DE4134741C2 - Dose mit Originalitätsverschluss - Google Patents
Dose mit OriginalitätsverschlussInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Dose mit einem
neuartigen Originalitätsverschluß.
Wettbewerb und zunehmend kritische Haltung des Verbrauchers
hinsichtlich des Qualitätsstandards beim Kauf von Waren machen
es erforderlich, daß dem Marktteilnehmer Garantien über den
Zustand des von ihm erworbenen Produkts geleistet werden.
Diesem Bedürfnis hat die Industrie dadurch Rechnung getragen,
daß sie eine Vielzahl ihrer Waren in Behältnissen anbietet,
die mit Merkmalen versehen sind, an denen der Verbraucher
erkennen kann, ob sich die Verpackung noch im Originalzustand,
d. h. in dem Zustand befindet, in dem sie vom Hersteller ausge
liefert wurde. Typische Arten solcher Originalitätsverschlüs
se, die das unberechtigte Öffnen eines Behälters und damit
eine eventuelle Entnahme dessen Inhalts anzeigen, sind bei
spielsweise die zweiteiligen Schraubverschlüsse auf Getränke
flaschen, die aus einem Sicherungsring am Flaschenhals und der
eigentlichen Schraubkappe bestehen, wobei zwischen diesen
beiden Teilen eine mehr oder weniger starke Verbindung be
steht. Diese Sollbruchstelle wird dann beim Öffnen der Flasche
irreversibel zerstört. Solche Sicherungen sind beispielsweise
in den US-S 3,504,818 und 3,805,987, in den DE-OS 25 43 812,
DE-OS 34 41 431, DE-OS 32 43 812 und dem DE-GM 88 01 621 be
schrieben. Insbesondere bei größeren Behältern erfordert das
Öffnen eines solchen Sicherheitsverschlusses aber unter Um
ständen einen erheblichen Kraftaufwand. Eine andere Möglich
keit, das unberechtigte Öffnen eines Behälters anzuzeigen,
sind beispielsweise Garantiestreifen, die über den Deckelrand
einer Dose geklebt werden und beim Öffnen zerrissen werden.
Abgesehen davon, daß sich solche Garantiestreifen verhältnis
mäßig leicht ablösen und wieder aufbringen lassen, um somit
die Unversehrtheit des Doseninhalts vorzutäuschen, erfordert
diese Art der Kenntlichmachung zwei unterschiedliche apparati
ve Arbeitsgänge, nämlich einmal das Aufsetzen des Deckels auf
den Behälter und zum zweiten das Anbringen des Garantiestrei
fens.
Die FR 2 646 144, welche in Bezug auf die vorliegende Erfindung
nachveröffentlicht ist, beinhaltet eine Schließvorrichtung mit Originalitäts
verschluß für einen Behälter mit Deckel. An dem Deckel ist an seinem unteren
Rand über dem gesamten Umfang ein Streifen bzw. ein Band abreißbar
vorgesehen, der bzw. das anzeigt, daß der Behälter mit Deckel noch nicht
geöffnet worden ist bzw. unversehrt ist.
Das Band weist an seiner Innenseite Vorsprünge auf. Die Vorsprünge
stehen mit gleich vielen Kerben, die auf der Seitenfläche des Behälters
vorgesehen sind, so in Wirkverbindung, daß der Deckel nicht abgeschraubt
werden kann - und zwar solange nicht, bis das Band von dem unteren Rand
des Deckels abgetrennt worden ist.
Ein Nachteil bei der oben beschriebenen Vorrichtung besteht darin, daß
zum Öffnen des Behälters das gesamte Band entfernt werden muß.
Die GB 261 370 beinhaltet einen Sicherheitsverschluß für zum Beispiel
Dosen mit Behälter und Deckel. An einer Außenwandung des Behälters sind
gewindeförmige Abschnitte radial nach außen vorgesehen, die zwischen ihren
Enden mindestens einen axial nach unten vorstehenden Vorsprung aufweisen.
An einer Innenwandung des Deckels sind gewindeförmige Abschnitte und
Vorsprünge radial nach innen vorgesehen.
Wenn der Deckel auf den Behälter aufgeschraubt wird, gelangen die
Vorsprünge am Deckel hinter den Vorsprüngen am Behälter in
Verschlußrichtung in Eingriff, wodurch ein versehentliches Abschrauben des
Deckels vom Behälter verhindert wird.
Dieser Sicherheitsverschluß kann jedoch geöffnet und verschlossen
werden, so daß keine Garantie besteht, daß der Behälter mit Deckel sich noch
im originalen Verpackungszustand befindet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es nun, ein Verschluß
system zur Verfügung zu stellen, das einerseits verbraucher
freundlich ist, indem sich der Originalitätsverschluß leicht
lösen läßt und das andererseits fälschungssicher und auf ein
fache technische Art und Weise realisierbar ist.
Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß durch eine neuartige Ver
riegelung auf Grundlage eines Bajonettverschlusses gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist daher eine Dose mit
Originalitätsverschluß, bestehend aus einem runden Behälter
(2) und einem Deckel (1), worin nahe einem oberen Rand der
Dose an der Außenwandung des Behälters mindestens zwei in
Form eines Bajonettverschlusses angeordnete, sich parallel
zur Verschlußebene oder in Verschlußrichtung gewindeförmig
abfallend erstreckende Stege (3) angebracht sind, die an
ihrem Ende einen im wesentlichen senkrecht zum
Behälterboden gerichteten Ansatz (10) aufweisen, und die
Innenseite des über den Behälteroberrand greifenden
Deckelrandes eine gleiche Anzahl sich entsprechend
erstreckender Stege (4) aufweist, die bei festgeschraubtem
Deckel unmittelbar unterhalb der Stege (3) der Dose zu
liegen kommen, und worin im Deckelrand mindestens ein sich
radial nach innen erstreckender Rastzahn (6) vorgesehen
ist, der in geschlossenem Zustand unmittelbar hinter einem
der Ansätze (10) einrastet, und der Rastzahn (6) mit einer
an der Außenseite des Deckelrandes liegenden Lasche (5)
verbunden ist und über diese aufgrund einer Schwachstelle
(8, 9) im Deckelrand zum Öffnen der Dose herausbrechbar
ist.
Die vorliegende Erfindung wird durch die nachfolgenden Abbil
dungen näher erläutert.
Abb. 1a zeigt die Projektion eines Behälters 2 ohne Dec
kel.
Abb. 1b zeigt eine entsprechende Aufsicht auf einen sol
chen Behälter 2.
Abb. 2 zeigt einen Querschnitt durch einen Deckel 1.
Abb. 3 zeigt einen Längsschnitt eines Deckels 1.
Abb. 4 zeigt einen Teilschnitt Dose-Deckel.
Im einzelnen zeigen Abb. 1a und 1b einen Behälter 2 in
bevorzugter konischer Ausführungsform mit vier nach Art eines
rechtsgängigen Gewindes ansteigenden Stegen 3 und den in Ver
schlußrichtung keilförmig ansteigenden Ansätzen 10, sowie der
Deckelauflage 7.
Abb. 2 zeigt einen Deckel in bevorzugter Ausführungsform
mit vier Stegen 4, dessen Rastzahn 6 sich auf einer durch
Einkerbungen 8 gebildeten Schwachstelle 9 befindet und mit
einer Lasche 5 zum Aufreißen verbunden ist, sowie eine ent
sprechende Ausschnittsvergrößerung.
Abb. 3 zeigt einen Deckel im Längsschnitt, wobei die
Stege 4 entsprechend der bevorzugten Behälterausführung in
Form eines rechtsgängigen Gewindes ausgebildet sind.
Abb. 4 zeigt den Schnitt einer mit dem Deckel verschlos
senen Dose, bei der der Rastzahn 6 hinter dem Ansatz 10 in
Verriegelungsstellung zu liegen gekommen ist. Entfernung der
Schwachstelle 9 mit dem Rastzahn 6 über die Lasche 5 entrie
gelt den Verschluß.
Die Bajonettstege 3 und 4 an der äußeren Behälterwand bzw. an
der Innenseite des Deckelrandes sind relativ zueinander derart
angeordnet, daß die Stege 4 beim Schließen der Dose unter den
Stegen 3 des Behälters zu liegen kommen. Hierbei können die
Stege entweder in bekannter Weise parallel zum Behälter- bzw.
Deckelrand oder aber ansteigend, d. h. nach Art eines Schraub
gewindes angebracht sein. Bevorzugt weisen die Stege eine
ansteigende Form auf.
Die Anzahl der Stege kann variabel gewählt werden. Mindestens
werden je zwei Stege auf dem Behälter und im Deckelrand benö
tigt, bevorzugt werden Bajonettverschlüsse mit jeweils vier
Stegen verwendet.
Die Stege 3 auf der Außenwand des Behälters besitzen in Ab
hängigkeit von der Verschlußrichtung jeweils an einem Ende
einen im wesentlichen senkrecht zum Behälterboden gerichteten
Ansatz 10. So befindet sich beispielsweise bei Verschlußrich
tung des Deckels im Uhrzeigersinn der Ansatz 10 am linken
Ende der Stege 3. Die Ansätze 10 bilden in Verschlußrichtung
einen Widerstand für die Stege 4 im Deckelrand und verhindern
somit das Weiterdrehen des Deckels in dieser Richtung.
Im Deckelinnenrand befinden sich ein oder mehrere radial nach
innen gerichtete Rastzähne 6, bevorzugt wird die Verwendung
eines einzigen Rastzahns. Dieser Rastzahn besitzt eine solche
Länge, daß ihm beim Drehen des Deckels durch die Ansätze 10
ein Widerstand entgegengesetzt wird. Zweckmäßig reicht er bis
zur Außenwand des Behälters. Der Verriegelungsmechanismus be
steht nun darin, daß dieser Rastzahn beim Verschließen über
den Ansatz 10 gleitet und hinter diesem einrastet, womit der
Deckel 1 seine Verschlußposition erreicht hat. Der Widerstand,
der dem Rastzahn bei verschlossener Dose in Öffnungsrichtung
entgegengesetzt wird, ist so groß, daß das Öffnen der Dose
unmöglich gemacht wird. Da der Rastzahn beim Verschließen der
Dose zunächst den Ansatz 10 überwinden muß, darf der Wider
stand, der ihm in Verschlußrichtung entgegengesetzt wird,
nicht zu groß sein. Aus diesem Grund ist der Ansatz 10 zweck
mäßig in Verschlußrichtung keilförmig ansteigend ausgestaltet
und der Rastzahn 6 besitzt an seiner dem Keil zugewandten
Seite zweckmäßig eine entsprechende Schrägung. Die Elasti
zität der üblicherweise zur Herstellung solcher Dosen verwen
deten Materialien, insbesondere von Kunststoffen, ist dann
ausreichend, um unter diesen Bedingungen beim Verschließen der
Dose ein problemloses Übergleiten des Rastzahns 6 über den
Ansatz 10 zu gewährleisten. Der Restzahn 6 kann aber auch auf
andere Weise federnd an der Deckelinnenseite angebracht sein.
Umgekehrt ist der Widerstand in Öffnungsrichtung bei geschlos
senem Zustand der Dose durch die Verzahnung von Ansatz 10 und
Rastzahn 6 hoch genug, daß ein Öffnen der Dose nur unter Zer
störung des Sicherungsverschlusses möglich ist. Bei den übli
cherweise verwendeten Materialien ist hierzu eine geringe
Verzahnungstiefe zwischen Ansatz 10 und Rastzahn 6, beispiels
weise von 1 mm, bereits ausreichend.
Um den Rastzahn 6 entfernen zu können und damit die Entriege
lung der Dose zu ermöglichen, wird im Bereich des Deckelran
des, in dem sich der Rastzahn 6 befindet, beispielsweise durch
Einkerbungen 8 im Deckelrand, eine Schwachstelle 9 gebildet,
so daß sich der Rastzahn 6 über eine mit ihr verbundene Lasche
5, die sich an der Außenseite des Deckelrandes befindet, pro
blemlos herausbrechen und entfernen läßt.
Da die Dichtigkeit der Dose durch das Abschließen des Deckels
am Behälteroberrand oberhalb der im Deckelrand durch Heraus
brechen der Schwachstelle 9 entstandenen Öffnung erzeugt wird,
bleibt die Dose auch nach dem Herauslösen der Öffnungssiche
rung weiterhin dicht. Im Originalzustand bietet die Deckel
auflage 7 an der Außenseite des Behälters eine zusätzliche
Dichtfläche. Die Dichtigkeit der Dose kann außerdem durch
übliche Dichtungsmittel wie Gummiringe oder Korkscheiben ver
bessert werden. Diese Hilfsmittel werden in bekannter Weise
an der Unterseite des Deckels angebracht, so daß sie die Dich
tung zwischen Behälteroberrand und Deckelinnenseite bewirken.
Dichtungsmittel wie Korkscheiben oder Gummiringe müssen bei
geeigneter Größe lediglich in den Deckel eingelegt werden und
halten dort selbständig. Gegebenenfalls können sie jedoch
durch zusätzliche Maßnahmen, beispielsweise Klebstoffe, befe
stigt werden.
Der Behälter kann die Form eines Zylinders haben, bevorzugt
ist er jedoch konisch, sich nach unten verjüngend gestaltet,
insbesondere mit einem Winkel von etwa 2°, damit sich die
Dosen besser stapeln lassen. Zweckmäßig weist die Dose außer
dem an der Oberseite des Deckels und an der Unterseite des
Behälters Führungen auf, die beim Stapeln ineinandergreifen
und ein Verrutschen der Dosen verhindern. So können Deckel
oberseite und Behälterunterseite jeweils einen ringförmigen
konzentrischen Ansatz mit geringfügig unterschiedlichem Durch
messer aufweisen, so daß beim Stapeln der Dosen beispielsweise
der Ansatz an der Dosenunterseite in den Ring der Deckelober
seite greift. Der Ansatz an der Behälterunterseite kann auch
fehlen, wenn - bei einem konischen Behälter - der Durchmesser
der Behälterunterseite bereits kleiner als der Ringdurchmesser
an der Deckeloberseite ist und der Behälter daher mit seiner
gesamten Bodenfläche beim Stapeln innerhalb des an der Deckel
oberseite vorgegebenen Rings zu stehen kommt.
Als Material für die Dose wird zweckmäßig Kunststoff verwen
det, jedoch sind auch andere Materialien denkbar.
Üblicherweise weist der Deckel an seinem Rand eine Riffelung
auf, die die Griffigkeit erhöht und das Verschrauben erleich
tert.
Die Größe der Dosen ist beliebig, übliche Größen variieren
zwischen 250 ml und 2½ l.
Mit der vorliegenden Erfindung wurde nunmehr ein Verschluß
system geschaffen, das einerseits einfach zu handhaben ist,
anderersseits aber dem Verbraucher ausreichend Sicherheiten
über den Zustand der von ihm erworbenen Ware bietet. Die Her
stellung eines solchen Verschlusses ist außerdem auf einfache
technische Weise zu verwirklichen.
Claims (5)
1. Dose mit Originalitätsverschluß, bestehend aus einem runden Behälter (2)
und einem Deckel (1), worin nahe einem oberen Rand der Dose an der
Außenwandung des Behälters mindestens zwei in Form eines
Bajonettverschlusses angeordnete, sich parallel zur Verschlußebene oder
in Verschlußrichtung gewindeförmig abfallend erstreckende Stege (3)
angebracht sind, die an ihrem Ende einen im wesentlichen senkrecht zum
Behälterboden gerichteten Ansatz (10) aufweisen, und die Innenseite des
über den Behälteroberrand greifenden Deckelrandes eine gleiche Anzahl
sich entsprechend erstreckender Stege (4) aufweist, die bei
festgeschraubtem Deckel unmittelbar unterhalb der Stege (3) der Dose zu
liegen kommen, und worin im Deckelrand mindestens ein sich radial nach
innen erstreckender Rastzahn (6) vorgesehen ist, der in geschlossenem
Zustand unmittelbar hinter einem der Ansätze (10) einrastet, und der
Rastzahn (6) mit einer an der Außenseite des Deckelrandes liegenden
Lasche (5) verbunden ist und über diese aufgrund einer Schwachstelle
(8, 9) im Deckelrand zum Öffnen der Dose herausbrechbar ist.
2. Dose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwachstelle
(8, 9) des Deckelrandes, an der sich der Rastzahn (6) und die mit ihm
verbundene Lasche (5) befinden, durch Einkerbungen (8) im Deckelrand
gebildet wird.
3. Dose nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (2) nahe einem oberen Ende an seiner Außenseite eine
an sich bekannte Deckelauflage (7) aufweist.
4. Dose nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (3) in an sich bekannter Weise zwischen der Deckelauflage
(7) und dem oberen Rand der Dose angebracht sind.
5. Dose nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ansatz (10) in Verschlußrichtung keilförmig ansteigend gestaltet
ist.
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