DE375804C - Mit zwei verschiedenen elektrischen Stroemen arbeitende Fernstellvorrichtung - Google Patents

Mit zwei verschiedenen elektrischen Stroemen arbeitende Fernstellvorrichtung

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DE375804C DEL43399D DEL0043399D DE375804C DE 375804 C DE375804 C DE 375804C DE L43399 D DEL43399 D DE L43399D DE L0043399 D DEL0043399 D DE L0043399D DE 375804 C DE375804 C DE 375804C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J13/00Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manipulator (AREA)

Description

  • mit zwei verschiedenen elektrischen Strömen arbeitende Fernstellvorrichtung. Die Erfindung betrifft ein Selektivverfahren bzw. eine elektrische Fernstellvorrichtung mit oder ohne Drahtleitung, verwendbar zu verschiedenen Zwecken, z. B. zur Typendrucktelegraphie, zur selbsttätigen Einstellung te'_ephonischer Verbindungen, zum Sprengen von Minen, zur Weichen-, Schranken- und Signalstellung für die Eisenbahn sowie auf Schiffen usw., auch zum Anruf und zur Steuerung fahrender Lokomotiven und Wagen aller.Art, zum Lenken unbemannter Boote, Luftschiffe und Flugzeuge, zum Öffnen elektrischer Kombinationsschlösser nach einem. Stichworte, einer Zahl oder mehreren Zahlen, . zur Kenntlich= machung der Nummer eines anrufenden Telephons auf der Zentrale usw. , .
  • Alle diese Tätigkeiten können durch einendem Prinzip nach gleichen Empfangs- und Sendeapparat bewirkt.werden. Der Empfänger der Fernstellvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer beliebigen Zahl j e um eine Achse beweglicher Ankerräder, -scheiben (Stellscheiben) oder Scheibensegmente oder aus geradlinig bewegten Schlitten oder Zahnschubstangen, die durch elektrische Ortsströme um je einen bestimmten Mrinkel oder um eine bestimmte Strecke gedreht oder geradlinig und in gegeneinander rechtwinkligen Richtungen bewegt werden können, so daß eine genaue Einstellung eines bestimmten beweglichen -,Ipparatenteiles, nämlich einer kippbai en Zunge, auf einen bestimmten Punkt und durch beliebig viele solcher Scheiben und Apparatenteile auf. bestimmte. Punkte erreicht wird..
  • Das Verfahren selbst besteht in einer selbsttätigen Umschaltung elektrischer Kontaktfedern, durch welche beliebig. viele Ortsstromkreise des Empfängers aus ursprünglich zweien hergestellt werden können, und zwar mittels nur zweier voneinander verschiedener elektrischer Fernströme oder Impulse des Senders, wodurch alle nötigen, ihrer Zahl nach unbegrenzten Bewegungen des Empfangsapparates in einer gewissen Reihenfolge gesteue:t werden.
  • Die Bewegungen werden durch Elektromagnete vermittelt, die je einen Anker anziehen. Bei jeder Erregung dEs betreffenden Elektromagneten wird durch eine Spe:rklinke eine Stellscheibe o. dgl. um je einen bestimmten Weg verschoben oder für einen solchen freigegeben, während der zweite, andersartige Fernstrom eine andere, der nächstfolgende eine dritte Stellscheibe antreibt oder eine andere zugehörige Tätigkeit veranlaßt.
  • Die Abb. i stellt das System der Ortsleitungen dar, das den Grundgedanken' der Erfindung bildet, und zwar für sechs Stellscheiben und eine siebente Schlußwirkung, die mit dem Abdrücken einer Schußwaffe zu vergleichen ist und mit der gleichzeitig sämtliche Verankerungen der Umschaltung wieder gehoben werden.
  • In dem Beispiele der Abb. i ist ein polarisie:tes Relais verwandt worden. Statt des polarisierten Relais können auch zwei Stimmgabetrelais o. dgl. mit demselben Erfolge verwandt werden, bei drahtloser Telegraphie zwei verschiedene Wellenlängen, von denen die eine die Ortsbatterien mit Leitung I, die andere mit Leitung II in Verbindung bringt. Die Ortsleitung I hat bei ihrer ersten Erregung in der Regel nur eine Aufgabe zu erfüllen, was durch den Kreis I angedeutet ist. Die Ortsleitung II hat außer ihrer durch den Kreis II angedeuteten Hauptaufgabe gleichzeitig noch eine Neben- . Wirkung auszuüben durch den von ihr erregten Elektromagneten II, w°1cher den Anker a anzieht und ihn mittels des Ankers b verriegelt. Alle folgenden Stromstöße auf der Ortsleitung 1I dienen nur der Hauptaufgabe.
  • Durch jeden Stromstoß der Ortsleitung I soll die Ankerscheibe i (Abb .2) um einen Schritt um ihre Achse gedreht werden und mit ihr die darauf angebrachte kippbare Zunge 7 durch Erregung der Ortsleitung II die Stehscheibe 2 (Abb. 2).
  • Wird nun die Richtung des Sendestromes oder bei drahtloser Telegraphie die Wellenlänge gewechselt und wieder das erste Stimmgabelrelais o. dgl. in Tätigkeit gesetzt, d. h. die Ortsleitung i gespeist, so geht der Strom nicht mehr den alten Weg, sondern den durch die Verriegelung des Ankers a gewiesenen neuen, nämlich die über die Anker a und b führende Ortsleitung III, in welcher der Elektromagnet III liegt. Dessen Erregung hat als Nebenwirkung das Anziehen des Kontaktankers c und seine Verankerung mit dem Kontaktanker d zur Folge und damit die Bildung der Ortsleitung IV. Wiederholte Stromschlüsse in der Ortsleitung III veri ichten in dem Kreis III die gewünschte A!beit. hier angenommen das Vorrücken de:- Ankescheibe 3 (Abb. 2) um je einen Schritt. Bei weiterem Wechsel des Fernstromes oder der Wellenlänge bei Telegraphie ohne Draht wird mittels der Ortsleitung IV der Elektromagnet IV erregt und durch Veranke:ung des Kontakthebels e mit dem Kontakthebel f die Ortsleitung V gebildet. Die Hauptwirkung aber der Leitung IV äußert sich in dem Kreis IV, z. B. durch Verschieben der Steilscheibe ,I (Abb. 2) bei jedem Stromstoß um einen Schritt. Ändert man jetzt wieder die Art der Fernimpulse, z. B. durch Richtungswechsel des über den Ferndraht geleiteten Stromes in - -j--, so wird die vorher gebildete Ortsleitung V vom Strome durchflossen, die Ortsleitung IV unterbrochen und mitte's des Elektromagneten V über Kontaktanker g und h die neue Ortsleitung VI hergestellt. In de-Hauptwirkung, im Kreis V, wird durch jeden Stromstoß in der Ortsleitung V die Stellscheibe 5 (Abb. 2) um je einen Schritt ve:-schoben. Bei erneutem Wechsel des Fernstromes nun, z. B. durch Wanddung des Stromes zur -t- --Richtung, wird die übe.-c, d, g und h führende Ortsleitung VI und der Elektromagnet VI erregt, der mitte's des Kontaktankers i und k die Oitsleitung VII bildet. In der Hauptsache aber betätigt sich dieser Strom in dem Kreis VI, z. B. in einer stufenweisen Umdrehung der Stellscheibe 6 (Abb. 2). Eine erneute Änderung der Stromrichtung in - -I-- -Richtung wirkt auf den Kreis VII, in welchen die Rückführelektromagneten VII geschaltet sind, die somit sämtliche vorhandenen Umschaltungen der ursprünglichen Ortsleitungen Wiede: aufgeben, indem sie die Kontaktankerhebel b, d, f, h und k anziehen und so die Veranke ungen lösen. Das Verfahren nach der Erfindung besteht also darin, daß die zweite Ortsleitung durch Schaltung aus der ersten eine dritte he stellt, die dritte aus der zweiten eine vierte, und so fort die nte aus der (n-i)ten eine (n+i)te und daß eine letzte Schaltung alle vorhandenen auflöst und den Empfänger in den Ruhestand zurückfallen läßt.
  • Wenn nun z. B. die Stellscheiben i bis 6 (Abb 2) so eingestellt sind, daß Scheibe i um neun, Scheibe :2 um acht, Scheibe 3 um se -hs, Scheibe q. um neun, Scheibe 5 um fünf. Scheibe 6 um neun Schritte ve:schoben sind, also auch die zugehörigen Zungen 7, so stehen die Zungen 7 aller Stellscheiben über solchen Kontaktfederpaaren in Verbindung, die in der durch Abb. 2 dargestellten Weise miteinander durch Stöpselung in Beziehung gesetzt sind. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß durch Verbindungsschnüre verbundene . Stöpsel in benachbarte Löcher, die im Kreise um die verschiedenen Scheiben gruppiert sind, eingeführt werden, wie Abb.2 schematisch zeigt, und daß diese so benachbarten Stöpsel bei jeder Scheibe durch elektromagnetisch kippbare in der Regel zweiarmige Hebel elektrisch leitend verbunden werden.
  • Man kann aber die Kontakte auch durch feste Kombinationsleitungen miteinander verbinden, wobei die Rückleitung durch die Achsen der kippbaren Zungen und von Scheibe zu Scheibe erfolgt und der Apparat, dessen Betätigung bezweckt wird, in je eine der Kombinationsleitungen einbezogen ist.
  • Wenn also nun die Zungen durch die Ejektromagnete VII gekippt werden und die Kontaktfedern berühren, so wird die in den gezeichneten Ortsstromkreis geschaltete elektromechanische Vorrichtung X (Abb. 2). in Tätigkeit gesetzt und irgendein beliebiger der in der Einleitung angegebenen. Vorgänge ausgelöst. Aber nur derjenige kann ihn hervorrufen, der die Zahl 986959 kennt und mittels der Stellscheiben eingestellt hat.
  • Infolge des Stromstoßes im Kreise VII können dann sämtliche Stellscheiben wieder in die Ruhelage zurückfallen.
  • Die gewünschten' Arbeiten werden also durch entsprechende Kontaktkombinationen ermöglicht. Zur Typendrucktelegraphie werden z. B. zwsi Stellscheiben ausreichen, die je sieben und acht Kontaktfedern haben und sonach 7 . 8 - 56 Einzeltypen steuern können. Ebenso reichen zwei Stellscheiben zu den meisten anderen Aufgaben der Fernstellvorrichtung, z. B. zur drahtlosen Steuerung von Äroplanen, aus. Typen, die z. B. in einem Rahmen zusammengefaßt oder auf einer Trommel o. dgl. angeordnet sind, können ebenfalls durch zwei Stellscheiben eingestellt werden.
  • Die in die Ortsleitung I geschalteten zusätzlichen Elektromagneten VIII und IX sowie die Elektromagneten XI und XII können zu irgendwelchen Nebenwirkungen benutzt werden, z. B. um die Antriebsvorrichtung der Stellscheiben in Eingriff zu bringen, um Papierstreifen in geeigneter Weise zu lochen u. dgl., ode- um dieselbe Fernmeldung in andere Empfangskreise weiterzuleiten, also selbsttätig zu vervielfältigen u. dgl.
  • Bei diaser Verwendung der Elektromagneten XI und XII ist die Zahl der zu bedienenden Empfangsstellen unbegrenzt, indem im Anschlusse an die Bewegung der Zunge des polarisierten Relais durch Kontakte, die durch je einen in die Ortsleitungen I und II geschalteten Magneten (XI und XII Abb. i) gesteuert werden, positiv oder negativ gerichtete Elektrizität oder andere unterschiedliche Stromstöße in irgendeine weitere Fernleitung oder auch in eine Antenne gesandt werden können.
  • Als Geber können die bekannten Morsetaster für zwei Stromarten verwendet werden oder die bekannten Tasten mit in Isoliermasse, dem zu verwendenden Schlüssel entsprechend, eingelassenen Metallstücken, über die ein Doppelkontakt geführt wird, oder umgekehrt Metalltasten bzw. -hebel, die durch Isoliermasse in zweckdienlicher Weise in leitende und nichtleitende Teile zerlegt sind. Für Steuerzwecke ist der in Abb. 3' gezeichnete Geber besonders geeignet, da aus seiner Stellung sofort auch auf die gesteuerte Richtung geschlossen werden kann. Dies ist ein Doppelhebel mit Tasten b, b' und den bekannten Kont:iktbahnen c, c', in denen die schwarz ausgezogenen Linien die eingelassenen Metallkontaktstücke oder die nicht durch Isoliermasse gedeckten Hebelteile darstellen, über die der Gleitkontakt hinweggleitet bzw. die über die Elektroden hinweggleiten. Je nach dem, ob b oder b' hinuntergedrückt ist, ist z. B..ein Luftfahrzeug nach rechts oder links bzw. zum Aufstieg oder Abstieg usw. gesteuert, eine Weichenzunge nach rechts oder links umgelegt, eine Schranke gehoben .oder gesenkt usw.
  • Um bei Verwendung von Stellscheiben das Gewinnen der Ruhestellung äußerst zu beschleunigen, werden die zurückspringenden Apparateteile so leicht wie möglich gemacht und auf die mindeste Zahl beschränkt. Hierzu dient die in den Abb. ¢ bis 1o gekennzeichnete Einrichtung. Die Einstellung der Stellscheiben i (Abb.4) und 2 (Abb.5) geschieht wie sonst, entweder mittels einfachen Fortschaltgesperres, wie Abb. 2 zeigt, oder mittels Ankergetriebes. Dadurch -wird die Zunge (vgl. 7 in Abb. 2), nämlich Doppelhebel 7 bis 17 (Abb. 4), über einen bestimmten Punkt, 11,12,13 ff. (Abb. 4, 5), eingestellt. Die Einrichtung der Zunge aber weicht von derjenigen der Abb.2 der Form nach ab. Sie ist mit der Stellscheibe nicht fest verbunden, sondern ihr Achsengestell ist mittels der Spindel iio, die durch die Achse iii der Stellscheibs und deren Lager 112 hindurchgeführt ist, seitlich beweglich gemacht. Die Zunge aber hat einen unteren Ansatz 113, der in einen konzentrisch auf der Stellscheibe angebrachten-Zahnsteg 114eingreift(vgl.Abb.6).
  • Wird nun bloß die eine Stellscheibe i benutzt, so wird nunmehr durch den entgegengesetzt (-4- -) gerichteten Fernstrom der Leitung Ltg der - auch in Abb. 4 mit III gekennzeichnete - Elektromagnet erregt. Dieser zieht den Anker 17 an und drückt damit das entgegengesetzte Ende des Doppelhebels bzw. der Kontaktstange 7, etwa mit der Kontaktfeder 115, auf dia gesuchte Kontaktfläche des Kontaktfeldes 11, 12, 13 ff nieder. Hierbei entwickelt sich folgender Vorgang: Der linke Teil des Doppelhebels 7 stützt sich auf den konzentrischen glatten Steg 116 der Scheibe i, auf den er rechts und links, also mit beiden Hebelarmen, auflag. Zugleich schiebt sich der Ansatz 1x7 des Hebels 7 in eine Vertiefung des mit dem konzentrischen Zahnstege 114 korrespondierenden Zahnsteges 118, noch bevor der Ansatz 113 aus dem Zahnkranze 114 völlig herausgeglitten ist, und die Achse 1i9 des Doppelhebels 7 hebt sich dabei empor und zieht die mit ihr verbundene Spindel iio empor, und zwar so weit, bis die an dem unteren Ende des Zapfens angebrachte Scheibe 12o an Anschlägen 127 mechanischen Widerstand leistet.
  • Hört nun die Erregung desElektromagnetenB auf, so wird der rechte Hebelarm des Doppelhebels 7 bis 17 durch die Druckfeder 121 so weit herabgedrückt, daß der Ansatz bzw. Steg 117 aus dem Zahnkranze i18 hinausgleitet, ohne daß aber der Ansatz 113 wieder Eingriff in den Zahnkranz 114 erhielte.
  • Der Doppelhebel 7 bis 17 ist in diesem Moment also frei von jeder Hemmung und unterliegt der Wirkung der Rückführfeder 122 (Abb. 5), die ihn in seine Anfangslage zurückschnellt, wo er mit dem Ansatzstück 123 gegen den Hemmpflock 124 anschlägt. Durch diese Berührung zwischen 123 und 124 wird ein Strom ausgelöst, der den Elektromagneten 125 erregt. Dieser zieht den Ankerhebel 126 an und zieht dadurch die Scheibe 12o samt Lager 1i9 und Doppelhebel 7 mittels der Knaggen 127 hinunter, so daß sich der Hebel 7 wieder auf den Steg 116 doppelseitig auflegt und der Steg 113 sich wieder in eine Zahnlücke des Zahnsteges 114 einlagert.
  • Sobald die Zunge 7 hinuntergezogen ist, hört der Strom zum Elektromagnet 125 wieder auf. Um dies zu erreichen, besteht entweder der Hemmpflock 124 aus zwei Teilen (s. Abb. 7), nämlich einer schwachen Anschlegfeder 128, die durch den Zug der Feder 122 mittels des Zungenansatzes 123 gegen den eigentlichen Hemmpflock 124 gedrückt wird und dort einen Kontakt bildet, solange die Zunge ihren oberen Teil berührt, oder aber der Hemmpflock 124 (Abb.8) ist nur an seinem oberen Teile leitend, bei 129 (Abb. 8), und-der Strom wird in geeigneter Weise übe den Ansatz 123 der Zunge geführt. Er dauert - 2cls rein öitliche;-Strom - so lange, bis die Zunge von der leitenden Stelle fort an dem Kontaktpflock hinuntergeglitten ist und dort die nichtleitende Stelle 13o berührt, an der sie während der Ruhelage anliegend bleibt.
  • Sofern die Fernstellvorrichtung aber, wic, z. B. stets beim Typendruck beabsichtigt, mit' zwei Stellscheiben ausgestattet ist, Scheibe i (Abb. 4 und 6) und Scheibe 2 (Abb. 5), muß eine. besondere Schaltung der Lokalströme auch bei dieser kompendiösen Einrichtung erfolgen; denn der Druck o. dgl., d. h. solchenfalls die kombinierte Betätigung der beiden Kontaktzungen 7, muß auch hier durch einen dritten Lokalstrom, die dritte Aktion der Fernstellvorrichtung, herbeigeführt werden, der durch den Fernstrom zu veranlassen ist, während die vierte Aktion auch fortfallen kann.
  • Zu diesem Zwecke kann die Einrichtung folgendermaßen getroffen werden: Der den Elektromagneten A der ersten Stellscheibe i (Abb. 4) erregende Strom wird über die Kontaktanker, Doppelhebel 131-z32, den Kontaktpflock 134 (s.Abb 5) und die durch Stellschraube 133 regulierbare elastische Bremsvorrichtung 137 (die auch eine einfache Kontaktfader sein kann) geführt, wobei der Kontakt zwischen 132 und 134 durch die Ruhestellung des Doppelhebels 7 herbeigeführt ist.
  • Verschiebt sich nun der Doppelhebel 7 der Scheibe 2 durch die zweite Aktion des Relais, so wird der Kontakthebel 131-132 schon bei der ersten Verschiebung des Ansatzes 123 gegen die Kontaktfeder bzw. den Kontakt-Pflock 133 gepreßt, und die Klemmvorrichtung 135-136-i37 verhindert den Hebel am Zurückschnellen. Der alsdann z. B. über Kontaktfeder a des polarisierten Relais geführte oder überhaupt entgegengesetzte Lokalstrom wird zu den Elektromagneten B beider Stellscheiben geleitet, so daß er nunmehr gleichzeitig bei beiden Stellscheiben i und 2 die Kippbewegung der Zungen 7 veranlaßt.
  • Durch Anzug der Feder 122 zurückgeschnellt bewirkt die Zunge alsdann durch Kontaktbildung mit bzw: bei 124 eine Erregung des Elektromagneten 1z3 beider Stellscheiben, wodurch einerseits die Zungen 7 wieder in ihre Ruhestellung gezogen werden, anderseits aber nur bei Stellscheibe 2 auch der dort befindliche Kniehebel 139-14o-141 betätigt wird, so daß seine schiefe Ebene bzw. der Keil 142, der mit 141 verbunden ist, den Hebel 131-132 in seine ursprüngliche Lage zuiückb:ingt, so daß Hebelarm 131 von der Kontaktfläche 133 abgezogen und wieder mit der Kontaktfeder 134 in elektrische Kontaktstellung gebracht wird und damit die entsprechende Umschaltung der Lokalleitungen bewirkt wird. Die Zunge ; bewegt sich beim Zurückspringen zunächst in einer oberhalb des Hebearmes 131 gelegene Ebene und sinkt erst danach in die Ebene des Kontaktdoppelhebels 131-132 nieder. -Es ist klar, daß bei dieser Einrichtung eine Aktion IV der Lokalleitungen insoweit nicht mehr nötig ist, als die Stallscheiben nicht mehr in ihre Anfangslage zurückzufallen brauchen. Daher können bei diese.- Einiic@htung der in ihre Anfangslage zurückspringenden Zunge die Stellschciben ohne weiteres durch Ankergetriebe gedreht werden und sich für jede weitere Tätigkeit der Fernstellvorrichtung von neuem in gleicher Richtung um ihre Achse bewegen. Sie brauchen nicht auch selbst eine Rückwärtsbewegung machen.
  • Um die Kontaktzunge 7 möglichst von Gewicht zu entlasten, wird die Kippbewegung der Zunge nicht von einem Anker abhängig gemacht, der auf ihr selbst angebracht ist, sondern von einer über od°r unter ihr befindlichen Gabel 2o (Abb. 9, io), die den seitlichen Bewegungsbereich der Kontaktzunge 7 beherrscht und die ihrerseits, von den Elektromagneten B mittels des Ankers 17 angetrieben, die Kontaktzunge 7 niederdrückt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Mit zwei verschiedenen elektrischen Strömen arbeitende Fernstellvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß aus zwei ursprünglichen Ortsstromkreisen für jede der baiden Stromarten abwechselnd, unter Unterbrechung des vorhergehenden weitere gebildet werden, indem der Arbeitsstrom des gerade in B etrieb befindlichen Ortsstromkreises gleichzeitig je eine Kontaktzunge magnetisch umschaltet und dadurch den neuen Ortsstromkreis für den nächsten Stromstoß entgegengesetzter Art vorbereitet, wobei einer der Ortsstromkreise zur Rückführung sämtlicher Kontaktzungen verwendet wird, während in den immer betätigten Teil der Ortsstromkreise eingeschaltete Magnete (XI und XII, Abb. i) die Fernmeldung o. dgl. selbsttätig weitergeben können und wobei Stellscheiben, Scheibensegmente o. dgl. schrittweise um je eine bsetimmte Anzahl von Schritten nacheinander so eingestellt werden, daß mit ihnen in zwangläufiger Verbindung stehende kippbare Zungen (7) (z. B. Doppelhebel) durch einen der Lokalströme gekippt, feste Kombinationsleitungen oder lösbare, durch Stöpsel gebildete Leitungen zu einer einheitlichen Leitung zusammenschließen, durch deren Erregung irgendein beabsichtigter Vorgang erzielt wird, oder aber wobei Trommeln oder Rahmen nach zwei entgegengesetzten Richtungen schrittweise so verschoben werden, daß von der Spitze eines gekippten Hebels ein bestimmter Punkt ihrer Oberfläche getroffen werden kann, wonach durch einen Ortsstromkreis die Antriebshebel oder Anker der Scheiben usw. gelöst werden, so daß alle bis in die bestimmte Stellung gedrehten oder verschobenen Maschinenteile durch elastischen Rückzug in ihre Ruhelage zurückfallen, was gleichzeitig mit der Auflösung der neugebildeten Ortsstromkreise geschehen kann.
  2. 2. Geber für die Fernstellvorrichtung nach Anspruch i mit in Isolationsmasse eingelassenen Kontaktstücken bzw. mit durch Isolationsmasse unterbrochenen Kontaktflächen, über die Schleifkontakte geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zwangläufig -miteinander verbundene Kontaktbahnen (c, c', Abb. 3) mittels Tasten (b, b') so eingestellt werden, daß aus der Stellung der Kontaktbahnen auf die gesteuerte Richtung bzw. ausgeübte Bewegung geschlossen werden kann.
  3. 3. Fernstellvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewirkung der Kippbewegung und zur Verminderung des Gewichtes der Kontaktzungen (7) Gabeln (2o, Abb.9, io) verwendet werden, die den Bewegungsbereich der Kontaktzungen beherrschen und selbst gekippt die Kontaktzungen auf ihr Arbeitsfeld niederdrücken.
  4. 4. Fernstellvorrichtung nach Anspruch i, bei der, um eine kontinuierliche Bewegungsrichtung der Führungsteile zu ermöglichen und. gleichzeitig die zurückfallenden Teile so leicht als möglich zu machen, Drehscheiben zur Führung der Zungen verwandt werden, zu welchem Zwecke die Drehscheiben zahnartige Kränze tragen, in welche die Zungen einsinken, um nur so lange geführt zu werden, bis ihre Einstellung erfolgt ist, während die in der Drehscheibe mittels in ihrer Längsrichtung verschiebbarer Drehspindel lose gelagerte Zunge bei der Schlußerregung, die ihre Kippbewegung bewirkt, aus der jeweiligen Führungsnut des Zahnkranzes (114, Abb. 4 bis 6) herausgehoben wird, sich mit ihrem gesenkten Teile in einen außerhalb der Drehscheibe befindlichen Zahnsteg (1i8, Abb. 4, 5) einsenkt, von dem sie an der Rotation verhindert wird und nach erfolgter Arbeit frei über dem Kranze (114) der Führungsnuten für sich allein in ihre Anfangslage zurückspringt und alsdann wieder, zufolge einer Senkung der Spindel, in eine Führungsnut der Drehscheibe hineingezogen wird, während die Scheibe selbst in ihrer Lage verharrt und bei erneuter Drehung die Zunge (7) wieder um eine dem jeweiligen Endzwecke entsprechende Zahl von Schritten mit sich führt.
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