahren zur herstellung einer hauptsaechlich aus mangan und eisen bestehenden metallschmelze
AT47235B (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen in hocherhitztem flüssigen Zustande unter Bildung leichtflüssiger Schlacke aus Metallsauerstoff-, Metallschwefel- oder Metallhalogenverbindungen oder Gemengen dieser Stoffe mit Reduktionsstoff nach Art des Aluminiumthermits.
DE581079C (de) Verfahren zur Herstellung von praktisch silicium- und aluminiumfreiem Eisen durch silicothermische Reaktion
AT136817B (de) Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall.
DE29547C (de) Verfahren zur direkten Gewinnung von schmiedbarem Ferronickel und Ferrokobalt aus den Rohsteinen des Nickels und Kobalts
DE212215C (de)
DE27571C (de) Verfahren zur Darstellung von Aluminium aus Fluoraluminium mittelst der durch Glühen von Natrium- und Calciumcarbonat mit Kohle entstehenden Natriumdämpfe
DE51892C (de) Verfahren zur direkten Gewinnung von Metallen aus ihren geschmolzenen Sauerstoffverbindungen durch unter Druck eingeführtes reduzirendes Gas
DE132070C (de)
DE88272C (de)
DE850897C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Stoffen, insbesondere Rohphosphaten, Bauxit, Silikaten, Erzen od. dgl., in Gegenwart von zur Hydratbildung befaehigten Salzen vorzugsweisedurch Saugzugsinterung
DE306790C (de)
DE252664C (de)
DE45775C (de) Neuerung bei der Herstellung von Alunüniumlegiruni;en
DE96233C (de)
DE70773C (de) Darstellung von Mangan und Manganlegirungen
DE78851C (de) Verfahren zur Umwandlung von Gufseisen oder kohlenstoffarmem Stahl bezw. Schmiedeeisen in Stahl
US244445A (en) William frishmuth