DE41352C - Verfahren zur Darstellung ammoniakhaltiger Produkte bezw. von Ammoniakalaun - Google Patents

Verfahren zur Darstellung ammoniakhaltiger Produkte bezw. von Ammoniakalaun

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DE41352C
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L. TRALLS in Schellenken bei Dux in Böhmen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances

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  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 75: Soda, Potasche und Alkalien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Januar 1887 ab.
Durch das vorliegende neue Verfahren wird dasjenige Ammoniak gewonnen, welches sonst in den Rauchgasen, wie beispielsweise auf den nutzlos verbrennenden Kohlenhalden, in das Freie entweicht.
Den Brennmaterialabfällen oder den bei der Alaunbereitung in Verwendung kommenden Erzen wird, bevor man sie dem Rost- oder Brenriprocesse überläfst, circa 1 pCt. Gyps (schwefelsaurer Kalk) beigemengt. Diese Gypsbeimischung bewirkt, dafs das während der Verbrennung von Brennmaterial sich entwickelnde kohlensaure Ammoniak als schwefelsaures Ammoniak gebunden wird und neben anderen schwefelsauren Substanzen in der zurückbleibenden Asche sich vorfindet.
Nach dem vollständigen Ausglühen und Erkalten der gewonnenen Rückstände werden dieselben ausgelaugt. In der Lauge finden sich in Folge der durch den Verbrennungsprocefs entstandenen Zersetzung der ursprünglich in den Rohmaterialien latent enthaltenen chemischen Bestandtheile Ammoniumsulfat, Schwefelsäure, Thonerde, Eisenoxyd u. a., ferner der in Lösung übergegangene künstlich beigemengte Gyps in chemischer Verbindung vor.
Die gewonnene Lauge wird zu einer dicken Flüssigkeit eingedampft, wo sie bei Abkühlung als feste Masse erstarrt. Dieselbe kann nun in Blöcken als unraffinirtes ammoniakhaltiges Product oder gemahlen als sehr wirksames Dungmittel in den Handel gebracht werden.
Soll nun Ammoniakalaun gewonnen werden, so ist es erforderlich, dafs der in Lösung gegangene Gyps, sowie Eisenverbindungen und andere Verunreinigungen ausgeschieden werden. Die hierbei erforderliche Aufbereitung geschieht in der Weise, dafs die Lauge ein wenig eingedampft wird, bis eine weifsgelbe trübe Flüssigkeit entsteht; der vor der Röstung beigemengte Gyps, welcher in der Lauge gebunden ist, wird bei mäfsiger Eindampfung wieder frei, und dieser Umstand ist eingetreten, wenn die Lauge die erwähnte trübe Färbung annimmt; wenn nun das Sieden oder Eindampfen auf kurze Zeit unterbrochen wird, setzt sich der Gyps zu Boden, die klar gewordene Lauge' wird abgeleitet und bis zur selbstständigen Krystallisation weiter eingedampft; die letztere entspringt lediglich aus der Ursache, dafs sich schwefelsaures Ammoniak mit schwefelsaurer Thonerde chemisch verbunden hat. Das Raffinirverfahren ist bekannt, insbesondere dafs durch die Krystallisation fremde Substanzen von selbst ausgeschieden werden.
Der so weit ausgeschiedene Gyps kann zu der Beimischung im Rohmaterial wieder verwendet werden, derselbe hat an seiner Kraft für die Ammoniakbindung nichts verloren.
Der Rost- oder Verbrennungsprocefs kann sowohl im Freien auf den Halden und in Haufen als in beschränkten Räumen und in Oefen stattfinden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von ammoniakhaltigen Producten und Ammoniakalaun, bestehend in der Beimengung von circa 1 pCt. Gyps (schwefelsaurem Kalk) zu Abfallbrennmaterialien oder zu den bei der Alaunfabrikation in Verwendung kommenden Roherzen, der langsamen Verbrennung oder Röstung dieser Mischungen und Auslaugung der so gewonnenen Verbrennungsrückstände und gerösteten Erze.
DENDAT41352D Verfahren zur Darstellung ammoniakhaltiger Produkte bezw. von Ammoniakalaun Expired - Lifetime DE41352C (de)

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