DE41261C - Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen des Geschützverschlusses bei dem Abfeuern des Schusses - Google Patents

Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen des Geschützverschlusses bei dem Abfeuern des Schusses

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DE41261C
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DE
Germany
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arrow
shot
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Application number
DENDAT41261D
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English (en)
Original Assignee
W. LORENZ in Karlsruhe, Baden
Publication of DE41261C publication Critical patent/DE41261C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A5/00Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock
    • F41A5/32Energy accumulator systems, i.e. systems for opening the breech-block by energy accumulated during barrel or gas piston recoil

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Neuerung an den durch das Patent No. 40108 geschützten verticalen Keilverschlüssen für Hinterladegeschütze, welche durch das Bocken des Geschützrohres selbstthätig geöffnet werden, besteht darin, dafs der durch irgend eine geeignete, an der Laffete angeordnete Vorrichtung in seiner Verschlufsstellung gehaltene Keil von dieser Vorrichtung durch das Bocken des Geschützrohres, also durch die Aufwärtsbewegung des hinteren Rohrendes selbstthätig abgelöst wird, so dafs er vermöge seines Eigengewichts in dem Keilloch heruntergleiten kann. Die Auslösung./der den Keil in seiner Verschlufsstellung haltenden Vorrichtung kann sofort beim Beginn oder während oder am Ende der Aufwärtsbewegung des hinteren Rohrendes erfolgen. Im ersteren Falle findet die niedergleitende Bewegung des Keiles sofort statt; in den beiden letzteren Fällen macht der Keil zunächst einen geringeren oder gröfseren Theil der Aufwärtsbewegung des hinteren Rohrendes mit und tritt erst nach erfolgtem früheren oder späteren Eintritt der Auslösung seiner Haltevorrichtung in die umgekehrte, also in die niedergleitende Bewegung ein.
Das Niedergleiten des Keiles braucht nur so weit gestattet zu werden, als erforderlich ist, um den Laderaum (die Patronenkammer) behufs Einsetzens eines neuen Geschosses freizulegen. Dasselbe wird daher, mittelst einer beliebigen, geeigneten, selbstthätig functionirenden Vorrichtung, wie z. B. mittelst einer Feder, einer Klinke, einer Nase etc., am Keil oder am Rohr oder im Keilloch, oder mittelst einer Stütze an der Laffete arretirt und der Keil in passender tieferer Stellung so festgehalten, dafs er noch ein gewisses Stück im Keilloch stecken bleibt. Aus dieser Stellung kann der Keil zum Wiederverschliefsen der Patronenkammer ohne Schwierigkeit hochgehoben, mit der Haltevorrichtung durch das Zurücksinken des Rohres in seine Anfangslage selbstthätig oder auch durch die Geschützbedienung in Eingriff gebracht und so in seiner Verschlufsstellung von neuem festgehalten werden.
Eine solche an der Laffete angeordnete Vorrichtung zum Festhalten des Keiles in seiner Verschlufsstellung kann in verschiedenster Weise ausgeführt sein und z. B. aus einem Hebelmechanismus, einem Riegel, einer Stütze etc. bestehen.
Z. B. kann ein doppelarmiger Hebel mit seinem Drehpunkt an der Laffete gelagert und mit dem einen zürn Lagerzapfen des Geschützrohres hin gerichteten Hebelende an dem Geschützrohr derart befestigt sein, dafs das andere Hebelende den Keil im Keilloch in der Verschlufsstellung festhält. Bei Abgabe eines Schusses und der dabei erfolgenden Aufwärtsbewegung des hinteren Rohrendes geht das am Rohr sitzende Hebelende mit nach oben, wodurch der Hebel um seinen an der Laffete befestigten Drehzapfen gedreht und das den Keil haltende Hebelende nach unten geführt wird. Durch letztere Bewegung verliert der Keil seine Unterstützung und kann nun vermöge seines Eigengewichts im Keilloch her-
niedergleiten; hierbei kann der Keil mit dem stützenden Hebelende in Verbindung bleiben, z. B. mittelst eines Gelenkstückes, oder er kann ganz von demselben abgelöst und frei herunterfallen gelassen werden.
Wird der Keil durch einen Riegel in seiner Verschlufsstellung gehalten, so wird dessen Führungs- oder Lagerstück mit der Laffete fest verbunden und der Riegel durch einen am Geschützrohr angeordneten Vorsprung oder eine Nase so gegen den Verschlufskeil gedrängt, dafs derselbe in seiner Verschlufsstellung gehalten wird.
Bei Abgabe des Schusses und der demzufolge eintretenden Aufwärtsbewegung des Rohres wird die Nase von dem Riegel abgezogen, wonach derselbe von irgend einem geeigneten Mittel, wie z. B. von einer Feder, einem Gummibuffer, einem Gewicht etc., von dem Keil abgezogen wird, so dafs dieser letztere in gewünschter Weise im Keilloch niedergleiten kann.
Wird eine Stütze zum Halten des Keiles in seiner Verschlufsstellung angewendet, so wird dieselbe drehbar oder verschiebbar in der Laffete gelagert und mit dem Rohr durch ein Gelenkstück oder Zugstück so verbunden, dafs beim Aufwärtsgehen des hinteren Rohrendes ein Zug „auf die Stütze ausgeübt und diese dadurch von dem Keil abgezogen wird, so dafs derselbe im Keilloch niedergleiten kann.
In beiliegender Zeichnung sind derartige Keilverschlüsse schematisch dargestellt. Fig. ι zeigt ein in Zapfen α gelagertes Geschützrohr A mit verticalem Verschlufskeil B. Die horizontale ausgezogene Lage des Rohres zeigt den Keil in der Verschlufsstellung und in dieser gehalten durch den doppelarmigen Hebel C, welcher an dem zum Lagerzapfen α hin gerichteten Ende mit dem Rohr A verbunden. ist. Der Pfeil Γ soll andeuten, dafs der Hebel C an seinem Zapfen c in der Richtung des Pfeiles von der Laffete aus festgehalten wird. Beim Bocken schwingt das hintere Ende des Rohres in der Richtung des Pfeiles II in die punktirte Lage, wodurch der Hebel C von dem Verschlufskeil abgezogen wird, so dafs dieser in der Richtung des Pfeiles III niedergleiten kann, wie Fig. 2 zeigt. In dieser Stellung des Keiles, in welcher er, wie vorher gesagt, in beliebiger, geeigneter Weise arretirt werden kann, ist der Laderaum b freigelegt, so dafs eine neue Ladung in der Richtung des Pfeiles IV eingesetzt werden kann. Zum Wiederverschliefsen der Patronenkammer kann ein Hebel d oder eine sonst geeignete Hebevorrichtung angebracht werden, mittelst welcher der Keil -B, wie Pfeil V andeutet, wieder in die Verschlufslage gehoben wird, um dort nach wieder erfolgtem Niedersinken des Rohres in seine Anfangslage Fig: 1 von neuem von dem Hebel C festgehalten zu werden.
Fig. 3 zeigt ein Geschützrohr, Versehen mit einer Nase D, welche in der gezeichneten Ruhelage den Riegel C gegen den verticalen Keil B hin drängt und diesen in seiner Verschlufsstellung festhält. Der Pfeil I soll andeuten, dafs das Führungsstück C des Riegels von der Laffete aus festgehalten wird. Fig. 4 zeigt das Geschützrohr mit seinem hinteren Ende nach oben geschwungen und den Riegel C1 von der Nase D befreit. Derselbe wird hiernach in beliebiger Weise, z. B. durch eine Feder oder ein Gewicht oder einen Gummibuffer etc., von dem Keil abgezogen, so dafs letzterer in der Richtung des Pfeiles III aus der Stellung Fig. 3 in die Stellung Fig. 4 niedergleiten kann. Nach Einsetzen einer neuen Ladung in die so freigelegte Patronenkammer in der Richtung des Pfeiles IV wird der Keil in der Richtung des Pfeiles V wieder bis in seine Verschlufsstellung gehoben und in dieser nach erfolgtem Niedersinken des Rohres in seine Anfangslage durch das hierbei erfolgende erneute Vordrängen des Riegels C1 mittelst der Nase D festgehalten.
Fig. 5 zeigt ein Geschützrohr, welches beim Bocken mittelst des Gelenkstückes Z)2 eine Stütze C2 von dem verticalen Keil B abzieht, so dafs derselbe wieder in der Richtung des Pfeiles III niedergleiten kann, wie Fig. 6 zeigt. Die Stütze ist bei c 2 an der Laffete drehbar gelagert bezw. in der Richtung des Pfeiles I von der Laffete aus festgehalten. Nach Einsetzen einer neuen Ladung in der Richtung des Pfeiles IV wird der Keil wie vorher in der Richtung des Pfeiles V hochgehoben und die Stütze C2 durch das Niedersinken des Rohres in seine Anfangslage mittelst des Gelenkstückes D2 unter den in seine Verschlufsstellung angelangten Keil gedreht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An den durch Patent No. 40108 geschützten verticalen, selbsttätig durch das Bocken der Geschützrohre in der Laffete sich öffnenden Keilverschlüssen für Hinterladegeschütze die Abänderung, durch die Aufwärtsbewegung des hinteren Röhrendes eine an der Laffete angeordnete, den Keil während der Anfangslage des Geschützrohres in seiner Verschlufsstellung haltende Arretirvorrichtung von dem Keil abzulösen, so dafs der Keil vermöge seines Eigengewichts im Keilloch niedergleitet und die Patronenkammer freilegt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT41261D Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen des Geschützverschlusses bei dem Abfeuern des Schusses Expired - Lifetime DE41261C (de)

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