DE424179C - Seitlicher Ausleger als Seilhalter fuer Seilzuggeraete - Google Patents

Seitlicher Ausleger als Seilhalter fuer Seilzuggeraete

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DE424179C
DE424179C DESCH72579D DESC072579D DE424179C DE 424179 C DE424179 C DE 424179C DE SCH72579 D DESCH72579 D DE SCH72579D DE SC072579 D DESC072579 D DE SC072579D DE 424179 C DE424179 C DE 424179C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/64Cable ploughs; Indicating or signalling devices for cable plough systems
    • A01B3/68Cable systems with one or two engines ; e.g. electrically-driven or with diesel generating set

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Ein Dampfpflug arbeitet bekanntlich derart, daß ein Ackergerät von zwei Maschinen an einem starken Stahlseil hin und her gezogen wird. Auf einem mit Stiegenreihen bestandenen Felde ist es daher nicht ohne weiteres möglich, den Dampfpflug zu benützen, da das Seil hindernd im Wege ist.
Beginnt man ein mit Stiegenreihen bestandenes Feld an einer Seite, parallel zu den Reihen, mit dem Dampfpflug zu bearbeiten, so kann man zunächst ungehindert hin und her pflügen, bis man an die erste Stiegenreihe kommt. Um nun den zwischen der ersten und
t_ zweiten Stiegenreihe liegenden Abschnitt in Angriff nehmen zu können, muß man das Seil auf die andere Seite der ersten Stiegenreihe hinüberbefördern. Dieses Hinüberbefördern des Seiles über eine Stiegenreihe soll die im folgenden beschriebene Erfindung bewerkstelligen.
Der Erfindungsgegenstand besteht aus einem als Seilhalter dienenden Ausleger c, der an einer annähernd senkrecht stehenden, durch
2_ zwei Ketten b, b' unterstützten Achse α höheneinstellbar und schwenkbar befestigt ist und in annähernd horizontaler Lage und senkrecht zur Fahrtrichtung durch eine Kette / gehalten wird, die mittels eines Keilverschlusses g am ziehenden Seil befestigt ist. Am Ende des Auslegers c ist ein Haken d zur Aufnahme der Seilöse des gezogenen Seiles angebracht. Das ganze Gestänge wird am festen Rahmen des Pflugkörpers derart befestigt, daß die senkrechte Achse α auf der Seite des Landrades in größtmöglichste Nähe der Radachse zu stehen kommt.
Wenn nun der Pflugkörper an die erste Stiegenreihe herangekommen und im Begriff ist, zum letzten Male vor den Stiegen entlangzufahren, so richtet man den Ausleger c so, daß sein Ende mit dem Haken d über die Stiegen hinausragt, hängt das gezogene Seil mit seiner Öse in den Haken d und befestigt den Keilverschluß g an dem ziehenden Seil derart, daß die angeschlossene Kette / den langen Auslegerarm c senkrecht zur Fahrtrichtung hält.
Auf diese Weise wird bei der Fahrt des Pflugkörpers vor den Stiegen entlang das gezogene Seil hinter den Stiegen entlanggeschleppt.
Am Ende des Feldes ist es nur noch erforderlich, das gezogene Seil aus Haken d auszuhängen und wieder am Pflugkörper zu befestigen, um mit der Bearbeitung des zweiten Abschnittes zwischen erster und zweiter Stiegenreihe beginnen zu können.
Bei der zweiten und den folgenden Reihen wiederholt sich der Vorgang entsprechend.
Vorbedingung ist Aufstellung der Stiegen in geraden und parallelen Reihen, wie es in jeder geordneten Landwirtschaft üblich und selbstverständlich 'ist.
In gleicher Weise ist mit Feldern, auf denen Hackfruchtmieten lagern, zu verfahren.
Damit ein und dasselbe Gestänge nicht nur Pflugkörpern verschiedener Systeme,- sondern auch anderen Geräten, wie z..B. der in Abb. 2 angedeuteten Grubberscheibenegge, angepaßt werden kann, ist die Vorrichtung nach Abb. 3 in möglichst weitem Maße verstellbar eingerichtet.
Als fester Fußpunkt dient dem ganzen Gestänge ein Gußteil ι, das an einer geeigneten Stelle des beliebig dicken Rahmens durch zwei starke Bügel befestigt werden kann, die mit langen Gewinden durch eine Gegenplatte ragen. In der senkrechten Bohrung des Gußteiles ι steht drehbar ein genügend starkes Rohr α von etwa 3 m Länge. Durch konische Bolzen, Nieten oder Schrauben sind mit diesem Rohr α die Teile 2, 3 und 4 verbunden, die einer Verspannung als Angriffspunkte dienen. Teil 2 verhindert gleichzeitig das Durchrutschen des Gestänges durch Teil 1. Es ist zweckmäßig, zwischen 1 und 2 einen Druckring 5 aus Messing zu legen. Oberhalb von Teil 4 trägt die Stange« über einem zweiten Druckring 6 einen Zylinder 7 mit zwei gegenüberliegenden Ösen, von denen je eine Kette b und b' ausgeht. Diese Ketten haben den Zweck, die Stange a in senkrechter Richtung zu halten; sie gehen in je einen Kettenspanner 8 mit Haken 9 zum beliebigen Verkürzen der Ketten aus und werden je in einen doppelt gebogenen Haken 10 eingehängt. Dieser Haken kann mittels zweier langer Bolzen mit Muttern und einer Gegenplatte an jeder Stelle des Pflugkörperrahmens angeschraubt werden.
Teil 3, der Steg der Verspannung, nimmt auf seiner der Verspannung entgegengesetzten Seite den Fußpunkt des etwa 5 m langen Auslegerrohres c auf, um den dieses in vertikaler Richtung schwenkbar ist. Es kann durch eine Kette e, die zu dem auf Rohr a befestig ten Teil 4 führt, in verschiedener Höhe eingestellt werden. Rohr c trägt einen dreh- und verschiebbaren Haken 11, der durch zwei Stellringe 12 und 13 beliebig festgelegt werden kann. Ebenso kann der Anfangspunkt der v> Kette f durch zwei Stellringe 14 und 15 beliebig auf Rohr c festgelegt werden. Kette /, deren Länge durch einen Haken geändert werden kann, läuft in einen Keilverschluß g aus, mit dem sie schnell an jeder Stelle des ziehenden Pflugseiles befestigt werden kann.
Einigen technischen Ungenauigkeiten, die schon aus den Abb. 1 und 2 ersichtlich sind, kann man leicht abhelfen.
Wegen der Steuervorrichtung (in Abb. 1 nicht gezeichnet) ist es nicht möglich, das Gestänge in der Mitte des Pflugkörpers, d. h.
in Ebene der Radachsen, · anzubringen. Die dadurch bedingte seitliche Anbringung kann jedoch ohne weiteres durch Verlängern oder Verkürzen der Kette /, je nach Hin- oder Herfahrt, ausgeglichen werden. Bei der in Abb. 2 angedeuteten Grubberscheibenegge ist die Vorrichtung nicht seitlich (wie beim Pflug), sondern näher der Mitte anzubringen, um das Gestänge in gleicher Weise nach rechts und links schwenken zu können, je nachdem der Grubber der zu überwindenden Stiegenreihe die eine oder die andere Seite zukehrt. Um die Beweglichkeit der Wendegabel nicht zu behindern, läßt sich das Gestänge nicht weit genug vorn anbringen, um nach Beendigung der Fahrt längs der Stiegen die Öse des gezogenen Seiles wieder mühelos an der Wendegabel befestigen zu können. Man würde die Öse noch mehrere Meter weiter vorziehen müssen, was natürlich praktisch unmöglich ist. Diesem Übelstand begegnet man leicht durch Anwendung eines zweiten Keilverschlusses (wie g), den man mittels ■ kurzer Kette in d einhängt. Nun kann man leicht das gezogene Seil derartig in dem Keilverschluß befestigen, daß davor ein genügend langes Ende zum bequemen Wiederbefestigen der Öse an der Wendegabel frei bleibt.
Durch die Vorrichtung wird dem Dampfpflug in der Landwirtschaft ein nicht zu unterschätzendes Tätigkeitsfeld erschlossen. Bisher bediente man sich zu der so wichtigen Auflockerung oder Umbrechung der Stoppeln zwischen den Stiegenreihen entweder der Gespanne, wozu man jedoch viele, gerade in dieser Zeit kostbare Tier- und Menschenkräfte brauchte, oder eines Motorpfluges, der bekanntlich an Betriebssicherheit weit hinter dem Dampfpflug zurücksteht. Durch Anwendung der Vorrichtung ist jedem Dampfpflugbesitzer die Möglichkeit gegeben, mit wenig Leuten gleich nach Aufstellung der Stiegenreihen die Stoppeln sauber und schnell umzuschälen oder aufzulockern und somit für die Verwendungsmöglichkeit des Dampfpfluges mehrere Wochen zu gewinnen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Seitlicher Ausleger als Seilhalter "für Seilzuggeräte, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger an einer vertikalen Achse höheneinstellbar und schwenkbar befestigt ist und in selnsr Lage durch eine Kette gehalten wird, die mittels Keilverschlusses an dem ziehenden Seil befestigt ist, um das Arbeiten auf mit Getreidestiegen und Hackfruchtmieten besetzten Feldern zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DESCH72579D 1925-01-03 1925-01-03 Seitlicher Ausleger als Seilhalter fuer Seilzuggeraete Expired DE424179C (de)

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