DE41701C - Hochofenkernschacht - Google Patents

Hochofenkernschacht

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Publication number
DE41701C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
blast furnace
support
core shaft
supports
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT41701D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W., BRÜGMANN in Dortmund, Bornstrafse 23
Publication of DE41701C publication Critical patent/DE41701C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C21—METALLURGY OF IRON
    • C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00—Blast furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1887 ab.
Bei den bisherigen Einrichtungen der Hochöfen ist der Schacht entweder durch die Pfeiler des Rauhgemäuers oder durch untergestellte eiserne Säulen gestützt. Immer aber findet bei dieser bisherigen Einrichtung die Unterstützung nur in einer Ebene, und zwar in derjenigen statt, in welcher der Schacht unten im Ofen beginnt.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Unter-* Stützung des Schachtes in mehreren Ebenen durch Einrichtungen, welche angeordnet sind:
a) im Rauhgemäuer,
b) am Blechmantel oder
c) an besonderen, aufserhalb des Schachtes angeordneten eisernen Säulen d.
Mit der letzteren dieser Anordnungen verbindet diese Erfindung dann noch aufserdem und gleichzeitig:
i. Vergröfserung des freien Raumes g zwischen Gestellaufsenwand und den tragenden Säulen d, I, Unterstützung des Gasfanges und
3. Unterstützung der Umgebung der Gicht, der sogen. Plattform.
Vom Schacht wird bei gewöhnlichen Betrieben der Hochöfen nur der kleinere untere, etwa bis zum Kohlensack reichende Theil der Ausbesserung bedürftig, während der gröfsere obere Theil dieser selten oder nie bedarf.
Trotzdem mufs auch dieser obere Theil des Schachtes bei jeder Ausbesserung des unteren Theiles mit Aufwendung von viel Zeit und viel Geld abgerissen und wieder neu aufgebaut werden, weil derselbe bei den bisherigen Einrichtungen nur durch den unteren Theil des Schachtes seine Unterstützung findet. Dieser letztere Umstand hat aufserdem zur Folge, dafs die jetzige, schon aus Gründen des inneren Betriebes grofse Zerstörung des unteren Theiles des Schachtes wesentlich durch den Druck befördert wird, welghen aufserdem das grofse .Gewicht des Mauerwerkes des oberen Theiles des Schachtes und das Gewicht des Gasfanges immerwährend nur auf das schon durch Schmelzung geschwächte Mauerwerk des unteren Schachttheiles ausüben.
Diesen Uebelständen wird durch diese neue Erfindung abgeholfen, welche zum Zweck hat, den Schacht des Hochofens in einzelnen Theilen, d. h. in mehreren Ebenen zugleich zu unterstützen.
Der Zweck dieser Erfindung kann je nach der Einrichtung des Hochofens auf verschiedene Weise erreicht werden:
a) Wenn der betreifende Hochofen, dessen Schacht mehrfach unterstützt werden soll, innerhalb eines Rauhgemäuers steht, dann werden schmied- oder gufseiserne oder steinerne Platten, Träger oder dergleichen Unterstützungen in denjenigen Ebenen in das Rauhgemäuer eingelassen, in welchen der Schacht unterstützt werden soll, und wird letzterer dann auf diese Unterstützungen aufgemauert.
b) Wenn der Schacht des betreffenden Hochofens nicht mit einem Rauhgemäuer, dagegen
mit einem Blechmantel umgeben ist und innerhalb desselben mehrfach unterstützt werden soll, dann werden schmied- oder gufseiserne Unterstützungen in denjenigen Ebenen an der inneren Seite des Blechmantels befestigt, in welchen der Schacht unterstützt werden soll, und wird letzterer dann auf diesen Unterstützungen aufgemauert.
c) Wenn der betreffende Hochofen, dessen Schacht in mehreren Ebenen unterstützt werden soll, weder innerhalb eines Rauhgemäuers noch innerhalb eines Blechmantels, sondern ganz frei steht, dann mufs eine besondere Eisenconstruction aufserhalb des Schachtes angeordnet werden, an welcher in verschiedenen Ebenen Unterstützungen für die verschiedenen Theile des Schachtes befestigt werden können.
Diese Eisenconstruction besteht in dem gezeichneten Falle aus acht Säulen d, an welchen in den Ebenen e und e1 die Unterstützungen für den Schacht befestigt sind.
Die Zahl, die Form und die Art der Bestandtheile der Säulen d sowie deren Quer- und Kreuzverbindungen sind nur von der Gröfse und dem Gewicht der zu unterstützenden Theile abhängig.
Die Säulen d können aus einem oder aus mehreren Stücken bestehen, welche auf irgend eine Weise, z. B. wie bei h.h\ Fig. i, gezeichnet, mit einander verbunden sind.
Durch diese Anordnung erreicht man die Möglichkeit, den Schacht in beliebig vielen Ebenen e e1 zu unterstützen, diese einzelnen Schachttheile unabhängig von einander auszubessern und, wenn nöthig, die Auswechselung mehrerer Schachttheile zu gleicher Zeit in Angriff zu nehmen, also die Zeit des Stillstandes zu vermindern.
In Verbindung mit der zuletzt unter e beschriebenen Anordnung der Eisenconstruction zur mehrfachen Unterstützung des Schachtes eines freistehenden Hochofens lassen sich nun noch andere bei den jetzigen Einrichtungen der Hochöfen auftretende Schwierigkeiten beseitigen.
Diese Schwierigkeiten sind die folgenden:
ι. Bei Gestellen von über 3 000 mm lichter Weite mit Mauerstärken oder Wandungen von über ι 000 mm wird die Entfernung a, Fig. 1, zwischen den bisherigen, in der Zeichnung punktirten Schachtunterstützungssäulen b und den Gestellaufsenwandungen e eine so geringe, dafs die ersteren bei den jetzigen Betrieben, d. h. bei immer häufiger nothwendig werdenden Ausbesserungen des Mauerwerkes, nicht allein sehr hinderlich sind, sondern dafs aufserdem diese bisherigen Säulen b bei Durchbrüchen von Eisen und Schlacken durch die letzteren zerstört werden.
2. Die Unterstützung der Umgebung i der Gicht, der sogen. Plattform, verlangt bei den freistehenden Hochöfen, d. h solchen ohne Rauhgemäuer und ohne Blechmantel, um welche allein es sich in diesem Falle handelt, eine besondere, aus schmied- oder gufseisernen Säulen nebst Verbindungen bestehende schwere und theuere Eisenconstruction als Unterstützung. Diese besondere Unterstützung der Plattform, das sogen. Hochofengerüst, ist unabhängig von der oben beschriebenen und in Fig. 1 gezeichneten Unterstützung des Hochofenschachtes durch die bisherigen Säulen b.
3. In der Mitte der oberen waagrechten Ebene dieses Hochofengerüstes ist dann auch der Gasfang, wenn derselbe nicht auf dem Schacht ruht, unterstützt oder aufgehängt. Für diesen letzteren Zweck ist dann bei der grofsen Entfernung der Unterstützungssätzen des Hochofengerüstes von einander und von dem Gasfang ferner eine besonders schwere, waagrechte Eisenbahnconstruction nöthig, welche zugleich die obere Abdeckung, die Plattform dieses Hochofengerüstes, bildet.
Diese schwierigen Constructionen lassen sich nun in Verbindung mit der oben beschriebenen mehrfachen Unterstützung des Schachtes des Hochofens ebenfalls dadurch beseitigen, dafs man:
α) die Säule d, Fig. 1 und 2, nicht wie die bisherigen Unterstützungen b unter den Schacht, sondern aufserhalb desselben und etwas von demselben entfernt aufstellt,
ß) diese Säulen d bis zur Gicht f führt, und
y) an denselben so viel Unterstützungen e e1 sowie k anordnet, als man Unterstützungsebenen für den Schacht sowie für den Gasfang für nothwendig erachtet.
Durch diese beschriebene Anordnung der Säulen d erreicht man zunächst, dafs die Entfernung g, Fig. ι und 2, der Säulen d von der Aufsenkante der Gestellwandung e auch bei den weitesten Gestellen und dicksten Wandungen eine so grofse wird, dafs die oben beschriebenen Schwierigkeiten der zu geringen Abmessung von α oder g in Wegfall kommen.
Dann werden dadurch die oben beschriebenen Vortheile der mehrfachen Unterstützung des Schachtes erreicht, und endlich wird durch die unmittelbare Unterstützung des Gasfanges in einer oder mehreren Ebenen k die verwerfliche bisherige Unterstützung desselben durch den Schacht oder die schwierige Unterstützung desselben durch das besondere Gerüst beseitigt.
Man kann bei dieser Anordnung nicht allein die einzelnen Schachttheile unabhängig von einander, sondern auch unabhängig vom Gasfang ausbessern oder auswechseln und, wenn nöthig,
die Auswechselung mehrerer Schachttheile sowie des Gasfanges zu gleicher Zeit in Angriff nehmen, also die Zeit des Stillstandes vermindern.
Endlich erreicht man durch . genügende Erhöhung der Säulen d eine unmittelbare^ einfache und sichere Unterstützung der Gichtplattform.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Die mehrfache Theilung des Kernschachtes eines Hochofens und die Unterstützung der von einander unabhängigen einzelnen Theile durch Träger, Consolen oder Ringe, welche mit dem Rauhgemäuer, dem Blechmantel öder einem besonderen eisernen Gerüste verbunden sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT41701D Hochofenkernschacht Expired - Lifetime DE41701C (de)

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