DE41365C - Auslösende Schleppschiebersteuerung für Dampfmaschinen - Google Patents

Auslösende Schleppschiebersteuerung für Dampfmaschinen

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Publication number
DE41365C
DE41365C DENDAT41365D DE41365DA DE41365C DE 41365 C DE41365 C DE 41365C DE NDAT41365 D DENDAT41365 D DE NDAT41365D DE 41365D A DE41365D A DE 41365DA DE 41365 C DE41365 C DE 41365C
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DE
Germany
Prior art keywords
slide
regulator
movement
wedge
channels
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT41365D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. BRENNICKE & CO. in Berlin, Markgrafenstr. 19
Publication of DE41365C publication Critical patent/DE41365C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/10Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with main slide valve and auxiliary valve dragged thereby

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Lift Valve (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1887 ab.
Die vorliegende Steuerung bezweckt, bei einer vom Regulator, ohne irgend welche schädliche Rückwirkungen auf denselben, genau einstellbaren Expansion auch eine die Präcisionssteuerung charakterisirende plötzliche Abschliefsung des Dampfzutrittes zum Dampfcylinder zu bewirken, und zwar derart, dafs es ohne besondere Schwierigkeiten ermöglicht wird, den bisher üblichen Hochdruckmaschinen eine dem jeweiligen Zweck entsprechende Arbeitsweise zu geben, ohne die Wirkungsweise der vorliegenden Steuerung irgendwie zu beeinträchtigen.
Auf beiliegender Zeichnung ist diese Präcisionssteuerung, als bei einer liegenden Dampfmaschine angewendet, durch Fig. 1 in der Vorderansicht und Fig. 2 in der Seitenansicht unter Fortlassung des Dampfcylinders und Schieberkastens dargestellt, während durch die Fig. 3 die Gesammtanordnung der Steuerung im Horizontallängsschnitt veranschaulicht ist.
Fig. 4, 5 und 6 stellen eine Modification der Anordnung in der Vorder- und Seitenansicht sowie im Horizontallängsschnitt dar. Fig. 7 und γ a zeigen die Vorder- und Seitenansicht des schwingenden Expansionsschieberkörpers.
Die vorliegende Steuerung arbeitet mit einem gewöhnlichen Flachschieber und einem auf diesem gleitenden Deckschieber, ähnlich wie die Mey ersehe Steuerung. Sie unterscheidet sich jedoch von dieser einerseits dadurch, dafs der Dampfabschlufs durch den Expansionsschieber plötzlich erfolgt, und zwar unabhängig von dem Gang der Maschine und dem Regulator, andererseits aber dadurch, dafs direct durch den Regulator vermittelst der verjüngten, als Druck- und Gleitfläche dienenden Mantelfläche eines keilförmig abgeschrägten Cylinders bezw. einer keilförmigen, spitz auslaufenden Scheibe derart die Füllungen selbstthätig veränderlich gestellt werden, dafs je nach Form der Verjüngung dieser Keilscheibe auch die Arbeitsweise der Maschine einem bestimmten Zweck entsprechend geändert werden kann, ohne die Wirkungsweise der Steuerung zu beeinträchtigen.
In dem am Cylinder A sitzenden Schieberkasten JB ist als Grundschieber ein gewöhnlicher Flachschieber D angeordnet, welcher in bekannter Weise durch ein einfaches Kreisexcenter von der Schwungradwelle aus seine Bewegung erhält; d ist die Schieberstange.
Auf diesem Schieber D gleitet ein Deckschieber E, welcher in folgender Weise seine Bewegung erhält. Der Deckschieber E ist mit einer Zahnstange e versehen, in welche ein Zahnradsector F eingreift. Die Welle / dieses Sectors F ruht in den Lagern/1/1, die auf den Grundschieber D aufgeschraubt sind. Der Sector F ist mit seitlichen Verstärkungen/2/2 versehen, an welche gerade, in der Richtung der Schieberbewegung laufende Abplattungen angefeilt sind. Gegen diese wirken die Blattfedern/3/3 derart, dafs der Sector F das Bestreben hat, stets in eine Mittelstellung, bei welcher der Schieber E die Kanäle dl d2 des Grundschiebers geschlossen hält, zurückzukehren.
Der Sector F ist über seinen Drehpunkt hinaus verlängert und endigt in einen nach beiden Seiten hin abgeschrägten Hebel/4, welcher, durch einen Schlitz c im Kastendeckel b gehend, bis in eine dampfdicht auf den Kastendeckel b aufgeschraubte Kappe G reicht. Durch
diese Kappe G ist dampfdicht die vom Regulator beeinflufste, durch den Stellring r und die im Innern der Kappe angeordnete Zapfenlagerung r1 an einer Längsverschiebung gehinderte Welle h, auf der die Keilscheibe H sitzt, geführt.
Diese Scheibe üfist doppelt abgeschrägt, wodurch dieselbe an ihrer Peripherie verschiedene, allmälig stärker und wieder schwächer werdende Breiten erhält. Sie ist in der Längsrichtung der Schieberbewegung feststehend angeordnet.
Bei der Hin- und Herbewegung des Grundschiebers wird jedesmal der Hebel /4 des Zahnradsectors F gegen die Scheibe H stofsen und infolge dessen wird der Schieber E den Dampfkanal <i3 bezw. άΛ des Grundschiebers öffnen und so lange geöffnet halten, bis der Hebel /4 von der Scheibe H7 auf deren Umfang er gleitet, freigegeben wird. Alsdann kommen die Federn /3/3 in Wirkung und stellen plötzlich den Sector F in seine Normalstellung, bei welcher die Kanäle geschlossen sind. Je nach dem Ausschlage des Regulators wird die Welle h mehr oder weniger gedreht und dementspechend dem Hebel /4 eine schwächere oder stärkere Scheibenbreite als Druck- und Gleitfläche geboten.
Anstatt des ebenen Deckschiebers E kann auch ein kreissegmentförmiger, schwingender, durch seitliche Führungen mit dem Grundschieber beweglich verbundener Schieber E1, wie in Fig. 4 bis 7a dargestellt ist, angewendet werden. Die Anordnung der Anschlagfläche /2/2 für die Federn/3/3, sowie der Keilscheibe H ist eine analoge, wie vorher beschrieben, nur dafs hierbei der Zahnradsector F gleichsam durch den Schieber E1 ersetzt wird und somit jegliche Verzahnung fortfällt. Im Grundschieber D' ist die Schieberfläche dem Kreisbogen von E1 entsprechend ausgearbeitet.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Präcisionssteuerung für Dampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein auf dem Grundschieber gleitender Flachdeckschieber oder ein Drehschieber oder ein Ventil vermittelst der Bewegung des Grundschiebers dadurch eine vom Regulator abhängige und die Dampfkanäle des Grundschiebers plötzlich schliefsende Bewegung erhält, dafs der Expansionsschieber oder das Ventil durch Anstofs gegen eine vom Regulator entsprechend eingestellte, in der Längsrichtung der Schieberbewegung feststehende, keilförmige Scheibe H so lange die Dampfkanäle offen läfst, bis die Einwirkung der drückenden Umfangsfläche dieser Keilscheibe aufhört, und alsdann durch Federn plötzlich in seine die Kanäle schliefsende Normalstellung zurückgeführt wird.
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Präcisionssteuerung die Anordnung eines mit einer Verzahnung e versehenen Deckschiebers E, welcher gegen den Grundschieber D dadurch bewegt wird, dafs ein in die Verzahnung e eingreifendes Zahnradsegment F, welches auf dem Grundschieber D drehbar gelagert ist, mit seinem Hebel/4 gegen eine vom Regulator beeinflufste, in der Längsrichtung der Schieberbewegung feststehende keilförmige Scheibe H stöfst und über die dem jeweiligen Ausschlag des Regulators entsprechende Scheibenbreite hinweggleitet,-wobei die Kanäle d1 bezw. d"1 geöffnet sind, während durch die Federn/3/3 beim Abgleiten des Hebels fi von der Scheibe H der Sector plötzlich in seine Normalstellung zurückgeführt wird.
    Bei der unter 1. und 2. gekennzeichneten Präcisionssteuerung an Stelle des ebenen Schiebers E mit der Verzahnung e und dem Zahnradsector F die Anordnung des kreissegmentförmigen, in seitlichen Führungen am Schieber!)1 schwingenden Schiebers Ey mit der im Grundschieber Dx entsprechend ausgearbeiteten Gleitfläche, Fig. 4 bis 7.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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