DE29547C - Verfahren zur direkten Gewinnung von schmiedbarem Ferronickel und Ferrokobalt aus den Rohsteinen des Nickels und Kobalts - Google Patents

Verfahren zur direkten Gewinnung von schmiedbarem Ferronickel und Ferrokobalt aus den Rohsteinen des Nickels und Kobalts

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DE29547C
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FONDERIE DE NICKEL ET METAUX BLANCS in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C33/00Making ferrous alloys
    • C22C33/04Making ferrous alloys by melting
    • C22C33/06Making ferrous alloys by melting using master alloys

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Description

KAI3%L^
PATENTAMT.
Patentschrift
1 40: Hüttenwesen. "",
KLASSE
Rohsteinen des Nickels und Kobalts.
Patentirt inj Deutschen Reiche vom 7. Februar 1884 ab.
Das vorliegende metallurgische Verfahren hat den Zweck, direct aus den Rohsteinen des Nickels oder Kobalts (ohne nachträgliches Affiniren behufs Elimination des Eisens) schmiedbares Ferronickel bezw. Ferrokobalt zu gewinnen.
Als Rohproducte dienen die Silicate des Nickels und der Magnesia, und zwar eignen sich am besten die auf Neu-Caledonien gewonnenen Erze, welche in ihrem -Eisen- und Aluminiumgehalt allerdings vielfach schwanken, jedoch völlig frei von Arsenik sind.
Ferner können auch die eben daher bezogenen Kobalt- und Chromerze, sowie überhaupt alle beliebigen Nickel- und Kobalterze benutzt werden. ^
Die Rohsteine gelangen entweder direct zur \rer\vcndung, oder man stellt zunächst durch Zusammenschmelzen entsprechender Mengen von Nickelkobalt und Chromerzen ein für das jedesmalige Endresultat besonders geeignetes Ausgangsproduct her. Bei dem Zusammenschmelzen dieser Erze darf jedoch derjenige Hitzegrad, bei welchem ein Abscheiden des Eisens eintreten würde, nicht ganz erreicht werden. Dieses Schmelzproduct bezw. die Rohsteine selbst werden in einem geeigneten Tiegel oder Ofen mit Eisencyanür oder Ferrocyankalium und einem Manganoxyd (z. B. Mangansuperoxyd) zusammengeschmolzen; im Moment des Abstichs wird dann eventuell noch ein ganz geringes Quantum Aluminium hinzugefügt. Je nach der Beschaffenheit, welche für das Endproduct Angestrebt wird, und je nach dem ursprünglichen Eisengehalt der Erze kann von vorn herein eine größere oder geringere Menge von Schmiud- oder Gufseisen zugesetzt und dadurch ein mehr oder minder weiches und schmiedbares bezw. auch ein härteres Product erzielt werden.
Durch das Hinzufügen des Aluminiums gewinnt die Masse bedeutend an Dichtigkeit und Homogenität, ohne im geringsten an Geschmeidigkeit einzubüfsen.
Nachstehend ist die Zusammensetzung der Schmelzmassen durch Zahlenangaben näher pnicisirt, wobei bemerkt sei, dafs das crsie Rccept für ein nickelreichcs, das zweite für ein nickelarmes Rohproduct gilt.
Verwendet man z. B. eine Legirung von 70 pCt, Nickel und 30 pCt. Eisen mit ganz geringem Schwefelgehalt, so eignet sich für die Schmelzmasse folgende Zusammensetzung:
Nickelschmelze .· 71,9'fheile,
Mangansuperoxyd (63,3 proc.) .12
■Ferrocyankalium 16
Aluminium 0,1
100 Theilc.
Benutzt man dagegen einen Nickclrohhlein von etwa nur 25 pCt. Reingehalt mit 64 pCt. Eisen und 11 pCt. sonstigen Beimischungen, so stellt man das Schmelzgut am geeignetsten etwa in folgenden Gewichtsverhältnissen zusammen:
Nickelschmelze . . . ,82 Theile,
Mangansuperoxyd ... 8
Ferrocyankalium . . . io
... iooThoilü.
Die vorstehenden Beispiele geben gleichzeitig die Grenzwerthe an, bis zu welchen der Eisenbezw. Nickclgehalt der Schmelzmasse bei einer praktisch rationellen Zusammensetzung herabsinken darf. Für alle zwischen diesen Grenzwoilhcn liegenden Zusammensetzungen des Rohnickels, -kobalts etc. ändern sich natürlich auch die angegebenen Mangansuperoxyd- etc. Zusätze.
Das gemeinsame Zusammenschmelzen genannter Stoffe kann entweder in geschlossenen' Sehrnclztiegeln oder in einem Flammofen, ζ, Β. einem Siemens'schcn oder Cupolofen, vorgenommen und die Legirung durch directes Giefsen in entsprechende Sand- oder Metallformen als Harren, Stangen, Körnervetc. gewonnen werden. Wendet man Schmelztiegel an, so bringt man die Schmclzstoffe schichtenweise in dieselben ein, und zwar in der Weibe, dafs das zuvor pulverihiite und mit dem Eisencyanür oder Cyankalium vermengte Mangansuperoxyd die Boden-, Mittel- und Deckschicht im Tiegel bildet, so dafs beim Schmelzen alle Reactionen sich mög-" liehst leicht und vollkommen vollziehen können. Etwa vorhandene Spuren von Schwefel können dadurch unschädlich gemacht werden, dafs man auf je ι kg Rohproduct einige Gramm salzsaures Ammoniak zusetzt.
Man kann übrigens zu dem Schmelzprocefs auch einen Gebliiseofen anwenden. In jedem Falle ist aber betreffs des erforderlichen Hitzegrades die Thatsache zu berücksichtigen, dafs die Schmelztemperatur des Nickels und des Mangans über i6oo° C. beträgt.
l)ie durch das beschriebene Schmelzverfahren gewonnenen Legirungen zeichnen sich durch vollkommene Schmiedbarkeit und besonders auch dadurch aus, dafs sie diese Eigenschaft selbst nach einem /,weiten Umschmelzen vollständig behalten und somiti einerseits gleich schmiedbare Barren erzeugt und- andererseits alle Abgänge und mifslungenen Arbeits- bezw. Giefs-1 stücke wieder verwerthet werden können.
Die Geschmeidigkeit, Streck- und Schmiedbarkeit selbst ist eine so hohe, dafs die Arbeitsstücke nicht nur rothglühend, sondern auch in kaltem \Zustande leicht geformt, gewalzt, -gestreckt, zu Draht gezogen und gehämmert werden können.
Es sei auch erwähnt, dafs das durch vorliegendes Schmelzverfahren gewonnene Ferronickel etc. frei von allen magnetischen Eigenschaften ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Schmelzverfahren zur directen Gewinnung schmiedbaren Ferronickels und Ferrokobalts aus den Rohsteinen dieser Metalle (ohne nachheriges Frischen behufs Elimination des Eisens), darin bestehend, dafs diese Rohsteine mit EisencyanUr oder Cyankalium' und einem Manganoxyd zusammengeschmolzen werden, wobei unmittelbar vor dem Abstich ein geringes Quantum1' Aluminium hinzugesetzt werden kann.
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