DE4226763C2 - Kupplungsscheibe - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsscheibe für eine
Reibungskupplung, umfassend eine Nabe, die eine Achse defi
niert; einen fest mit der Nabe bzw. über einen Torsionsschwin
gungsdämpfer mit dieser begrenzt verdrehbar gelagerten Belag
träger; Federsegmente, die am Außenumfang des Belagträgers an
geordnet sind; Reibbelagringe, die von beiden Seiten her an den
Federsegmenten befestigt sind; Trägerbleche, die jeweils auf
den den Federsegmenten zugekehrten Rückseiten der Reibbelagrin
ge angeordnet sind; Hohlnietfortsätze, die einteilig aus den
Trägerblechen herausgearbeitet sind.
Eine Kupplungsscheibe der obengenannten Bauart ist beispiels
weise aus der deutschen Offenlegungsschrift 28 40 108 bekannt.
Bei dieser bekannten Kupplungsscheibe sind die Reibbelagringe
und die Belagträger miteinander verklebt. Solche Klebeverbin
dungen sind für kleine Kupplungsscheiben mit relativ dicken
Reibbelagringen durchaus praktikabel. Bei größeren Außendurch
messern, bei welchen wegen des unerwünscht hohen Massenträg
heitsmomentes sehr dünne Beläge Anwendung finden sollen, gibt
es Probleme mit den Temperaturen in der Klebeschicht während
des Betriebes. Außerdem ist eine Verklebung in einer Serien
herstellung nur mit relativ großem Aufwand zu betreiben.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine mechani
sche Verbindung zwischen Trägerblech und Reibbelagring zu
realisieren, die die Vorteile der Verklebung aufweist - bei
spielsweise hohe Drehzahlfestigkeit - und die gleichzeitig
einen vertretbaren Fertigungsaufwand aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des
Hauptanspruches gelöst. Durch die erfindungsgemäße Ausgestal
tung kann gegenüber dem Stand der Technik das Klebeverfahren
zu Gunsten eines Nietverfahrens verlassen werden, wobei gleich
zeitig - beispielsweise gegenüber einem Stand der Technik ent
sprechend dem deutschen Patent 29 51 573 - das Massenträgheits
moment dadurch abgesenkt werden kann, daß die Hälfte der Niet
verbindungen aus Hohlnietfortsätzen besteht, die mit sehr wenig
Masse behaftet sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen,
daß axial gegenüberliegend jeweils ein Niet und ein Hohlniet
fortsatz angeordnet sind. Auf diese Weise ist im Bereich jeder
Flächenunterbrechung der Reibbelagringe eine Befestigungsstelle
angeordnet und zusätzlich kann der Nietkopf des Niets in die
Öffnung des gegenüberliegenden Hohlnietfortsatzes eintauchen.
Damit kann in Achsrichtung Platz gespart werden. Durch die An
ordnung einer Nietverbindung an jeder Unterbrechung der Reib
belagringe kann eine sehr gleichmäßige Befestigung zwischen
Trägerblech und Reibbelagring einerseits sowie andererseits
gegenüber dem Federsegment erzielt werden. Diese Maßnahme er
höht die Berstdrehzahlfestigkeit deutlich.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß jeder Reibbelagring etwa
radial übereinander und in Umfangsrichtung einander abwech
selnd einen Niet- bzw. einen Hohlnietfortsatz aufweist. Durch
diese Aufteilung ist eine sehr gleichmäßige Befestigungsgeo
metrie sowie eine entsprechende gleichmäßige Verteilung der
Spannungen z. B. bei hohen Drehzahlen erzielbar.
In besonders vorteilhafter Weise kann die Stufe in der Niet
öffnung der Reibbelagringe abgerundet bzw. abgeschrägt werden,
so daß hier bei Verwendung eines Hohlnietfortsatzes eine relativ
geringe plastische Verformung erforderlich ist.
Die Erfindung wird anschließend anhand eines Ausführungsbei
spieles näher erläutert. Die Figur zeigt einen Belagträger 1,
der nur in seinem radial äußeren Bereich dargestellt ist. Er
ist konzentrisch zu einer Drehachse ausgebildet und kann bei
spielsweise über einen Torsionsschwingungsdämpfer mit einer
nicht dargestellten Nabe verbunden sein. An seinem Außenumfang
sind am Umfang mehrere Federsegmente 2 verteilt angeordnet, die
in herkömmlicher Weise über Niete 3 mit dem Belagträger 1 ver
bunden sind. Diese Federsegmente 2 können umfangsmäßig in einer
Reihe hintereinander angeordnet sein, sie können jedoch auch
ohne weiteres doppelseitig angeordnet sein. Im vorliegenden
Fall ist das Federsegment 2 so ausgebildet, daß es in seinem
radial inneren Bereich am einen Trägerblech 6 anliegt und in
seinem radial äußeren Bereich am gegenüberliegenden Träger
blech 7. Jeder der Reibbelagringe 4 bzw. 5 ist auf seiner
Rückseite mit einem Trägerblech 6 bzw. 7 verbunden, und zwar
durch Vernieten. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß
jeweils zwei Nietöffnungen 11, 12 radial innen angeordnet
sind und zwei Nietöffnungen 10, 13 etwa radial darüber nach
außen versetzt. Die Trägerbleche sind so ausgestaltet, daß sie
abwechselnd mit Hohlnietfortsätzen 8 bzw. 9 versehen sind, die
in die entsprechenden Nietöffnungen 10 bzw. 11 hineinreichen
und dort vernietet sind. Dabei sind in der Darstellung zwei
verschiedene Formen der Hohlnietfortsätze dargestellt. Der
Hohlnietfortsatz 9 ist in üblicher Weise im Schnitt je zwei
mal um 90° abgewinkelt, während der Hohlnietfortsatz 8 durch
die Anordnung einer Schräge 16 in der abgestuften Nietöffnung
10 eine im wesentlichen konische Form aufweist, so daß seine
Umformung während des Nietvorgangs in seinem axialen Endbe
reich relativ gering ausfällt. Jeweils jedem Hohlnietfortsatz
8 bzw. 9 gegenüberliegend ist ein herkömmlicher Niet 14 bzw.
15 vorgesehen, der sich mit einem Kopf in der Nietöffnung 13
bzw. 14 des Reibbelagringes 5 bzw. 4 abstützt, daran an
schließend eine entsprechende Öffnung im Trägerblech 6 bzw. 7
durchdringt, eine deckungsgleiche Öffnung im Federsegment 2
durchdringt und auf der Rückseite des Federsegmentes vernietet
ist.
Die oben beschriebene Konstruktion kann gegenüber dem Stand der
Technik ohne eine Klebeverbindung zwischen dem Trägerblech und
dem Reibbelagring auskommen, was besondere Vorteile in der
Großserie hat. Gleichzeitig ist die Verwendung von relativ dün
nen Reibbelagringen möglich, die bei hoher thermischer Bela
stung bezüglich der Klebeverbindung entsprechend dem Stand der
Technik Probleme bereiten. Jede der Nietöffnungen ist gleich
zeitig auch als Nietbefestigung vorgesehen, so daß keine unnüt
zen Öffnungen in den Reibbelagringen angebracht werden müssen.
Gleichzeitig kann durch die wechselseitige Verbauung der Kopf
der herkömmlichen Niete im eingerückten Zustand der Reibungs
kupplung in den gegenüberliegenden Hohlnietfortsatz eintauchen.
Claims (4)
1. Kupplungsscheibe für eine Reibungskupplung, umfassend eine
Nabe, die eine Achse definiert; einen fest mit der Nabe
oder über einen Torsionsschwingungsdämpfer mit dieser be
grenzt verdrehbar gelagerten Belagträger; Federsegmente,
die am Außenumfang des Belagträgers angeordnet sind; Reib
belagringe, die von beiden Seiten her an den Federsegmen
ten befestigt sind; Trägerbleche, die jeweils auf den den
Federsegmenten zugekehrten Rückseiten der Reibbelagringe
angeordnet sind; Hohlnietfortsätze, die einteilig aus den
Trägerblechen herausgearbeitet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß einerseits die Hohl
nietfortsätze (8, 9) eines Trägerbleches (6, 7) in ent
sprechend abgestuften Nietöffnungen (9, 10) des ihm zuge
ordneten Reibbelagringes (4, 5) verankert sind und ande
rerseits - versetzt dazu - in weiteren abgestuften Niet
öffnungen (12, 13) Niete (14, 15) angeordnet sind, die je
weils einen Reibbelagring (4, 5) unter Zwischenschaltung
des zugehörigen Trägerbleches (6, 7) mit dem Federsegment
(2) verbinden.
2. Kupplungsscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß axial gegenüberliegend jeweils ein Niet (14, 15) und
ein Hohlnietfortsatz (9, 8) angeordnet sind.
3. Kupplungsscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Reibbelagring (4, 5) etwa radial übereinander
und in Umfangsrichtung einander abwechselnd einen Niet
(14, 15) bzw. einen Hohlnietfortsatz (9, 8) aufweist.
4. Kupplungsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß jede Nietöffnung (10, 11) auf der dem
Trägerblech (6, 7) zugewandten Rückseite einen kleineren
Durchmesser aufweist als auf der der Reibfläche zugewandten
Seite und daß die in der Trennebene beider Durchmesser an
geordnete Kante abgerundet bzw. abgeschrägt ist (Schräge
16).
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