DE423279C - Mechanische Wischvorrichtung fuer Kupferdruckschnellpressen mit heraushebbaren Wischelementen - Google Patents

Mechanische Wischvorrichtung fuer Kupferdruckschnellpressen mit heraushebbaren Wischelementen

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DE423279C
DE423279C DEH93797D DEH0093797D DE423279C DE 423279 C DE423279 C DE 423279C DE H93797 D DEH93797 D DE H93797D DE H0093797 D DEH0093797 D DE H0093797D DE 423279 C DE423279 C DE 423279C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F9/00Rotary intaglio printing presses
    • B41F9/06Details
    • B41F9/08Wiping mechanisms
    • B41F9/14Continuous flexible surfaces, e.g. endless bands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Screen Printers (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN ΑΓ.Ι 24. DEZEMBEKl£2a
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M423279 KLASSE 15 d GRUPPE 9
(H93797 XIIjisd)
£>r.*3ng. Friedrich Heinrich in Wien.
Mechanische Wischvorrichtung für Kupferdruckschnellpressen mit heraushebbaren Wischelementen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juni 1923 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldungen in Österreich vom 16. Dezember 1922 iür Ansprüche 1, 3 bis 5 und vom
6. Februar 1923 für Anspruch 2 beansprucht.
Gegenstand der Erfindung ist eine mecha- J in Führungen durchgehenden, bereits ange-
nische Wischvorrichtung für Kupferdruck- färbten Gravurplatte bis zur Druckfertigkeit Schnellpressen, die als Zusatzvorrichtung für derselben maschinell zu entfernen. Gemäß Kupferdruckschnellpressen den Zweck hat, der Erfindung sind die mit ihrer Wickelvorden Überschuß an Farbe von der unter ihm t richtung eine Einheit bildenden Wischele-
mente derart auf ihre aus dem Maschinengestell herausragenden, exzentrisch angesetzten Antriebswellen aufgesteckt, daß sie nach Entriegelung von auf den Exzenterwellen sitzenden Verriegelungsstücken aus der Vorrichtung zwecks Neubeschickung mit Wischmaterial heraushebbar sind.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Abb. ι ίο ist eine Vorderansicht der Maschine im Schnitt und Abb. 2 eine Seitenansicht.
Beiderseits der Führungsbahnen 1 der Kupferdruckschnellpresse, durch welche die Karren 2 mit den darauf befestigten Gravurplatten 3 geführt sind, ist das :innere und äußere Maschinengestell 4" und 4P der Wischvorrichtung angeschraubt. Diese beiden Teile sind weiter unten durch Verbindungsstangen s gegeneinander versteift. In dem inneren und äußeren Maschinengestell sind paarweise gegenüberliegend stehende Wellen 6" gelagert, deren aus dem Maschinengestell nach oben herausragender Teil 6b exzentrisch angesetzt ist. Diese stehenden Wellen 6" werden paarweise durch Kegeltriebe 7 und 8 von je einer wagerechten Welle 9 gedreht.
Es hat sich ergeben, daß eine besonders günstige Wirkung dann erzielt wird, wenn in den Antrieb der Kreisbewegung dieser stehenden Exzenterwellen eine ungleichförmige Bewegung durch Anordnung von Unrundrädern eingeschaltet wird. Dadurch erreicht man, daß die relative Bewegung dieser Exzenterwellen zu den durchlaufenden Platten derartig verändert wird, daß die Bewegung im Sinne der durchlaufenden Platte beschleunigt, im entgegengesetzten Sinne verzögert ist, so daß bei relativ gleicher Umlaufzahl die entstehende Zykloidenabwicklung eine Verzerrung im Sinne einer größeren Schlinge erfährt.
Die wagerechten Wellen 9, bei vorliegender Ausführungsform vier, sind untereinander durch Stirnräder 10 in Eingriff. Eine dieser Wellen 9 wird mittels eines Kettentriebes 11 von der Hauptmaschine aus angetrieben. Die stehenden Wellen 6° laufen somit in abwechselnd verkehrter Drehrichtung um und sind so eingebaut, daß die Exzentrizitäten aller Wellenpaare, auf die Bewegungsrichtung des Karrens bezogen, sich bei allen gleichzeitig in derselben bzw. entgegengesetzten Richtung bewegen. Die Antriebskegelräder 8 nehmen die Wellen 6" durch Nut 12 und Feder mit, so daß die Wellen während ihrer Drehung gehoben und gesenkt werden können. Auf den aus dem Maschinengestell herausragenden Teilen 66 der stehenden Wellen 6a stecken, auf einem Bund dieser Wellen aufliegend, Lager 13, welche senkrecht zu ihrer Bohrung herausragende Zapfen 14 tragen. Auf diesen wagerecht liegenden Zapfen 14 der zu einem Wellenpaar gehörenden Lager 13 und schwingbar um die Zapfen 14 liegen in wagerechten Langlochbohrungen von Konsolen 150, 15* die einzelnen Wischelemente — Wischbalken — A auf. Die Konsolen 15«, 15* sind beiderseits an die Seitenplatten 16 jedes Wischelementes angeschraubt. Die Seitenplatten 16 sind oben durch Verbindungsstängen 17 und unten durch einen mit der Öffnung nach abwärts gerichteten trogförmigen Querbalken 18 starr verschraubt. In die Öffnung des Querbalkens 18 ist eine elastische Polsterung 19 eingelegt,, welche die Druckunterlage für das darübergezogene Wischmaterial bildet. Im oberen Teile des Wischbalkens A ist zwischen den Seitenplatten die Einrichtung zur entsprechenden Aufnahme und Abwicklung des Wischmateriales eingebaut. Die Wischbalken A werden dann erst auf die Platte 3 herabgesenkt, wenn diese mit ihrer vorderen Kante unter dem Wischbalken eingefahren ist, und bereits wieder aufgehoben, wenn die rückwärtige Kante noch nicht unter dem Wischbalken A ausgefahren ist.
Das Heben und Senken des Wischbalkens A wird durch Heben und Senken der zugehörigen Wellenpaare 6a bewerkstelligt. Die unteren Enden der Wellen 6a laufen zu diesem Zwecke mit doppelseitiger Drucklagerung 20 in Bohrungen von Gehäusen 21, die außen mit einem Steilgewinde versehen sind. Die Muttern zu den Steilgewinden bilden glockenförmige, mit dem Maschinengestell fest verschraubte Bestandteile 22. Eine Verdrehung der Gewindestücke 21 durch die daran befestigten Hebel 23° und 23* haben ein Heben bzw. Senken der zugehörigen stehenden Wellen 6° zur Folge. Die Hebel 23° und 236, welche einem Wellenpaar 6a entsprechen, sind miteinander durch eine Stange 24 verbunden, so daß die Bewegung jedes Wellenpaares einheitlich vor sich geht. Die Verbindungsstangen 24 sind nach einer Seite verlängert und tragen an ihrem Ende eine Rolle 25, hinter welche die Höhensteuerungshebel 26 eingreifen, die auf der Welle 27 gelagert sind. Die Bewegung der Höhen-Steuerungshebel 26 wird durch die Nockenwelle 28 vermittelt, welche durch einen Schneckentrieb — die Nabe eines der Kegelräder 8 ist als Schnecke ausgebildet -— so bewegt wird, daß sie bei jedem Plattendurchgange eine Umdrehung macht. Jeder Höhensteuerungshebel 26 liegt mit seiner Rolle 29 auf zwei Nockenscheiben 3oa und 306 auf, welche unabhängig voneinander einstellbar sind, so daß sowohl der Zeitpunkt des Hebens als auch jener des Senkens des Wischbaikens A nach der Plattengröße eingestellt ■
werden kann. Das Zurückgehen des Wisch- | balkens A in die Tiefstellung, d. h. in die Arbeitsstellung, wird durch eine an die Verbindungsstange 24 angreifende Zugfeder 31 S bewirkt. Die vorstehend beschriebene Ausführungsform zur Durchführung der nötigen Bewegungen kann auch durch andere Maschinenelemente erfolgen, z. B. statt Gewindestück Hebelbewegung oder gerilltes Wellenende mit Zahnradeingriff, statt Nockenscheiben Kulissenbewegung u. dgl.
Um das Gewicht des Wischbalkens A auszugleichen, sind unter den Zapfenlagern 13 Druckfedern 32 auf die Exzenterwellen 6* angesteckt; zur Einregelung derselben auf die entsprechende Höhe der elastischen Zusammendrückbarkeit der Polsterung 19 sind je nach Bedarf ein für allemal Ringe 33 unter die Federn 32 gelegt. Die Höhe der Ansätze auf den Exzenterwellen 6*, auf welchen die Zapfenlager 13 aufliegen, wird aus dem gleichen Grunde durch Unterlegen von Ringen 34 ein für allemal so geregelt, daß die Elastizität der Polsterung 19 zur vollen Wirkung kommen kann, die zur Verfügung stehende Hubhöhe aber nicht unnötig verringert wird. Um dem Wischbalken A beim Wischen einen bestimmten Arbeitsdruck zu erteilen, sind auf den Exzenterwellen Θ> über den Zapfenlagern 13 Gewindehülsen 35 aufgesteckt; auf diesen stecken Federn 36, welche sich einerseits auf die Zapfenlager 13, andererseits gegen die Muttern 37 der Gewindehülsen 35 abstützen. Diese tragen zwei Flächen 38, welche in entsprechenden Führungen der Konsole 39 geführt sind. Hierdurch wird der Wischbalken A in seiner senkrechten Lage zur Platte 3 erhalten, verliert aber nicht die zum richtigen Auflegen auf die Platte nötige Bewegungsfreiheit, welche durch die Aufhängung auf den wagerechten Zapfen 14 der Zapfenlager 13 gegeben ist. Der auf die Gewindehülsen 35 nach oben wirkende Federdruck wird über ein am Ende der Gewindehülse eingebautes Drucklager 40 von dem auf der Exzenterwelle θ festsitzenden Verriegelungsstück 41 aufgenommen. Die Hülse 42 hat den Zweck, das Verriegelungsstück 41 mit der Gewindehülse 35 zusammenzuhalten, wenn diese von der Exzenterwelle 6b abgezogen werden. Auf dem Verriegelungsstück 41 ist eine Schmierbüchse 43 aufgeschraubt, welche die Schmierung sämtlicher Lagerungen der zugehörigen Welle besorgt.
Die Wischbalken A können durch die oben beschriebene Einrichtung sehr rasch zum Beschicken mit neuem Wischmaterial aus der Maschine herausgehoben werden und liegen andererseits in der Arbeitsstellung beweglich mit genau einstellbarem Arbeitsdrucke auf den Gravurplatten 3 auf.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Mechanische Wischvorrichtung für Kupferdruckschnellpressen mit heraushebbaren Wischelementen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit ihrer Wickelvorrichtung eine Einheit bildenden Wischelemente auf ihre beiden aus dem Maschinengestell herausragenden, exzentrisch angesetzten Antriebswellen (6b) aufgesteckt sind und nach Entriegelung von auf diesen Exzenterwellen sitzenden Verriegelungsstücken (41) herausgehoben werden können.
2. Mechanische Wischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Wischbalken (A) tragenden, exzentrisch angesetzten Wellen (6b) derart So mit ungleichförmiger Geschwindigkeit umlaufen, daß die Wischbewegung auf der unter dem Wischbalken durchlaufenden Platte (3) eine verzerrte Zykloidenbewegung ist, wobei die Bewegung des Wischbalkens (A) relativ zur durchlaufenden Platte im Sinne der Plattenbewegung beschleunigt, im entgegengesetzten Sinne verzögert ist.
3. Mechanische Wischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischelemente (A) einerseits in Lagern (13), andererseits in Langlöchern mittels zur Bewegungsrichtung der zu wischenden Platten (3) achsenparalleler Zapfen (14) aufgehängt und zwischen senkrecht zur Achse dieser Zapfen liegenden Flächen (38) geführt sind, so daß sie sich frei beweglich auf die Platten (3) auflegen können.
4. Mechanische Wischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Heben bzw. Senken eines Wischelementes (A) durch gleichzeitiges Heben bzw. Senken der dieses Wischelement antreibenden Exzenterwellen erfolgt.
5. Mechanische Wischvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitpunkt für das Heben jedes einzelnen Wischelementes (A) nach dem Plattenformate unabhängig von den übrigen Wischelementen durch zwei nebeneinanderliegende Nockenscheiben (30°, 306) einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH93797D 1922-12-16 1923-06-05 Mechanische Wischvorrichtung fuer Kupferdruckschnellpressen mit heraushebbaren Wischelementen Expired DE423279C (de)

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