DE418341C - Backverfahren - Google Patents

Backverfahren

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Publication number
DE418341C
DE418341C DEB105862D DEB0105862D DE418341C DE 418341 C DE418341 C DE 418341C DE B105862 D DEB105862 D DE B105862D DE B0105862 D DEB0105862 D DE B0105862D DE 418341 C DE418341 C DE 418341C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lactic acid
baking process
phosphates
calcium phosphate
flour
Prior art date
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Expired
Application number
DEB105862D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Rahn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEM FAB
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Original Assignee
CHEM FAB
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D2/00Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking
    • A21D2/08Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking by adding organic substances
    • A21D2/14Organic oxygen compounds
    • A21D2/145Acids, anhydrides or salts thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

  • Backverfahren. Es ist bereits mehrfach vorgeschlagen worden, Backwerk unter Verwendung von Milchsäure als saurer Backpulverbestandteil herzustellen. Unzweifelhaft besitzt die Milchsäure an sich wegen ihrer ausgezeichneten Bekömmlichkeit große Vorzüge gegenüber anderen bekannten sauren Backpulverbestandteilen; sie besitzt aber anderseits den Nachteil, daß sie einen viel zu heftigen Trieb ausübt, so daß die Hauptmenge der Kohlensäure zu rasch entwickelt wird, was zur Folge hat, daß das Backwerk nicht genügend hochgetrieben wird und leicht feucht und zu dicht ausfällt.
  • Es ,wurde nun gefunden, daß überraschenderweise bereits ein verhältnismäßig geringer Zusatz von sauren Phosphaten den Trieb der Milchsäure so stark zu beeinflussen vermag, daß die Triebverhältnisse denen des Weinsteins entsprechen, welcher bekanntlich als ideales Treibmittel gilt. Zur Durchführung der Erfindung kann primäres Calciumphosphat, sekundäres Calciumphosphat, am besten aber ein Gemisch beider verwendet werden.
  • Saugt man die Milchsäure zunächst in an sich bekannter Weise in Mehl, z. B. Kartoffelmehl, auf und führt man das getrocknete Produkt in die Mischung ein, so hat man noch den besonderen Vorteil der Erhöhung der Haltbarkeit des Mischproduktes, welcher insbesondere dann in Erscheinung tritt, wenn primäres Calciumphosphat, welches bekanntlich leicht Wasser anzieht, verarbeitet wird. Weiterhin hat sich als vorteilhaft die Mitverwendung von saurem milchsauren Kalk erwiesen, dessen Anwesenheit der Einverleibung größerer Mengen von freier Milchsäure in das Mehl ermöglicht.
  • Beispiele. i. ioo g Kartoffelmehl, das 20 Prozent Milchsäure enthält, werden vermischt mit 6 g primärem Calciumphosphat und 3-. sekundärem Calciumphosphat.
  • 2. ioo g Kartoffelmehl, das 2o Prozent Milchsäure enthält, werden vermischt mit 3,3 g primärem und 6,249 sekundärem NatrIumphosphat.
  • Es ist bereits bekannt, zum Zwecke der Herstellung eines Backpulvers Calciumphosphat und Milchsäure derart zu mischen, daß ein Gemenge. von primärem Calciumphosphat und milchsaurem Kalk entsteht. Während bei diesem bekannten Mittel freie Milchsäure nicht mehr vorhanden ist, stellt bei vorliegender Erfindung die Milchsäure das eigentliche Triebmittel dar. Um die Triebwirkung der Milchsäure in praktisch ausreichende Übereinstimmung mit der des Weinsteins zu bringen, genügt z. B. ein Zusatz von Phosphaten in Höhe von etwa 25 Prozent der Gesamtacidität. In diesem Falle wird der weitaus größte Teil der Triebkraft, , nämlich etwa 7 5 Prozent, durch freie Milchsäure in Wechselwirkung mit Bicarbonat oder =anderen Kohlensäureentwicklern geleistet.
  • Die Verwendung von Milchsäure mit sauren Phosphaten bietet noch den besonderen Vorteil, daß das Gefüge des damit hergestellten Gebäcks dem eines mit Hilfe von Hefe erzeugten Gebäcks erheblich näher kommt, als das Gefüge von Gebäck, welches mit Milchsäure allein oder mit den als Backpulverbestandteil bekannten sauren Phosphaten allein hergestellt worden ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Backverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entwicklung von Kohlensäure Milchsäure, welche gegebenenfalls in Mehl, zweckmäßig unter Zusatz von milchsaurem Kalk, aufgetrocknet sein kann, mit der Maßgabe verwendet wird, daß die Triebwirkung derselben durch verhältnismäßig geringe Mengen von primären oder sekundären Phosphaten, vorteilhaft durch ein Gemisch beider, verbessert wird, wobei von der Gesamtacidität der sauren Bestandteile im Höchstfalle die Hälfte auf die Phosphate entfällt.
DEB105862D 1922-07-20 1922-07-20 Backverfahren Expired DE418341C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE905842C (de) * 1937-04-10 1954-03-08 Ruckdeschel & Soehne K G J Verfahren zur Herstellung eines Trockensauers
EP0072136A3 (de) * 1981-08-06 1984-10-10 Stauffer Chemical Company Triebmittelsäure für Fruktose enthaltende Backwaren und ihre Verwendung in der Herstellung von dieselbe enthaltende Backwaren und Kuchen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE905842C (de) * 1937-04-10 1954-03-08 Ruckdeschel & Soehne K G J Verfahren zur Herstellung eines Trockensauers
EP0072136A3 (de) * 1981-08-06 1984-10-10 Stauffer Chemical Company Triebmittelsäure für Fruktose enthaltende Backwaren und ihre Verwendung in der Herstellung von dieselbe enthaltende Backwaren und Kuchen

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