DE42155C - Vorrichtung an den Mörse-Apparaten, welche ZwischenämterB mit nur einem Apparat das Abschalten gestattet, indem sie die abgeschalteten Aetnter in Kenntnifs erhält, wie. weit die Leitung nach jeder Seite frei ist - Google Patents
Vorrichtung an den Mörse-Apparaten, welche ZwischenämterB mit nur einem Apparat das Abschalten gestattet, indem sie die abgeschalteten Aetnter in Kenntnifs erhält, wie. weit die Leitung nach jeder Seite frei istInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L12/00—Data switching networks
- H04L12/28—Data switching networks characterised by path configuration, e.g. LAN [Local Area Networks] or WAN [Wide Area Networks]
- H04L12/40—Bus networks
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. Y|
Es wird bisher, namentlich in den Ruhestromleitungen, durch unnützes Rufen oft viel
Zeit verloren. Der rufende Beamte weifs nicht, wie weit sein Ruf dringt, ob nicht die Leitung
irgendwo umgeschaltet worden, es sei denn durch zeitraubende Feststellungen. Da ferner
in den ganz bestimmt abgegrenzten Stromkreisen gleichzeitig immer nur ein Amt sprechen
darf, so müssen die übrigen Aemter mit der Beförderung ihrer Telegramme warten, bis an
sie die Reihe kommt. Dabei entstehen aber Streitigkeiten über Alter und Vorrang der
Telegramme und im Uebereifer sucht ein Beamter den anderen auszudrängen. Es wird
dann gar nichts geschafft, bis der Eine unerlaubter Weise abschaltet, arbeitet, den Anderen
aber in dem falschen Glauben läfst, dafs die Leitung nun frei sei. Dieser ruft nun umsonst;
die Wiedernormalschaltung wird von dem Anderen gar vergessen, und so entstehen dann
Verzögerungen häufig gerade solcher Telegramme, deren schnelle Beförderung von hoher
Wichtigkeit ist.
Diesen Uebelständen soll die vorliegende
Erfindung möglichst begegnen. Jedes Zwischenamt soll sich nach einer Richtung hin abschalten
dürfen, und die abgeschalteten Aemter sollen ersehen können, ob bezw. bei welchem
Amte abgeschaltet ist, damit sie einestheils nicht nutzlos rufen, anderentheils mit Aemtern,
welche erreichbar sind, arbeiten können, ohne darin von anderen Aemtern gestört zu werden.
Zu diesem Zweck ist der Morseapparat überall mit einer automatischen Vorrichtung
zu versehen, welche in geeigneten, beliebig kurzen Zwischenräumen den abgeschalteten
Aemtern von der Abschaltung Kenntnifs giebt, indem sie meldet: »Hier N abgeschaltet«. .
Fig. ι zeigt den Automaten für Ruhestromleitungen
in der Oberansicht. R ist ein Messingring, dessen innere Fläche an zwei diametral gegenüberstehenden Stellen mit je
einer Gruppe von Einschnitten versehen ist, welche mit einer isolirenden, harten Masse
wieder ausgefüllt worden sind. Die so entstandenen isolirten Stege entsprechen genau
dem zu gebenden Signal in Morseschriftzeichen.
Die Federtrommelachse α (Fig. 3) des Apparates
ist um die Theile b c und d verlängert worden. Auf dem Theil c ist eine Feder ο ρ
befestigt, deren anderes Ende über die innere Fläche des Ringes R langsam hinschleift, sobald
das Laufwerk des Apparates ausgelöst wird. Eine zweite, vom Ring isolirte Feder k
(Fig. ι und 3) schleift mit ihrem freien Ende dauernd auf der Schraube d und unterhält
somit die leitende Verbindung zwischen der Klemme i, an welcher die Leitung liegt, und
der Schriftfeder ο p. Der Ring R ist dauernd
mit Erde verbunden, und daher gelangt der Strom von der Leitung über i k d c ο ρ
und R zur Erde. Streicht aber die Feder op
gerade über einen isolirten Steg hin, so wird der Strom unterbrochen, und auf allen Aemtern
lassen die Elektromagnete die Anker los; es entsteht auf den Streifen ein Punkt oder
Strich, je nach der Breite des Steges, und im weiteren Verlauf das ganze beabsichtigte Signal,
welchem ein Strich von dreifacher Länge vorausgeht, um ein etwa rufendes Amt zuvor
zu unterbrechen.
In Arbeitsstromleitungen bedarf der Automat der Einrichtung wie in Fig. 2. Hier sind die
das Signal tragenden Theile g des Ringes R zunächst herausgeschnitten und dann isolirt
wieder eingesetzt worden. Die isolirten Stege innerhalb der Signaleinsätze g entsprechen hier
den Morseschriftintervallen, die übrigbleibenden Metallteile den Schriftzeichen. Die Signaleinsä'tze
g stehen vermittelst der zu ihnen hindurchgreifenden mittleren Schraube mit der
Batterie dauernd in leitender Verbindung, die aufserhalb dieser Einsätze liegenden Theile des
Ringes dagegen mit der Erde. Alles Uebrige ist wie beim Automaten in Ruhestromleitungen
(Fig. 1).
In Fig. 2 geht ein aus der Leitung kommender Strom so lange über den Ring zur Erde,
bis die Feder ο ρ in einen der Signaleinsätze g eingetreten ist. Hier wird die Leitung von
der Erde getrennt, dagegen mit einer Batterie verbunden, welche ihren Strom in die Leitung
sendet, so lange die Feder keinen isolirenden Steg berührt.
Die Federtrommelachse läuft in 2'/2 Minuten
einmal um; bei zweimaliger Anbringung des Signals im Ring verbleiben den abgeschalteten
Aemtern zwischen je zwei Signalen ca. 65 Secunden zum Anruf der für sie erreichbaren Aemter.
Eventuell würde man diese Zeit durch Einsetzung eines dritten etc. Signals beliebig kürzen
können.
Fig. 4 macht ersichtlich, wie der Automat beispielsweise in eine Ruhestromleitung eingeschaltet
wird.
Um sämmtliche erforderlichen Umschaltungen durch einen einzigen Handgriff ausführen zu
können, ist ein Umschalter erforderlich, welcher folgende Einrichtung hat:
Um die an Erde liegende Achse χ dreht sich die Kurbel y. Diese wird durch Einfallen
einer Feder in Normalstellung (wie in. der Figur) oder in der Links- bezw. Rechtsverschiebung, wobei sie mit den Metallstücken P
bezw. P' leitend verbunden wird, von diesen festgehalten. Die Kurbely hat drei Arme a b
und c, sämmtlich von ihr isolirt. Bei Rechtsstellung drückt b gegen den Ansatz d des
Auslösehebels S, welcher mit dem nicht sichtbaren Ende hinter den Arretirungshebel des
Apparates greift, schiebt den Hebel S nach links und löst das Laufwerk aus; damit tritt
zugleich der Automat in Function. Bei Linksschaltung besorgt der Winkelhebel il die Auslösung,
weil dann c auf i1 drückt und den anderen Arm von zl zwingt, den Ansatz e zu
fassen und nach links zu schieben. Zugleich sollen die Kurbelarme α und c bei Seitenstellung
die Hebel i bezw. il von η bezw. n1
trennen und dafür mit den Federn r bezw. rl
verbinden.
Bei Rechtsstellung der Kurbelj^ findet demnach
der Strom von L1 einen Weg über i, r, r1
zum Automaten und von diesem zur Erde, der Strom von L2 über B, i\ n1, App, T,
GaIv. P1 und y über χ zur Erde. Bei Linksschaltung umgekehrt; dann liegt der Automat
in Leitung 2, während in L1 gearbeitet wird. Bei Normalstellung ist der Automat ausgeschaltet.
Damit nicht auch beim Geben das Papierband laufe, ist die Frictionswalze während
dieser Zeit hochzustellen oder durch einen leicht anbringbaren Schieber etwas zu heben.
Ein weifses Scheibchen am Rande der Papierführungsrolle läfst dann den Gang des Laufwerkes
durch steten Umlauf genügend ins Auge fallen.
Die Wiedernormalschaltung kann nicht vergessen werden, weil das Laufwerk nicht anders
gehemmt werden kann, als dafs vorher die Normalschaltung hergestellt wird. Die Hand
des Telegraphisten findet bis dahin den Auslösehebel unbeweglich festgeklemmt, wird also
an die Normalschaltung erinnert.
Eine Störung zweier in Correspondenz befindlichen
Aemter durch die Automaten ist unmöglich, da letztere stets nach derjenigen Seite Zeichen geben, von welcher gerufen
werden könnte.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Morseapparaten — zum Zweck, den mit nur einem Apparat in die Leitung geschalteten Zwischenämtern das einseitige Abschalten gestatten und den abgeschalteten Aemtern in kurzen Zwischenpausen unter Nennung des Amtes, welches die Abschaltung vorgenommen, das Signal »abgeschaltet« geben zu können — die Anwendung einer, automatischen. Vorrichtung, bestehend einestheils aus einem Metallring, welcher dauernd mit Erde verbunden und für Ruhestromleitungen an seiner inneren Peripherie ein- oder mehrfach mit isolirten, den Morsezeichen bezw. dem zu gebenden Signale entsprechenden Stegen versehen ist, für Arbeitsstrom dagegen mit einer Anzahl von Kreisausschnitten (gj, die isolirt wieder eingefügt worden und mit der Batterie ver-bunden werden, auf deren innerer Fläche die isolirten Stege befindlich sind, welche hier den einzelnen Intervallen der Morsezeichen entsprechen; anderenteils aus einer auf einer Verlängerung der Federtrommelachse (Fig. 3) des Apparates angebrachten, mit dieser umlaufenden und über die innere Peripherie des Ringes hinschleifenden Feder (0 pj, welche durch eine andere, vom Ring isolirte und auf der verlängerten Federtrommelachse schleifende Feder (k) dauernd mit der Leitung verbunden ist, so dafs diese an Erde liegt, wenn die Feder ο ρ auf den an Erde liegenden Ringtheilen schleift, isolirt wird, wenn die Feder sich über einen isolirenden Steg bewegt und endlich Strom empfängt, so oft die gedachte Feder innerhalb der Kreisausschnitte g mit dem Metall in Berührung kommt (Fig. 1 bis 3).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42155C true DE42155C (de) |
Family
ID=317577
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42155D Expired - Lifetime DE42155C (de) | Vorrichtung an den Mörse-Apparaten, welche ZwischenämterB mit nur einem Apparat das Abschalten gestattet, indem sie die abgeschalteten Aetnter in Kenntnifs erhält, wie. weit die Leitung nach jeder Seite frei ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42155C (de) |
-
0
- DE DENDAT42155D patent/DE42155C/de not_active Expired - Lifetime
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