DE4209651C2 - Ballenpresse - Google Patents

Ballenpresse

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/30Presses specially adapted for particular purposes for baling; Compression boxes therefor
    • B30B9/3003Details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Ballenpresse zum Verdichten von Kartonagen und Abfallmaterialien, in einem senkrechten Preßbehälter, neben dem ein einzelner, säulenartiger Ständer angeordnet ist, an dem ein durch einen Krafttrieb auf- und abbewegliches Führungselement geführt und abgestützt ist, an dem oben eine auch als Deckel für den Preßbehälter dienende, in den Preßbehälter mittels des Krafttriebs abwärtspreßbare Preßplatte ange­ schlossen ist, die außerdem um eine horizontale Achse auf- und abschwenkbar und mittels einer Blockiervorrich­ tung in der waagrechten Stellung selbsttätig schwenk­ blockierbar ist.
Eine Ballenschlittenpresse dieser Art ist durch das DE-GM 18 39 769 bekannt. Die Preßplatte ist hierbei an einem Hubschlitten angebracht, der in einem Hubmast geführt ist.
Die Blockiereinrichtung besteht dort aus einem Kniehebel, so daß der Hubschlitten und Hubmast sich um ein beträchtliches Maß höher als der Preßkasten erstrecken müssen.
Eine Vorrichtung zum Komprimieren von Müll in Containern ist durch die CH-PS 569 980 bekannt. Obwohl Ähnlichkeiten mit dem Erfindungsgegenstand vorzuliegen scheinen, sind Bauart und Funktion doch wesentlich unterschiedlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Ballenpresse der vorgenannten Gattung in der Weise zu verbessern und auszugestalten, daß diese nicht nur einfach zu be­ dienen ist, sondern daß auch eine hohe Betriebssicherheit gegeben ist und Unfälle vermieden werden, ohne daß es dazu besonderer Maßnahmen bedarf. Der Bauaufwand, durch den dies zu erreichen ist, soll gering gehalten werden, auch sollen die auf die Preßplatte während eines Ver­ dichtungsvorganges einwirkenden Kräfte nicht nur in einem äußeren Randbereich auf diese einwirken. Des wei­ teren soll eine stets gute Befüllbarkeit des Preßbe­ hälters gegeben sein und die Preßplatte soll beim Be­ füllen nicht über die projizierte Fläche der Presse hinausragen. Vor allem aber soll erreicht werden, daß die Ballenpresse nicht wesentlich höher baut als der Preßbehälter hoch ist.
Gemäß der Erfindung wird dies bei einer Ballenpresse zum Verdichten von Kartonagen und ähnlichen Abfallmate­ rialien in einem senkrechten Preßbehälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch be­ werkstelligt, daß die Preßplatte mittels zweier an ihr starr befestigter Streben, die im Preßbetrieb waagrecht verlaufend senkrechte in der Wandung des Preßbehälters eingearbeitete Schlitze durchfahren, und mittels zweier die genannte Schwenkachse bildender Gelenkbolzen außen an dem Führungselement angelenkt ist und daß die Blockier­ vorrichtung an den Streben angelenkt ist, sich zwischen Ständer und Preßbehälter senkrecht nach unten erstreckt und mit ihrem anderen Ende an einem Stützwinkel am Führungselement angelenkt ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 10.
Wird eine Ballenpresse zum Verdichten von Kartonagen und ähnlichen Abfallmaterialien in einem senkrechten Preßbehälter gemäß der Erfindung ausgebildet, indem die Preßplatte um eine horizontal gerichtete Achse ver­ schwenkbar angeordnet und zu deren Arretierung ein verriegelbares Halteglied vorgesehen wird, so ist es nicht nur möglich, daß die Preßplatte zum Befüllen des Preßbehälters hochgeschwenkt wird, sondern es ist auch eine äußerst einfache Bedienbarkeit, ohne daß eine Un­ fallgefahr besteht, gegeben. Nach dem Befüllen des Preßraumes ist nämlich lediglich die Preßplatte gegebenenfalls entgegen der Kraft der Gasdruckfeder abzusenken und der Preßvorgang kann ausgelöst werden. Daß beim Schließen des Preßraumes durch Herabklappen der Preßplatte Verletzungen in Kauf zu nehmen sind, ist gerade durch die Gasfeder nahezu ausgeschlossen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der gemäß der Erfindung ausgebildeten Ballenpresse dargestellt, das nachfolgend im einzelnen erläutert ist. Hierbei zeigt
Fig. 1 die mit einer aufklappbaren Preßplatte versehene Ballenpresse in einer Seitenansicht und teilweise im Schnitt sowie
Fig. 2 das bei der Ballenpresse nach Fig. 1 vor­ gesehene Halteglied im Schnitt mit dem auf dieses einwirkenden Betätigungsglied.
Die in Fig. 1 dargestellte und mit 1 bezeichnete Ballen­ presse dient zum Verdichten von sperrigen Gütern, insbe­ sondere Kartonagen und anderen Abfallmaterialien, und besteht im wesentlichen aus einem Preßbehälter 2 und einer in diesem verschiebbar geführten Preßplatte 5, die durch einen hydraulischen Krafttrieb 10 betätigbar ist. Das in den Preßraum 4 der Ballenpresse 1 eingebrachte zu verdichtende Material kann in Form eines Preßlinges durch Öffnen einer an dem Preßbehälter 2 vorgesehenen Tür 3 aus dem Preßraum 4 herausgenommen werden.
Die Preßplatte 5 ist, wie dies auch der Fig. 2 zu ent­ nehmen ist, mittels zweier plattenartig ausgebildeter Streben 21 und 22 durch Gelenkbolzen 25 und 26 auf der Außenseite eines Führungselementes 8 angelenkt, das verschiebbar auf einem ortsfesten Ständer 7 geführt ist. Über eine Konsole 9 ist an dem im Querschnitt recht­ eckig ausgebildeten Ständer 7 ein Zylinder 11 des Kraft­ antriebes 10 abgestützt, in den ein Kolben 12 eingesetzt ist, der fest mit der Konsole 9 verbunden ist. Bei einer Beaufschlagung des Kolbens 12 können somit das Führungs­ element 8 auf dem Ständer 7 und die mit diesem verbundene Preßplatte 5 in dem Preßbehälter 2 verschoben werden.
Zur wechselweisen Zuführung von Druckmittel in einen der Druckräume 20 und 20′ des Kraftantriebes 10 ist eine Pumpe 13 vorgesehen, mittels der Druckmittel aus einem Vorratsbehälter 14 über eine Zuführungsleitung 15 sowie ein Steuerventil 16 entweder in eine Leitung 18 oder in eine Leitung 19 förderbar ist. Über das Steuer­ ventil 16 sowie eine Rücklaufleitung 17 ist jeweils die Leitung 19 oder die Leitung 18 an den Vorratsbehälter 14 angeschlossen.
Zur Arretierung der auf den Gelenkbolzen 25, 26 ver­ schwenkbar gelagerten Preßplatte 5 während eines Preßvor­ ganges ist ein Halteglied 31 vorgesehen, das mit einem mit dem Führungselement 8 fest verbundenen Stützglied 41 verriegelbar ist. Das Halteglied 31 ist hierbei an einer die beiden Streben 21 und 22 verbindenden Quer­ strebe 23 angebracht, auf der auch eine Distanzhülse 24 angeordnet ist.
Das Halteglied 31 besteht, wie dies insbesondere der Fig. 2 zu entnehmen ist, aus einer an der Querstrebe 23 angelenkten Lasche 32 und einem an dieser befestigten Rundstab 33, der in dem als Gehäuse 42 ausgebildeten Stützglied 41 verschiebbar geführt ist. In die Lasche 32 ist eine Gewindebohrung 34 eingearbeitet, in der ein an den Rundstab 33 angeformter Gewindezapfen 35 eingreift, so daß die Länge des Haltegliedes 31 einge­ stellt werden kann. Durch eine Kontermutter 36 ist die Verbindung zwischen dem Rundstab 33 und der Lasche 32 gesichert.
Zur formschlüssigen Verbindung des mittels einer Hülse 39 in dem Gehäuse 42 verschiebbar geführten Haltegliedes 31 mit dem Stützglied 41 sind Kugeln 40 als Riegelglieder vorgesehen, die in in dem Rundstab 33 eingearbeitete Bohrungen 37 gehalten sind und in eine ringnutförmige Ausnehmung 43 des Gehäuses 42 eingreifen. In Blockierstellung werden die Kugeln 40 durch einen Stößel 51, der in eine in den Rundstab 33 eingearbeitete Bohrung 38 eingesetzt ist, in die umlau­ fende Ausnehmung 43 gedrückt. Zwischen dem Stößel 51 und dem Rundstab 33 ist ferner eine in Bohrungen geführte Druckfeder 45 angeordnet, die sich an diesen abstützt.
Um die Verriegelung des Haltegliedes 31 zu lösen, sind die Kugeln 40 aus der Ausnehmung 43 des Gehäuses 42 auszurasten. Dies wird bei dem gezeigten Ausführungsbei­ spiel in der Weise bewerkstelligt, daß auf den Stößel 51 ein Betätigungsglied 53 einwirkt, so daß der Stößel 51 entgegen der Kraft der Feder 45 nach oben verschoben wird und die Kugeln 40 in einen durch einen an den Stößel angeformten Absatz geschaffenen Freiraum gelangen können. Die form­ schlüssige Verbindung zwischen dem Rundstab 33 und dem Gehäuse 42 ist dadurch gelöst, die Preßplatte 5 kann somit bis zur Anlage des abgesetzt ausgebildeten Rundstabes 33 an der Hülse 32 mit Hilfe eines angeformten Griffes 6 von Hand leicht hochgeschwenkt werden.
Das auf den in einer Bohrung 44 des Gehäuses 42 verschieb­ bar geführten Stößel 51 einwirkende Betätigungsglied 53 besteht aus einem Hebel 54, der mittels eines Gelenk­ bolzens 55 verschwenkbar in einem an dem Preßbehälter 2 angebrachten Lager 56 gehalten ist. Und zum Verschwenken des Betätigungsgliedes 53 ist ein aus einem Verstellhebel 57 und einem Betätigungshebel 58 bestehendes Hebelgestänge vorgesehen, wobei die beiden Hebel 57 und 58 über ein Kugelgelenk 59 miteinander verbunden sind. Mit Hilfe eines Gelenkes 60 ist der Zustellhebel 57 mit dem Betäti­ gungsglied 53 verbunden, so daß, sobald auf das freie Ende des Betätigungsgliedes 53 eine Kraft ausgeübt wird, in der in Fig. 1 gezeigten Lage des Stützgliedes 41 die Verbindung zwischen diesem und dem Halteglied 31 gelöst werden kann.
Die Preßplatte 5 kann nunmehr, wie dies in Fig. 1 strich­ liniert eingezeichnet ist, bis zur Anlage an einem von der Konsole 9 abstehenden Anschlag 28 in Form eines Bolzens hochgeschwenkt werden. Durch eine an dem Füh­ rungselement 8 sowie der Preßplatte 5 angelenkte Gasdruck­ feder 27 wird diese in geöffneter Stellung gehalten.
Bei der Rückführung der Preßplatte 5, nachdem das zu verdichtende Material in den Preßraum 4 eingefüllt ist, werden die Kugeln 40, die einerseits an der Innenwan­ dung des rohrförmig ausgebildeten Gehäuses 42 und anderer­ seits an dem Stößel 51 anliegen, durch diesen wiederum in die Ausnehmung 43 eingerastet. Dazu ist der Stößel 51 mit einer umlaufenden Schrägfläche 52 ausgestattet, mittels der die Kugeln 40, sobald diese in den Bereich der Ausnehmung 43 gelangen, durch die Kraft der gespannten Druckfeder 45 in die Ausnehmung 43 gedrückt werden.
Das Gehäuse 42 des Stützgliedes 41 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mittels eines Gelenkbolzens 47, der eine an dem Gehäuse 42 angebrachte Lasche 46 sowie einem an dem Führungsglied 8 angeschweißten Stabwinkel 48 durchgreift, geringfügig verschwenkbar aufgehängt, so daß Verzwängungen beim Lösen der Verbindung zwischen dem Halteglied 31 und dem Stützglied 41 sowie bei der Herstellung dieser Verbindung vermieden werden.

Claims (10)

1. Ballenpresse (1) zum Verdichten von Kartonagen und ähnlichen Abfallmaterialien in einem senkrechten Preßbehälter (2), neben dem ein einzelner, säulen­ artiger Ständer (7) angeordnet ist, an dem ein durch einen Krafttrieb (10) auf- und abbewegliches Führungs­ element (8) geführt und abgestützt ist, an dem oben eine auch als Deckel für den Preßbehälter (2) dienende, in den Preßbehälter mittels des Krafttriebs (10) abwärtspreßbare Preßplatte (5) angeschlossen ist, die außerdem um eine horizontale Achse auf- und ab­ schwenkbar und mittels einer Blockiervorrichtung in der waagrechten Stellung selbsttätig schwenkblockier­ bar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßplatte (5) mittels zweier an ihr starr befestigter Streben (21, 22), die im Preßbetrieb waagrecht verlaufend senkrechte in der Wandung des Preßbehälters (2) eingearbeitete Schlitze durchfahren, und mittels zweier die genannte Schwenkachse bildender Gelenkbolzen (25, 26) außen an dem Führungselement (8) angelenkt ist und daß die Blockiervorrichtung an den Streben (21, 22) angelenkt ist, sich zwischen Ständer (7) und Preßbehälter (2) senkrecht nach unten erstreckt und mit ihrem anderen Ende an einem Stütz­ winkel (48) am Führungselement (8) angelenkt ist.
2. Ballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockiervorrichtung durch ein Halteglied (31) und ein bei waagerechter Preßplatte (5) mit dem Halteglied (31) verriegeltes Stützglied (41) gebildet ist, das über den Stützwinkel (48) mit dem Führungselement (8) in senkrechter Richtung fest verbunden und zum Hochschwenken der Preßplatte (5) von dem Halteglied (31) lösbar ist.
3. Ballenpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden an der Preßplatte (5) befestigten Streben (21, 22) durch eine Querstrebe (23) z. B. in Form eines Bolzens miteinander verbunden sind und daß das Halteglied (31) an der Querstrebe (23) angelenkt ist.
4. Ballenpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteglied (31) durch eine an der Querstrebe (23) angelenkte Lasche (32) und einen mit dieser verbundenen Rundstab (33) gebildet ist, der in einem hülsenartig ausgebildeten Gehäuse (42), das nahe seinem unteren Ende über seitliche Zwischenglieder (46, 47) und den Stützwinkel (48) an dem Führungs­ element (8) angelenkt ist, als Stützglied (41) geführt und mit diesem verriegelbar ist.
5. Ballenpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundstab (33) mittels eines in eine in die Lasche (32) eingearbeitete Gewindebohrung (34) ein­ greifenden, an den Rundstab (33) angebrachten Gewinde­ zapfens (35) mit der Lasche (32) verstellbar verbunden ist.
6. Ballenpresse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundstab (33) mittels in eine ringförmig ausgebildete, in die Innenmantelfläche des Gehäuses (42) eingearbeitete Ausnehmung (43) eingreifender Kugeln (40), die in dem Rundstab (33) in in diesen eingearbeiteten Bohrungen (37) gehalten und mittels eines relativ zum Rundstab (33) in diesen verstellbaren Stößels (51) in der Ausnehmung (43) fixierbar sind, mit dem Gehäuse (42) verriegelbar ist, wobei der in den Rundstab (33) verschiebbar geführte Stößel (51) mit einer die Kugeln (40) entweder radial nach außen drückenden oder nach innen freigebenden, durch einen Ringabsatz gebildeten, umlaufenden Schrägfläche (52) versehen ist, daß der Stößel (51) in in den Rundstab (33) und in den Gehäuseboden eingearbeiteten Bohrungen (38, 44) axial begrenzt verschiebbar geführt ist und daß zwischen dem Rundstab (33) und dem Stößel (51) eine sich an diesen Teilen abstützende Druck­ feder (45) angeordnet ist.
7. Ballenpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lösen der Verbindung zwischen dem Rundstab (33) des Haltegliedes (31) und dem Gehäuse (42) ein den Stößel (51) gegen die Federkraft verschiebendes Betätigungsglied (53) in Form eines schwenkbar ge­ lagerten Hebels (54) vorgesehen ist, der mittels eines Hebelgestänges (57, 58) betätigbar ist.
8. Ballenpresse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelgestänge aus einer vertikal gerichteten Zustellstange (57), die an dem Hebel (54) angelenkt ist, und einem verschwenkbar gelagerten, unten an der Zu­ stellstange (57) angelenkten waagerechten Betäti­ gungshebel (58) besteht.
9. Ballenpresse nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine zwischen den Streben (21, 22) und dem Führungselement (8) wirkende Gasdruckfeder (27).
10. Ballenpresse nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkweg der Preßplatte (5) durch einen an dem Ständer (7) angebrachten Anschlag (28) in Form eines abstehenden Bolzens begrenzt ist.
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