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Schmiedemaschine. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom 2. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten
von Amerika vom 27. November 1922 beansprucht. Die Erfindung bezieht sich auf Schmiedemaschinen
mit einem zwischen dem hin und her gehenden Kopfschlitten und der Kurbelstange angeordneten
lösbaren Verbindungsgliede, das im Schlitten schwingbar angeordnet und mit der Kurbelstange
gelenkig verbunden ist.
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Die Erfindung besteht darin, daß das Verbindungsglied mit einem Stift
in einen bogenförmigen Schlitz des Schlittens eingreift und die Bewegung dieses
Gliedes nach einer Drehrichtung hin durch feste Anschlagstücke begrenzt ist, während
seine Bewegung nach der anderen Drehrichtung hin durch einen beweglichen Teil verriegelt
werden kann. Zu letzterem Zweck wird vorteilhaft am Kopfschlitten schwingbar ein
Riegel angeordnet, der in eine Kerbe des Verbindungsgliedes eingreift. Auch ordnet
man vorteilhaft die Schwingachse dieses Riegels vor und oberhalb der Drehachse des
Verbindungsgliedes und annähernd in einer Linie mit dem Stift und der Gelenkachse
der Kurbelstangenteile an.
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Dadurch, daß man gemäß der Erfindung den Schlitz im Kopfschlitten
nach einem Kreisbogen formt, wird die geradlinige Entfernung, in welcher sich das
Ende der Kurbelstange mit Bezug auf den Schlitten bewegt, wenn letzterer fest angehalten
werden soll, verkürzt, so daß die Unzuträglichkeiten, die sich bei der Verwendung
der bisher gebräuchlichen Einrichtungen ergeben, behoben sind.
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Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dar, und zwar ist Abb. i ein Grundriß einer gemäß der Erfindung eingerichteten Schmiedemaschine,
wobei nur die Teile veranschaulicht sind, die von Interesse sind. Abb. 2 ist eine
Seitenansicht, und Abb.3 ist ein zentraler Längsschnitt durch den Kopfschlitten
nach Linie 3-3 der Abb. i. Sämtliche Abbildungen veranschaulichen nur den Schlitten
i und seinen Antriebsmechanismus. Nur ein abgebrochener Teil des Traggerüstes 2
ist noch in Abb. 2 in punktierten Linien dargestellt. Der Schlitten bewegt sich
in Führungen hin und her, und seine Bewegung erfolgt gewöhnlich in horizontaler
Richtung. In der Aussparung 3 auf der vorderen Fläche des Schlittens können der
oder die Stempel befestigt werden, die für die jeweilige Arbeit erforderlich sind.
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Der Schlitten erhält seine hin und her gehende Bewegung von einer
Kurbelwelle die mit dein Schlitten durch Gliederverbunden ist, einschließlich der
lösbaren Verbindungs-oder Verriegelungsvorrichtung, die im vorliegenden Falle von
Interesse ist. Der Hauptteil des Verbindungsmechanismus ist die Kurbelstange 5,
die aus einem Gelenk besteht, dessen Teile 6 und 7 durch einen Stift 8 miteinander
verbunden sind. Um normalerweise die beiden Teile in starrer Verbindung zu halten,
so daß sie einen einzigen Hebel darstellen, ist an dem hinteren oder Hauptteil 6
eine Lasche 9 befestigt, die sich vor einen Ansatz io des Teiles 7 legen kann, der
gleichzeitig als Anschlag zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung des Teiles 7 dient.
Zwischen der Lasche 9 und einem oberen Ansatz 12 des Teiles 6 ist eine Druckfeder
i i angeordnet, die normalerweise dazu dient, die Lasche mit dem Ansatz io in Eingriff
zu halten. Wird aber der Druck, der von dem Stempelblock auf das Ende des vorderen
Teiles 7 der Kurbelstange übertragen wird, unzulässig groß; so daß eine Beschädigung
erfolgen könnte, so wird der Druck der Feder i i überwunden, und das Gelenk zwischen
den Teilen 7 und 6 biegt sich aufwärts.
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Das vordere Ende des Gliedes 7 erstreckt sich in eine Aussparung 15
im hinteren Teil
des Schlittens i hinein und ist drehbar mit dem
oberen Ende eines Gliedes 16 verbunden, das in diesem Teile des Schlittens untergebracht
ist. Das untere Ende des Gliedes 16 ist seinerseits durch einen Stift 17 drehbar
mit dem Schlitten i verbunden. Die seitlich vorstehenden Enden des Stiftes i8, der
den Teil 7 mit dem Gliede 16 verbindet, ruhen in Schlitzen ig in den Seiten des
Schlittens. Diese Schlitze ig sind bogenförmig gestaltet (Abb. 2 und 31. Im hinteren
Ende eines jeden Schlitzes ig ist ein Lagerblock 2o untergebracht, gegen welchen
das entsprechende Ende des Stiftes 18 oder des den Stift umgebenden Gehäuses 21
schlägt, wenn die Teile sich in Arbeitsstellung befinden, die durch volle Linien
in den einzelnen Abbildungen angedeutet ist. Die Lage der Teile wird durch einen
Riegel 22 gesichert, der drehbar im Schlitten um eine Querachse, welche sich vor
den Schlitzen ig befindet, angeordnet ist und in eine Kerbe 23 im Gliede 16 eingreift.
Befindet sich der Riegel 22 im Eingriff mit der Kerbe 23, so nimmt er eine horizontale
Lage ein, da sich seine Achse annähernd in einer Linie mit dem Stift 18 und auch
mit dem Stift 8 befindet, der dazu dient, die Teile der Kurbelstange 5 miteinander
zu verbinden. In dieser Arbeitslage der Teile nimmt der Riegel 22 einen Teil des
Vorwärtsdruckes der Kurbelstange auf, während die Lagerblöcke 2o den Rückwärtszug
aufnehmen.
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Der Riegel 22 kann sich jedoch um seine Drehachse frei aufwärts in
eine Lage bewegen, wo er vollständig außer Eingriff mit dem Gliede 16 ist, so daß
letzteres um seine eigene Drehachse 17 in die durch punktierte Linien in Abb. 2
veranschaulichte Lage schwingen kann.
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Um den Riegel 22 zu heben, ist eine Platte 25 vorgesehen, die in Führungen
des Gerüstes 2 verschiebbar ist. Sie besitzt an ihrem inneren Ende eine schräge
Fläche 26 und wird durch einen Fuß- oder Handhebel betätigt. Nimmt sie ihre innerste
Lage ein, so tritt ihre schräge Fläche 26 mit einer Rolle 27 in Eingriff, die auf
dem freien Ende eines Hebels 28 sitzt, welcher an einer Welle 29 befestigt ist,
die in Lagern 3o des Schlittens i ruht. Auf der Welle 29 ist noch ein zweiter Hebel
3 i befestigt, der annähernd parallel zum Hebel 28 angeordnet und durch ein Glied
32 mit dem Riegel 22 verbunden ist. Bewegt sich der erste Hebel 28 unter der Einwirkung
der schrägen Fläche 26 aufwärts, so wird der Riegel 22 gehoben, und die Größe der
Schwingbewegung ist so bemessen, daß der Riegel 22 vollständig aus der Kerbe 23
des Gliedes 16 entfernt wird. Der Riegel 22 braucht nicht sehr hoch gehoben zu werden,
da es genügt, ihn so zu kippen, daß das Glied 16, wenn es um seine Achse schwingt,
nicht mehr gegen das vordere Ende des Riegels stößt. Es ist also viel weniger Spielraum
erforderlich als bei der früheren Einrichtung, bei welcher der Riegel direkt in
das in der Längsrichtung verschiebbare Ende der Kurbelstange oder ein von dieser
getragenes, in ähnlicher Weise sich verschiebendes Glied eingriff. Da außerdem das
Glied 16 schwingbar im Schlitten angebracht ist, so wird die hin und her gehende
Bewegung des vorderen Endes der Kurbelstange in eine schwingende Bewegung verwandelt,
wenn der Riegel gelöst wird, und es ist erheblich weniger Raum als bisher erforderlich,
um sich dieser Bewegung anzupassen. Dies ermöglicht demgemäß, den Schlitten zu verkürzen,
und macht die Konstruktion in anderer Hinsicht kompakter. Schließlich ist das Gewicht
des Riegels 22 viel geringer als das Gewicht des früher verwendeten Riegels, da
seine Länge nur noch einen Bruchteil der bisherigen Länge darstellt.