DE32898C - Verfahren zur Darstellung von reinem Calciumphosphat aus natürlichen kalkhaltigen Phosphaten oder dergleichen Schlacken wie Thomasschlacken u. s. w - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von reinem Calciumphosphat aus natürlichen kalkhaltigen Phosphaten oder dergleichen Schlacken wie Thomasschlacken u. s. w

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DE32898C
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Germany
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sodium
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DENDAT32898D
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English (en)
Original Assignee
G. LEUCHS in Nürnberg
Publication of DE32898C publication Critical patent/DE32898C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B5/00Thomas phosphate; Other slag phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16: Düngerbereitung. </
GEORG LEUCHS in'NÜRNBERG.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Januar 1885 ab.
Das Verfahren beruht auf Anwendung von Natrium oder Kaliumbicarbonat in solcher Menge, dafs nach- stattgefundener Einwirkung, selbst bei Gegenwart von freiem Kalk in den Phosphaten, nur Alkalicarbonate, aber kein freies Natron entstehen können.
Hierdurch' gelingt es, in wenig Stunden alle beispielsweise in Thomasschlacken enthaltene Phosphorsäure zu lösen, während neutrale Carbonate nach wochenlanger Einwirkung nur einen Theil in Lösung bringen.
Die Phosphate werden gemahlen und von etwa vorhandenen Metallen durch Absieben oder Schlämmen getrennt.
Das erhaltene Mehl verreibt man in Kugelmühlen oder anderen bekannten Vorrichtungen. mit dem in der fünf- bis fünfzehnfachen Menge höchstens lauwarmen Wasser gelösten Alkalibicarbonat einige Stunden lang, worauf die Lauge von dem Rückstande »α« durch Filterpressen mit absoluter Auswaschung getrennt wird. Die Lauge wird zum Kochen erhitzt und hierauf unter Umrühren auf einmal mit so viel Kalkbrei versetzt, dafs 9 Gewichtstheile Kalk auf 7 Gewichtstheile Phosphorsäure kommen. Das ausgefallene Caiciumphosphat wird von der Lauge getrennt, ausgewaschen und getrocknet.
Die vereinigten Laugen werden durch Abdampfen vom Waschwasser befreit, hierauf mit Kohlensäure gesättigt und von neuem verwendet. Nach längerem Gebrauch der Laugen müssen dieselben von aufgenommenen fremden Körpern befreit werden. Sofern man Natriumbicarbonat verwendet hat, gelingt dies leicht auf folgende Weise: Man dampft die phosphorsäurehaltigen, d. h. noch nicht mit Kalk behandelten Laugen ein, bis in 100 Gewichtstheilen Lauge 20 Gewichtstheile Natriumcarbonat enthalten sind, läfst sie auf 300 C. erkalten und leitet Kohlensäure ein, wodurch Natriumbicarbonat ausfällt, das von der Lauge zu trennen ist.
Vorstehendes Verfahren ist anwendbar für alle Kalk-, Magnesia-, Eisenoxydul- und Manganoxydulphosphate. Ist dagegen die Phosphorsäure an Eisenoxyd gebunden, wie beispielsweise in überblasenen Thomasschlacken, so mufs dasselbe vorher reducirt werden. Man verreibt das vom metallischen Eisen befreite Schlackenmehl mit etwas Wasser und so viel Natrium- oder Kaliumbicarbonat, dafs dieses in neutrales Carbonat und aller freie und nicht als einfaches Silicat gebundene Kalk in kohlensauren Kalk übergeführt wird, vermischt es mit 3 bis 10 °/0 holz- oder möglichst aschefreiem Stein- oder Braunkohlenpulver und glüht die Mischung gelinde in Flammöfen mit reducirender Flamme, bis sie rein grau geworden ist, läfst sie erkalten, verreibt sie mit einer so viel wässerigen Lösung von Natriumbicarbonat, dafs 9 Theile von diesem auf 7 Theile Phosphorsäure in der Schlacke kommen und verfährt, wie oben im Hauptverfahren beschrieben.
Den oben erhaltenen Rückstand »a« versetzt man mit Thon und Kieselsand in solchen Mengen, dafs die gesammte Menge der Thonerde, des Kalkes und der Kieselsäure der des Portland Cements entspricht, trocknet hierauf
und brennt die Mischung in Cementöfen. Die hierbei entweichende Kohlensäure verwerthet man im obigen Processe und das Brenngut, nachdem es gemahlen ist, als Cement.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, die in Schlacken oder natürlichen Phosphaten enthaltene Phosphorsäure durch Laugen von Natrium- oder Kaliumbicarbonat in so icher Menge zu lösen, dafs kein freies Natron entstehen kann, um daraus durch Kalkmilch Calciumphosphat zu fällen und gleichzeitig eine Lauge zu gewinnen, die nach Einleiten von Kohlensäure wieder von neuem benutzt werden kann.
    Die Ergänzung des unter i. beschriebenen Verfahrens, nach welcher mit Natrium- oder Kaliumbicarbonat und etwas Wasser verriebene Eisenoxydphosphate durch Glühen mit Kohle reducirt werden.
    Die Reinigung der längere Zeit gebrauchten Lauge durch Fällen von Natriumbicarbonat vermittelst Kohlensäure und Trennen desselben von der anhaftenden Lauge.
    Das Verfahren, aus dem Rückstande »α« Kohlensäure und Cement zu gewinnen durch Zugabe von Thon und Kieselsäure, Trocknen und Brennen.
DENDAT32898D Verfahren zur Darstellung von reinem Calciumphosphat aus natürlichen kalkhaltigen Phosphaten oder dergleichen Schlacken wie Thomasschlacken u. s. w Expired - Lifetime DE32898C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5603164A (en) * 1995-02-27 1997-02-18 Haddix; Paul A. Adjustable angle guide and angle finder

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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