DE415690C - Tiegeldruckpresse zur Herstellung von Ein- oder Zweifarbendrucken - Google Patents

Tiegeldruckpresse zur Herstellung von Ein- oder Zweifarbendrucken

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DE415690C
DE415690C DESCH69522D DESC069522D DE415690C DE 415690 C DE415690 C DE 415690C DE SCH69522 D DESCH69522 D DE SCH69522D DE SC069522 D DESC069522 D DE SC069522D DE 415690 C DE415690 C DE 415690C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/10Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed for multi-impression printing in one or more colours, e.g. on webs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AM 27. JUN1
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVe 415690 KLASSE 15 d GRUPPE 36
(Sch 69522 Xll\i5d)
Alfred Schlesinger in Düsseldorf.
Tiegeldruckpresse zur Herstellung von Ein- oder Zweifarbendrucken. Patentiert inTDeutschen Reiche vom 28. August 1923 ab.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Tiegeldruckpressen, die von der Rolle drucken, in der Weise für Zweifarbendruck einzurichten, daß man die beiden Hälften der Form verschieden einfärbt und das Papier bei jedem Arbeitsgang nur um die halbe Breite der Form vorzieht, so daß es zuerst von der einen und dann von der anderen Hälfte der Form bedruckt wird. Die Druckmaschine sollte hierzu ίο mit geteilten Farbwalzen und zwei nebeneinanderliegenden Farbtellern, von denen jeder nur die halbe Breite der Form hat, versehen werden.
Eine derartig ausgestattete Druckpresse ist für Einfarbendruck nur in beschränktem Maße verwendbar, da auch dann, wenn man die beiden Farbenteller mit der gleichen Farbe einfärbt und ungeteilte Walzen verwendet, stets in der Mitte der letzteren ein schmaler Raum bleibt, der wenig oder gar keine Farbe
erhält. Da im allgemeinen einfarbige Drucke viel häufiger herzustellen sind als zweifarbige, ist eine derartig eingerichtete Druckmaschine nicht vorteilhaft.
Nach der Erfindung soll die Druckmaschine mit einer Einrichtung versehen werden, die eine gute Herstellung sowohl einfarbiger wie auch zweifarbiger Drucke ermöglicht. Zu diesem Zweck wird die Maschine mit drei nebeneinander angeordneten und durch dasselbe Getriebe gedrehten Wellen für die Farbteller versehen. Für einfarbige Drucke wird auf die mittelste Welle ein großer Farbteller aufgesteckt, während für zweifarbige Drucke auf jede der beiden äußeren Wellen ein Farbteller von halbem Durchmesser aufgesetzt wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt. Darin ist:
Abb. ι eine Ansicht der Druckmaschine von der Rückseite aus gesehen,
Abb. 2 eine Vorrichtung zum Auswechseln der Farbteller im Aufriß,
Abb. 3 dieselbe Vorrichtung in Aufsicht und Abb. 4 eine Seitenansicht der Druckmaschine.
Die in Abb. 1 und 4 dargestellte Druckmaschine enthält einen Tiegel 1, der zwischen den Führungen 2 in senkrechter Richtung auf und nieder geht. Ein auf der Hauptwelle 4 sitzendes Exzenter 5 preßt den Tiegel gegen das Fundament 6; der Rückgang wird durch Federn 7 bewirkt. Das Papier wird von der Rolle 8 durch Vorziehwalzen 9 und 10 und weiterhin durch Walzen 11, die von ersteren aus durch eine Kette angetrieben werden, über das Fundament 6 gezogen. Die Vorziehge- | schwindigkeit wird durch folgende Vorrich- : tung geregelt. Auf der Welle der Walze 9 j sitzt ein aus einer Reibscheibe 12 und einer j an einem Winkelhebel 13 sitzenden Klinke 14 ! bestehendes Klemmgesperre. Von der Haupt- ■ welle 4 wird durch ein in der Zeichnung nicht sichtbares Kegelradgetriebe eine Scheibe 15 | mit der gleichen Umdrehungsgeschwindigkeit angetrieben. In einem Schlitz 16 der Scheibe '. 15 ist ein Bolzen 17 verschiebbar und fest- ] stellbar, der durch einen Lenker 18 mit dem Winkelhebel 13 verbunden ist. Durch Verstellen des Bolzens 17 in der Nut 16 kann ' der Hub des Klemmgesperres und damit der ; Papiervorzug beliebig groß eingestellt werden. ; Im rechten Winkel zur Papierbahn bewegt , sich der Walzenwagen 19 unter dem Einfluß von zwei auf einer Welle 20 sitzenden Armen ! 21 und eines auf dieser Welle sitzenden ELbels 22, der durch eine Kurvennut im Antriebsrade :
23 in schwingende Bewegung versetzt wird. Der Walzenwagen 19 enthält zwei Leckwalzen und zwei Auftragwalzen. Die ersteren über- So tragen die Farbe von einem in Abb. 1 vor der Ebene der Zeichnung liegenden und fortgeschnitten gedachten Farbwerk mit Duktorwalze auf einen drehbaren Farbteller 24, von dem die Auftragwalzen die Farbe abnehmen und sie auf die Form übertragen.
Die Erfindung besteht in einer Anordnung, die es ermöglicht, den Farbteller 24 gegen zwei kleinere Farbteller von halb so großem Durchmesser auszuwechseln. Wird dann gleichzeitig der Farbkasten gegen einen in der Mitte geteilten Farbkasten, dessen beide Seiten mit verschiedenen Farben beschickt werden, ausgewechselt und der Papiervorzug so eingestellt, daß das Papier bei jedem Hub nur um die halbe Breite des Tiegels vorgezogen wird, so können auf der Maschine Zweifarbendrucke ausgeführt werden.
Die Einzelheiten dieser Anordnung sind in den Abb. 2 und 3 in größerem Maßstabe dargestellt.
Die Welle 25 des Farbteller? 24 erhält ihren Antrieb durch ein Schneckenrad 26 und eine Schnecke 27, die von der Hauptwelle 4 mittels einer Kette 28 gedreht wird. Zu beiden Seiten der Welle 25 sind gleiche Wellen 29 und 30 angeordnet, die mit Schneckenrädern 31 und 32 ebenfalls in die Schnecke 27 eingreifen und sich daher zusammen mit der Welle 25 drehen.
Zur Ausführung von Zweifarbendrucken wird der Farbteller 24 von der Welle 25 abgenommen und darauf auf den Wellen 29 und 30 zwei Farbteller 33 und 34 von halbem Durchmesser des Farbtellers 24 befestigt. Gleichzeitig wird in der oben angegebenen Weise der Farbkasten ausgewechselt und der Papiervorzug auf die halbe Tiegelbreite eingestellt. - - . ■

Claims (1)

100 Patent-Anspruch:
Tiegeldruckpresse zur Herstellung von Ein- oder Zweifarbendrucken, dadurch gekennzeichnet, daß auf drei nebeneinander angeordneten, gemeinsam gedrehten Wellen (25, 29j 30j entweder ein einziger Farbteller (24) auf die mittelste Welle (25) aufgesteckt wird oder zwei kleinere Farbenteller (33, 34) auf den beiden seitliehen Wellen (29, 30) befestigt werden, wobei in letzterem Falle das Farbwerk gegen ein geteiltes Farbwerk ausgewechselt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DESCH69522D 1923-08-28 1923-08-28 Tiegeldruckpresse zur Herstellung von Ein- oder Zweifarbendrucken Expired DE415690C (de)

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