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Maschine zum Verpacken von Gegenständen beliebiger Art, wie Karamels,
Bonbons usw. Die Erfindung betrifft eine Neuerung an Maschinen zum Verpacken von
Gegenständen beliebiger Art, insbesondere Karamels, Walzenbonbons usw. Es hat sich
mehr und mehr (las Bedürfnis geltend gerriacht, solche Ware besser zu kennzeichnen,
insonderheit auch ihren Ursprung und die Verpackung vornehmer zu gestalten. In der
Hauptsache werden diese Waren in dünnes, durchscheinendes Papier eingewickelt, und
in die Verpackung werden bedruckte Blättchen von dickerem Papier eingelegt. Das
Bedrucken des Einwickelpapiers mit Schrift oder ganzen Farbflächen und Schrift darauf
hat wenig Zweck, weil die Ware meist durchfettet, namentlich wenn sie länger liegt
und in warmen Jahreszeiten, und dadurch den Druck auf dem dünnen Einwickelpapier
erst recht unsauber erscheinen läßt. Es ist nun zwar bekannt, auf maschinellem Wege
bedruckte Blättchen in die Verpackung einzulegen, doch eignet sich die bekannte
Einrichtung nicht zur Verwendung von sogenannten Vertikalrevolvermaschinen, weil
das auf die bewegliche Backe der Aufnahmetaschen aufgelegte Blättchen beim Rundlauf
des Revolverkopfes abfallen würde. Es ist aber wesentlich, diese Revolvermaschinen
für Blättcheneinlage geeignet zu machen, weil die Leistung solcher Maschinen eine
bedeutend höhere ist.
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Die Neuerung besteht nun darin, daß die beweglichen Klemmbacken der
Aufnahmetaschen oder sonstigen entsprechenden Einrichtungen des Revolverkopfes,
auf die die Blättchen aufgebracht werden, mit einer Festhaltung, z. B. einer Zunge,
Klappe, Bügel, Feder o. dgl., ausgestattet sind, die die Blättclien festhalten und
die zum Zwecke der Entbehrlichmachung besonderer Vorrichtungen zum Einschieben der
Blättchen in die Verpackung mitsamt der Klemmbacke der Aufnahmetaschen o. dgl. wesentlich
kürzer gehalten sind, als das Blättchen lang ist, wodurch es möglich ist, durch
mechanisches Anlegen der Schlußfalte der Hülle vor dem Ausstoß des Bonbons aus dem
Revolver die Blättchen in der Verpackungshülle zu hälten, so daß die Blättchen von
selbst und sicher in die Verpackung aufgenommen werden. Diese Art des Blättcheneinlegens
beeinträchtigt selbst die mit höchster Leistung arbeitende Einwickelmaschine nicht,
weil der Einlegevorgang ein ganz natürlicher ist, ohne jede besondere mechanische
Einrichtung. Die Blättchen können vermittels eines Saugers, Greifers o. dgl. vom
Stapel zugeführt werden, oder aber die Maschine ist mit einer Streifendruckvorrichtung
ausgestattet, in der Rollenpapier bedruckt und so zugeführt wird, daß Blättchen
für Blättchen nach öffnen der jeweiligen Haltezunge auf oder in die Klemmbacken
des Revolverkopfes hineingeschnitten werden. Wie schon erwähnt, eignet sich die
Maschine für Karamels und auch Walzenware, weil die Weiterbehandlung der Verpackung
eine beliebige sein kann. Durch Faltvorrichtungen kann sie gefaltet oder durch Drehvorrichtungen
seitlich eingerollt werden.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
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Abb. i zeigt eine schematische Darstellung cier Maschine mit Einrichtung
zum seitlichen Falten der Warenumhüllung.
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Abb. z und 3 zeigen dieWare beim Einstoß und beim Ausstoß in bzw.
aus dem Revolverkopf. ' Abb. q. zeigt einen Gegenstand mit seitlich gefalteter Umhüllung
und Abb. 5 seitlich eingerollte Ware mit zusammengedrehten Papierenden.
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Das Papier für die Blättchen a wird durch die Walzen b, c, von denen
die Walze b ruck-«-eise angetrieben wird, von der Vorratsrolle d abgerollt. Die
Abrollung findet in dem Zeitpunkt statt, in dem der Revolver stillsteht. Der Revolver
besitzt Taschen zum Einführen und Halten des Gegenstandes beim Einwickeln. Jede
Tasche besitzt eine unter Federwirkung stehende Klemmbacke f, an welcher außen eine
Zunge e drehbar gelagert ist. Die ebenfalls unter Federwirkung stehende Zunge e
an der Klemmbacke f o. dgl. ist während der Zuführung des von der Rolle d kommenden
Papierstreifens durch den Finger g geöffnet. Nach erfolgter Abrollung
des
Papiers geht der Finger g zurück, und die Zunge e preßt nun das Papier fest gegen
die Außenseite der Klemmbacke f. In diesem Augenblick wird durch das Messer h ein
Blättchen von dem Papierstreifen abgeschnitten. Während der Abrollung des Blättchenstreifens
trägt eine Farbwalze i Farbe auf den Stempel k auf, der während des Nichttransportes
des Blättchenstreifens den Streifen bedruckt. Das Drucken in der Maschine ist einfacher
als die Zuführung von Einzelblättchen durch Sauger o. dgl., weil besondere Druck-
und Schneidkasten gespart werden. Nach erfolgter Blättchenanlage zwischen den Backen
e, feiner Tasche schaltet der Revolver weiter, und das Taschenmaul mit dem
Blättchen a kommt vor den Bonboneinstoß zu stehen. Während der Revolverschaltung
haben die Walzen l und in, von denen die Walze l wieder ruckweise angetrieben
wird, eine zum Einwickeln entsprechende Länge Wachs- o. dgl. Papier von der Rolle
ia abgerollt. Der Gegenhalter o schwingt aus seiner inneren Stellung nach außen,
hebt die Klemmbacke f an und legt sich gegen das vor die in Empfangsstellung befindliche
Tasche des Revolvers gebrachte Papier und das inzwischen durch den Stößer p etwas
vorgeschobene Bonbon. Nunmehr schneidet das Messer q das Einwickelpapier ab und
der Stößer p stößt weiter, wobei eine Zunge r
verhindert, daß das sich U-förmig
über den Gegenstand legende Papier das zwischen den Backen e, f festgehaltene
Blättchen a hochdrückt. Beim Einstoß gibt der Gegenhalter o die Klemmbacke f noch
etwas vor beendetem Einstoß wieder frei, so daß diese sich nun auf das Einwickelpapier
auflegt und dieses über das Bonbon strafft. Mittlerweile hat sich in der oben befindlichen
Tasche des Revolvers die Blättchenanlage wiederholt. Der Revolver schaltet weiter;
in der dritten unteren Station findet ein Arbeitsvorgang nicht statt, dagegen wird
an der vierten Station durch eine von außen nach innen bewegte Rolle s, durch eine
Platte, einen Schieber o. dgl. das frei herabhängende Ende des Einwickelpapiers
auf das Bonbon bzw. das noch zwischen den Backen e, f gehaltene Blättchen
a. aufgelegt und so das Blättchen in der Verpackung festgehalten. Der dann vorkommende
Ausstößer t schiebt das Bonbon unter Abheben der Klemmbacke f aus dem Revolverkopf
in eine dem Ausstoßkanal vorgelagerte Zwischenstation, das eingelegte Blättchen
sicher mitnehmend. In der Zwischenstation werden dann die überstehenden Enden der
Hülle durch die seitlichen Faltzungen u an die Stirnseite des Gegenstandes angelegt,
durch die Zungen v die hinteren Seitenlappen umgelegt und beim Ausstoß des nächstkommenden
Karamels die Packung in den Ausstoßkanal geführt. Die Klemmbacke f und Zunge e sind
nur etwa halb so breit wie das Bonbon, damit die Festhaltung des Blättchens unter
dem von der Rolle s aufgelegten Umhüllungsteil beim Ausstoß sicher wirken kann.
Die Anordnung des Ausstoßes ist natürlich auch in anderer Form und an anderen Einrichtungen
möglich. Eine so gebaute Maschine hat den Vorteil größter Leistungsfähigkeit und
ist in anderer Größe auch für andere Gegenstände als Bonbons geeignet.