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Maschine zum Ausschmieden der Enden an Werkzeugen. Für diese Anmeldung
ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldungen
in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 18. Juni und 14. Oktober 192i beansprucht.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Maschine zum Aussch.mieden der Enden an
Werkzeugen mit einem die Brustfläche des Werkstückes formenden ortsfesten Gesenk,
das mit einer drehbaren - Gesenkrolle zusammenwirkt.
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Bei den bisherigen Maschinen dieser Art wird meist eine glatte ungenutete
Gesenkrolle verwendet, die das Werkstück in eine Nut des Gesenkes hineinstaucht.
Diese Herstellung ergibt eine ungünstige Beanspruchung des Stahles und ist vor allem
für die wegen ihres geringen Kraftbedarfs jetzt meist üblichen Stähle mit hinterschnittener
Schneidenbrust,
also nach hinten sich \ erjüngendern Körper unbrauchbar.
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Erfindungsgemäß wird dadurch Abhilfe geschaffen, daß die Gesenkrolle
eine Umfangsnut hat, deren Querschnitt über ihren ganzen Umfang hin der gleiche
ist und deren Breite an der Peripherie des Gesenkes größer als am Boden der Nut
ist und die Oberflächen darbietet, die alle Begrenzungsflächen des schneidenden
Endes des Werkstückes mit Ausnahme der Vorderfläche formen.
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In der Zeichnung sind z«-ei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt.
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Abb. i ist eine Seitenansicht der Maschine, Abb. 2 ein Teilgrundriß,
Abb. 3 ein Schnitt nach Linie 3 bis 3 der Abb. 2, Abb. d. eine vergrößerte Darstellung
des rechten Endes der Abb. 3, Abb. 5 eine teilweise Stirnansicht der Maschine, Abb.
6 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführung.
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Die Füße i tragen das TNTaschinenbett 2. Dieses hat Parallelführungen
3 und d. und in wesentlich der gleichen wagrechten Ebene mit diesen eine querliegende
Kurbelwelle ;. die durch eine Schwungradriemenscheibe 6 getrieben wird. Der Kurbelzapfen
7 ist durch Schubstange 8 mit einem auf den Führungen 3 und .4 verschiebbaren Kreuzkopf
9 verbunden. Dieser trägt auf einem Querzapfen io angelenkt nahe seinem vorderen
Ende ein relativ schweres Rahmenglied ii, dessen Schwingungswinkel um den Zapfen
io nach vor«-qrts durch einen Bolzen i2 begrenzt ist, der durch eine Bohrung
13 ragt und mit einer Anschlagmatter 14 versehen ist. Eine starke durch einen
Stellkolben 16 in ihrer Spannung regelbare Feder 15 erstreckt sich zwischen dem
Hinterende des Gelenkstückes i i und dein Kreuzkopf 9 und hält das Glied i i stets
in der äußersten Lage, in die es im Uhrzeigersinne gedreht werden kann. An das Rahrnenglied
ii ist vor dem Zapfen io auf dem Zapfen 17 eine Schwingbüchse 18 angelenkt, in der
auf einer Welle i9 eine Gesenkrolle 2o drehbar ist, die eine Foringebutigsnut 21
am Umfange hat. Auf dein Bett 2 ist zwischen und unter den Führungen 3, .t ein Hilfsrahmen
22 angebracht, das einen ortsfesten Gesenkteil 23 trägt, dessen Stellung durch Stellschraube
24 einstellbar ist, und der in Flucht mit der Bahn der Hin- und Herbewegung der
Rolle 2o steht, sowie die Nut in der Rolle ganz ausfüllen kann, wenn dieselbe darüber
hinrollt. O_uer zu dem Hilfsrahmen 22 ist ein Schlitten 25 verschiebbar, dessen
Werkstückaufnahmeschlitz 26 mit seiner Rückseite und den Seitenwänden vom Schlitten
25 gebildet wird. Die Vorderseite des Schlitzes ist offen, wird aber in der Arbeitslage
des Schlittens 23 durch eine Oberfläche des Rahmens 22 und ortsfesten Gesenkes 23
geschlossen. Schlitten 25 ist seitwärts verschiebbar mittels eines Gelenkhebes 2;
lind Lenkers 28. Wird der Schlitten weit genug seitlich verschoben, um das fertige
Werkstück über die Seite des Hilfsrahmens 22 hinaus zu bewegen, so kann das Werkstück
durch Schwerkraft herausfallen, worauf es durch einen geneigten Aufnahmetrog 29
gefangen und nach einem gewünschten Punkt geführt wird.
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Um die senkrechte Lage der Werkstücke oder Stähle einzustellen, damit
genügend Werkstoff für die Ausbildung der auszuschmiedenden Schneiden in die Bahn
der Gesenkrolle 20 vorgeschoben wird, ist ein Schiebekeil 30 vorgesehen,
auf dessen Schrägfläche 31 die Unterkante eines Werkstücks 32 ruhen kann. Keil
30 trägt unten eine Zahnstange 33 und ist durch einen Zahn-,sektor 3.1. längsbeweglich,
der auf einer Schwingwelle 35 befestigt ist. Diese ist mit einem Bewegungshebel
36 versehen, der an einem Stellbogen 37 einstellbar und feststellbar ist. Zur Feststellung
dient eine von Hand atrslösbare Klinke 38.
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Zur Steuerung der Ingangsetzung und Stillsetzung der Hin- und Herbewegung
der Gesenkrolle 2o dient eine Kupplung 39, die vom Fußtritt d.o beeinflußt wird.
Hierbei ist zti beachten, daß, wie in Abb..I gezeigt, der Keil 30 in einen
Schlitz d2 in dem querverschiebbaren Schlitten 25 ragt, der einen Stahlhalterauswerfer
bildet. Der Stahl sperrt den Schlitten gegen Seitenbewegung, außer, wenn der Keil
genügend weit zurückgezogen ist. Wird also ein Stahl- oder Werkstück in die Nut
26 gesetzt, und der Keil 30 vorgeschoben, um den Stahl in die Bahn der Rolle
2o zu drücken, so wird der Schlitten 25 in Arbeitslage verriegelt. Daher muß sich
ein sauber geformtes Werkstück ergeben.
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Die Maschine wirkt wie folgt: Es sei angenommen, daß der Schlitten
25 in der richtigen Lage ist, wobei sein Schlitz 26 in Längsflucht mit dem ortsfesten
Gesenkteil 23 steht, und daß der Keil 30 in den Schlitz 42 im Schlitten 25
eingeschoben ist und letzteren gegen Querbewegung sperrt. Ein erhitztes Werkstück
wird dann in den Schlitz 26 geschoben und gleitet herunter, bis es auf der Schrägfläche
31 des Keils 3o aufruht. Fußtritt .4o wird gesenkt, um den Eingriff zwischen der
Triebscheibe 6 und der Welle 5 zti bewirken. Darauf wird der Kreuzkopf 9 hin und
her bewegt und nimmt die Gesenkrolle 20 mit sich, die .über die Oberfläche des Werkstücks
32 und den ortsfesten Gesenkteil
23 rollt. Der Arbeiter zieht den
Hebel 36 im Uhrzeigersinne und bewirkt dadurch, daß die Keilfläche 31 das Werkstück
32 allmählich hebt, bis genügend Werkstoff der Einwirkung der Rolle 2o ausgesetzt
ist, um den Raum zwischen dem ortsfesten Gesenkteil 23, dein hinteren Ende des Werkstücke.
und der Bahn der Gesenkrolle 2o ganz auszufüllen. Wird der Stahl durch zu schnelle
Bewegung des Hebels 36 zu rasch vorgeschoben, so erlaubt die Feder 1 5 dem Glied
i i, etwas um den Zapfen zu kippen und schafft geniigend Nachgiebigkeit, um Verklemmungen
oder Brüche der Maschine zu verhüten. Sollte der Stahl zwischen dein Zeitpunkt,
in dein die Rolle 2o nach rechts darüber hingeht, und dein Zeitpunkt, in dein sie
von links an diesen Punkt zurückkehrt, zu weit aufwärtsgeschoben worden sein, so
erlaubt die Schwinge 18 der Gesenkrolle 20 entgegen dein Uhrzeigersinne zu schwingen
und verhindert Bruch und Beschädigung des Werkstückes. Ist der Stahl fertig, so
wird Hebel 36 vorwärtsgedrückt, wodurch Keil 30 aus dein Schlitz 4.2 herausgezogen
wird. Hebel 2; kann dann zur rechten Seite des Arbeiter: bewegt werden, wodurch
Schlitten 25 seitwärts bewegt wird und das selbsttätige Herausfallen des Werkstücks
32 zuläßt. Schlitten 25 wird dann in Anfangslage zurückgebracht und Keil
30 zwecks Sperrung vorbewegt, worauf nach Einsetzung eines neuen erhitzten
Werkstücks das Spiel sich wiederholt.
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Bei der Ausbildung nach Abb. 6 ist die Gesenkrolle 2o an einem Ende
eines Schiebers 45 drehbar gelagert, der in Führungen 4.6 mittels einer Schwinge
4.7 hin und her beweglich ist, die bei 4.8 angelenkt ist und an einem einstellbaren
Kurbelzapfen .I9 angreift, dessen Einstellung durch (las Getriebe 5o in bekannter
Art erfolgt. Rolle 20 wirkt finit einem ortsfesten Gesenkblock .51 zusammen, der
dem ortsfesten Gesenkteil 23 nach Abb. 4 und 5 ähnelt und mit einem Schiebekeil
ausgestattet ist, welcher mittels Schraube 52 und Mutter 53 verstellbar ist. Diese
ist am Keil befestigt, und die Schraube wird durch ein Handrad 54. gedreht. Der
Keil dient dazu, das Maß einzustellen, um das der Stahl über den ortsfesten Gesenkblock
51 vorragt. Die Arbeitsweise ist ähnlich wie bei dir Maschine nach Abb. 1 bis 5.